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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was macht die Krankenpflege-Ausbildung?



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RoryR
16.04.2011, 11:37
Ich hatte jetzt gerade meinen Gynäkologie Einsatz (4 Wochen) und fand es mehr so lala :)
Einige der Schwestern wirkten sehr...nun ja... frustriert auf mich, hatten wenig Interesse an den Patienten, mit Schülern wollte sie schon mal gar nichts zu tun haben. Die Stationsleitung war aber zum Glück richtig cool, hat mich so ein bisschen an die Hand genommen und mir auch einiges an Verantwortung überlassen. So durfte ich schon in der 2. Einsatzwoche 4 Zimmer alleine versorgen, inklusive Fäden/ Drainagen ziehen usw.

Außerdem war der OA total klasse, er hat mich mehrmal mit in den OP genommen, ich durfte mich auch steril machen und neben ihm am Tisch stehen, dabei hat er mir ganz genau erklärt was er wie warum gerade tut. Das war toll :-love

Momentan wäre ich eigentlich in der Geburtshilfe, aber ich hab es leider letzte Woche geschafft mir eine Trümmerfraktur am Handgelenk zuzuziehen und bin somit mal ne Weile außer Gefecht :-nix
@ Milkakuh: Was hast Du denn für ein Hobby???
Ich bin da nämlich momentan auch überlegen, wie es wohl mit dem Studium weitergehen soll, ich bin Rettungshundführerin in einer Staffel hier und liebe diese Arbeit. Leider ist sie aber ziemlich zeitintensiv :(
Mal sehen :)

*milkakuh*
16.04.2011, 11:55
Ich bin da nämlich momentan auch überlegen, wie es wohl mit dem Studium weitergehen soll, ich bin Rettungshundführerin in einer Staffel hier und liebe diese Arbeit. Leider ist sie aber ziemlich zeitintensiv :(
Mal sehen :)
Ich bin bei der DLRG. Bin bei uns in der Ortsgruppe Technische Leiterin und hab daher auch viele organisatorische Aufgaben. Ansonsten gebe ich Schwimm-, Rettungsschwimm- und EH-Kurse und turne bei uns im Bezirk und LV umher.

Ich weiß, dass ich während des Studiums meine Aktivitäten reduzieren muss. Allerdings werde ich diese bestimmt nicht ganz aufgeben. Ein Schwimmkurs pro Woche sollte z.B. machbar sein.

Bis heute Abend, muss jetzt erstmal an die Arbeit! (Übrigens auch Gyn im Moment!)

Strodti
16.04.2011, 14:05
Ich brauche schon deswegen regelmäßig Spätdienste, weil ich abends gerne mit meinen jungs um die Häuser ziehe :-D Frühdienste passen so gar nicht in meinen Biorhythmus. Heute hatte ich früh, morgen Spätdienst. So gehts... Total geil, da ich auf 50 Überstunden sitze muss ich im Mai nur 3 Dienste machen (hab ja nur ne 1/4 Stelle.
Und das Wochenende mit dem Internistenkongress in Wiesbaden ist auch nun ganz frei. Da wird unsere Landeshauptstadt unsicher gemacht :-))

Figueira
27.04.2011, 19:27
Hallo allerseits,

ich stecke im 1. GuK-AJ und bin seit dieser Woche im zweiten Praxiseinsatz. Mein erster Einsatz war ziemlich motivierend. Hab total viel gelernt (kein Wunder, wenn man bei null anfängt;) und wir hatten einen tollen Stationsarzt, der mir total viel erklärt und gezeigt hat. Durfte bei Lumbalpunktionen assistieren, Stehtests durchführen und er hat mich bei sich(!) Blut abnehmen üben lassen. :-love
Da es eine Privatstation war, hat jeden Tag der Chefarzt Visite gemacht und der hat sich immer gefreut und viel erklärt, wenn ich Fragen gestellt hab.
Allerdings hab ich in diesem ersten Einsatz schon gemerkt, dass ich vielleicht nicht so für die Pflege gemacht bin. Am Ende dieser ca. 3 Monate war ich ziemlich angenervt vom Patientenwaschen etc. Habs trotzdem geschafft, meine Laune mit den interessanten medizinischen Sachen oben zu halten und bin jeden Tag gern zur Arbeit gegangen.

