PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie spart oder investiert ihr?



Seiten : 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 [98] 99 100

davo
27.04.2025, 05:30
Im Prinzip hat sich ja echt nicht viel getan bei den US-ETFs. In der Langzeitbetrachtung gab es einen winzigen Dip, wie er oft vorkommt. Und nach einem Kursverlust auszusteigen, wäre ja wirklich besonders doof. Die einzigen Leute, die diesem Thema jetzt widmen sollten, sind IMHO die, die in den nächsten Jahren das Geld brauchen werden. Alle anderen sollten das machen, was man (fast) immer tun sollte: nicht nervös werden, einfach drin bleiben. Aufgrund der viel besseren strukturellen wirtschaftlichen Bedingungen als in Europa oder sonstwo habe auch ich fast nur US-ETFs, und daran wird sich auch nichts ändern.

docdean
28.04.2025, 15:42
Aufgrund der viel besseren strukturellen wirtschaftlichen Bedingungen als in Europa oder sonstwo habe auch ich fast nur US-ETFs, und daran wird sich auch nichts ändern.

Aber genau das ist es ja, was sich geändert hat. Die USA schaffen ihre strukturellen Vorteile gerade komplett ab und kehren sie ins Gegenteil um. Das Geld wird aus den USA im großen Stil abgezogen, weil das Vertrauen nachhaltig zerstört ist.


Im Prinzip hat sich ja echt nicht viel getan bei den US-ETFs. In der Langzeitbetrachtung gab es einen winzigen Dip, wie er oft vorkommt.

Noch hat sich nicht viel getan. Berücksichtigt man die Dollar-Abwertung, sind wir aber immer noch ~15% tiefer. Dabei haben sich noch gar keine Fakten verändert. Und es spricht vieles dafür, dass es noch weiter und für eine längere Zeit runter geht, und wenig dafür, dass es jetzt einfach wieder hoch geht.


Und nach einem Kursverlust auszusteigen, wäre ja wirklich besonders doof.

Nicht, wenn noch mehr Kursverluste bevorstehen.

Kackbratze
28.04.2025, 16:52
Aber genau das ist es ja, was sich geändert hat. Die USA schaffen ihre strukturellen Vorteile gerade komplett ab und kehren sie ins Gegenteil um.

Ich sehe das gerade etwas Anders. Die grundsätzlichen Patente und auch die Provider von Services sind weiter in den USA angesiedelt (Google, MS, JnJ, Apple, AMZ, Blackrock etc), in Europa wird die Infrastruktur durch Brüssel massiv geschwächt und in der Phase der möglichen Verhandlungen mit den USA nicht adäquat repräsentiert, so dass der initiale Kapitalabfluss auf lange Sicht sich wieder umkehren wird.
Das ist jedenfalls meine Meinung, die Zeit wird zeigen, wer von uns Recht behalten wird.

milz
09.06.2025, 17:36
Rückblickend hätte es sich für mich gelohnt auf Kinder und Eigenheim zu verzichten, auch wenn es seine positiven Seiten hat, von denen man jedoch leider nicht viel hat dank jahrelanger nervenaufreibender Mehrfachbelastung (Eltern kennen es), jahrelangem Kredite abstottern, auch mit "Kinderfreibetrag" zahlt man sich tot an Steuern und Abgaben zugunsten der Obrigkeit (Scheuer, Spahn und Co) und bedrückender Zukunftsaussichten. Wie der Schwabe sagt (frei zitiert): Schaffe, schaffe, Häusle baue, Kinder mache und verrecke. Im nächsten Leben würde ich mir eine kleine günstige Eigentumswohnung kaufen, bescheiden leben und arbeiten nur soviel wie unbedingt notwendig und fertig wäre die Laube. Nur so als Anregung für die hier mitlesende jüngere Generation.

rafiki
09.06.2025, 18:08
milz, was würdest du dann mit dem Rest der Zeit machen? Wieviel Arbeit ist "unbedingt notwendig"?

docdean
09.06.2025, 18:26
Rückblickend hätte es sich für mich gelohnt auf Kinder und Eigenheim zu verzichten ... Im nächsten Leben würde ich mir eine kleine günstige Eigentumswohnung kaufen

Das ist mir zu pauschal über einen Kamm geschert, das zeigt sich ja schon daran, dass sich deine Aussage widerspricht.

