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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der Hammerexamen Herbst 2011- und Zwischenwelten-Thread



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Asleif
16.09.2011, 08:35
MAC ist denkeich soweit richtig erklärt, nur geht es hierbei nicht um die analgetische Potenz es geht um die hypnotische Potenz. Die meisten inhalativen Narkotika sind sehr gering analgetisch (außer Lachgas) haben aber die höhere hypnotische Wirkung. Daher das mit dem MAC. Du kannst ja eine Narkose nicht nur mit Halotan fahren, sondern musst noch ein Morphin oder so dazu geben, da sonst kaum ein analgetischer Effekt zu erwarten ist, auch wenn der Patient nicht mehr aktiv reagiert. Du würdest nur unter Halotan zwar keine Gegenwehr des Patienten haben, aber du würdest sehen, dass RR, Puls und CO2 ansteigen (Schmerzreiz).

So hoffe das war nicht an dir vorbeigeredet.

Alvorada
16.09.2011, 08:36
Guten Morgen an Alle :)

Habe soeben lese-mäßig HNO beendet, jippieh! Jetzt fehlen noch 90 Fragen oder so, dafür werde ich ein Weilchen brauchen. Aber in einer halben Stunde kommt erst mal Besuch.
Aber, MERKE: Habe schon lang nicht mehr so schnell und konzentriert gelesen, das darf ich wieder machen!! So ein bisschen Zeitdruck morgens tut mir echt gut... :-oopss

@Moonchen
Erstmal viel Erfolg für die ersten Prozente! Du schaffst das! Augen auf und durch :-D
Und zweitens, also ich habe auch eine Initiativbewerbung gemacht und habe da den Chef der Klinik angeschrieben ob das denn möglich sei. Als ein 'ja' kam, 'Bewerbung und Lebenslauf per Mail an ihn', habe ich das dann halt gemacht. Denke, der sagt dann schon, wies laufen soll und an wen die Bewerbung geschickt werden soll...

Medi-Maus
16.09.2011, 08:40
@Flausche und Asleif: DANKE. Ja, Ihr habt genau Recht. Hier war der Knackpunkt der Unterschied zwischen analgetischer und hypnotischer Potenz.

Also, nochmal für Doofe (und damit ich's noch mal klar kriege):

Lachgas, großer MAC, niedrig potent, d.h. gering narkotisch, dafür aber stark analgetisch

Halothan, kleiner MAC, hochpotent, d.h. stark hypnotisch, dafür aber nur schwach analgetisch

Danke!

Asleif
16.09.2011, 08:54
So jetzt habe ich nen Knoten in meinem Gyrus oder Sulcus.

Schwarz-Batter-Sydrom
zu viel ADH (klar), deshalb wenig Pipi und die ist konzentriert -->Serum viel Wasser und Dilutionshyponatriämie (auch klar und logisch), aber warum behandelt man den Mist mit dursten, weil dann müsste noch mehr ADH gebildet werden und noch mehr Rückresorbiert werden, oder wo ist da mein Denkfehler??
Ich kanns auch auswendig lernen, aber ich verstehe die Dinge ganz gerne.
:-???:-???:-???
Danke euch

Medi-Maus
16.09.2011, 09:03
So jetzt habe ich nen Knoten in meinem Gyrus oder Sulcus.

Schwarz-Batter-Sydrom
zu viel ADH (klar), deshalb wenig Pipi und die ist konzentriert -->Serum viel Wasser und Dilutionshyponatriämie (auch klar und logisch), aber warum behandelt man den Mist mit dursten, weil dann müsste noch mehr ADH gebildet werden und noch mehr Rückresorbiert werden, oder wo ist da mein Denkfehler??
Ich kanns auch auswendig lernen, aber ich verstehe die Dinge ganz gerne.
:-???:-???:-???
Danke euch


Also, im Prizip hat man ja eine Wasserintoxikation. Deshalb: Restriktion der Flüssigkeitsmenge als Therapie! Damit nicht genau das passiert, was Du befürchtest: Gabe von ADH-Antagonisten!

Gleichzeitig langsame Angebung der Serumnatriums (Hypertone Kochsalzlösung) bei gleichzeitig forcierter Diurese mit der Gabe eines Schleifendiuretikums.


Ich hoffe, das trifft Deinen Punkt so gut, wie Du mein Problem gelöst hast?

