Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was macht die Krankenpflege-Ausbildung?
schmuggelmaeuschen
18.07.2008, 10:00
ich hab ein monat kpp gemacht und im vorstellungs gespräch gesagt, dass ich mich zuerst für medizin beworben habe und ich habe trotzdem einen platz bekommen, sogar für kinderpflege....
Aber ein praktikum ist schon sehr gut. Mit einem nicht schlechten abi und nem praktikum, hast du den platz so gut wie sicher, es sei denn du machst im gespräch nen riesen patzer...
An unserer Schule gibt es auch jedes Jahr an die 600Bewerbungen und es werden auch fast nur Leute mit Abi genommen. Die 3-4Personen in meinem Kurs ohne Abi (insgesamt 22) haben aber z.B. vorher schon ne Ausbildung zur Arzthelferin, oder zum Krankenpflegehelfer absolviert. Also niemand von der Hauptschule und niemand nur mit Realabschluss ohne zusätzliche Quali. Ich kenne noch eine Schule, die ganz offiziell schreibt, dass sie nur Leute mit Abi oder Fachabi nimmt.
Mit Hauptschulabschluß wurde -soweit ich weiß- auch noch nie jemand genommen, es sei denn er hatte vor der Pflegeausbildung schon eine andere Ausbildung absolviert.
Ich kenne auch niemanden der nur mit Hauptschulabschluss genommen wurde aber deswegen find ich es komisch dass, das immer wieder als Vorraussetzung angegeben wird.
Gesetzliche Zugangsvoraussetzungen:
Gesundheitliche Eignung zur Ausübung des Berufes
Realschulabschluss oder ein anderer gleichwertig anerkannter Bildungsabschluss oder
Hauptschulabschluss oder
ein als gleichwertig anerkannter Bildungsabschluss, sofern eine erfolgreich abgeschlossene, mindestens zweijährige Berufsausbildung oder die Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung "Altenpflegehelfer/-in" oder
"Krankenpflegehelfer/-in" nachgewiesen werden kannZugangsvorraussetzung angegeben wird.
Wenn das eh nicht gilt, sollte man das auch ändern.
//stefan
18.07.2008, 10:55
Nen Drittel von den Leuten interessiert sich kein Stück fürs Lernen, oder Aufpassen im Unterricht - je weniger desto besser - komisch, denn einige behaupten Pflege sei ihr Traumberuf.
Und wenn es mal zu einer Diskussionsrunde kommt, kannste sowas exotisches wie "Argumente" gegen die Wand klatschen, da zählt die eigene Ego-Emotion...
Also für so einige hab ich da echt kein Verständnis.
Gut, ist ist die Minderheit; aber ein Drittel...!
Genau so ist es...!
Na Glückwunsch zu deinem Kurs voller Abi-Helden. :-D
PS: wieso bist du gegen diesen Thread?
Ein Großteil meines Kurses ist vom Heldentum meilenweit entfernt ;-). Ich will ja gar nicht sagen das man als Abiturient das Examen schon in der Tasche hat, im Gegenteil, manch einer hat sich ziemlich gewundert was es bedeutet Krankenpflegeschüler zu sein... :-oopss :-D
Und ich bin gegen den "Trend", nicht gegen den "Thread". ;-)
Das wichtigste ist die Persönlichkeit und der Umgang/Respekt/Empathie mit/für die Patienten. Wenn man sowas nicht hat, kann man zwar immer noch als Krpfl. arbeiten, wird aber nie Spaß haben und Anerkennung finden.
Und für solche Voraussetzungen muss man kein ABI haben, man ist so oder man ist nicht so. Manche lernens vielleicht auch aber der Schulabschluss ist nur ein Aussagefaktor ob einem die Theorie leicht oder schwer fallen wird.
So, ich muss zum Spätdienst...
Oh, sorry :-blush Im Alter hat man eben Leseschwierigkeiten....
Dem restlichen Teil deines Beitrags muss ich dir schon zustimmen.
Tja, leider muss ich dem zufügen, dass mein Eindruck ist, dass in unserer Krpflschule wohl auch jeder genommen wird - ich weiß zwar nicht, wie hoch die Bewerberzahlen waren... aber wenn ich seh, was für Leute die Ausbildung machen... in jedem Kurs gibt es mind. 1 Person die/der psychisch stark auffällig ist.. und das ist nicht als Spaß gemeint..
Nen Drittel von den Leuten interessiert sich kein Stück fürs Lernen, oder Aufpassen im Unterricht - je weniger desto besser - komisch, denn einige behaupten Pflege sei ihr Traumberuf.
Und wenn es mal zu einer Diskussionsrunde kommt, kannste sowas exotisches wie "Argumente" gegen die Wand klatschen, da zählt die eigene Ego-Emotion...
Also für so einige hab ich da echt kein Verständnis.
Gut, ist ist die Minderheit; aber ein Drittel...!
