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tragezwerg
25.09.2023, 19:51
Bei uns nehmen wir für die Augenlaserdinger Alfentanil plus Propofol. Das lasern tut echt weh, das würde ich nicht ohne Opioid machen wollen.
Das A und O ist das lange Präoxygenieren mit dichter Maske, dann gibt's auch keinen Machtkampf mit dem Augenarzt ;-)
Ansonsten geht für kurze Eingriffe prinzipiell alles. Remi aus der Hand (0,5-1mcg/kg) oder bisschen Fenta oder Sufenta oder halt Alfentanil.
Ketamin ist super, allerdings sind die Patienten bei sehr kurzen Eingriffen hinterher doch eher etwas weird. Für Repos finde ich es aber auch sehr gut.

crossie
25.09.2023, 20:15
Remi aus der Hand ist bei uns bei Todesstrafe verboten! Wegen der Thoraxrigidität... Ich ließ letztens Remi übern Perfusor mit 0,5myg/kg laufen und hab da schon böse Bemerkungen geerntet.

crossie
25.09.2023, 20:18
Wie ist denn generell die Erfahrung mit *Ketofol"?

Autolyse
25.09.2023, 20:39
Wieso zum Fick gibt es meinen Beitrag doppelt?

Autolyse
25.09.2023, 20:40
In meinem früheren Lebens als Anästhesist haben wir Abrasios mit Alfentanil und Propofol gemacht.

Zum Ketofol. Als Pädiater: Hervorragend, Ich mache damit sowohl die Sedierungen für alles was schmerzhaft ist. LPs/DK-Anlagen (bei den wertvollen Onkopatienten), Repositionen inkarzerierter Hernien etc. In der Anästhesie habe ich das vor allem für die luxierten HTEPs kennen gelernt, zur Reposition, und eben für andere Repositionen (meist mit einem Hauch Midazolam dazu).

Philip_MHH
28.09.2023, 19:08
Wie ist denn generell die Erfahrung mit *Ketofol"?


nehm ich gerne bei Patienten die sehr klapprig sind zu Einleitung. Für Repos/TD oder ähnliches nehm ich lieber Mida/Keta, weil man da tiefer sedieren kann ohne die Atmung so zu beeinträchtigen. Aber sicher auch ein Stück weit eine Glaubensfrage

Aneststart
04.10.2023, 20:51
Liebe Anästhesisten und Anästhesistinnen,in 2 Wochen werde ich meine erste Stelle in der Anästhesie antreten und freue mich sehr!PJ habe ich zwar in der Gyn gemacht,habe mich dann aber doch für Anä entschieden,also ich habe keine Erfahrungen auf den Gebiet.Ich habe schon angefangen,mich vorzubereiten,da ich an meinem ersten Tag nicht blöd dastehen möchte Aktuell beschäftige ich mich mit dem Funktionsmechanismus des Beatmungsgerätes.Leider verstehe ich nicht wie der Gas Flow die Sauerstoff-Menge beeinflusst,die dem Patienten zugeführt wird? Sollte der inspiratorische Sauerstoff niedriger werden,müsste man den Flow erhöhen,stimmt es?Falls ihr mir auch einen Artikel empfehlen könntet,wo das erklärt ist,würde ich mich sehr freuen!

Kiddo
04.10.2023, 21:59
Wie ist denn generell die Erfahrung mit *Ketofol"?

Ich habe Ketofol in meiner alten Klinik sehr gerne genutzt. Zur Anlage von Ureterkathetern, Regionalanästhesien, etc. Off Label kannst du Esketamin auch nutzen, um den Atemantrieb zu steigern. Für Repositionen finde ich Regionalanästhesieverfahren eine gute Option. Da stellt dann auch die Nichtnüchternheit kein so großes Problem mehr dar.

Confused.
06.10.2023, 10:05
Hallihallo, ich tauche mal wieder aus der Versenkung auf. 🫠

welche Fortbildungen würdet ihr für einen Berufsanfänger im ersten bzw. bald zweiten Jahr empfehlen?

Regionalanästhesie steht im Dezember an.

Interessieren würden mich verschiedene Basiskurse für Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin sowie Höhen- & Tauchmedizin (letztere sind für die Klinik eher irrelevant, ist mehr persönliches Interesse und Vergnügen)

Vielen Dank!

Teevee
12.12.2023, 09:52
Liebe Mit-AnästhesistInnen,

wer von Euch hat denn Erfahrungen mit einem beruflichen Wechsel von der Klinik in den ambulanten Bereich gemacht (ambulante Anästhesie, zB MVZ; SAPV; Quereinstieg Allgemeinmedizin) und könnte davon berichten? Wie empfindet Ihr die Tätigkeit in Bezug auf Arbeitszeiten, Work-Life-Balance und Verdienstmöglichkeiten?