Auf Kinder zu verzichten, bedeutet einen völlig anderes Lebensstil. Klar, man behält alle Freiheiten und kann machen was man will, aber dafür fehlt einem langfristig auch ein großer Baustein im Leben. Ohne eigene Familie bleibt man immer ein Einzelgänger, hat im Leben nichts geschaffen, was einen überdauert, und stirbt irgendwann allein, ohne etwas zu hinterlassen.

Sich gegen eine Immobilie zu entscheiden, ändert dagegen überhaupt nichts im Leben, nur im Cashflow. Statt einfach nur Miete zu zahlen, muss man sich mit Finanzierung und Instandhaltung beschäftigen, hat permanent den Druck im Hinterkopf, den Kredit bedienen zu müssen und Vollzeit zu arbeiten. Und das nur, damit man auf dem Zettel beim Notar steht. Ein Dach über dem Kopf hat man in beiden Fällen, es ändert sich nix.

rafiki
09.06.2025, 18:36
Auf Kinder zu verzichten, bedeutet einen völlig anderes Lebensstil. Klar, man behält alle Freiheiten und kann machen was man will, aber dafür fehlt einem langfristig auch ein großer Baustein im Leben.

Das beurteilt wer?




Ohne eigene Familie bleibt man immer ein Einzelgänger, hat im Leben nichts geschaffen, was einen überdauert, und
stirbt irgendwann allein, ohne etwas zu hinterlassen.

Wieso schafft man im Leben nichts, das einen überdauert ohne Kinder? Wozu muss man eigentlich etwas "hinterlassen"?

Jukka666
09.06.2025, 19:19
Das beurteilt wer?

Wieso schafft man im Leben nichts, das einen überdauert ohne Kinder? Wozu muss man eigentlich etwas "hinterlassen"?

Sehe ich genauso...ich finde das persönlich zwar jedem selbst überlassen, aber irgendwie traurig...
als ob man nur etwas "wert" ist, wenn man etwas "hinterlässt"...so ein Unsinn...
Wie egozentrisch muss man sein oder den Wert von Menschen generell total überhöhen auf diesem Planeten, dass es unbedingt noch den einen Menschen mit DNA-Material von sich selbst geben muss (was übrigens DNA von ALLEN anderen auf diesem Planeten und auch jedem Ochsenfrosch ist, denn wir sind alle miteinander verwandt).

ist meines erachtens nur das Füllen einer indoktrinierten Lücke von Kind an (Religion?). Kinder machen sollte man wegen der Kinder selbst und nicht, um etwas zu hinterlassen.

Jetzt wirds endgültig philosophisch: das Leben ist für das Leben selbst da, es hat keinen "Zweck"...oder frei nach Dr. Ian Malcolm: "Das Leben findet einen Weg"... :-)

Ergänzend: was mir total im Gedächtnis hängen geblieben ist, der Spruch eines Bekannten, der am Grabstein seines "sehr erfolgreichen" Bruders stand: "Auf dem Grabstein eines Menschen steht NIE ""er war ein sehr erfolgreicher Anwalt/Arzt/Architekt/Elektriker etc., sondern immer "Er war ein guter Mensch/Freund/Vater/Mann etc.."... Hinterlassen my ass... lol

Relaxometrie
09.06.2025, 20:48
Im nächsten Leben würde ich mir eine kleine günstige Eigentumswohnung kaufen, bescheiden leben und arbeiten nur soviel wie unbedingt notwendig und fertig wäre die Laube. Nur so als Anregung für die hier mitlesende jüngere Generation.
Das ist schon echt ein totaler Schmarrn, den Du hier schreibst.
1: Deine armen Kinder.
2: Wenn es Dir so wichtig ist mit "Eigentumswohnung statt Haus", kannst Du es ja in diesem Leben noch durchziehen. Da muss man nicht aufs nächste Leben warten. Insofern stufe ich Deine Jammerei als hohles Gerede von jemandem ein, der eben doch nicht auf den Luxus eines eigenen Hauses verzichten möchte.

