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MissGarfield83
26.05.2018, 17:57
So die ersten 4 Wochen an der neuen Stelle habe ich fast rum und irgendwie hab ich meinen Flow noch nicht so ganz wiedererlangt .... habe für meinen Geschmack zu viele Überhänge und irgendwie fluppt das ganze noch nicht so wie ich das eigentlich von meinen Narkosen gewohnt bin ... vielleicht liegts an dem Übergewicht an Intensivmedizin in der Stelle vorher - ich weiss es nicht. Neue Stelle, man will alles halt besonders gut machen und denkt sich - so schwer kann das alles nicht sein, denn du hast es doch schon gemacht - und dann hakt es hier und da an Stellen wo man denkt das kanns doch nicht sein und fragt sich warum das so ist. Hab ich das Feingefühl für meine Patienten verlernt ? Oder sind das einfach nur normale Adaptationsvorgänge an die neue Stelle?

Rettungshase
26.05.2018, 21:36
Mach dir keinen unnötigen Druck. Du kommst schon wieder rein :)
Bei uns rotiert man stets durch alle möglichen Bereiche. Derzeit bin ich in vielen "kopflastigen" Bereichen; also am besten sollen die Patienten die ganze Zeit über richtig, richtig tief schlafen und nach Nahtende bitte ruckzuck wach sein. Nach ein paar Wochen hat das bei mir auch viel besser "gefluppt". Und manchmal hat man eben eine Art Lauf - positiv oder negativ.

Moorhühnchen
26.05.2018, 22:24
Oder sind das einfach nur normale Adaptationsvorgänge an die neue Stelle?Ganz klares JA meinerseits. So ging es mir bei jedem Stellenwechsel. Man will es besonders gut machen, aber irgendwie funktioniert das in den neuen Räumlichkeiten nicht. Auch wenn sich an den Rahmenbedingungen sonst nichts zu vorher geändert hatte - es WILL einfach nicht funktionieren. :-keks

Vincenco
26.05.2018, 23:14
Ich fange nächsten Freitag auch an einer neuen Stelle an. Bin auch mal gespannt wie das läuft. Neues Relaxans (Atracrurium das ich bisher noch gar nicht kenne statt Rocuronium) und anderes Gas (bisher so gut wie immer nur Desfluran und jetzt Sevo) und neues Narkosegerät (Zeus statt Primus). Aber ich freu mich trotzdem

Moorhühnchen
26.05.2018, 23:45
Beste Voraussetzungen, daß es nicht läuft! ;-) :-))
Bloß nicht verzweifeln!!!!

Markus-HEX
27.05.2018, 20:11
So die ersten 4 Wochen an der neuen Stelle habe ich fast rum und irgendwie hab ich meinen Flow noch nicht so ganz wiedererlangt .... habe für meinen Geschmack zu viele Überhänge und irgendwie fluppt das ganze noch nicht so wie ich das eigentlich von meinen Narkosen gewohnt bin ... vielleicht liegts an dem Übergewicht an Intensivmedizin in der Stelle vorher
auch beliebt für sowas - anderes Regime an medikamentöser Prämedikation...

Atya
29.05.2018, 10:41
Ich weiß nicht, ob mich hier jemand weiter helfen kann
Frage: Blindpufferung mit Natriumbikarbonat was ist das genau? habe es gerade bei einem Arztbrief für meine Dr.Arbeit gelesen und finde im google leider keine vernünftige Antwort!
Danke im voraus :)

Kiddo
29.05.2018, 11:19
Ich könnte mir vorstellen, dass sich dahinter die i.v.-Anwendung bei vermuteter metabolischer Azidose verbirgt. Blindpufferung dann in dem Sinne, dass zuvor der pH-Wert nicht bestimmt wurde.

LasseReinböng
29.05.2018, 18:31
Es handelt sich am ehesten um eine Bestrafung bei unkooperativem Verhalten. Man kippt so lange NaBic in den Patienten bis dieser erblindet. ;-)

tragezwerg
29.05.2018, 18:36
Blindpufferung kenne ich auch als Pufferung mit NaBic ohne vorherige Kenntnis der Säure-Basen-Werte (wenn man den BE kennt kann man den Bedarf an NaBic berechnen). Früher hat man das z.B. bei Reanimation gemacht, ist heute aber obsolet (da eine übersteigerte pH-Korrektur in den alkalischen Bereich das Outcome verschlechtert).

freak1
10.06.2018, 13:26
Mal eine Frage an euch Gasmänner:

In letzter Zeit habe ich bei einigen Patienten mit anamnestisch schwerer KM-Allergie (fast immer: Herzstillstand/Schock im Rahmen einer Coro *hust*) CTs mit KM im Rahmen einer Notfallindikation (LAE, Blutung etc) gefahren. Klassische prämed mit H1/H2 Blockern und ggf. SDH dazu.

