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Philip_MHH
26.12.2022, 10:57
Bevor du dir für viel Geld ein Standard Werk kaufst solltest du erst mal in einer Bibliothek probieren die der Stil gefällt. Striebel ist nur eine Variante, es gibt viele Bücher, in meinen Augen auch bessere. Das ist aber vor allem auf den Stil gemünzt. Inhaltlich werden die sich alle nicht viel nehmen. So oder so macht das aber eher in Richtung Facharzt Prüfung Sinn, dann ist es etwas aktueller, wobei natürlich an den geblasen nicht viel Veränderung stattfindet.

Kiddo
26.12.2022, 15:41
Ich habe den Striebel und nutze ihn kaum. Für die Kasacktasche ist auch selbst der kleine Striebel zu groß. Mir gefallen die Übersichtsartikel aus den Anästhesiejournalen besser, weil aktueller.

Jana93
27.12.2022, 12:45
Hallo,
ich bin seit diesem Jahr frisch gebackene Ärztin und bewerbe mich zur Zeit auf meine erste Assistenzarztstelle in der Anästhesie.
Zur Auswahl stehen jetzt Uniklinikum Würzburg und Uniklinik Frankfurt. Hat jemand von euch Erfahrungen dort und kann mir bei der Entscheidung helfen? 😄 Die Hospitation hat mir an beiden Häusern gut gefallen. In Frankfurt ist vlt das Team noch etwas besser, dafür hat man in würzburg evtl eine bessere Einarbeitung.
Über Meinungen würde ich mich freuen :)
LG Jana

Teevee
30.12.2022, 19:34
Nimm dann lieber frankfurt..
Habe dir im anderen Post geantwortet:)

Sandmännchen134
31.12.2022, 11:47
Warum Frankfurt?

LSD77
03.01.2023, 21:01
Hallo! Ich hoffe ich bin hier im Thema richtig ;) ich habe mein pj abgeschlossen und bin auf der Suche nach Anästhesie-Stellen in Nordbayern/Oberfranken. Hättet ihr vielleicht Empfehlungen?
Danke schon mal!

PS ausländischer Abschluss (Österreich) sollte kein Problem bei Stellenfindung sein oder? ;)

detysnow
04.01.2023, 18:25
Hallo! Ich hoffe ich bin hier im Thema richtig ;) ich habe mein pj abgeschlossen und bin auf der Suche nach Anästhesie-Stellen in Nordbayern/Oberfranken. Hättet ihr vielleicht Empfehlungen?
Danke schon mal!

PS ausländischer Abschluss (Österreich) sollte kein Problem bei Stellenfindung sein oder? ;)

In Mittelfranken (Uni) könnte ich gute Erfahrungen teilen. Kommt das auch in Frage? Gerne auch per PN...

LSD77
04.01.2023, 20:58
In Mittelfranken (Uni) könnte ich gute Erfahrungen teilen. Kommt das auch in Frage? Gerne auch per PN...

ja, gerne per PN!

Dochope
10.01.2023, 19:01
Hallo, liebe Kollegen und Kolleginnen!
Ich habe euch auf dieses Themaa schon angesprochen aber ich habe wieder Gesprächsbedarf wende mich erneut an sie. Also, es geht um die Regionalanästhesie. Ich beherrsche sie nicht, Nadelführung kann ich auch nicht.ich habe jeden Tag Tofu mit, nutze jede Gelegenheit um zu üben,komme aaber trotzdem nicht weiter. Ich mache Regionaal auch eher selten, so 1 oder 2 Mal pro Monat, es gibt aber Kollegen, die das aich nicht so oft machen und trotzdem besser performen. Mit einigen von ihnen habe ich gesprochen und die meinen, ich solle mir Zeit nehmen.Laut einer OÄ funktioniert meine US gestützte Anlage von Gefäßzugängen auch nicht so prächtig, und ich jetzt, dass ist einer der Gründe warum ich nicht auf ITv geschickt werde. Ich vermute, meine Sorge ist zum großen Teil stressbedingt, ich finde aber keinen Ausweg. Im März mache ich einen Kurs bei Dr.Puschmann im Berlin. Was mir Hoffnung macht ist die Tatsache, dass es mit Intubieren am Anfang ähnllich aussah und ich es jetzt, 2 Jahre später, deutlich besser machen kann.
Auf eure Gedanken und Anregungen freue ich mich!

