PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Treffpunkt für Anästhesisten



Seiten : 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 [112] 113 114

Feuerblick
02.09.2024, 13:14
Du musst nicht jeden Thread mit deiner Frage vollspammen. Die Leute, die hier mitlesen, lesen auch anderweitig mit. Und wesentliche andere Antworten wirst du, auch wenn du es nicht glauben möchtest, nicht bekommen.

Thatscrazy
02.09.2024, 13:23
Ok sorry wusste ich nicht. Aber spammen ist was anderes

Bender B. Rodriguez
02.09.2024, 14:05
Was ist spammen?

anignu
04.09.2024, 01:13
Was ist spammen?
:-wand

Bender B. Rodriguez
04.09.2024, 04:56
Schwierigkeiten den Kontext zu erfassen?

Dochope
06.09.2024, 18:59
Kann jemand etwas zu der Anästhesie und Intensivmedizin am Unfallkrankenhaus Berlin sagen?
Danke im Voraus!

crossie
10.09.2024, 09:23
Frage in die Runde: wie wird das bei Euch mit einem liegenden PDK nach Sectio gehandhabt? Bei uns muss der nach der Sectio UMGEHEND, sprich noch im Kreißsaal aus der Patientin entfernt werden weil Teufelszeug und haben wir ja schon immer so gemacht. Aus meiner Sicht wäre so ein PDK zur Analgesie in den ersten Tagen nicht die schlechteste Variante. Bevor ich mich jetzt hier aber (sinnlos) abmühe eben die Frage, wie Ihr das seht/macht?

Teevee
10.09.2024, 09:54
Frage in die Runde: wie wird das bei Euch mit einem liegenden PDK nach Sectio gehandhabt? Bei uns muss der nach der Sectio UMGEHEND, sprich noch im Kreißsaal aus der Patientin entfernt werden weil Teufelszeug und haben wir ja schon immer so gemacht. Aus meiner Sicht wäre so ein PDK zur Analgesie in den ersten Tagen nicht die schlechteste Variante. Bevor ich mich jetzt hier aber (sinnlos) abmühe eben die Frage, wie Ihr das seht/macht?

Bei uns wird er, wenn die Sectio relativ früh war am Abend gezogen, sonst am Folgetag. Wenn allerdings noch relevanter Analgesiebedarf besteh, dann auch mal noch etwas liegen gelassen und benutzt. Aber selten länger als 1-2d

Odile1
20.10.2024, 17:10
Hallo in die Runde, ich bin seit diesem Jahr Fachärztin, mache gerade die Spezielle Intensiv und versuche nebenher noch meinen Lebenslauf etwas für Bewerbungen auf eine Oberarztstelle „aufzuhübschen“. Neben dem fachlichen Interesse suche ich daher nach Zusatzbezeichnungen, die bei potentiellen Bewerbungen gut ankommen. Aktuell mache ich den Kurs zum ABS beauftragten Arzt, evtl. auch die aufbauenden Kurse zum ABS Experten im Anschluss. Habt ihr sonst noch Ideen, was ich nächstes Jahr zusätzlich machen könnte? Für den DESA kann ich mich glaube ich nicht motivieren :-oopss

Philip_MHH
20.10.2024, 17:51
Das kommt sicher auch darauf an in welche Richtung du dich als OA bewerben willst, was deine Schwerpunkte und Interessen sind. Eventuell Schmerz oder Palliativ. Ansonsten vielleicht aber auch sowas wie leitender Notarzt oder Sono Kurse ( Echo, regionale etc)

h3nni
20.10.2024, 17:52
Trotzdem DESA?, MHBA, ZB Notfallmedizin (falls noch nicht vorhanden), ggf KliNAM, ggf Infektiologie. Oder Sono/TEE. Hilft bei Neuro, hilft bei Kardio, hilft auf ITS.
Und: es gibt ja auch vieles, was sich nicht in Zertifikaten niederschlägt, aber wenn du zB Anästhesie bei Kindern, Herzen, Regionale beherrschst, teachen und supervidieren kannst, kann ich mir schon einen Vorteil vorstellen.
Vielleicht noch mehr als durch ZBen, weil man mit denen ja schon eine gewisse Richtung vorgibt. Wenn du Palli machst, bist du dann nicht vielleicht nach ein paar Jahren OA weg auf die Station, ähnlich bei bspw Ernährungsmedizin oder vielleicht auch Notarzt ("Ah, die hockt lieber aufm Nef und im Straßengraben als Narkose zu machen")

Odile1
20.10.2024, 18:38
Danke für die Antworten! Die ZB Notfallmedizin habe ich, auch die Weiterbildungsermächtigung. Die Sono-Kurse sind sicher noch eine gute Idee, gerade bei der Regionalanästhesie sind meine Fähigkeiten sicher noch ausbaufähig. Dann werde ich mal in die Richtung für das nächste Jahr schauen.
Ehrlich gesagt habe ich den Sinn des MHBA bisher nicht ganz verstanden…

anignu
20.10.2024, 19:22
Ehrlich gesagt habe ich den Sinn des MHBA bisher nicht ganz verstanden…
Ist eine Zusatzqualifikation die Richtung Chefarzt / Teppichetage interessant ist.