Jetzt bin ich wie gesagt im zweiten Einsatz.
Hab eine total nette Station erwischt. Sehr junges und engagiertes Team, gutes Arbeitsklima. Eigentlich ne bessere Ausgangssituation als auf meiner ersten Station. Aber leider Perlen vor die Säue... Ich weiß das gar nicht zu schätzen, bin den ganzen Tag genervt und deprimiert. Ich versuche es zwar zu verbergen, aber ich fürchte, dass man es mir ansieht. Wenn ich nach Hause komme, will ich mich nur ins Bett legen, heulen und schlafen, so müde und depri bin ich.
Aus meinem Freundeskreis kann niemand meinen Frust nachvollziehen. Meine beste Freundin meinte letztens: "Na ja, es is doch nur ne Frage der Zeit bis du studieren kannst. So schlecht is doch die Pflege auch nicht. Irgendwas musst du doch in der Zwischenzeit machen, entspann dich." Sie ist Beamtenanwärterin und kann meinen Trubel um die Berufswahl nicht nachvollziehen. Arbeit ist Geld verdienen und mehr nicht.

Mit GuK-Kollegen kann ich ja auch schlecht drüber sprechen, dass mich alles ank*tzt und ich einfach Medizin studieren will.
Mich stören gar nicht die pflegerischen Tätigkeiten an sich, sondern das, was nicht geht. Das Schlimmste: zur Visite soll ich nicht mit, weil die andere Schwester in der Zwischenzeit schon mit Waschen anfängt und da isses natürlich sinnvoller, wenn ich der helfe, statt dumm bei der Visite rumzustehen. :-heul
Dabei wäre genau das so wichtig für meine Motivation! Ich bekomme praktisch nichts mit von den Krankheitsbildern. Bin nur am Waschen, Schüsseln und Urinflaschen wechseln und Essen austeilen.

Mein Selbstbild ist total verwaschen. Schwesternschülerin will ich nicht sein, Studentin kann ich noch nicht sein. Irgendwo dazwischen hab ich mich verloren... :-nix
Was kann ich tun...?

Grüße vom Motivationstiefpunkt,
Figueira

Strodti
28.04.2011, 00:02
Deine Situation ist total schwierig, aber so ziemlich jedem von uns bekannt... Die Krankenpflegeausbildung ist/war nie dein Ziel, du wirst nicht gefordert und fühlst dich ausgebremst.
Ich kann dir etwas mut machen... du bist erst im Unterkurs. Mit jedem weiteren Ausbildungsjahr wird dir mehr zugetraut, spätestens im Oberkurs ist es selbstverständlich, dass du deinen eigene Bereich machst, die Visite mitläufst und DIE Ansprechpartnerin der Pflege für ca. 10 Patienten bist. Es wird besser :-)
Aber es ist ein hartes Brot... dein großes Interesse an der Visite, an den Krankheiten und so zeigt doch, dass dein Ziel (Medizinstudium) das richtige ist. Wie kannst du es erreichen? Wenn du es nur durch Warten erreichen kannst, dann mach das beste aus deiner Situation. Frag viel (es gibt unheimlich gute/kompetente Pflegende und natürlich die Ärzte deiner Station), lies daheim die Krankheiten und Medikamente nach, versuche Übung in der Praxis zu bekommen (Das wird DEIN Bonus in Famulatur und PJ sein :-) ) und lass dich nicht unterkriegen.
Wenn du einen Gang runterschaltest und damit klar kommst, deinen derzeitigen Job einfach so gut wie möglich zu machen, merkst du, dass auch das eine Herausforderung sein kann. Und es zahlt sich nachher aus.

Figueira
28.04.2011, 00:25
Danke für deine Antwort, Strodti!
Einen Gang zurückschalten klingt nach ner guten Idee. Bis jetzt hab ich immer geschaut, was ich mir an medizinisch Interessantem rauspicken kann. Aber mit der Strategie halte ich die verbleibende Wartezeit niemals aus ohne durchzudrehen...
Ich werde versuchen, mich mehr auf die Pflege einzulassen.