Tweety8008
09.06.2025, 20:57
Das ist schon echt ein totaler Schmarrn, den Du hier schreibst.
1: Deine armen Kinder.
2: Wenn es Dir so wichtig ist mit "Eigentumswohnung statt Haus", kannst Du es ja in diesem Leben noch durchziehen. Da muss man nicht aufs nächste Leben warten. Insofern stufe ich Deine Jammerei als hohles Gerede von jemandem ein, der eben doch nicht auf den Luxus eines eigenen Hauses verzichten möchte.

+1 .........

Neckar
10.06.2025, 08:19
Das ist schon echt ein totaler Schmarrn, den Du hier schreibst.
1: Deine armen Kinder.
2: Wenn es Dir so wichtig ist mit "Eigentumswohnung statt Haus", kannst Du es ja in diesem Leben noch durchziehen. Da muss man nicht aufs nächste Leben warten. Insofern stufe ich Deine Jammerei als hohles Gerede von jemandem ein, der eben doch nicht auf den Luxus eines eigenen Hauses verzichten möchte.
Um den teufelsanwalt zu spielen, muss ich sagen dass es schon traurig ist, dass ein Haus zu erwerben als Arzt als Luxus angesehen wird. Vor 10-20J in Deutschland gut möglich, in anderen Ländern immer noch gut (einfacher) machbar.

docdean
10.06.2025, 09:36
Weil ein Haus heute kein Haus mehr ist, sondern ein Investorenspielzeug. Ab 2008 gab es billiges Geld, sodass einfach jeder höhere Preise für Immobilien bieten konnte, ohne dass die Kreditbelastung stieg. Jetzt haben alle Boomer von damals ihre Wertsteigerung mitgenommen und die Preise auf dem Papier sind immer noch ganz oben, aber die Kaufkraft normaler Leute kommt nicht mehr mit. Wer damals nicht dabei war, hat jetzt Pech. Das war eine große Zäsur, die unsere Gesellschaft langfristig in arm und reich aufgeteilt hat.

anignu
10.06.2025, 12:50
Auch.
Und weil ungefähr JEDER in die total beliebten Gegenden will und weil man sich so viel Schnickschnack einbildet.
Hochzeiten sind auch extrem viel teurer geworden. Früher ging man zum Wirt, heutzutage gibt man locker fünfstellige Summen aus. Früher fuhr man einmal im Jahr zum Campen nach Italien, heutzutage fliegt man teils mehrmals im Jahr irgendwo hin. Früher reichte ein Festnetztelefon, heutzutage muss es alle 2 Jahre das neueste Modell für 4stellige Beträge sein. Also nicht an allem sind Investoren schuld. Auch weil die Ansprüche so gestiegen sind. Und wehe das Kind hat mal Kleidung an die nicht perfekt passt oder vielleicht sogar ein Loch hat...

Dass die Boomer ein Problem sind, seh ich ähnlich. Viele davon haben Immobilien, oft brauchen sie es auch nicht mehr oder nicht mehr so groß aber die wenigsten geben was her. Auf der anderen Seite muss man auch sagen: wie teilweise extrem meine Eltern gespart haben und haben nun ihr Haus, irgendwo haben sie es auch verdient.

DrSkywalker
12.06.2025, 11:09
Ein "normales" Haus kostet je nach Lage 400 -800 tsd Euro.
pro 100.000 Kaufpreis ist ungefähr eine Rate von 500,- € im Monat fällig.

Mit einem Facharztgehalt (ca 5000 netto) kann man ca. 400.tsd finanzieren.

Mit Eigenkapital, Gehalt des PArtners und evtl. ein paar KV Dienste am Wochenende kann sich jeder durchschnittliche Arzt, der es will, ein Haus leisten. Ganz einfach.