DA1994
20.10.2024, 19:36
Was auch immer gut kommt ist Organisationserfahrung. Dienstplaner, Assistentensprecher etc.

yannik_ains
22.10.2024, 20:12
Achtung, längerer Post...
Kurze Vorgeschichte: Ich bin aus verschiedenen Gründen an einer für Berufsanfänger ungeeigneten Klinik gelandet. Gewinnmaximierung geht über alles, Supervision gleich null. Da ich quasi keine Verantwortung habe, kann ich zum Glück keinen großen Schaden anrichten, lerne aber auch wenig. Ich versuche, aus der Stelle so schnell wie möglich fortzukommen, dabei gibt es aber ein paar Hürden.

Nun zu meiner Frage: Ich hatte gestern abend in der Prämedikationsambulanz eine ältere Dame für eine elektive orthopädische Operation am übernächsten Tag. Während des Gesprächs berichtet sie von klassischen AP-Beschwerden, die bei Belastung aufträten, in jüngster Vergangenheit stärker würden und in den vergangenen drei Monaten auch schon zweimal in Ruhe gekommen wären.
Bei mir schrillen sofort alle Alarmglocken und ich sage ihr, dass sie sich unverzüglich beim Hausarzt vorstellen und eine Einweisung zur KHK-Abklärung besorgen soll. Eine Narkose lehne ich vor Abklärung ab.
Leider ist im Haus niemand mehr, der mir helfen kann: Neben mir sind noch ein Assistenzarzt mit noch weniger Ahnung als ich sowie ein Oberarzt anwesend. Letzterer ist allerdings Honorararzt und sagt klipp und klar, dass er für mich nicht zuständig ist. Meinem Chef ist das egal.
Ich mache den großen Fehler und rufe den Chefarzt der Orthopädie an und sage ihm zwecks Planung, dass er die Patientin nicht drannehmen kann. Er erklärt mir in deutlichen Worten, dass das nicht meine Entscheidung ist. Ich begründe es ihm, daraufhin sagt er "Dann stelle ich die Notfallindikation." Ich erkläre ihm in meinem zweiten großen Fehler, dass er nicht für einen elektiv geplanten Eingriff am übernächsten Tag eine Notfallindikation stellen kann. Daraufhin legt er mir auf.
Heute bekomme ich von meinem Chef einen Einlauf: Ich kann nicht eigenmächtig Patienten absetzen, er hat die Patientin heute selbst noch mal einbestellt, da gibt's überhaupt keine Gefahr, der Punkt kommt dran!

Ich würde jetzt gerne eine dritte Meinung von weiteren Kolleginnen und Kollegen hören. Habe ich richtig gehandelt oder tatsächlich meine Kompetenzen überschritten?

Leider hilft mir am Arbeitsplatz niemand, so dass mir diese Antwort da keiner geben will.

Und ja, ich weiß, dass ich schnellstmöglich weg von da soll und muss. Aber das geht erst, wenn ich sowohl für die aktuelle Stelle als auch für meine längerfristige Planung eine Alternative habe.

Matzexc1
22.10.2024, 21:35
als Assistenzarzt darf man nur nach Rücksprache mit dem Oberarzt absetzen, das stimmt tatsächlich und kenne ich von allen Häusern wo ich bisher war.
Freigabe ist etwas anderes, ist die Freigabe nicht erfolgt keine Anaesthesie außer im vitalen Notfall. Du kannst die Patientin guten Gewissens nicht freigeben? Dann Info an den Verantwortlichen, in diesem Fall der Obersrzt der die Aufsicht führt(rein rechtlich ist dein Kopf mit dran wenn was passiert, Honorar oder nicht) oder dein Chef. Dann müssen die schauen was sie machen.

Wenn die Notfallindikation gestellt wird übernimmt der Chirurg die Verantwortung(soweit ich weiß). Ganz genau dokumentieren in so einem Fall und darauf hinweisen das du hier die Gefahr für Komplikationen siehst.

Im Patienteninteresse denkee ich daß ein EKG und TTE indiziert gewesen wäre. Was habt ihr f7r SOP? Die SOP von Erfurt und Luzern sind für mich immer hilfreich gewesen.

Wenn du eine große Anästhesiepraxis oder ein ambulantes OP Zentrum in der Nähe hast würde ich da mal nachschauen ob die auch weiterbilden.
Alles ist besser als deine Stelle.
Hast du mal mit dem Betriebsrat über die Situation gesprochen?

Teevee
22.10.2024, 21:36
Du hast absolut richtig gehandelt. Vorwürfe sollte man deinem OA bzw Chef machen, dass du da keinen Ansprechpartner bzw. kein Backup hattest. Vor dem Hintergrund der schlechten Organisationsstruktur hast du dir da nichts zu Schulden kommen lassen.