Abiturientenquote war in unserm Kurs ca bei nem Viertel, also ne Hand voll..
Ich kann hier leider nicht ganz verbergen, dass mir mein Kurs so ab und an ganz schön gestunken hat... aber gut, is vorbei :-)
Hört sich wie mein Kurs damals ;)
Einer ist nach 6 Wochen rausgeflogen weil er auf Station ausgetickert ist und ne Krankenschwester geschlagen hat.
Eine war ne Weile in der Psych.
Viele fanden die BILD interessanter als den Unterricht und wehe sie wurden beim lesen gestört. *g*
Scheint überall ähnlich zu sein.
Madam Pince
18.07.2008, 12:30
Ich kenne auch niemanden der nur mit Hauptschulabschluss genommen wurde aber deswegen find ich es komisch dass, das immer wieder als Vorraussetzung angegeben wird.
Gesetzliche Zugangsvoraussetzungen:
Gesundheitliche Eignung zur Ausübung des Berufes
Realschulabschluss oder ein anderer gleichwertig anerkannter Bildungsabschluss oder
Hauptschulabschluss oder
ein als gleichwertig anerkannter Bildungsabschluss, sofern eine erfolgreich abgeschlossene, mindestens zweijährige Berufsausbildung oder die Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung "Altenpflegehelfer/-in" oder
"Krankenpflegehelfer/-in" nachgewiesen werden kannZugangsvorraussetzung angegeben wird.
Wenn das eh nicht gilt, sollte man das auch ändern.
Ja und? Da steht nirgends 'damit kriegt man auch sicher nen Platz'. Wenn man viel Auswahl hat unter Leuten die 'mehr' mitbringen werden die genommen, das ist ja nicht besonders überraschend. Deswegen muss man noch lange nicht die Minimalvoraussetzungen ändern.
Hört sich wie mein Kurs damals ;)
Einer ist nach 6 Wochen rausgeflogen weil er auf Station ausgetickert ist und ne Krankenschwester geschlagen hat.
Eine war ne Weile in der Psych.
Viele fanden die BILD interessanter als den Unterricht und wehe sie wurden beim lesen gestört. *g*
Scheint überall ähnlich zu sein.
Oja, da erkenne ich meinen Kurs auch wieder! :-)
BILD gehört zur Standardlektüre, bei jeder gegebenen Hausarbeit fühlen sich etliche schon überfordert (aber wahrscheinlich haben sie eher keine Lust dazu) und mosern rum... Neulich haben wir den Expertenstandard zur Dekubitusprophylaxe gelesen (den kennt der eine oder andere von euch bestimmt auch) und das war wirklich eine Katastrophe... :-oopss Nagut, der Text hat schon einen gewissen Anspruch, aber manche haben wirklich gar nichts verstanden und man sah förmlich ein dickes Fragezeichen über deren Köpfe schweben...
Hilfe, bin ich fies... :-blush
Achso, da fällt mir gerade noch was ein:
Was für Bücher kauft ihr euch eigentlich so?
Wir müssen uns alle Bücher selber kaufen, bekommen auch keinen Zuschuss o.ä., das geht wirklich ins Geld (im Studium wird es allerdings bestimmt noch teurer...). Deswegen hab ich mir erstmal nur Thiemes Pflege gekauft (als einziges Buch neu - 70€ für etwas, das einen eigentlich nicht wirklich interessiert, ich muss bekloppt gewesen sein... :-oopss ) und Hygiene und Mikrobiologie für Pflegeberufe.
Kennt hier jemand die Weiße Reihe (http://www.amazon.de/s/ref=nb_ss_b?__mk_de_DE=%C5M%C5Z%D5%D1&url=search-alias%3Dstripbooks&field-keywords=wei%DFe+reihe)? Die Bücher sind ja noch recht günstig... Oder braucht man überhaupt sowas für die Ausbildung? Wie macht ihr das?
Ich hatte damals von der Weißen Reihe diverse Examens-Vorbereitungs-Fragen- Bücher, z.T. offene Fragen und auch MC.
Bücher bekamen wir gestellt von der Schule, gekauft (bzw. schenken lassen^^) hab ich mir nur das Pflege Heute. Waren von der Schule her recht gut ausgestattet.
Wir haben einen Pschyrembel und Thiemes Pflege gestellt bekommen und dazu habe ich mir noch "Chirurgie für Pflegeberufe", "Innere Medizin für Pflegeberufe" und "Urologie für Pflegeberufe" (alle aus dem Thieme Verlag). Die sind recht gut und haben je ca. 30 € gekostet. Mein Arzneimittellehrebuch, das Pädagogik/Psychologie/Soziologie Buch und das Hygiene für Pflegeberufe-Buch habe ich nach dem Examen als neuwertig wieder verkauft. Die sollten wir uns holen, waren aber überflüssig.
