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jijichu
21.03.2020, 21:13
Edit: Doppelt

jijichu
21.03.2020, 21:15
Ich hab keine Ahnung von der Materie, wie praktikabel wäre es, dies im großen Stil umzusetzen?

[url]https://www.cp24.com/mobile/news/ontario-doctor-rigs-up-solution-to-double-ventilator-capacity-in-rural-hospital-1.4858285[/url

Edit: ein Anästhesist hat die Maschine umgebaut, um mehrere Patienten gleichzeitig beatmen zu können.

MissGarfield83
21.03.2020, 21:20
https://emcrit.org/pulmcrit/split-ventilators/

Vielleicht hilft dieser artikel für das Verständnis. Wenn andere Möglichkeiten da sind sollten diese genutzt werden - denn diese Variante ist halt nur begrenzt hilfreich - v.a. da du die individuellen Beatmungsparameter nicht mehr tracken kannst und somit wenn einer der Patienten schlechter wird als der andere die Beatmung nur in begrenztem Maße eskalieren kannst. Funktioniert bei ansonsten gesunden Patienten mitSchusswunden eher als bei Patienten mit fullsize ARDS und ggf Comorbiditäten. Ehrlichgesagt - solange Anästhesiegeräte im OP vorhanden sind oder überschüssige Transportventilatoren würde ich eher auf diese zurückgreifen als auf das splitten von Geräten.

jijichu
21.03.2020, 21:25
https://emcrit.org/pulmcrit/split-ventilators/

Vielleicht hilft dieser artikel für das Verständnis. Wenn andere Möglichkeiten da sind sollten diese genutzt werden - denn diese Variante ist halt nur begrenzt hilfreich - v.a. da du die individuellen Beatmungsparameter nicht mehr tracken kannst und somit wenn einer der Patienten schlechter wird als der andere die Beatmung nur in begrenztem Maße eskalieren kannst. Funktioniert bei ansonsten gesunden Patienten mitSchusswunden eher als bei Patienten mit fullsize ARDS und ggf Comorbiditäten. Ehrlichgesagt - solange Anästhesiegeräte im OP vorhanden sind oder überschüssige Transportventilatoren würde ich eher auf diese zurückgreifen als auf das splitten von Geräten.

Danke für den Artikel und die Erklärung! War meinerseits auch eher ein Gedankenspiel für z.B. Länder, in denen nicht so viele Geräte vorhanden sind. Wobei da auch fraglich wie sinnvoll. Danke nochmal!

MissGarfield83
21.03.2020, 21:27
Danke für den Artikel und die Erklärung! War meinerseits auch eher ein Gedankenspiel für z.B. Länder, in denen nicht so viele Geräte vorhanden sind. Wobei da auch fraglich wie sinnvoll. Danke nochmal!

Sinnvoll ist vielleicht dieses abgestufte Konzept aus Respiratoren verschiedener Invasivitätsgrade - aber dafür braucht es dann 5 Pärchen Patienten, die zueinander passen - funktioniert aber auch nur so lange wie sie zueinander passen in Krankheitsschwere ...

Mano
22.03.2020, 01:31
Aus meiner Sicht Blödsinn. Gerade beim ARDS habe ich ja in der Lunge eines einzelnen Patienten schon soviele unterschiedliche Bereiche, dass die Beatmung der ganzen Lunge immer nur ein Kompromiss ist. Bei 5 Patienten ist das Problem entsprechend ungleich größer. Wenn es blöd läuft wird halt einer gar nicht und ein anderer mit doppelten Tidalvolumina beatmet.

Die Alternative ist dabei doch ganz einfach: Studenten oder zur Not auch Beschäftigte aus der Tourismusbranche :-nix mit nem Handbeatmungsbeutel hinstellen. Dürfte die effektivere und schonendere Beatmung sein...

Die Idee ist übrigens leider nicht von mir :-stud : https://de.wikipedia.org/wiki/Bj%C3%B6rn_Ibsen#cite_note-icmjournal-6

Erdbeermond
22.03.2020, 20:27
Vielen lieben Dank für die diensttipps.

Es war tatsächlich recht unspektakulär. Wir haben nur die Tagesnotfälle abgearbeitet und dann konnte ich gegen Mitternacht ins Bett gehen. Meine Fachärztin hat eng mit mir zusammen gearbeitet. War also alles gut 😊 hätte aber auch anders kommen können (einen Tag zuvor gabs parallel ne eilige Sectio plus eine Corona-Intubation auf der Intensiv...)

Benschi
23.03.2020, 17:27
Liebe Sandmännchen und Sandweibchen gibt es irgendwas beim Bewerbungsgespräch in der Anä das man unbedingt ansprechen sollte?

Ist nicht meine erste Stelle aber die erste in der Anästhesie. Notarzt hab ich und auf Intensiv auch schon gearbeitet ein halbes Jahr.

