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Brutus
10.06.2019, 19:33
Arnsberg ist wirklich gut, aber bitte NUR, wenn Du vorher noch nie auf einer Intensiv gearbeitet hast. Die vermitteln da wirklich die Basics. Ist nicht wirklich was für Fortgeschrittene...

MissGarfield83
11.06.2019, 14:24
Arnsberg ist wirklich gut, aber bitte NUR, wenn Du vorher noch nie auf einer Intensiv gearbeitet hast. Die vermitteln da wirklich die Basics. Ist nicht wirklich was für Fortgeschrittene...

Gibts Kurse die du als weiterführend empfehlen kannst? Regensburg oder Augsburg hören sich auf dem Papier ganz gut an - aber das tat Mayrhofen leider auch, wo ich dann entnervt am vorletzten Tag schon gefahren bin.

ChillenMitBazillen
11.06.2019, 15:28
aber das tat Mayrhofen leider auch, wo ich dann entnervt am vorletzten Tag schon gefahren bin.

Warum?

MissGarfield83
11.06.2019, 17:09
Warum?

Weil ein Großteil der Vorträge m.E. sein Zielpublikum verfehlt hat. Es waren grandiose Physiologievorträge dabei und manche Pharmavorträge waren gut - aber die meisten Vorträge waren wohl eher an Studierende gerichtet als an Fastfachärzte. Bei Monitoringvorträgen z.B. erwarte ich nicht eine Aufzählung von das und das gibt es , sondern Indikation, Limitationen , Kontraindikationen, Fallstricke und grob wie es funktioniert ... Oder bei Flüssigkeitstherapie einen kompletten Überblick und keine Tirade bezüglich HAES. Es war nett aber die beworbene Vorbereitung fürs europäische Examen kann ich da nicht nicht unterschreiben. Überlege ob ich nächstes Jahr vielleicht noch nach Augsburg fahren soll ... aber ich glaube dann kann ich es mir auch schenken.

Rettungshase
12.06.2019, 12:45
Ist jemand dieses Jahr auf dem HAI?
Gibt es irgendwelche Workshops, die ihr empfehlen könntet?

mainzer
12.06.2019, 22:03
ich denke EIN Post zum Thema reicht...!!!!
Vielleicht könnte ein Mod hier kurz aufräumen

Muriel
13.06.2019, 14:04
Tut es, daher fott damit.

Brutus
14.06.2019, 08:51
Gibts Kurse die du als weiterführend empfehlen kannst?
Ich habe ja den NA / LNA Kurs in Arnsberg gemacht. Wer früher da war, kennt vielleicht noch den Schöchl aus Salzburg. Der hat jetzt eigene Fortbildungsformate (in Österreich / Süddeutschland). Da kriege ich immer die Einladungen per Email. Die hören sich so erstmal ganz gut an. Ich glaube, dass auch die Bloodmanagement / Gerinnungstherapie Workshops von Schöchl sind. Die sind zumindest gut gewesen...

Private Pyle
14.06.2019, 10:36
Ja, der ist in Sachen Gerinnungsmanagement ziemlich aktiv. Hat auch einiges an Forschungsprojekten laufen

Brutus
14.06.2019, 10:47
32049
Das ist der aktuelle Flyer. Wie gesagt, zum Kursformat selbst kann ich nichts sagen, ich kriege nur seit Bad Sassendorf (Gerinnungsworkshop) die Emailflyer. Wenn jemand interesse hat, kann ich die Mail weiterleiten. Da kann man sich auch für Emails registieren.


Das Konzept des Kurses ist es, die Intensivmedizin im Laufe einer Woche kompakt und möglichst breit theoretisch wie praktisch zu beleuchten. Es werden dabei eine Vielzahl von Themen und Fertigkeiten, die man im täglichen Leben an einer Intensivstation benötigt, praktisch dargestellt und geübt.
Insgesamt erwarten Sie 46 Vorträge, sowie 15 Workshops/Kleingruppeneinheiten. Insbesondere die Workshops sind uns ein großes Anliegen, da Sie in diesen Fertigkeiten wie die Bronchoskopie, die dilatative Tracheotomie, das Legen von Bülau Drainagen, und viele mehr praktisch üben können.
Der Kurs ist für KollegInnen gedacht, die bereits über etwas intensivmedizinisches Wissen verfügen und dieses umfassend vertiefen wollen. Eine weitere Zielgruppe sind all jene KollegInnen, die sich überlegen, das European Diploma in Intensive Care (EDIC) zu absolvieren.
Ein besonderes Anliegen und Ziel dieses Kurses ist es, medizinisches Hintergrundwissen zur Versorgung kritisch kranker Patienten fokussiert und praxisorientiert zu vermitteln. Die Intensivmedizin wird dabei als umfassendes und interdisziplinäres Fachgebiet dargestellt.

