Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was macht die Krankenpflege-Ausbildung?
lille_dronning
17.10.2006, 19:35
Jetzt krieg ich Angst. Bin gerade mitten im Bewerbungsstress für nen Ausbildungsplatz nächstes Jahr... :-((
charmingbaer
21.10.2006, 09:50
Jetzt krieg ich Angst. Bin gerade mitten im Bewerbungsstress für nen Ausbildungsplatz nächstes Jahr... :-((
Ich auch ;-)
Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich auch gerade ein FSJ mache und es mir größtenteils echt Spaß macht, also die Arbeit auf der Station! Habe auch den Schwestern dort von meinem Studiunplänen erzählt und niemand hat etwas negatives gesagt (natürlich werde ich das bei den Vorstellungsgesprächen nicht erwähnen). Außerdem fanden es die, mit denen ich mich länger darüber unterhalten habe echt gut, erst die Krankenpflegeausbildung zu machen. Nur leider finden das Teile meines Umfeldes eher... durchwachsen (z.B. mein Vater oder auch Freunde von mir).
Naja, jetzt habe ich erstmal am Dienstag mein erstes Vorstellungsgespräch und bin mal gepsannt
Gruß, Anja
//stefan
22.10.2006, 16:17
vorweg eine kleine information an charmingbaer: ich hab im verlauf des vorstellungsgesprächs darauf hingewiesen das ich evtl vorhabe medizin zu studieren, ich jedoch die ausbildung unbedingt zuerst beenden will. in 3 jahren ausbildung kann sich viel ändern. das haben die mir auch sofort abegkauft und die stelle sofort bekommen ;-)
die ersten 2 wochen des theorieblocks sind um und ich muss sagen das es teilweise ganz lustig und interessant war über so simple themen wie duschen/baden oder einfach nur privatssphäre zu diskutieren. allerdings überwiegt die langeweile. aber dazu gibt es ja das physiologiebuch um diese durststrecken zu überbrücken ;). kommt dann allerdings eine "medizinische" einheit (physiologie/ pathophysiologie) dann blühe ich regelrecht auf. zumal mir auch mein "vorwissen" (mehr oder weniger groß) als rettungssanitäter und begeisterter-egal-was-medizinbuch-verschlinger ;D zugute kommt. manchen fällt es unheimlich schwer sich fachausdrücke zu merken, das sollte man möglichst schnell in den griff bekommen.
ich merke aber schon das ich meine erwartungen und ansprüche an die ausbildung noch etwas runterschrauben muss. es ist beileibe keine medizin sondern pflege, aber das sagt ja schon der name *g*. da möchte ich mich auch dem threadstarte anschließen: wenn man offen ist für die aufgaben die die pflege beinhaltet, dann kann man sehr viel lernen, sich menschlich weiterentwickeln.
es sind grade mal 2 wochen rum und ich möchte erst noch die ersten einsätze auf station und weitere theorieblöcke abwarten. und wenn mir das waschen und essen bringen zeitweise mal auf die nerven geht, hab ich ja immer noch meinen gelieben rtw um am wochenende unzähligen menschen das leben zu retten*ironie off* :).
für mich ist es noch definitiv zu früh mir ein urteil über die kommenden drei jahre zu bilden. herausforderung ist das, was man draus macht!
zählt nicht die tage bis zum ersehnten studienbeginn, sondern geht tag für tag zur arbeit und holt das beste für euch und eure ausbildung raus. denn es interessiert keinen ob ihr danach studieren geht oder sonst was macht, die wollen sehen das ihr euch um eure ausbildung bemüht. das JETZT ist wichtig...
hört sich an wie eine elternpredigt, aber das ist das was ich in 2 wochen ausbildung gelernt habe ;)
in diesem sinne
gruß, stefan
p.s.: ich freue mich auch über emails mit fragen oder eigenen meinungen von den leuten die vorhaben medizin zu studieren und vorher die ausbildung machen!
