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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was macht die Krankenpflege-Ausbildung?



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Muriel
12.03.2011, 13:43
Wenn die auf meiner alten Station war, dürfte die kein Problem haben, wir hatten da nämlich auch 10 NCH-Betten ;-)

Strodti
18.03.2011, 08:25
Muri, ich fürchte nicht... habe mich gestern mit einer der neuen Kollegen unterhalten und die haben tatsächlich jahrelang nur "2-stündlich getropft" :-D

sheep
26.03.2011, 11:02
sagt mal... hier herrscht seit einiger zeit echt totel hose, was? wie kommt's?

wollte euch jedenfalls mal meine freude darüber verkünden, dass mein ag mir dieses jahr gleich 2 recht teure fortbildungen spendiert, auf die ich mich schon ziemlich doll freue :-) ein 2 tägiger lagerungsworkshop (mit schwerpunkt uc/ortho/nch) und ein spezielles mic-training (3 tage).

mein chef würde mich auch gern schon zur fachweiterbildung (op) anmelden... das wäre aber total schwachsinnig, wenn es dann zum ws 2012 villeicht doch nochmal mit nem studienplatz klappen würde... muss ihn also irgendwie hinhalten, auch wenn's schwerfällt (er weiss ja nicht, dass ich noch studieren will... :-oopss).

naja, und sonst... hab jetzt seit dem examen 1,5 jahre im op gearbeitet und liebe den job nach wie vor! :-top man wird einfach ganz anders gefordert, als auf station und die arbeit ist - vor allem in großen z-ops wie unserem - echt um einiges vielseitiger/interessanter. man bekommt (insbesondere in den diensten) eine gute routine für notfallsituationen, sieht/erlebt viele spannende dinge, von denen man auf normastation nicht im entferntesten mitbekommt, bleibt durch regelmäßige rotationen immer up to date...
ich kann interessierten schüler(inne)n wirklich nur an's herz legen, euch mal um nen einsatz im op zu bemühen, sofern der von eurer schule nicht ohnehin schon eingeplant ist. wer sich später mal ne chirurgische tätigkeit vorstellen kann, der ist im op (oder zna) wirklich am besten aufgehoben :-)

mabelle
26.03.2011, 12:11
Die Zeit vergeht im OP auch ganz schnell!
Und wenn man in einer Klinik arbeitet, die auch mehrere OP-Säle hat, wird es nie langweilig!
War jetzt zumindest meine Praktikumserfahrung (8 wochen) :-top:-top

lvf90
26.03.2011, 12:49
Leider ist an meiner Schule kein Einsatz im OP vorgesehen. Die einzige Möglichkeit mal zuzusehen ist während des Einsatzes auf einer chirurgischen Station mal die Ärzte zu fragen, ob man "mitkommen" darf...

Ansonsten kann ich leider auch nicht viel neues berichten - die GuKP Ausbildung ist nach wie vor das Beste, was ich machen konnte, selbst nach mittlerweile vier Einsätzen ;-) Ich spiele auch immer mal wieder mit dem Gedanken mal einen eigenen Pflegedienst zu gründen, wenn ich mir die Altersstruktur in Deutschland anschaue.

Skyreaver
26.03.2011, 18:01
Dafür braucht es aber eher BWL, optimal mit Gesundheitsschwerpunkt, als ein Krankenpflegeexamen.

Ansonsten kann ich jeden nur bewundern, der die GuK-Ausbildung mag. Zumindest an meinem Haus ist das eine einzige Ausbeutung, dazu bescheuerte Praxisanleiter und den ganzen Tag wahlweise Ärsche oder Nachttische putzen. Ich komme jetzt nach 3 Monaten Praktikum und 6 Monaten Zivildienst auf einer chirurgischen Station am Dienstag Gott sei Dank in die Notaufnahme für 3 Monate. Immerhin war der Zivildienst dafür gut mir jeden Gedanken an die Ausbildung nachdrücklichst zu nehmen. :-/