Asleif
16.09.2011, 09:04
@Mäuschen
Danke das ist logisch in der Kombination.
Gebe dir nen :-kaffee aus. ;-)

Alvorada
16.09.2011, 09:07
Da ist doch die inadäquate ADH-Bildung paraneoplastisch oder entkoppelt durch Pneumonie/medikamentös.
Glaube da geh an der ADH-Sekretion nix mehr weiter hoch bei Flüssigkeitsrestriktion, dieser Mechanismus funktioniert ja nicht mehr, weil eh schon pathologisch (und entkoppelt) zu viel produziert wird?

Flauscheding
16.09.2011, 09:07
Urin ist hypoton (Elektrolytverschiebung), also läßt man dursten und behandelt mit Diuretikum, damit Wasser rausgeht und der Urin wieder hyperton wird.
Wegen der Gefahr der pontinen Myelinolyse kannst du eben nur beschränkt und langsam NA geben.
Beantwortet das deine Frage und ist das überhaupt richtig? :-)
So hab ich mir das immer hergeleitet...

Medi-Maus
16.09.2011, 09:11
Urin ist hypoton (Elektrolytverschiebung), also läßt man dursten und behandelt mit Diuretikum, damit Wasser rausgeht und der Urin wieder hyperton wird.
Wegen der Gefahr der pontinen Myelinolyse kannst du eben nur beschränkt und langsam NA geben.
Beantwortet das deine Frage und ist das überhaupt richtig? :-)
So hab ich mir das immer hergeleitet...

@Flausche: Bei Schwartz-Bartter-Syndrom ist aber der Urin meines Wissens extrem konzentriert und somit HYPERton, da ja alles Wasser durch das ANTI-DIURETISCHE Hormon im Körper gehalten wird.
Beim Diabetes insipidus, wo ADH fehlt, ist der Urin so wie Du gesagt hast HYPOton, da literweise Wasser ausgepinkelt werden und somit der Urin extrem verdünnt ist...


Ich hoffe, das stimmt, ansonsten sorry, Flauschi!

Flauscheding
16.09.2011, 09:14
Medi, öhm, du hast Recht....
Nur, wie merk ich mir das dann jetzt richtig? *brummel* :-D

Asleif
16.09.2011, 09:15
Ja Mäuschen, das stimmt Urin ist HYPERton und das Serum ist HYPOton, weil zu viel ADH. Das andere ist richtig bei Diabetes insipidus.

Asleif
16.09.2011, 09:19
Medi, öhm, du hast Recht....
Nur, wie merk ich mir das dann jetzt richtig? *brummel* :-D

Ist ne doofe Eselsbrücke, aber versuchs mal so:
Bei nem normalen Diabete fehlt dir auch ein Hormon oder ist zu wenig vorhanden (Insulin) deshalb Glukose hoch.
Bei Diabetes insipidus fehlt oder ist auch zu wenig Hormon (ADH) da deshalb Pipi hoch/viel.

Keine Ahnung, ob das was bringt, aber so habe ich mir das gemerkt.
:-D

Medi-Maus
16.09.2011, 09:22
Medi, öhm, du hast Recht....
Nur, wie merk ich mir das dann jetzt richtig? *brummel* :-D

Ich hab mir das irgendwie immer ganz einfach so gemerkt:

ADH heißt ja ANTIDIURETISCHES Hormon, d.h. es verhindert sozusagen, dass man Pipi muss (wird deshalb ja auch nachts ausgeschüttet, damit man nachts trocken bleibt und nicht auf Klo muss - scheint nur manchmal bei meinem Freund nicht so zu funktionieren, der ständig nachts aufs Klo tapert)

So, wenn jetzt beim Diabetes insipidus kein ADH da ist (centralis) oder kein ADH wirkt (renalis) muss man also ganz viel pinkeln, weil kein die Diurese verhinderndes Hormon da ist. Somit scheidet man literweise Urin aus. Da da ja dann so viel Wasser drin ist, ist der Urin total klar und super verdünnt, also wenig konzentriert: HYPOton. Was da im Blut zurückbleibt, ist eine HYPERtone DEHYDRATATION. Man ist total ausgetrocknet durch das viele Pinkeln und die ganzen Elektrolyte steigen im Blut durch die Konzentration an.