Würde mich über Feedback zu verschiedenen beruflichen „Wegen“ freuen :)

Brutus
14.12.2023, 20:12
Hallihallo, ich tauche mal wieder aus der Versenkung auf. ��
welche Fortbildungen würdet ihr für einen Berufsanfänger im ersten bzw. bald zweiten Jahr empfehlen?
Regionalanästhesie steht im Dezember an.
Interessieren würden mich verschiedene Basiskurse für Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin sowie Höhen- & Tauchmedizin (letztere sind für die Klinik eher irrelevant, ist mehr persönliches Interesse und Vergnügen)
Vielen Dank!
N'Abend!
Als Berufsanfänger ohne Intensiverfahrung finde ich den Einführungskurs Intensivmedizin nicht schlecht, wenn man denn eh auf die Intensivstation rotiert (früher oder später). Ansonsten Notarztkurs?
Anästhesiekurse sind mir jetzt nicht sooo geläufig. Da finde ich auch, dass man am Besten im eigenen Haus lernt. Da hat ja jeder CA / OA seinen eigenen Weg, der der einzig richtige nach ROM ist. ;-)

crossie
15.02.2024, 05:54
Kann mir jemand erklären, was das Problem am intraoperativen Versterben ist? Wir haben heute wieder einen praktisch Toten unter Aufwendungen unglaublicher Ressourcen vom OP auf die ITS gekarrt, damit er bloß nicht auf dem OP Tisch stirbt. Ich verstehe die Rationale dahinter nicht bzw. gibts da überhaupt eine?

davo
15.02.2024, 06:18
Vielleicht wegen der daraus resultierenden Probleme beim Ausstellen der Todesbescheinigung?

Brutus
15.02.2024, 08:22
Inwiefern? Exitus in tabula wird immer so hoch gehängt. Was ist denn da so problematisch?
Ich lehne mich mal aus dem Fenster: bei einem BAA dürfte die Beschlagnahme durch die StA recht niedrig bis gegen Null sein. Wobei ich das auch als natürliche Todesursache sehen würde. Kommt halt auf die Umstände an. Wenn ein nichtnatürlicher Tod oder ungeklärt im Raume steht, halt am Patienten nichts verändern und in die Einleitung / Abschiedsraum bringen und auf die Kripo warten. :-nix

davo
15.02.2024, 08:38
Ich bin da (logischerweise) echt kein Experte, aber es ist anscheinend immer eine ungeklärte Todesursache, und die Todesbescheinigung sollte anscheinend nie durch Ärzte des betreffenden Krankenhauses ausgefüllt werden. Gibt's einige medizinrechtliche Artikel zu diesen Thema - klingt alles sehr heikel.

Vielleicht weiß ja einer der Forenjuristen mehr dazu?

Schubbe
15.02.2024, 12:10
Ich dachte immer das Problem besteht darin, dass der Saal bis zur polizeilichen Freigabe ruhen muss, da es sich formal um eine ungeklärte Todesursache handelt.

davo
15.02.2024, 12:27
Ah! Gut zu wissen!

anignu
16.02.2024, 16:18
Man kann nicht bei jedem Todesfall alles Abriegeln...
Schon erlebt: Patient kommt in die Klinik, im CT dann Standford A Dissektion, wird noch auf der CT-Liege reanimiert und verstirbt. Sorry, da sperr ich nicht das CT dafür.
Oder in der Klinik: Patient mit rBAA wird in den OP gebracht und dort vor Schnitt reanimationspflichtig und verstirbt. Oder es wird begonnen zu operieren und der Patient verstirbt.
Alle diese Fälle sind Patienten mit Erkrankungen die mit großer Wahrscheinlichkeit zum Tod führen und es gibt nur 2 Möglichkeiten: entweder es klappt oder eben nicht. Für mich ist das "nicht klappen" eine ganz natürliche Folge. In solchen Fällen machen wir da kein großes Aufhebens daraus.

Ganz anders sieht es aus wenn ein junger Patient zu einer elektiven eher risikoarmen OP kommt. In so einem Fall verständigen wir auch die Polizei. Der Saal wird da aber nach meinem Verständnis nicht gesperrt. Es bleiben halt alle Zugänge so wie sie waren, aber der Patient/Tote geht raus aus dem Saal...

kartoffelbrei
16.02.2024, 16:52
In Niedersachsen muss ja bei jedem Todesfall, der sich innerhalb von 24 Stunden nach einem operativen Eingriff ereignet, die Polizei alarmiert. Weil das ja gar nicht so selten ist, wird dann aber auch kein großes Aufheben darum gemacht. Der behandelnde Arzt unterschreibt den Schein und wenn der Patient im OP gestorben ist, fragen wir telefonisch bei der Tatortgruppe nach, ob es okay ist, wenn wir den Verstorbenen woanders hinschieben.

Das sind aber auch in der Regel Fälle wie Aortendissektion o.ä., bei denen die Polizei nur aus formellen Gründen eingeschaltet wird.

crossie
16.02.2024, 16:54
Den Saal muss man da sicherlich nicht sperren, ist ja kein Tatort in dem Sinne.
Die Meldung als nicht natürlich/ ungeklärt erfolgt in der Regel ja auch nur aus Tranzparenzgründen damit niemand später behauptet es wäre was vertuscht worden. Die von anignu skizzierten Fälle sind ja in aller Regel natürlich.