tehs89
27.03.2011, 21:18
das is ja echt blöd wenn man so ausgebeutet wird.klar als azuv´bi is man immer der depp, aber wenn man garkeine postitiven rückmeldungen/erfahrungen macht is das bestimmt schon ziemlich frustrierend.
bei mir is es zum glück ganz schön, hatten jetzt sechs monate auf verschiedenen stationen einsatz(u.a. in einer rehaklinik, förderschule, gyn, kinderintensiv, wochenstation) und bin echt aus jedem einsatz mit nem guten gefühl gegangen. hab auch das gefühl das ich menschlich für mich sooo viel mitnehmen kann.
ab morgen hab ich wieder schule für 3 monate, freu mich uaf die geregelten zeiten und mal wieder n bisschen fleissig sein zu müssen^^, bin mal gespannt. und ab freitag bin ich dann schon im dritten:-wow, ging alles soo schnell!das letzte jahr geht dann bestimmt noch schneller rum...
hat jemand von euch eigentlich während seiner ausbildung erfahrungen mit kinderonkologie oder kinderhospiz gemacht?bei uns wurde leider gerade zu meinem ausbildungsbeginn die kinderonko geschlossen, das hätte mich echt interessiert.

Skyreaver
28.03.2011, 13:47
Kinderonko stelle ich mir grausam vor.

M!coud
30.03.2011, 11:20
Kinderonko stelle ich mir grausam vor.

War dort auch während meiner Ausbildung und empfand es eigentlich nicht als grausam. Nur die Kinderkrankenschwestern waren sehr anstrengend. Ich führe das auf die geringe Männerquote zurück.

Strodti
30.03.2011, 12:22
Ich führe das auf die geringe Männerquote zurück.

Gemischte Teams funktionieren am besten :-)

So... Studienfinanzierung PJ mit den Eltern geklärt. Der Job in der Pflege wird zum Ende des 1. Quartals 2012 gekündigt. Ich mag meinen Job eigentlich, aber werde froh sein, wenn ich diese Doppelbelastung hinter mir habe.

*milkakuh*
04.04.2011, 08:25
Ich bin im Moment auf einer gynäkologischen Station. Dort gefällt es mir recht gut! :) Ich durfte sogar schon eine Nieren-Sonographie machen und einen Redon ziehen! ;-) Klingt für viele wahrscheinlich nicht so spannend aber solche Tätigkeiten sind für mich nette Abwechslungen zum Pflegealltag und dienen als Motivation weiter in dem Bereich zu bleiben! :)

Bei uns ist es eigentlich nicht so, dass die Schüler nur die blöden Arbeiten erledigen müssen (wobei das auch auf die jeweilige Station ankommt...). Aber natürlich gehören Tätigkeiten wie laufende Desinfektionen und Essensbestellungen auch zu unseren Aufgaben...Meiner Meinung nach ist das auch kein Problem, solange die Mischung zwischen pflegerischen und sonstigen Tätigkeiten stimmt.

Schwester Esther
06.04.2011, 10:13
Halbzeit, genau 1 1/2 Jahre sind vorbei und genausoviele folgen noch bis zu meinem Examen.
Ich empfand vor allem das erste Jahr ("Unterkurs") als regelrechte Ausbeuterei. Ständig mussten wir UK-Schüler zur Klingel rennen, Schieber rein, Schieber raus, Kotze aufwischen, und so weiter. Klar, wir waren auch die Lieblinge der Patienten, aber die Pat. waren in diesem Zeitraum nicht meine Lieblinge, ich habe das Geräusch der Klingel einfach nicht mehr hören können...

Und jetzt? Seitdem ich im Mittelkurs bin, habe ich tatsächlich einen anderen Status, und das merkte ich sofort! Plötzlich wird mir viel mehr zugetraut, obwohl mich vom UK zum MK nur einige Monate trennen arbeite ich mittlerweile beinahe so eigenstände und verantwortungsvoll wie eine fertige Examinierte (Tabletten stellen/verteilen/um Insuline kümmern/Telefonate führen/Einschleusen von Pat. in den OP/I.M. - Injektionen...) Aufgrund des neuen "Statusses" habe ich in den letzen Monaten soviel gelernt wie noch nie, und die neuen Unterkursschüler machen die Drecksarbeit...