Tinouie
14.06.2019, 10:52
Wie macht ihr das in euren Häusern zur Kreisssaal PDA oder SPA zum Kaiserschnitt mit dem Gerinnungslabor? Ich habe bisher wie sonst zu allen anderen rückenmarksnahen Punktionen PTT, Quick und Thrombos angefordert. Jetzt habe ich gerade die Stelle gewechselt und da will es niemand. In den Leitlinien habe ich dazu nichts stichhaltiges gefunden. Klar mache ich immer auch eine Gerinnungsanamnese, aber reicht das aus? Was wäre, wenn was passiert? Vielleicht kennt sich jemand genau aus und weiß wo was steht?
Außerdem kannte ich es so, dass die Aufklärung zur PDA immer im Voraus gelaufen sein muss und nicht erst, wenn die PDA gebraucht wird. Bisher wurden alle Schwangeren im Voraus in der Ambulanz gesehen, wenn sie in dem Haus entbinden wollten. Oder spätestens, wenn sie zur Geburt ins Haus kamen und noch keine akuten Geburtsschmerzen hatten. Aber eben nicht 5 Minuten vor der Punktion. Wisst ihr wo ich dazu was finden kann, um mich rechtlich abzusichern?

tragezwerg
14.06.2019, 11:04
Dazu gibt es eine Stellungnahme der DGAI "Durchführung von Analgesie- und Anästhesieverfahren in der Geburtshilfe", die dürfte deine Fragen beantworten.
Gesunde Schwangere brauchen kein Labor vor RM-nahen Verfahren (Dokumentation der blanden Gerinnungsanamnese nicht vergessen!), und bezüglich der Aufklärung hab ich schon verschiedenste Vorgehen erlebt. Ich mache einen PDK auch, wenn vorher keine "schöne" Aufklärung in der Prämed gelaufen ist. Ist aber wie in der Stellungnahme steht Abwägungssache.

Mano
14.06.2019, 18:32
Aufklärung ist ein Graufeld. Es wäre wünschenswert, wenn alle Schwangeren in der Anästhesiesprechstunde vorbeischauen würden (wobei man dann dort vermutlich einen weiteren Arzt nur dafür bräuchte ;-). Ist aber in den Häusern, an denen ich gerarbeitet habe nicht der Fall gewesen.
Wenn die Schwangere nun unter Geburt eine PDA will hat man das Dillemma: Der Patientin eine wirkungsvolle Schmerztherapie und nebenwirkungsarme Schmerztherapie vorenthalten? Moralisch aber auch rechtlich sehr schwierig.
Also läuft es dann in der Regel als Notfall (was Schmerzen ja durchaus auch sind) mit einer entsprechend adaptierten und kurzen Aufklärung, die aber die wichtigsten Risiken enthalten sollte (insb. Querschnitt und das am Besten im Wortlaut).
Dazu sollte es aber interdisziplinäre Absprachen und schriftliche Regelungen geben, so dass du im Fall eines Falles nicht alleine da stehst.