crossie
10.01.2023, 19:53
Ich glaube das ist ein häufiges Problem: wenn man selten Regionale sticht - wie Du schreibst 1-2 mal im Monat - kann man natürlich nur schleppend bis gar nicht besser werden. Bei mir ist es ganz genauso, ich mache so selten Regionale, dass ich gefühlt immer wieder bei null Anfange und keinen Progress habe. Bin fast genau ein Jahr in meiner neuen Klinik und hab diese Woche meinen dritten dist. Ischiadicus gestochen in dem ganzen Jahr, also null Routine. Deswegen werden die Regionale und ich (Mitte 5. WBJ) auch keine Freunde mehr und ehrlich gesagt mag ich sie auch nicht, ich bin eher Team Tubus :D

Vielleicht muss man aber auch nicht alles gut können. Jeder hat seine Stärken und Schwächen. Gefühlt setzt Du Dich da ganz schön unter Druck.

Erdbeermond
10.01.2023, 22:06
Generell stimme ich da zu, dass Übung den Meister macht.

Meine Klinik macht viele Regionalanästhesie und ich hab tatsächlich gemerkt, wenn man das Auge-Hand-Nadel-Sono-Handling irgendwann gecheckt hat, dann ist es egal, ob man da jetzt nen Plexiglas, ZVK oder nen DIK sticht. Alle irgendwie ähnlich.

Tipps von meinen Oberärzten: schallen üben (also bei jedem Pat. In Narkose Strukturen schallen und erkennen) und eher in-Plane stechen, da man so die Nadel deutlich besser nachverfolgen kann. Anatomische Landkarten zu kennen hilft auch. Wenn man weiß, wo man hin will, sieht man das im sono auch. Und wenn man anatomisch die richtige Stelle auswählt, dann ist sie auch meistens genau da, wo man den schallkopf dann drauf hält.

Und wenn die Zeit da ist, auch mal nen PVK mit Sono legen (oder ne arterie; aber da ist das schon sehr fisselig) und einfach Darstellung der Nadel in Plane üben.

Dochope
11.01.2023, 16:29
Erdbeermond, darf ich fragen wo du arbeitest?

Brutus
12.01.2023, 12:29
Meine Klinik macht viele Regionalanästhesie und ich hab tatsächlich gemerkt, wenn man das Auge-Hand-Nadel-Sono-Handling irgendwann gecheckt hat, dann ist es egal, ob man da jetzt nen Plexiglas, ZVK oder nen DIK sticht. Alle irgendwie ähnlich.
Und wenn man die Regionalen so richtig kann, werden auch die Dienste angenehmer. Nicht nüchtern oder Schwanger im Dienst? Regionale möglich? Na dann... Oder die wirklich kranken Patienten, wo man niemals nicht auf gar keinen Fall eine VN machen möchte? Egal, wenn die Regionale sitzt. :-nix


Tipps von meinen Oberärzten: schallen üben (also bei jedem Pat. In Narkose Strukturen schallen und erkennen) und eher in-Plane stechen, da man so die Nadel deutlich besser nachverfolgen kann. Anatomische Landkarten zu kennen hilft auch. Wenn man weiß, wo man hin will, sieht man das im sono auch. Und wenn man anatomisch die richtige Stelle auswählt, dann ist sie auch meistens genau da, wo man den schallkopf dann drauf hält.
Jup, und üben sollte man auch das Drehen des Schallkopfes. Dabei die Struktur unter Sicht behalten. Und von quer nach längst darstellen. Übt ungemein...