Damit will ich nur sagen: Es kann nur besser werden!:-meinung

Strodti
06.04.2011, 15:46
Ich finde es immer wichtig, wenn Schüler spätestens im Oberkurs einen Pflegebereich selbstständig machen. Diese ganzen Einzelmaßnahmen (Injektionen, Tabletten richten...) muss man zwar lernen, aber sich die Arbeit richtig einzuteilen, Prioritäten setzen und von der Grundpflege über die Visite bis zum Ausarbeiten der Anordnungen und dann das Umsetzen, das macht das doch erst interessant :-)

Aber schön, dass es dir inzwischen gefällt. Das erste Jahr war bei uns auch sehr hart :-?

tehs89
06.04.2011, 18:55
ich glaube als azubi ist man einfach immer irgendwie "mädchen für alles". das ist in jedem bereich so und daran wird sich auch nix ändern. meiner meinung nach muss man einfach positiv an so sachen ran gehen, klar ist es blöd den ganzen morgen auf die patientenklingeln zu gehen, und dass selbst dann noch wenn das stationszimmer voll mit schwestern ist die sich über den neusten tratsch und klatsch austauschen und man selber eigentlich noch dokus und andere dinge zu erledigen hat, sich aber keine andere person von dem klingeln zu stören lassen scheint^^. aber c´est la vie, da müssen wir alle durch. man muss einfach auch viel motivation und engagement von anfang an zeigen und man wird mit vielen anleitungen etc belohnt. ein ende ist ja in sicht ;-)

Schwester Esther
06.04.2011, 21:18
... Bin eurer Meinung!!

Und vor allem bin ich dankbar für all diese Erfahrungen, auch wenn ich später einmal Medizin studiere, will ich sie nicht missen! Die Pflege wird immer ein Teil von mir sein! Manchen Ärzten habe ich im Stillen schon gewünscht, sie hätten doch vorher eine Krankenpflege - Ausbildung gemacht. :-meinung

RoryR
14.04.2011, 23:58
Hallo liebe Krankenpflegeschüler/innen :)

Nun habt ihr eine neue Mitstreiterin gewonnen und ich möchte mich kurz vorstellen: mein Name ist Lea, ich bin 22 Jahre alt und bin im 4. Semester an der Gesundheits-und Krankenpflegeschule der LVR Kliniken in Bonn.

Mir persönlich gefällt die Ausbildung jedoch sehr gut, was (glaube ich) aber auch viel mit der Schule und der Klinik zu tun hat. In meinem Kurs sind insgesamt nur 15 Schüler/innen, genauso ist es auch in den anderen Kursen. Es ist also eine ziemlich kleine Schule, was vielleicht auch negative Seiten hat, für mich überwiegen aber die positiven. All unsere Dozenten kennen uns persönlich, es ist sehr familiär aber auch sehr effektiv. Ca. 60% unserer Dozenten sind Profs von der Med. Fakultät von der Uni Bonn, d.h. ich finde die Ausbildung ziemlich fundiert. Zumal alle jederzeit bereit sind, ein Thema auch zu vertiefen und über das, was auf unserem Lehrplan steht, hinauszugehen.
Man kann sich sicherlich auch einen ruhigen Lenz machen, aber wir, die nach der Ausbildung Medizin studieren wollen, treffen uns einmal die Woche und vertiefen die Themen, die im Unterricht behandelt werden. Das bringt Spaß, man kann seinen Kopf einsetzen und letztendlich wird es sowohl in der Praxis als auch in der Schule durchaus anerkannt.

Die LVR Klinik in Bonn ist eine Psychatrische bzw. Neurologische Klinik, wobei wir auch einige externe Einsätze machen müssen aber auch dürfen. So kam ich z.B. schon in den Genuß von 6 Wochen Anästhesie, was mir überaus viel Spaß gemacht hat.

Nun, ich freue mich über einen regen Austausch hier...