Und die Entscheidung über eine anästhesiologische Freigabe zur OP trifft die Anästhesie und sonst keine andere Fachrichtung. Ob es jetzt ein chirurgischer OA oder Chef oder sonst wer ist. Keine andere Fachrichtung darf dir da zwischen rein quatschen.

Das mit dem „ummelden“ von elektiv auf dringlich ist reine Trickserei und Politik. Da kann man dann entscheiden, ob man höflich oder ebenso „dreckig“ gegen solche Praktiken vorgeht. Aber das ist dann wie gesagt va eine politische Auseinandersetzung und sollte auf Führungsebene ausgefochten werden.

Langer Rede kurzer Sinn:
Du hast alles richtig gemacht. Dein Chef bzw die Betreuung an deinem Haus scheint echt zum Kopfschütteln zu sein. Und lass dir von nichtanästhesiologischen Dritten nicht in anästhesiologische Dinge reinreden

Teevee
22.10.2024, 21:45
als Assistenzarzt darf man nur nach Rücksprache mit dem Oberarzt absetzen, das stimmt tatsächlich und kenne ich von allen Häusern wo ich bisher war.
Freigabe ist etwas anderes, ist die Freigabe nicht erfolgt keine Anaesthesie außer im vitalen Notfall. Du kannst die Patientin guten Gewissens nicht freigeben? Dann Info an den Verantwortlichen, in diesem Fall der Obersrzt der die Aufsicht führt(rein rechtlich ist dein Kopf mit dran wenn was passiert, Honorar oder nicht) oder dein Chef. Dann müssen die schauen was sie machen.



Grundsätzlich natürlich richtig. Aber wenn am Abend wg o.g. Begründung ein Punkt des übernächsten Tages nicht freigegeben wird, kommt das einem Absetzen/Verschieben gleich. Außer man hat eine internistische Abteilung parat stehen, die einem die entsprechende Abklärung sofort auf Abruf innerhalb eines Tages durchführt.

Ansonsten sollte das Vorgehen als Assistent so sein, wie du sagst. OÄs und Chef sollen da natürlich greifbar sein. Wenn das dem Chef, wie oben geschrieben „egal“ ist, ist das natürlich schwierig…

crossie
23.10.2024, 07:02
Neben den rein fachlichen Dingen muss man (insbesondere in den OP-nahen Fächern) auch ganz viel Politik lernen und holt sich aus eigener Erfahrung auf dem Weg nicht nur eine blutige Nase ab.
Fachlich war das Vorgehen sicherlich nicht zu beanstanden, "politisch" hätte man es - gerade wenn noch ein Tag Zeit war - vielleicht besser lösen können. Entweder den Chef direkt anrufen (unser will das z.B. immer) oder die Entscheidung auf den nächsten Tag verschieben. Die Konstellation (junger) Assistent setzt dem Ortho Chef eine OP ab ist häufig schon zum Scheitern verurteilt, völlig unabhängig von der Sachebene.
Nicht, dass ich das gutheißen würde, ganz im Gegenteil. Aber gerade der OP ist immernoch erfüllt von gegenseitiger Verachtung und jede Gelegenheit wird genutzt um den anderen zu demütigen. Zumindest war und ist das in den Häusern so, die ich bisher kennenlernen durfte.

Schubbe
23.10.2024, 08:58
Absetzen klingt immer sehr negativ. Keine Freigabe klingt nach etwas, wo noch Untersuchungen fehlen, was es meistens besser trifft. Letztendlich stellt die Chirurgie die Indikation zur OP. Wir stellen als Dienstleister die Narkose und äußern Bedenken. Wenn notwendig auch mit entsprechenden Nachdruck. Entscheidend ist immer die Frage, ob der Patient noch optimiert werden kann, bevor man ihn ins Rennen schickt. Bei ungeklärter AP Symptomatik mit Progredienz ist das sicherlich der Fall. Daher gibt es natürlich keine Freigabe. Nach erfolgten Untersuchungen wird der Operateur und der Patient auf das ggf. erhebliche Risiko des Eingriffes hingewiesen und das Ganze schriftlich fixiert. Wir bestellen solche Patienten auch wieder ein. Grundsätzlich würde ich bei Hochrisikoeingriffen auch über die postoperative ITS-Phase aufklären.

Danach trägt der Chirurg die Verantwortung, wenn er unter Abwägung der Risiken die Indikation zur OP stellt.

Wir haben bei uns im Hause da zum Glück ein überwiegend gutes Klima: Was wir nicht freigeben, wird auch nicht gemacht und das fast immer ohne Diskussion. Es kann selbst der Assistenzarzt im 1. Jahr ohne FA/OA-Rücksprache die Freigabe verwehren, wenn der Patient mit roten Fahnen wedelt. Bei komplexeren Fällen geht das nach Rücksprache mit FA/OA und die vertreten dann auch nach außen die Position des Assistenzarztes.