Und wenn die Zeit da ist, auch mal nen PVK mit Sono legen (oder ne arterie; aber da ist das schon sehr fisselig) und einfach Darstellung der Nadel in Plane üben.
Fisselig? Genau dann brauche ich das Sono! ;-)
Wenn ich partout nicht in diese verdammt kleine Arterie reinkomme, dann hole ich doch das Sono. Und dann klappt es meistens auch auf Anhieb. Da steche ich auch eigentlich immer out of plane.
Aber wichtig ist halt wirklich: bei jeder (!) Gelegenheit mit dem Sono üben. Narkotisierter Patient? Hat nichts dagegen, wenn man Carotis, VJI oder ISP schallt. Oder alles andere, was im Hals so zu finden ist...

Erdbeermond
12.01.2023, 13:24
Das mit den Diensten stimmt - nur die Chirurgen sind bei uns nicht immer so ganz begeistert.

Letztens gabs ne Clavicula-Fraktur in regionaler Anästhesie - ging wohl gut, aber die Chirurgen mochten es nicht.

Teevee
12.01.2023, 13:29
Das u.U. Nervige daran, wenn man nur Regionale durchführt für Eingriffe, die mit einer schlecht zugänglichen Lagerung einhergehen kann halt sein, dass man komplett entlagern muss, um b.B. noch eine Vollnarkose nachzuschieben. Reicht ja auch, wenn irgendwo eine kleine Lücke über bleibt, die nicht hinreichend betäubt ist (und eine Sedierung nicht ausreicht).

Aber ja, grundsätzlich mann man tatsächlich viel mehr in Mono-Regionaler durchführen, als es an vielen Häusern üblich ist

Erdbeermond
12.01.2023, 13:39
Bei komplizierter Lagerung kann ich das voll verstehen. Meistens ist es aber auch einfach so, dass ein schlafender Patient halt für alle im Saal angenehmer ist (reden, ggf. Musik, etc.).

Ich mag regionale Anästhesie sehr, weil die Patienten halt meist direkt nach op ins Zimmer können, essen/trinken dürfen, länger Analgesie haben - der aufwachraum ist nicht so voll und man kann den nächsten Patienten meist parallel vorbeireiten.

In unserem handchirurgischen Saal hat man manchmal 6x Plexus direkt hintereinander. Wenn das läuft, macht es richtig Bock. Nur den ersten muss man immer zügig anlegen, da hat leider keiner Geduld mal zu warten (die sehen dann halt nicht, dass es danach deutlich schneller alles geht)

Brutus
12.01.2023, 15:50
Das mit den Diensten stimmt - nur die Chirurgen sind bei uns nicht immer so ganz begeistert.
Letztens gabs ne Clavicula-Fraktur in regionaler Anästhesie - ging wohl gut, aber die Chirurgen mochten es nicht.

Oh, Du arbeitest bei uns? :D :D :D

Mir hat der UCH-Chefarzt vor nicht langer Zeit mitgeteilt, dass ich in der Ambulanz groben Unfug machen würde. Alleine eine Patientin für eine Regionalanästhesie bei Schulterlux aufzuklären wäre völliger Unsinn. :-nix
Naja, die Patientin wollte eh lieber einer VN.
Aber ein anderer Patient mit Ellenbogenluxation hat einen wunderschön sitzenden Plexus gehabt und ließ sich richtig gut und vor allem schmerzfrei reponieren. Der Diensthabende der UCH hat sich weggefreut, wie schön das in Regionaler ging... :D

Philip_MHH
12.01.2023, 17:13
Leider sind die Chirurgen oft schlechter führbar unter regionaler als der Patient. Aber das ist wohl ein sehr langer Lernprozess

tragezwerg
12.01.2023, 18:08
Ich hab an einer Klinik gearbeitet, wo die Orthopäden genervt waren, wenn die TEPs ne Vollnarkose hatten, weil "die Patienten sind so viel weicher mit Spinaler".
Und dann an einer anderen Klinik, wo ja die Vollnarkosen fürs TEP einbauen sooooo viel besser waren als Regionale :D
(Wobei am zweitgenannten Haus auch 80% der Chirurgen glauben, dass der Anästhesist lügt wenn er mitteilt, dass auch beim vollrelaxierten Patienten das Platysma zuckt wenn man drin rumkautert...von daher...)

Philip_MHH
12.01.2023, 18:21
Immer wieder spannend mit den Kollegen der schneidenden Künste ;)