Standardfragen wie Dienste und Einarbeitungskonzept / Rotationen sind klar. Aber vielleicht wisst ihr noch was wichtiges.

kartoffelbrei
23.03.2020, 18:21
Das Verhältnis Anästhesiepflege : Saal würde ich fragen.
Und falls großes Haus / Spektrum: Ist nachts ein Oberarzt im Haus?
Sonst vielleicht noch interessant: wie viel Kinderanästhesie/Regionalanästhesie. Falls nicht alle Fachbereiche im Haus abgedeckt: bezahlte Hospitation für Kindernarkosen/intrakranielle/intrathorakale Eingriffe möglich?

quq96
24.03.2020, 16:51
https://boa.coach/
https://nerdfallmedizin.blog/
https://dasfoam.org/
http://news-papers.eu/
https://foamina.blog/
https://emcrit.org/


Danke

Lizard
05.04.2020, 17:56
Hi,
weiß jemand wie lange ein Weiterbildungsabschnitt mindestens dauern muss, damit er anerkannt wird ?
Konkret Spezielle anästh. Intensiv (nach Facharzt) in BaWü.
Im Rahmen unserer Umstellungen wegen Corona muss ich wieder auf Intensiv. Und wenn ich schon da hin muss, soll ich es sich hinsichtlich der Anrechnung wenigstens lohnen.

_calendula_
05.04.2020, 18:47
idR 6 Monate
Bei Zusatzbezeichnungen kenne ich monatsweise Anrechnung (Edit: keine Erfahrung mit BaWü)

WackenDoc
05.04.2020, 20:02
In der Regel 6, je nach dem auch 3 (aber nicht beim ersten Abschnitt). Im Zweifel die Anerkennung beantragen. Findet sich in der Weiterbildungsordnung. UND - auch Prozeduren (also die Zahlen) können davon unabhängig anerkannt werden.

Lizard
05.04.2020, 21:34
In der Regel 6, je nach dem auch 3 (aber nicht beim ersten Abschnitt). Im Zweifel die Anerkennung beantragen. Findet sich in der Weiterbildungsordnung. UND - auch Prozeduren (also die Zahlen) können davon unabhängig anerkannt werden.

Ah cool. Das mit den Zahlen ist gut zu wissen! Danke :)

Moorhühnchen
05.04.2020, 21:47
Und schlau machen, ob bei in BaWü eine Änderung der WBO in Planung ist (in Hessen tritt die neue WBO am 1.7.2020 in Kraft).
Drei-Monatsabschnitte sollen hier wohl leichter anerkannt werden, dafür gibt es angeblich keine Anerkennung mehr von Intensivzeiten über die 12 Monate vor dem FA hinaus.

MissGarfield83
13.04.2020, 19:16
Hey ihr Lieben ! Habe da mal eine Frage :

lässt sich die am Respirator gemessene fiO2/fEO2 für die Kalkulation von VO2 nutzen oder brauche ich da anderes Equipment?
Ziel wäre VO2 als Surrogat der Gewebeoxygenierung zu bestimmen.
VO2 = VE × (FIO2 – FEO2)

Bille11
13.04.2020, 20:27
Nach meiner Kenntnis: DVO2 kann man so bestimmen.
Für die eine Messung der Gewebsoxygenierung gilt aber auch: die Körperoberfläche ist zu beachten; die Resistance, Compliance und ! SVR ! mit in die Berechnungen einzubringen.

Man kann in diesem Kontext die gängige Literatur der PiCCO Analytik und der Versuche der hämodynamischen Messung/Berechung über die invasive Blutdruckkurve und die Analytik der nichtinvasiven oszillometrischen Blutdruckmessungsinstrumente mit hineinbringen.
In diesem Setting wäre die Arbeit mit Pulmonaliskathetern auch spannend (die ich für zu kompliziert und mit zu wenig Informationsfluss für mich halte und deswegen froh bin, sie derzeit nicht nutzen zu müssen).

MissGarfield83
13.04.2020, 20:31
Nach meiner Kenntnis: DVO2 kann man so bestimmen.
Für die eine Messung der Gewebsoxygenierung gilt aber auch: die Körperoberfläche ist zu beachten; die Resistance, Compliance und ! SVR ! mit in die Berechnungen einzubringen.

Man kann in diesem Kontext die gängige Literatur der PiCCO Analytik und der Versuche der hämodynamischen Messung/Berechung über die invasive Blutdruckkurve und die Analytik der nichtinvasiven oszillometrischen Blutdruckmessungsinstrumente mit hineinbringen.
In diesem Setting wäre die Arbeit mit Pulmonaliskathetern auch spannend (die ich für zu kompliziert und mit zu wenig Informationsfluss für mich halte und deswegen froh bin, sie derzeit nicht nutzen zu müssen).

Ich hatte gehofft dass ich das Fick Prinzip -> VO2 = CO x (CaO2-CvO2) wegen der geringen Praktikabilität ( also PAK für ne gemischtvenöse Sättigung, PAK oder Picco für CO ) umgehen kann ... also weniger invasiv und trotzdem ne Möglichkeit der Beurteilung eines Indikators für die Gewebsoxygenierung ...

Bille11
13.04.2020, 20:48
Ich würde die Körperoberfläche und den syst/diastolischen RR mit hineinnehmen, um eine hinreichende Aussagekraft zu finden.

Vermutlich muss man sich Tabellen anlegen und schauen, ob es linear oder gemäss der O2 Diffusionskapazität läuft. DAFÜR hat man dann ja Mathe in der Schule gelernt.

Nachtrag:
Aber lies Dir mal die Überlegungen zur oszillatorischen nichtinvasiven RR Messung durch - da ist dein Gedankengang mit enthalten.

MissGarfield83
13.04.2020, 21:00
Ich glaube wir reden aneinander vorbei....