ich muss sagen, ich habe die ganzen beiträge hier mit großem interesse und erleichterung gelesen. mir geht es da eigentlich ganz genauso wie den meisten hier. wobei ich noch anmerken muss, dass es mich noch am meisten nervt, dass im grunde genommen nichts wirklich detalliert erklärt wird sondern nur angerissen wird. und wenn man bei einem thema nachfragt, warum, weshalb und wieso das so funktionniert, bekommt man entweder zur antwort, dass sie es selbst nicht wissen, oder das man es als krankenpfleger nicht wissen muss. ich finde es schon erstaunlich, was //stefan in der kurzen zeit der ausbildung gelernt hat. um diese erkenntnisse zu gewinnen habe ich etwas länger gebraucht. vor allen dingen um den ganzen etwas mehr positives ab zu gewinnen. denn im grunde genommen lernt man ja doch noch einiges dazu.
ich kann nur jedem raten, der tag für tag in dem mehr oder weniger langweiligen unterricht sitzt, immer daran zu denken, warum man sich damit quält und welches ziel man vor augen hat. denn wenn man sein großes ziel immer vor augen hat, dann ist diese situation auch irgendwie zu überstehen. so hoffe ich es zumindest ;)
liebe grüße an alle, die ansatzweise so denken wie ich und an alle anderen natürlich auch :-top
Adrenalino
23.10.2006, 17:45
Hallo!
Schön, dass mein neu gestartetes Thema so schön aufgegriffen wurde!
Ich finde, //stefan hat das treffend formuliert :
zählt nicht die tage bis zum ersehnten studienbeginn, sondern geht tag für tag zur arbeit und holt das beste für euch und eure ausbildung raus.
Kann dem nur zustimmen! Das sag ich mir selbst immer wieder, aber ehrlich gesagt, fällt es mir oft schwer..
Ich bin mal gespannt, was ihr über den Stationseinsatz sagen werdet... bitte schreibt dazu etwas!
Ich bin aber schon immer wieder sehr neugierig, inweit sich das Niveau der theoretischen Ausbildung unterscheidet... Beispiel von mir im medizinischen Bereich: Wir wissen, welche Faktoren die Wundheilung beeinflussen, bzw. welche Faktoren die Knochenheilung hemmen, etc... Mehr ins Detail, z.Bsp. was genau Östrogene machen (wichtig beim weibl. Zyklus, okay, aber dann...!?) wüsste ich dann auch nichts. Dann ist das schon so, wie Bounce es beschrieben hat. Genauer lernt man das nicht in der Ausbildung. Aber ist genau dafür nicht dann auch das Studium gedacht?
Ich mache auch ne Ausbildung als GuK zur Wartezeitüberbrückung und finde es, wie einige andere auch, nicht allzu toll. Bin noch im UK, der theoretische Stoff ist ja mal echt simpel und auf Station ist man wirklich nur der Hampel für alles und jeden. Die meisten Schwestern sind ja eigentlich ganz ok und versuchen auch einiges zu erklären (ausnahmen bestätigen die Regel, da sind auch echte Drachen bei) aber die Arbeit ansich ist einfach nur stressig und trotzdem langweilig zugleich. Wie soll ich das nur 3 Jahre überleben :-kotz Was anderes machen kommt jetzt des Geldes wegen, leider auch nicht mehr in Frage.
hallo!
so jetzt will ich seit längerem endlich auch mal meinen senf dazugeben :-)
ich mache momentan auch meine ausbildung als GuK und ich finde es weitgehend nicht so schlimm wie es hier geschildert wird/wurde!!
ich finde die zeit hier interessant und man lernt dazu!
was allerdings stimmt ist wirklich dass teilweise lehrer keine ahnung haben wenn es mal über den stoff hinauläuft! ausser 2 oder 3 ausnahmen!
natürlich ist auch vieles langweilig und es wird auch vieles wie schon berichtet,nur oberflächlich behandelt!
deswegen kann man sich auch privat über den stoff hinaus noch weiter informieren! und ein kleines basiswissen hat man sich dann auf jeden fall schon geschaffen!
ich finde WIE man an die sache rangeht ist das problem!
ich denk nun mal wenn ich das hier gut überstehe, dann krieg ich auch mal das was ich wirklich will!
erfahrungen sammeln, ob gute oder schlechte gehören wie in jedem anderen beruf nun mal dazu!
das wird als angehender arzt auch so sein!