LG, Figueira

tehs89
28.04.2011, 13:39
das würde ich an deiner stelle auch versuchen!
mir gings am anfang der ausbildung und auch zwischendrin immer mal wieder so wie dir. aber strodti hat recht: je mehr einsätze du schon gemacht hast, desto mehr darfst du auch selbst auf station in angriff nehmen, und vor allem ist es dann nicht mehr sooo doll das einem keiner was zutraut. was mich auch immer am meisten frustriert wenn ich son depritief hab is, dass man einfach immer (oder zumindest oft) für dumm verkauft wird, und gerne mal zeigen würde das man sowas wie ein anspruchsvolles studium auch schaffen könnte, wenn man die chance bekäme. aber naja da müssen wir eben als warter alle durch, glaub mir die zeit geht so schnell rum (bin schon im vorletzten schulblock °.°)!kopf hoch!

lvf90
28.04.2011, 16:12
Jedem, der sich überlegt die Ausbildung zu machen, kann ich auch nur sagen, dass Pflege nicht Medizin ist. Visite, diagnostizieren, therapieren etc. sind nicht unsere Aufgaben und die Krankheitsbilder werden oft oberflächlich abgehandelt und dafür um einen großen "pflegerelevanten" Teil ergänzt. Trotzdem bin ich persönlich sehr zufrieden in der Pflege, da die Station quasi in unseren Händen liegt. Und es ist in der Tat cool für einen Patienten, ein Zimmer oder einen Bereich verantwortlich zu sein.

Übrigens, diese Depri-Phasen erleben auch die, die später nicht studieren wollen. Wer kann schon behaupt, dass es für ihn nichts schöneres als waschen, desinfizieren und Essen austeilen gibt?? Also mein Tipp ist ebenfalls, konzentriere dich auf die Pflege und stell die Medizin an zweiter Stelle. Je besser man ist, desto mehr Spaß macht die Arbeit!

Absolute Arrhythmie
28.04.2011, 17:19
Ich glaube diese Depri-Phase macht irgendwann jeder während der Ausbildung durch.
Gib dir Zeit, dich auch an den Job zu gewöhnen, und wenns dir dann immer noch nicht gefällt und du Alternativen hast, mit denen du die Wartezeit überbrücken kannst, kannst du immer noch was anderes machen.
Ansonsten durch die Ausbildung durchbeißen, spätestens im Oberkurs macht auch der Unterricht Spaß, und auf vielen Stationen wirst du viel lernen können :)
Kopf hoch!

Die.kleine.helene
29.04.2011, 21:31
Liebe Leute,

ich habe heute gerade ein Praktikum in der Neurologie und der Gefäßchirurgie abgeschlossen und habe auf Station mit einer Schwester gesprochen: Sie hat mir erzählt, dass viele Ärzte, die zuerst eine Krankenpflege ausbildung gemacht haben, am Ende die besseren Ärzte geworden seien, weil sie einfach viiiiiel besser auf die Patienten eingehen können. Ich weiß nicht, ob das stimmt. Was meint ihr?

Pauschalisierend kann man das wohl sehr schwer sagen, aber ich wäre sehr gerne Psychiaterin.. und gerade in der Sparte wärs wohl gut, wenn man auf die Patienten eingehen kann.


Alles Liebe,
die.kleine.helene

][truba][
29.04.2011, 22:17
Jedem, der sich überlegt die Ausbildung zu machen, kann ich auch nur sagen, dass Pflege nicht Medizin ist. Visite, diagnostizieren, therapieren etc. sind nicht unsere Aufgaben und die Krankheitsbilder werden oft oberflächlich abgehandelt und dafür um einen großen "pflegerelevanten" Teil ergänzt. Trotzdem bin ich persönlich sehr zufrieden in der Pflege, da die Station quasi in unseren Händen liegt. Und es ist in der Tat cool für einen Patienten, ein Zimmer oder einen Bereich verantwortlich zu sein.