Gerinnung ist erstmal einfach: Bei unauffälliger Medikamenten- und Gerinnungsanamnese sind keine weiteren Laboruntersuchungen erforderlich PUNKT.
Aber: Falls irgendjemand etwas abgenommen hat, dann sollte man es sich auch anschauen!
Und: Wie viele Schwangere berichten über gehäufte blaue Flecken während der Schwangerschaft? Nasenbluten tritt auch nicht so selten auf. Und dann? Quick, PTT, Thrombos helfen mir da in aller Regel nicht weiter und eine vW-Diagnostik bekomme ich nicht zeitgerecht.
Man kann sich sicher ein wenig mit der Krücke PFA helfen, aber es bleibt meiner Ansicht nach ein schwieriges Thema. In der Literatur habe ich auch wenig bis nichts hilfreiches gefunden - die meisten Studien zu Gerinnungsanamnese, PFA usw. wurden eben nicht an Schwangeren durchgeführt, die ja peripartal insgesamt eher ein reduziertes Blutungsrisiko haben. Man könnte also postulieren, dass das milde vW-Syndrom (worauf gehäufte blaue Flecken ja hinweisen) unter der Schwangerschaft eher besser wird, so dass eine PDA (oder nur eine SPA? oder?) vielleicht doch möglich ist... Aber was ist noch Frühschwangerschaft, was ist Peripartal? Was machen ich dann mit vorzeitiger Entbidnugn?
Auch dazu sollte es verbindliche Vorgaben und Absprachen geben. Ideal wäre eine strukturierte Gerinnungsanamnese durch die Geburtshelfer und eine hämatologische Vorstellung bei Auffälligkeiten.

agouti_lilac
14.06.2019, 18:41
@Tinouie: wir hatten vor einiger Zeit mal recht ausführlich darüber diskutiert, ich meine sogar in diesem Thread. Vielleicht magst du mal ein bisschen suchen. :-)

Moorhühnchen
14.06.2019, 21:55
@Tinouie: wir hatten vor einiger Zeit mal recht ausführlich darüber diskutiert, ich meine sogar in diesem Thread. Vielleicht magst du mal ein bisschen suchen. :-)
Extreathread Aufklärung PDA (https://www.medi-learn.de/foren/showthread.php?91449-Zeitpunkt-zum-Aufkl%E4ren-f%FCr-PDKs-zur-Entbindung)
Allerdings auch schon 4 Jahre alt. ;-)

agouti_lilac
15.06.2019, 08:52
Habe jetzt mal selbst gesucht, weil mir die Diskussion aktueller als ein 4 Jahre alter Thread erschien: hier im Thread ab Beitrag 233.

https://www.medi-learn.de/foren/showthread.php?99300-Treffpunkt-f%FCr-An%E4sthesisten&p=2057956&viewfull=1#post2057956

Bille11
15.06.2019, 11:01
Zum Thema Sono bei PDA - gestern erstmalig getestet, bei 147kg auf 172cm und ordentlichen Wehen war es die reine Ahnungslosigkeit, wo meine Tuohy Nadel rumprokelte. Mit Landmarken ‚ah, da ist die Wirbelsäule‘ war es dann ganz gut einstellbar. Das Ding hat mir dann noch zum Abschluss in diesem Haus viel Ehre eingebracht, sass es doch perfekt - seltsamerweise wollte keiner sectionieren, ist man doch ansonsten recht rasch dabei. :-))

tragezwerg
15.06.2019, 12:35
Zum Thema Sono bei PDA - gestern erstmalig getestet, bei 147kg auf 172cm und ordentlichen Wehen war es die reine Ahnungslosigkeit, wo meine Tuohy Nadel rumprokelte. Mit Landmarken ‚ah, da ist die Wirbelsäule‘ war es dann ganz gut einstellbar. Das Ding hat mir dann noch zum Abschluss in diesem Haus viel Ehre eingebracht, sass es doch perfekt - seltsamerweise wollte keiner sectionieren, ist man doch ansonsten recht rasch dabei. :-))

Sehr cool, das hab ich tatsächlich noch nie gemacht, wollte es aber immer schon mal ausprobieren! Und ja, sobald man zuviel Personal zum Beine lagern und Haken halten bräuchte, wird es doch unattraktiv mit der Sectio :-peng

Rettungshase
15.06.2019, 21:16
Ja, aus Weiterbildungssicht schade.
Habe es jetzt zweimal gegenüber Oberärzten angesprochen, dass ich gern mal "vorschallen" möchte bei der Spinalen. Einfach nur mal aus edukativer Indikation.
"Ach, nö. Geht doch auch so. Außerdem Überleitzeit und so."

Momentan ist es oft nur ein Runterschrubben des Programms. Sehr schade...

anignu
16.06.2019, 15:00
Selber schuld... wenn du auch fragst :-)