Ist immer gut gegangen. Aber jetzt angenommen jemand reagiert wirklich schwer auf das KM, Atemnot, Hypotension ggf. Schock und Reapflichtigkeit. In den Leitlinien steht ja drin am besten Adrenalin i.m. in den Oberschenkel. Wenn ich das nicht hab alternativ iv 1mg 1:10 auf 10ml verdünnen und dann langsam unter "Kontrolle" geben.

Was muss ich mir als nicht Intensivmediziner darunter vorstellen? Und wollt ihr (als das Rea Team das dazu gerufen wird und ~2min später da ist) überhaupt das ich als Radiologe anfange Adrenalin über den ZVK zu spritzen? Schocklagerung, 6l/min 100% O2 über Maske würde ich definitiv sofort machen. Und ich schaue auch immer das die Leute min. 2 Zugänge haben die laufen (oder halt ZVK).

febee
10.06.2018, 13:54
bin zwar (noch) kein Anästhesist, aber was in den PALS und ALS Kursen gesagt wird, ist dass als Nicht-intensivmed. nur i.R. einer Rea Adrenalin iv gegeben werden soll, aufgrund der eventuell falschen Dosierung..und die Dosierung für im Gabe kann man sich ja super gut merken. Aber lass uns mal auf einen Antworten von echten Anästhesisten warten :-angel

Corinna
10.06.2018, 14:33
...interessant schon mal die Annahme, dass nur Anästhesisten reanimieren könnten...
unter diesen Vorraussetzungen: bitte KEIN Supra geben, weder iv noch im, sondern Reateam rufen und bis das da ist ordentlich BLS!

tragezwerg
10.06.2018, 14:52
Ich bin ja immer froh wenn wenigstens irgendwas gemacht wurde wenn ich als Reateam wohin rennen muss. Und da schwere Anaphylaxien ja ne echt fiese sekundenschnelle Dynamik haben, würde ich leitliniengerechtes Vorgehen empfehlen. Und wenn ihr Supra erst verdünnen müsst, um es i.v. zu geben, dann gebt es lieber i.m. (Fehlerquelle Verdünnung durch unerfahrene Anwender damit vermieden). Gerade bei den noch nicht reanimationspflichtigen Patienten mit instabilen Kreislauf und/oder Bronchospastik würde ich i.m. Supra geben, dann hat man bei Eintreffen des Notfallteams eventuell keine Reanimation (die je nach Dauer bis Eintreffen des Teams vorprogrammiert ist wenn man nix unternimmt).

THawk
10.06.2018, 15:08
Ist doch klare Leitlinie: Anaphylaxie mit kardiorespiratorischer Beteiligung = Adrenalin i.m. als erstes Notfallmedilament.
Das ist überall vorhanden und irgendeine lange Nadel für i.m. werdet ihr wohl auch haben. Die verzögerte Adrenalin Gabe erhöht die Mortalität. Also bitte nicht auf das Rea Team warten sondern die i.m. Injektion durchführen.

WackenDoc
10.06.2018, 16:23
Oder einfach nen entsprechenden Pen beschaffen lassen.

Brutus
10.06.2018, 16:47
bin zwar (noch) kein Anästhesist, aber was in den PALS und ALS Kursen gesagt wird, ist dass als Nicht-intensivmed. nur i.R. einer Rea Adrenalin iv gegeben werden soll...
Und wieder einmal weiß ich, warum ich diese Buchstabenkurse abgrundtief ablehne! :-nix

WackenDoc
10.06.2018, 16:50
Auf dem ACLS wird das definitiv nicht gelehrt. Also dass man Adrenalin iv nur bei Reanimation geben soll.

Hab ich nen Zugang tunlichst iv, sonst im. Natürlich unter Berücksichtigung von Fehldosierungen wenn man es nicht regelmäßg verwendet.

freak1
10.06.2018, 17:16
Bei bekannter schwerer KM-Allergie hab ich ja den Vorteil das ich mir das Adrenalin "vorher" schon für i.v. aufziehen kann ohne Stress und in aller Ruhe. Ansonsten schau ich morgen aufjedenfall ob wir nicht sogar solche Autoinjektoren für die i.m. Gabe an den Geräten haben - Das wäre für uns als unerfahrene Anwender je wahrscheinlich das beste!

Wie viel würdet ihr denn initial als Bolus bei einem Erwachsenen geben (1mg 1:10 auf 10ml)? 0.5mg?

FirebirdUSA
10.06.2018, 18:03
0.3 - 0.5mg... und ohne Monitoring würde ich nur i.m. geben.

Und bei bekannter schwerer KM Allergie kann man sich auch überlegen das mit Anästhesie stand-by zu machen