Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was macht die Krankenpflege-Ausbildung?
Miniwini
09.05.2011, 18:14
Gibt es eigentlich bei Krankenhäusern irgendein Unterschied in der Ausbildung? Ich meine so von Anforderungen her. Ich möchte gern aus dem Lernstress mal raus und erst mal Arbeiten. Natürlich geht es nicht ganz ohne Lernen, aber mit dem Lernen habe ich keine Probleme. Ich habe nur irgendwie Angst, dass mich die Ausbildung zu wenig fordert und ich will jetzt nicht sagen, dass es eine einfache Ausbildung ist!
Also meint ihr zum Beispiel eine Uniklinik wäre besser als das "Landkrankenhaus"? Auch im Hinblick darauf, dass ich dort während meinem Studium arbeiten kann...
Also meint ihr zum Beispiel eine Uniklinik wäre besser als das "Landkrankenhaus"? Auch im Hinblick darauf, dass ich dort während meinem Studium arbeiten kann...
Es gibt schon Unterschiede und es gibt anspruchsvollere und eher leichtere Krankenpflegeschulen, aber das kann man leider nicht an der Größe des Hauses festmachen, da mußt du Insider Fragen.
Ich habe die Ausbildung in einem kleinen städtischen Krankenhaus als gerade richtig empfunden, gerade weil es KEINE Uniklinik oder Lehrkrankenhaus war. Es gab einfach keine Studenten, mit denen ich um Verbände, ziehen von Drainagen, Magensonden + Katheteranlage, u.s.w. konkurriert habe. "Das muss der Schüler lernen" und schon war es meine Aufgabe ;-) Ich arbeite derzeit in der Uniklinik neben dem Studium und es ist erschreckend, dass hier auf peripheren Stationen vom Pflegepersonal kaum Verbände oder Drainagen behandelt werden. Das machen PJays. Viele können hier kein Blut abnehmen (ok... das wird an manchen kleinen West-Krankenhäusern auch nicht mehr gelehrt).
Die Größe des Ausbildungsbetriebes ist ansonsten nicht so wichtig. In super-spezialisierten Gebieten (Lebertransplantationsstation etc) muss sich auch so mancher Uni-Klinik Pfleger erst einarbeiten und die Ausbildung soll einem ja das Grundgerüst bieten, dass man sich schnell in alle Abteilungen einarbeiten kann.
Miniwini
10.05.2011, 06:33
Es gibt schon Unterschiede und es gibt anspruchsvollere und eher leichtere Krankenpflegeschulen, aber das kann man leider nicht an der Größe des Hauses festmachen, da mußt du Insider Fragen.
Ich habe die Ausbildung in einem kleinen städtischen Krankenhaus als gerade richtig empfunden, gerade weil es KEINE Uniklinik oder Lehrkrankenhaus war. Es gab einfach keine Studenten, mit denen ich um Verbände, ziehen von Drainagen, Magensonden + