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tragezwerg
15.01.2021, 17:16
Guten Abend zusammen,

wie viele Tage im Monat verbringt Ihr im Schnitt so in der Prämedikationsambulanz?

Beste Grüße
Kiddo

Das ist sehr unterschiedlich...ganze Tage überaus selten (die Personaldecke gibt es normalerweise nicht her, dass jemand primär dort eingeteilt ist), aber nach Saalende regelmäßig.
Bei meinem früheren Arbeitgeber war man im Schnitt einen Tag die Woche dort.

kartoffelbrei
15.01.2021, 17:58
Guten Abend zusammen,

wie viele Tage im Monat verbringt Ihr im Schnitt so in der Prämedikationsambulanz?

Beste Grüße
Kiddo

Als Anfänger damals bestimmt mindestens zwei Tage pro Woche. Zusätzlich geht von den drei Spätdiensten immer einer für den Nachmittag in die Ambulanz, das war damals auch meistens ich.
Jetzt nach mehreren Jahren bin ich vielleicht 2-3 Mal im Monat dort.

Meine weisen Worte dazu:
1. Es wird besser ;-)
2. Wenn man lernt, sich nicht mehr vom vollen Warteraum stressen zu lassen und sich klar macht, dass man nicht für Fehlorganisation und Personalmangel verantwortlich ist, sondern man primär das Beste für den Patienten heraus holen sollte (sei es Angst nehmen oder Risikokandidaten herausfischen), macht es sogar Spaß.

Bonnerin
15.01.2021, 18:49
Wir sind i.d.R. 1 Mal pro Woche ganztätig da geplant, sonst auch immer, wenn das Programm früher durch ist. Ein Spätdienst ist bis zum Ende der Regelarbeitszeit auch immer da und erst danach im OP.

Ich mag die Kardio- und HCH-Patienten sehr gerne und die für HNO/MKG. Ortho finde ich ganz furchtbar um ehrlich zu sein.

Kiddo
15.01.2021, 19:14
Ich danke Euch für die Antworten! Scheint also eher die Regel als die Ausnahme zu sein, fünf Tage oder mehr im Monat in der Prämedikationsambulanz zu arbeiten.

Bille11
16.01.2021, 06:53
Jap. 4-6 Tage im Monat ist meist normal, ab dem 4. Jahr seltener, dann aber meist eh mehr 1. Dienst als 3. Dienst.
Ich hab das alle 3-4 Jahre mit so 2-3 Wochen Prämed am Stück wegen Knie kaputt gemacht, dann war das restliche Jahr eher weniger Prämed.

papiertiger
16.01.2021, 10:24
Bei uns ist zusätzlich noch die Lautstärke des Gemeckers ein entscheidender Faktor :-))

Oberärzte sind bei uns komplett Prämed-befreit, es gibt einen Facharzt der aus gesundheitlichen Gründen fast ausschließlich Prämed macht, bei den restlichen Assistenz- und Fachärzte bemüht man sich eigentlich so mehr oder minder, dass jeder so ungefähr einmal/Woche ran muss. Wobei es eben einzelne Kandidaten gibt, die sich jedesmal so lautstark beschweren, betont langsam arbeiten und/oder sich immer wieder mit den MFAs und Stationen anlegen, so dass sie ungefähr nie da eingeteilt werden und andere, die das garnicht so ungern machen oder sich zumindest nicht drüber beschweren und die dann auch eher häufiger dort sind.

Was bei uns nicht so gut funktioniert ist die Geschichte mit dem "Ausgleich über längere Zeiträume" wie von Bille beschrieben.. ich hatte in den letzten Jahren auch immer wieder längere Prämed-only Phasen aus gesundheitlichen Gründen, gehöre aber trotzdem weiterhin zu denjenigen die da eher zweimal als einmal pro Woche eingeteilt sind..ich mach das aber tatsächlich auch garnicht so ungern.

Davon abgesehen gehört es natürlich auch bei uns zum guten Ton, dass man sich, sollte man einigermaßen zeitig im OP mit seinem Saal fertig sein, zum Mithelfen in die Prämed begibt. Macht aber leider auch nicht jeder.

Lizard
16.01.2021, 13:42
Nur so aus Interesse. Wie ist das so bei euch geregelt? Habt ihr eine Terminambulanz oder werden die Patienten einfach geschickt?

tragezwerg
16.01.2021, 14:07
Bei uns werden die Patienten einfach von den operativen Fachabteilungen geschickt. Unsere MFAs koordinieren das allerdings ein wenig, sonst hätten wir stundenlang gar keine Patienten und dann plötzlich 40 auf einmal.

papiertiger
16.01.2021, 15:02
Werden einfach geschickt. Führt dazu, dass man immer mal zwischendurch Leerlauf hat, und dann wieder ein Bus kommt. Besonders berüchtigt ist der Mittagsbus, wenn die Ambulanzen der Urologen und Chirurgen schön Pause machen und alles was noch rum sitzt zu uns schicken :-oopss

Jegliche Versuche, das ein bisschen zu steuern sind da bislang gescheitert. Ab Mittags fangen dann wir oder die MFAs an, zumindest den größeren noch offenen Punkten hinterherzutelefonieren, aber auch das oft nur mit mäßigem Erfolg. Die gefäßchirurgischen Pat. zB werden grundsätzlich erst chirurgisch gesehen wenn die entsprechenden OÄ aus dem OP kommen und schlagen dann auch erst am späten Nachmittag in der Prämed auf.