Ihr bekommt doch eine recht gute Ausbildungsvergütung... da muss man doch keinen Zuschuss von der Schule. Freu dich aufs Studium: Bücher werden teurer und Einkünfte niedriger :-D
und dazu habe ich mir noch "Chirurgie für Pflegeberufe", "Innere Medizin für Pflegeberufe" und "Urologie für Pflegeberufe" (alle aus dem Thieme Verlag).
Oh ich glaub, ich weiß, welche du meinst :-) Die hatten wir von der Schule, und die sind wirklich gut *find* Auch schön medizinisch und net nur so Pflegegedöns^^ Ich mochte das Röntgenbild von der verschluckten Gabel ganz besonders :-))
In den neuen Auflagen sind auch CD-Roms mit Videos drauf... ganz interessant für die Ausbildung (Assistenz beim ZVK legen, chirurgische Händedesinfektion etc.)
Also ich muss gestehen die speziellen Bücher der Pflege find ich nicht so toll, da steht das gleiche wie im Pflege Heute drin, nur ausführlicher, dafür die praktische Durchführung schön erläutert.
Trotzdem sind für einen medizinnahen Beruf die Physiologie und Pathophysiologie nicht erklärt (und wenn dann nur ganz schwammig), bin inzwischen auf die Taschenatlanten vom dtv bzw. Thieme-Verlag gewechselt und das MSD.
Man versteht zwar dort nicht alles und der Gesamtüberblick lässt zwar (noch ;-) ) zu wünschen übrig, aber da steht wenigstens drin was los ist in konkreten Zahlen und Fakten, nicht nur Wischiwaschi :-nix :-meinung .
Wie ich schon gesagt habe, bei mir eigentlich wenige Abiturienten, viele BILD-Leser (und die Lehrer und manche Mitschüler machen sich immer wieder lustig, aber sie lesen einfach weiter :-)) ).
Bewerberzahlen sind wohl eher rückläufig, liegt aber vielleicht auch am Krankenhaus selber :-D .
Meuli, du hast auch mal Pflege gelernt???? :-wow
Wir bekamen recht viele Bücher, die alle aber zu nichts Nutze waren: Thiemes Pflege von Juchli, Thiemes K-Reihe für Innere, Chirurgie und Psych/Neuro sowie das Buch "Biologie, Anatomie, Physiologie". Ansonsten hab ich mir gekauft Pschyrembel, fast die komplette weiße Reihe (aber manche Bücher nie benutzt :-blush), der Körper des Menschen (hatte ich aber noch aus Abi-Zeiten), Hygiene und med. Mikrobiologie, die Fallbücher für Innere, Chirurgie und Anästhesie (jaja, eigentlich sind die was fürs Studium), irgendein Arzneimittellehre-Buch sowie das Pflege heute. Letzteres war wirklich gut. Zum Lernen für`s Examen war eigentlich mal das "Krankenpflege"-Buch gedacht, allerdings hab ich auch das so gut wie nie in den Händen gehalten.
Ich weiß, ich hab zu viele Bücher gekauft. Das Geld hätte ich mir wirklich sparen können :-oopss Aber jetzt sieht`s im Bücherregal so schön voll aus, als ob man ein Genie wär :-))
"Chirurgie für Pflegeberufe", "Innere Medizin für Pflegeberufe" und "Urologie für Pflegeberufe" (alle aus dem Thieme Verlag).
Die habe ich mir neulich in unserer Schulbibliothek angeschaut und fand sie auf den ersten Blick auch recht gut. Mal schauen, was Ebay so hergibt... ;-)
Meuli, du hast auch mal Pflege gelernt???? :-wow
Jahaaa, Examen 2004, danach gleich ins Studium eingestiegen. Aus Mangel an Alternativen quasi :-blush :-)) Notlösung sozusagen^^
nur ganz schwammig
:-love :-love
Ach ja: für alle zukünftigen Psych Pfleger und Schwester: "Pflegestandards in der Psychiatrie" (Holnburger/Zettl, Elsevier) und "Psychiatrie - ein systematisches Lehrbuch für Pflegeberufe"(Vetter, Urban & Fischer).
Beides TOP Bücher für den Stationsalltag (abseits vor irgendwelchen unsinnigen Pflegetheorien)
Adrenalino
19.07.2008, 01:34
Soso... dann ist Meuli also auch eine "Schwester"?! :-)) Wusst ich auch noch nich..
In Sachen Bücher bin ich mit "Thiemes Pflege" gut durchs Examen gekommen, mehr hab ich nicht gehabt!
Gut, während der Ausbildung noch "Biologie, Anatomie und Physiologie" (Urban & Fischer), "Chirurgie für Pflegeberufe" (Thieme) hatten wir auch noch, war dann aber fürs Examen irrelevant...
Pflege heute find ich übrigens deutlich besser als Thieme.... das ist zu sehr neues Ausbildungsgesetzgelaber... jaja, schade, dass ich net ein Jahr früher die Ausbildung gemacht habe... ;-) Tja.
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