So, beim Schwartz-Bartter ist es genau umgekehrt: zuviel des ADH. Auch nicht gut, da so gar nicht mehr gepinkelt wird und super viel Wasser ins Blut kommt --> Wasservergiftung. Heißt, dass das Blut extrem verdünnt ist und eine HYPOtone HYPERHYDRATATION entsteht. Der Urin ist ein kleines, dunkelgelbes, extrem konzentriertes, HYPERtones Rinnsal.


So, ich hoffe, das war richtig.

Maja85
16.09.2011, 09:43
Medi-Maus' Erklärung kann ich nichts mehr hinzufügen, klingt aber richtig :-) und kaum elf Uhr und schon habe ich meine Erkenntnis des Tages: Es gibt ADH-Antagonisten! Wusste ich nicht ;-) meine Freunde google und Wiki sagen, die Heiden Vaptane. Aha. Muss in Pharma an mir vorbei gegangen sein (komisch, dabei bin ich doch so ein Pharma-Crack :-D )

Flauscheding
16.09.2011, 09:52
Oha!
Danke ihr Lieben!
Ich merk mir einfach: Gegenteil vom Insipidus.
Den D. insipidus kann ich eigentlich ;-).
Aber gut, dass wir das noch VOR dem Examen klären konnten *hihi*

Medi-Maus
16.09.2011, 10:44
Hallo, Ihr Lieben,

eine letzte ganz doofe Frage:

Swan-Ganz-Katheter:

in rechten Vorhof, dann über rechten Ventrikel in A. pulmonalis.

Wenn man jetzt den Wedge-Druck misst, ist das doch ein Zeichen für den Druck im linken Vorhof. Bei Wikipedia steht: Der Wedge-Druck entspricht unter physiologischen Bedingungen den Druckverhältnissen im linken Vorhof (die Druckverhältnisse im linken Ventrikel können durch einen Rechtsherzkatheter nicht beurteilt werden).

Jetzt hab ich das aber in anderen Quellen anders gelesen: Mit dem Pulmonaliskatheter misst man mittels Wedge-Druck indirekt LVEDP, also den linksventrikulären enddiastolischen Druck.

Was denn jetzt?? Linker Ventrikel ja oder nein...


Ich habe so Angst, dass die so was Banales fragen und dann scheiterts an solchen Kleinigkeiten :-heul

Flauscheding
16.09.2011, 10:56
Der linksventrikuäre enddiastolische Druck ist doch im Endeffekt gleich dem Druck im linken Vorhof, dacht ich immer :-blush

Medi-Maus
16.09.2011, 10:59
Der linksventrikuäre enddiastolische Druck ist doch im Endeffekt gleich dem Druck im linken Vorhof, dacht ich immer :-blush

Dachte ich irgendwie auch, aber ich meine, wenn Wiki das extra so schreibt... Andererseits stehts in den anderen Quellen ja anders....

philipp1984
16.09.2011, 11:07
MOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOORGEN! (Aufweckruf für alle ;) )

Ich fang jetzt gleich mit meinem einzigen und letzten Probeexamen an was ich mir aufgehoben habe und bin doch etwas aufgeregt.. *bibber*...
Kann sein dass ihr mich dann Sonntag Abend psychisch aufbauen müsst :-((

Und nochmal eine (vielleicht doofe) Frage - bei einer Initiativbewerbung an einem Haus an dem ich noch nie war - der Ansprechpartner ist doch immer der Chefarzt, oder!?

Euch allen einen produktiven Tag!



Habe heute auch den letzten Tag meines einiziges Probeexamens gekreuzt, alles wird gut! :-dance

Maja85
16.09.2011, 11:10
Habe heute auch den letzten Tag meines einiziges Probeexamens gekreuzt, alles wird gut! :-dance

Das klingt doch prima!

Und ich bin auch der Meinung, dass der Wedge Druck gleich dem Druck im linken Vorhof ist. Dieser ist unter normalen Bedingungen gleich dem enddiastolischem linksventrikulärem Druck. Bei einer Mitralstenose z.B. Haben wir ja aber eine Druckdifferenz zwischen Vorhof und Ventrikel, dann kann ja aber auch der in Wedge-Position liegende Katheter kaum den Druck im linken Ventrikel messen. Oder hab ich da jetzt nen Denkfehler?