Liebe Grüße, Lea

Madame Bouvier
15.04.2011, 19:20
hört sich ja traumhaft an. bei uns unterrichtet noch nicht einmal eine schwseter, geschweige ein arzt oder ein prof! Und medizin studieren will ausser mir auch keiner! Vertiefen will auch keiner was (noch nicht mal die Lehrer). Du hast echt viel glück gehabt. bei uns gibts weder ein Op noch ein anästhesie praktikum, dafür ist man ganz oft in der inneren (bei den synopen, exikierten heimbewohnern) und wir haben so wenige ärzte die sieht man kaum, und die meisten sind total arrogant....:-keks

*milkakuh*
16.04.2011, 09:10
@Madame Bouvier
Das klingt aber nicht wirklich toll. Aber es kann doch nicht sein, dass du nur auf der Inneren bist. Gibt doch auch bestimmte Pflichteinsätze...

@RoryR
Herzlich Willkommen! :)

Mir gefällt es auch immernoch ziemlich gut. Gestern durfte ich Fäden ziehen (ich weiß, klingt langweilig für mich ist das allerdings eine willkommene Ablenkung zum "Pflegealltag". Die Schwester mit der ich gestern zusammengearbeitet habe hat mich gelobt. Sie findet es gut, dass ich im Unterkurs schon eigene Entscheidungen treffen kann. Durfte auch in einem Zimmer die komplette Versorgung übernehmen. :-winky

In meiner Klasse sind noch 4 weitere, die Medizin studieren wollen. Ehrlich gesagt vertrief ich die Themen aber kaum eigenständig.....Ich nehme dafür aber alles mit, was ich auf Station usw. lernen kann. Ich muss sagen, dass ich es im Moment aber auch noch genieße, dass ich relativ viel Freizeit habe. Kann so meinem zeitintensiven Hobby noch nachgehen. Das werde ich während dem Studium dann nämlich wohl nicht mehr in dem Umfang tun können.

Zum Thema Dozenten: In Anatomie/Krankheitslehre haben wir einen Oberarzt, in den anderen medizinischen Fächern (Allgemeinchirurgie, Haut- und Geschlechtskrankheiten,....) haben wir entweder Assistenzärzte oder Fachärzte).

Liebe Grüße von *milkakuh* (Die sich auf ihren Spätdienst freut! :-love)

sheep
16.04.2011, 09:50
@roryr: schön, dass du den weg hierher gefunden hast :-top


(Die sich auf ihren Spätdienst freut! :-love)
spätdienst ist doch doof, vor allem bei dem tollen wetter! montag/dienstag sollen die temperaturen hier auf über 20° ansteigen und wir spätdienstler aussm op kriegen wieder mal nix davon mit... :-oopss

naja, im mai hab ich 2 wochen urlaub... WEHE, das wetter macht mir dann nen strich durch die rechnung^^

wer kümmert sich bei euch denn um die einsatzplanung? ich würde da einfach mal nachhaken. bei uns war ursprünglich bspw. auch kein funktionsdienst-einsatz vorgesehen, auf nachfragen hat mir die schulleitung dann aber zum glück noch einige wochen op "genehmigt".

*milkakuh*
16.04.2011, 10:12
spätdienst ist doch doof, vor allem bei dem tollen wetter! montag/dienstag sollen die temperaturen hier auf über 20° ansteigen und wir spätdienstler aussm op kriegen wieder mal nix davon mit... :-oopss

Als Schüler find ich den Spätdienst sehr angenehm. Heute bin ich im Spätdienst zum Beispiel alleine mit 2 Schwestern. Meist ist nicht so viel zu tun und es bleibt viel Zeit für Erklärungen und ich darf irgendwelche tollen Sachen machen. Auch die Ärzte sind bei uns im Spätdienst dann sehr locker. Darf bei Untersuchungen mitgehen und kleinere (ärztliche) Tätigkeiten übernehmen. Neulich durfte ich im Spätdienst sogar die Nieren schallen! :)
Im Frühdienst dagegen sind bei uns i.d.R. mind. 3 Schüler, 1 Praktikantin und 1 Stationshilfe....da steht man sich oft die Füße in den Bauch. Die Schwestern und Ärzte haben allerdings doch recht viel zu tun und können uns nur wenig erklären. Da bleiben für uns die leidigen Aufgaben wie laufende Desinfektionen, Essensaufnahmen und Transporte übrig....