ich würde nicht sagen das alle assistenzärzte gleich auf händen getragen werden! das ist kein vergleich, aber trotzdem.
wünsch euch noch alles gute!
ich arbeite im OP und da sind die assistenzärzte die absoluten deppen....ich hoff mal dass das nicht überall so ist....aber in d-land tendenziell wahrscheinlich schon....vote 4 ausland :)...
ja bei uns siehts bei einigen assis auch nicht anders aus!
ausser bei einem!
und der versteht sich mit dem oberarzt blendend!
isst jeden mittag mit ihm zusammen, hängt ihm sozusagen an den fersen!
aber der rest naja...:-)
hallo!
ich finde WIE man an die sache rangeht ist das problem!
ich denk nun mal wenn ich das hier gut überstehe, dann krieg ich auch mal das was ich wirklich will!
erfahrungen sammeln, ob gute oder schlechte gehören wie in jedem anderen beruf nun mal dazu!
wünsch euch noch alles gute!
Da ist schon was dran, aber die Motivation fällt schon schwer manchmal :-keks Es gibt so Tage, da fühl ich mich eher wie ne Hotelfachfrau oder sowas. Naja muss man durch. Was einen nicht umbringt... :-blush
ja ich denk ich versteh schon was du meinst aber unser tag wir irgendwann kommen :-)
bin ich mir ganz sicher...
Adrenalino
23.10.2006, 23:00
Ich kann Tuffel sehr gut verstehen, finde mich in dem Geschriebenen wieder!
Mich würde jetzt nur interessieren, wieso es Akasha nichts ausmacht, bzw. WAS macht Dir nichts aus? Was findest Du genau positiv?
Dr. Hyde
23.10.2006, 23:07
ja bei uns siehts bei einigen assis auch nicht anders aus!
ausser bei einem!
und der versteht sich mit dem oberarzt blendend!
isst jeden mittag mit ihm zusammen, hängt ihm sozusagen an den fersen!
aber der rest naja...:-)
treffen sich zwei assis im magen vom chefarzt.
sagt der eine: "na, hat er dich auch gefressen?"
der andere darauf: "neee, ich komme von unten..."
Homunculus
24.10.2006, 15:41
@ maddin
Ich hatte als Zivi in der Notfallaufnahme Anfangs die selben Sorgen, das ist aber was völlig normales und wird mit der Zeit vergehen.
Aber du solltest deinen Entschluss Medizin zu studieren nicht deswegen aufgeben. Und das Gererde du solltest mal nen Psychologen aufsuchen ist auch übertrieben.
CHAKKA DU SCHAFFST DAS SCHON :-top
Homunculus
24.10.2006, 15:43
oh falscher thread
SORRY Leute :-blush
altalena
24.10.2006, 16:12
Bin jetzt im 2. Jahr..... Der Anfang vom 1. war die Katastrophe. Ich hab 'ne Weile gebraucht, um die "Anforderungen" der Lehrer richtig einzuschätzen: die haben mega Stress gemacht und vor der allerersten Klausur habe ich gelernt wie blöd, um dann in der Prüfung zu sitzen und zu denken, die wollen mich verar*****..... Wenn man das erstmal für sich selbst richtig eingeschätzt hat, dann kann man das Ganze recht lässig angehen..... Mache zur Zeit auch die "besonderen" Einsätze und bin auf Sozialstation. An die Tatsache, dass ich dort rein gar NICHTS neues lerne, habe ich mich inzwischen gewöhnt, aber sonst gefällt mir die Praxis meist recht gut. Trotzdem sehe ich das immer noch nur als Überbrückung und gewissermaßen Notlösung und kann mir nicht vorstellen, jemals in diesem Beruf auf einer Station in einem festen Team angestellt zu sein und da für Jahre zu schuften.... :-nix
luftikuss*
24.10.2006, 16:42
Ich bin jetzt auch im 2. Kurs und bin soooo froh, wenn ich da endlich weg bin. Kann mich nur anschließen, dass ich durchweg unterfordert bin (sowohl in Theorie, als auch in der Praxis). Ich hab noch nicht einmal meinen Ordner in die Hand genommen und gelernt... ich glaub mittlerweile sogar, dass ich das Examen mit minimalem Lernaufwand mit 1,nochwas bestehen kann.