Sehr depremierend ist auch, dass wir aus organisatorischen Gründen (Personalknappheit durch Kündigungen/Krankheit, gleichzeigte Betreuung des ambulanten OP Bereichs etc) im Moment relativ häufig komplett ohne MFA/Empfang arbeiten müssen und man eigentlich keinen echten Unterschied merkt :-wow:-oopss

Ingesamt sehr optimierbar, kenne ich aus meine alten Haus deutlich strukturierter mit gezieltem Abrufen der einzelnen Pat. durch die MFAs, etc.

Kiddo
16.01.2021, 15:05
Vielen Dank für die Antworten!

Bei uns werden die Patienten auch von den operativen Abteilungen geschickt. Das führt dazu, dass an manchen Tagen 5 Patienten zur Prämedikation da sind, an anderen 25.

Vincenco
16.01.2021, 15:32
An meinem alten Haus war das super geregelt mit Terminvergabe und fester Anzahl von Slots pro Fachrichtung. Mittags von 11:30 bis 14:00 war frei, sodass man selber problemlos essen gehen konnte und dann noch ein paar Kollegen im Saal ablösen konnte.
Jetzt ist es völlig chaotisch, morgens hat man bis 10:30 quasi niemanden, sodass man in der Zeit die PDK und Regional Visite im Haus macht. Dann kommen ein paar, und dann ca. ab 11:30 werden gefühlt alle Patienten gleichzeitig geschickt, sodass eigene Pause immer im Stress ausartet. Meistens helfen dann aber auch Oberärzte mit, erst recht jetzt weil aufgrund der Abstandseinhaltungen die Patienten sonst bestimmt 30-40 Meter Schlange auf dem Flur bilden würden.

MissGarfield83
16.01.2021, 19:14
Hat einer von euch mal mit dem Europäischen Intensivexamen ( EDIC ) geliebäugelt? Brauche ein neues Projekt neben der Zusatzbezeichnung Intensivmedizin ...

Mano
17.01.2021, 11:55
Hat einer von euch mal mit dem Europäischen Intensivexamen ( EDIC ) geliebäugelt? Brauche ein neues Projekt neben der Zusatzbezeichnung Intensivmedizin ...

Ja, aber bisher nur geliebtäugelt. Ein paar meiner OÄ haben das absolviert - scheint insgesamt eher anspruchsvoller im Vergleich zum DESA zu sein. Und teurer :-( Und eben komplett englisch.

papiertiger
17.01.2021, 14:03
Liebäugeln, ja... allerdings steht hier jetzt erstmal (ganz, ganz bald.. :-oopss ) die FA Prüfung an.

DESA, was ich eigentlich ganz gerne parallel gemacht hätte, hab ich in dem ganzen Stress der letzten Monate dann doch hinten rüber fallen lassen.

Aber der Plan für nach dem FA ist definitiv erstmal schwerpunktmäßig Intensiv zu machen, entsprechend zügig auch die ZB und ggf. in dem Zuge auch EDIC. Recherche bzgl. der genaueren Rahmenbedingungen steht aber noch aus. :-music

bipolarbär
18.01.2021, 17:13
Was bringt einem der EDIC?

Bille11
18.01.2021, 17:44
Was bringt einem der EDIC?

Kannste Dir übers Klo hängen und Deinen Chef und die Co-Chefs mit beeindrucken.

crossie
18.01.2021, 17:47
Kannste Dir übers Klo hängen und Deinen Chef und die Co-Chefs mit beeindrucken.

Ach, ich dachte das wäre das DESA?! :-D

Nee nee, Respekt vor jedem, der das überhaupt in Angriff nimmt!

LasseReinböng
19.01.2021, 09:59
Was bringt einem der EDIC?

Ich würde sagen das ist das Äquivalent zum Jodeldiplom der Zahnarztfrau... "da hat man was Eigenes".


Spaß beiseite, ich plane den EDIC Teil 1 im Sommer zu machen... müsste aber auch noch den mündlichen Teil des DESA über die Bühne bringen für den ich mich momentan leider so gar nicht motivieren kann.

MissGarfield83
19.01.2021, 14:09
Kannste Dir übers Klo hängen und Deinen Chef und die Co-Chefs mit beeindrucken.


Ach, ich dachte das wäre das DESA?! :-D


Fiese Möpfe seid ihr, jawohl :P

tragezwerg
19.01.2021, 15:20
Mehrere meiner Kollegen bewerten ihre Buchstabensuppe im Nachhinein als rausgeschmissenes Geld und vergeudete Lebenszeit ;-)
Das Fachwissen zu haben ist natürlich super, aber mir wäre aktuell auch das Geld zu schade. Bringt mir ja außer dem Wissen nix, mehr verdienen werde ich dadurch niemals. Dann lese ich die Literatur lieber ohne zusätzliche Kosten.