Ich habe Bekannte, die haben schon 2017 bei 1,5 % Zinsen gejammert, wie teuer die Häuser sind obwohl sie gerne eins hätten, die leben 2025 noch immer zur Miete...

Heerestorte
12.06.2025, 14:18
1,5% wären jetzt ein Traum :-))
Wenn ich halt bedenke, dass es jetzt hier schon für ne hübsche Wohnung 500k sind und das dann bei 3% Zinsen und vllt 100k Eigenkapital und dann noch Kaufnebenkosten etc...

In meiner Situation ist es momentan so, dass ich deshalb zur Miete wohne und die 1000€ Differenz, die ich mit Miete im Vergleich zu Finanzierung spare, anlege in ETF.
Liegt aber daran, dass ich in 10 Jahren höchstwahrscheinlich den Wohnort wechsle und momentan die Rendite bei den ETF höher ist als bei Immobilien. Zumindest wenn man es mit Verkauf der Immobilie nach 10-30 Jahren vergleicht.

Vor allem kommen dann bei Eigentum auch noch Sanierungen, Instandhaltung etc dazu sowie Hausgeld usw.

rafiki
12.06.2025, 14:43
Mache ich auch so, lieber investieren am Aktienmarkt. Wohne zur Zeit für unter 5% Warmmiete mit zwei Wohnungen in verschiedenen Bundesländern. So billig wäre es mit Hausgeld und allem Schnickschnack wohl kaum. Und wer weiß, was in ein paar Jahren in DL los ist....

Espressa
12.06.2025, 19:38
Für mich klingt es bei manchen arg nach Midlifecrisis, bei dem ganzen hinterfragen der Lebensentscheidungen…
Ich hab immer von dem „großen Haus mit Garten“ geträumt, weil man sowas braucht wenn man eben viel arbeitet und viel daheim ist.
Inzwischen reizt mich auch das Reisen, und wenn man viel unterwegs ist, kann man auch bescheidener wohnen. Mit den veränderten Lebensgewohnheiten der jüngeren Generationen verändert sich sicherlich auch die Vorstellung, was man alles anhäufen müsste…

Mometasonfuroat
30.06.2025, 07:48
Jeder der in dem Thread erzählt „Geld sei nicht alles“ der lügt sich selbst in die Tasche, um sein eigenes Gewissen zu beruhigen nicht selbst genug vorzusorgen oder sich mit dem Thema Finanzen besser auseinanderzusetzen. Investieren ist maximal wichtig um eine gewisse finanzielle Freiheit zu erlangen. Wie er diese verwendet und definiert steht jedem selbst zu. Der eine kauft sich ein Haus für sich und seine Familie- ich liebe z.B unseres mit schönen Garten und Ruhe vom Alltag und andere wiederum genießen das Reisen oder die Möglichkeit mit 40/50 Jahren in Rente gehen zu können. Aber so gar nicht investieren und sich dann wundern, dass man mit 55 Jahren noch Dienste schrubben muss um davon halbwegs seine Ausgaben decken zu können - selber Schuld!

Rudiologe
30.06.2025, 08:29
Ich denke, das ist bei den meisten Kollegen hier eher angstbedingtes Vermeidungsverhalten und eine Scheu, sich mit dem Investieren zu beschäftigen. Und viele sind auch noch "geschädigt" durch die Elternhäuser. Ich habe eine Kollegin, die hat 200.000 Euro auf dem Giro- und Tagesgeldkonto und traut sich nicht, das in Aktien/ETFs zu investieren ("viel zu gefährlich") und eine andere Freundin und Ärztin hat ihr komplettes Vermögen in Gold in einem Tresor zu Hause, weil ihre Eltern immer gepredigt haben, dass Gold "der einzig sichere Hafen" ist. Beide wirklich auch beratungsresistent bis heute.

h3nni
30.06.2025, 10:37
Das war doch auf den letzten seiten auch gar kein Thema? Ich verstehe den Gedankensprung nicht so ganz.