Die Arbeit mit den Patienten macht natürlich Spaß, aber ich könnte mir auch niemals vorstellen, das mein Leben lang zu tun. Da würde man einfach nur abstumpfen in seinem Job :-keks
Naja, jedenfalls sind WIR dann irgendwann die besseren Ärzte, nicht wahr? ;)
Und wir sollten die lern-und relativ stressfreie Zeit genießen, solange wir noch ZVS-Opfer sind...
Skalpella
24.10.2006, 21:34
:-blush
Sorry, auch falscher Thread, wo ist er denn hin, der Thread? :-nix
Skalpella
24.10.2006, 22:26
//stefan: genau die richtige Einstellung!
Bin sehr beruhigt, dass die letzten Beiträge doch wieder etwas positiver gegenüber der Krankenpflegeausbildung sind. Besonders in den alten Beiträgen wurde doch sehr viel gelästert.
Ah ja: Apropos: langweilige Unterrichtsstunden in der Ausbildung:
Im Studium ist Alles anders und voll interressant, super vorbereitet...Jedes Seminar: genau richtig, nicht nur totgeschlagene Zeit ;-)
Ich hab nach der 11. Klasse mit der Krankenpflegeausbildung angefangen, weil ichs eh machen wollte. Danach hab ich noch einige Jahre in dem Job gearbeitet (nur Anästhesie und Intensiv), währenddessen die Fachweiterbildung Anästhesie/Intensiv gemacht. Im Moment arbeite ich vierteltags neben dem Studium: echt viel Geld für wenige Arbeitsstunden, also durchaus zu empfehlen!
Ich finde, dieser Beruf ist einer der Vielfältigsten, die es gibt: Wenn man Action will, geht man auf Intensiv, wenn einen die Patienten eher nerven, geht man in den OP, wenn man labern will, kann man in die Klapse gehen und wenn man Stationsarbeit mag, kann man auf Station bleiben und auch hier immer mal die Fachrichtung wechseln. Sehr unterschiedliche Aufgabengebiete mit ein und derselben Ausbildung!
Ich habe bei der ganzen Lästerei (wirklich sehr lange her und weit oben im Thread, ich lass es jetzt aber trotzdem stehen) schon auch immer rausgehört, dass das Problem auch ein wenig bei den einzelnen Auszubildenden und nicht nur bei den bösen, bösen Schwestern lag. Ich fand die Ausbildung durchaus spannend. Natürlich tut man sich leicht, wenn man vom Gymnasium kommt und vielleicht Latein hatte. Na und? Dann kann man noch immer genug mitnehmen aus dem Unterricht, auch wenn manche Diskussionen (vor Allem berufspolitisches und Reihenfolge bei der Ganzwaschung :-keks ) echt müßig sind. Die Tatsache, dass viele Sachen nur angerissen werden, stimmt. Es ist ja auch eine Berufsausbildung und kein Studium.
Die Professionalität in diesem Beruf macht der Umgang mit dem Patienten aus. Wir sind "Berufsberührer", wie auch Friseure oder eben auch Ärzte. Dieser Umgang mit Patienten, aber auch mit Angehörigen lässt sich schon mal ganz gut trainieren.
Wenn man mit der Einstellung auf Station kommt: Hey, ich sitz hier nur meine Wartezeit ab, das ist eh alles unter meinem Niveau hier, hab ich eigentlich keinen Bock drauf..., dann sind auch nicht alle besonders nett...
Was ich eigentlich mit diesem Beitrag sagen will: Wenn jemand auf den Studienplatz warten muss, dann ist es das Beste, eine Ausbildung in dem Bereich zu machen! Mit der richtigen Einstellung...
Und da möchte ich noch sagen, dass es natürlich böse Schwestern gibt, die unprofessionell und blöd sind, zu Patienten, Ärzten und auch und ganz im Besonderen zu Schülern!
LG Diana
@medianab
studierst du jetzt, oder hab ich das falsch interpretiert?:-)
und wenn ja, mit wievielen jahren hast du angefangen?
weil du ja danach immerhin noch auf der intensiv gearbeitet hattest!
gruss
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