Richtige und sehr wichtige Worte!!!

Ich weiss, jeder in diesem Forum träumt hier vom Medizinstudium (so wie ich es auch getan habe bevor ich loslegen konnte) aber man muss klar sagen das man sich vor dem Antritt einer Ausbildung im Klaren über den Sinn des gewählten Berufes sein sollte. Nur weil man neben Ärzten arbeitet heisst das nicht das man mit deren Berufsalltag viel zu tun hat. Die Pflege ist ein eigenständiger, interessanter und auch durchaus komplexer Bereich und obendrein ein sehr wichtiger Aspekt im gesamten Heilungsprozess. Auch wenn das viele meiner durchaus ignoranten und überheblichen Kommilitonen (aber bei weitem nicht der Großteil) nicht wirklich "checken". Das man zusammenarbeiten muss ist klar aber als Azubi in der GuK hat man eben genügend andere Sachen zu lernen. Was du daheim bzw. in deiner Freizeit lernst ist aber dein Ding.

Wichtig ist, das du dir nicht jeden Tag vor Augen führst das du studieren willst. Das weisst du ja sowieso aber das Leben ist ne Bitch und du hast ebend nicht genug reingehauen in der Schule (oder scheiss Lehrer und und und) um gleich anzufangen und musst jetzt ebend das beste draus machen. Such den Spass in der Pflege den es definitiv gibt (wenn man mit Menschen arbeiten will was du ja sicherlich machen möchtest) und alles wird gut. Dann wird die Zeit nicht zur Qual und du qualifizierst dich auf einem anderen Gebiet. Wirst du nicht glücklich damit, brich die Ausbildung ab und mach was, was dir Spass macht.

Ansonsten kann ich zur Zeit sagen das es mir ähnlich geht wie dir, nur umgekehrt. Ich glaub das liest man nicht oft aber zur Zeit frag ich mich auch warum ich den Beruf, den ich wirklich sehr gern gemacht habe, aufgegeben habe um sone ******** hier zu lernen und unter ständigem Stress und Zeitdruck zu "leben". Ich wollte nie Medizin studieren um mal "Arzt" zu sein oder Menschen zu helfen oder son Schwachsinn (sorry für den Ausdruck) sondern lediglich weil mich die Anatomie, Physiologie und auch Pathologie rund um den Menschen extrem interessiert. Sicher kann ich mir auch vorstellen als Arzt zu arbeiten aber ich dachte das Studium würde, rein auf den Interessenaspekt, mehr Spass machen als es durch den angesprochenen Druck tatsächlich macht. Aber gut, ich bin ja kein quiter und alles wird besser nach dem Physikum ;P

Wollte nur mal aufzeigen das es auch im Studium solche Phasen gibt. Wie eben immer und überall im Leben.




Sie hat mir erzählt, dass viele Ärzte, die zuerst eine Krankenpflege ausbildung gemacht haben, am Ende die besseren Ärzte geworden seien, weil sie einfach viiiiiel besser auf die Patienten eingehen können. Ich weiß nicht, ob das stimmt. Was meint ihr?


Schon 100x diskutiert und immer wieder kann man sagen: Das kann man nicht so sagen! Ja, es gibt sie, die nach der Ausbildung den Bonus mitnehmen und super umsichtige und einfühlsame Ärzte werden (selbst gesehen) aber es gibt auch ehemalige Krankenpfleger die die Arschlöcher in Person sind (selbst gesehen), genauso wie es Ärzte gibt die ohne Ausbildung super in Umsichtigkeit und Empathie sind (selbst gesehen) als auch die, die ohne Ausbildung zum kotzen sind (selbst gesehen).

Wie du siehst hab ich in meiner Laufbahn ALLE Arten kennengelernt und das alleine in nur 2 bis 3 relativ kleinen Häusern. Es liegt an einem selbst.

MfG Thomas

Die.kleine.helene
29.04.2011, 22:25
Danke für die Ausführliche Antwort!

Also ich werde sehr wahrscheinlich schon einen ausreichenden Abischnitt haben, bin noch in der zwölften Klasse, deshalb kann ich das noch nicht genau sagen.

Nur habe ich mich das heute wirklich gefragt, nachdem die ehrenwerte Dame mir das sagte. Auch muss ich sagen, habe ich auf der Epilepsiestation der Neurologie eine Ärztin kennengelernt, die SO super war und so einfühlsam.. das war unfassbar. Ich wäre auch gerne eine ähnlich qualifizierte psychiaterin.. habe jedoch gemerkt, dass ich für die Chirurgie nicht geeignet bin. einfach deshalb, weil ich zu viel Respekt vor dem lebenden menschlichen Körper habe, als dass ich, egal wozu, so etwas wie eine Amputation durchführen könnte. Und ich hätte ständige Selbstzweifel und angst davor, einen Patienten in den Tod zu schicken.

Ich glaube ich studiere einfach gleich.. weiß nur noch nicht, wo. Muss ich mal schauen.


Viel Spaß noch.. und Erfolg.. und wo studierst Du denn?
die.kleine.helene.

][truba][
29.04.2011, 22:30
Der obere Teil war auch eher an die Zweifler und Depri´s während der Krankenpflegeausbildung gedacht! Da muss man ab und an aufgemuntert werden. Ist ja überall so.

Wenn du die Chance hast studiere auf jeden Fall sofort!

Ich studiere in Greifswald an der Ostsee. Kann ich bisher uneingeschränkt empfehlen. Alles sehr modern ausgestattet, gut organisiert und eine familiäre Atmosphäre. Wenn man allerdings, wie ich, ein Großstadtmensch ist, kann es hier etwas (sehr) eintönig werden.

Das mit der Eignung kann man jetzt Pauschal nicht sagen. Wenn man reinschnuppert kann auch Chirurgie interessant sein und an den Rest gewöhnt man sich oft. Aber auch die Psychiatrie ist ein durchaus interessantes Fach.

Also dann hau mal schön rein in der Schule und dann nen guten Start ins Studium :)

MfG Thomas

medizininteressiert
29.04.2011, 22:31
einen Patienten in den Tod zu schicken

vielleicht informierst du dich nochmal über die Themengebiete eines Psychiaters.

][truba][
29.04.2011, 22:34
vielleicht informierst du dich nochmal über die Themengebiete eines Psychiaters.

Immer erstmal richtig lesen. Dort steht das Chirurgie für sie, unter anderem aus dem von dir zitierten Grund, nicht in Frage kommen würde.

MfG Thomas

Die.kleine.helene
29.04.2011, 22:37
Bist Du Dir sicher, dass Du nciht den Neurologen mit dem Psychiater verwechselst?

Ich meine klar: die/der Psychiater/in muss die Medikamente richtig setzen/dosieren, weil der Patient sterben könnte, wenn sie radikal falsch oder auch minder falsch dosiert wären.. aber ich habe mehr Angst vor einem infrarenalen Bauchaortenaneurysma oder einer Amputation.. warum, weiß ich auch nicht. aber dem ist so.

Die.kleine.helene
29.04.2011, 22:48
Also Greifswald: Darüber hatte ich fünf Minuten lang nachgedacht, ein wenig gelesen (über diese fünf Minuten hinausgehend). Ich muss sagen, dass ich Halbsingapurerin bin.. vielleicht ist es ein Klischee, aber soweit ich hier im Forum gelesen habe, ist es nicht unwahr, dass ausländer in der einwandererbehörde durch Plexiglasschutz von den Beamten getrennt sind.. eh, eher andersrum. In anderen Bundesländern sei das nciht so.

Eine Frau Politikwissenschaftlerin hat mir vor zwei Jahren mal erzählt, dass sie erst in Greifswald studieren wollte, es dann aber gelassen hat, weil sie von den rechten Schmierereien negativ überwältigt sei.

Ich denke eher an Münster oder Berlin..

Sonst habe ich über Greifswald gehört, dass es wirklich eine Topuni sei, spitzenklasse, was das Equipment, aber auch die Lehre angehe. Nur wollte ich erst unbedingt nach Dresden, weil das meine Lieblingsstadt ist, habe mich dann aber dagegen entschieden, weil ich im Forum der medizinischen Fachschaft Dresden die Frage stellte, ob es möglich sei, dort mit Migrationshintergrund zu studieren (Ausgangsfrage war eine andere). Und eine Antwort war, dass es milde Fremdenfeindlichkeit von Seiten der Professoren gebe >_<. Natürlich: das war Dresden und wir reden hier von Greifswald.. aber momentan habe ich so viel furchterregendes gehört, dass ich mich gar davor fürchte, den Ort zu besuchen >_<


Nichts für Ungut und danke für den Tipp.
die.kleine.helene.

tehs89
30.04.2011, 14:21
ich denke nicht dass man automatisch n besserer arzt ist wenn man vorher eine pflegeausbildung gemacht hat bzw in diesem beruf dann gearbeitet hat. das kommt einfach auf den typ mensch an. hab genug leute bei mir im kurs (mache eine ausbildung in der pflege) die absolute neandertaler sind bezüglich empathie und so was.
mal ne kleine anekdote: ich rufe kurskollegen aufm handy an, er geht dran ich frag ihn was, er meint: "wart mal kurz, muss grad dem herr müller bz messen", ich meine:"ähm du bist nich gerade arbeiten und auch noch in nem patientenzimmer, oder?", er darauf hin:"ja doch, aber der herr xy bekomt eh nix mehr mit, gell herr xy?"........................so leute werden dann maximal 4 wochen nachm examen genauso wie viele alteingesessene pks die jeden tag mit ner übelst grummligen miene auf station rum laufen, die immer von allem und jedem genervt sind und stets soooooo viel zu tun haben und deswegen chronisch überfordert sind -.-

Alcyon
01.05.2011, 13:21
Also Greifswald: Darüber hatte ich fünf Minuten lang nachgedacht, ein wenig gelesen (über diese fünf Minuten hinausgehend). Ich muss sagen, dass ich Halbsingapurerin bin.. vielleicht ist es ein Klischee, aber soweit ich hier im Forum gelesen habe, ist es nicht unwahr, dass ausländer in der einwandererbehörde durch Plexiglasschutz von den Beamten getrennt sind.. eh, eher andersrum. In anderen Bundesländern sei das nciht so.

Eine Frau Politikwissenschaftlerin hat mir vor zwei Jahren mal erzählt, dass sie erst in Greifswald studieren wollte, es dann aber gelassen hat, weil sie von den rechten Schmierereien negativ überwältigt sei.


Oh, Gott! Hier werden ja sämtliche Vorurteile rausgekramt.
Ich habe viele Freunde, die in Greifswald studieren, darunter auch eine Asiatin und einen gebürtigen Nigerianer - die hatten niemals Probleme. Im Gegenteil: Durch die vielen Studenten in Greifswald fühlen die sich dort sehr wohl.

Klar, gibt's Orte in Greifswald, wo man sich nachts nicht unbedingt aufhalten sollte - da ist es dann allerdings egal, ob Du Halbsingapurerin bist oder nicht. Diese Viertel gibt's in Berlin, Hamburg, Hannover und wasweißichnichtwosonst aber auch.

Die.kleine.helene
01.05.2011, 17:19
OK, alles klaerchen. Ein weiterer User hat mir das auch schon geschrieben.

Lehre soll in Greifswald echt spitze sein. Habe mich inzwischen auch etwas im Internet erkundigt, und zwar nicht in Foren: anscheinend ist Greifswald eine Hansestadt und startet staendig Kampagnen gegen Rechts.

Ich ueberlegs mir nochmal und denke drueber nach, wo ich die besten Chancen haben werde: Berlin, Muenster oder Greifswald. Bisher ist es wohl Muenster, aber ich schaue eben nochmal. Werde wohl naechsten Sommer mal eine Unitour machen, um Studenten zu interviewen. Anfang Juni gehts an die Charite, Muenster und Greifswald kommen wohl spaeter dran.


Aber danke an alle fuer die Infos,
die.kleine.helene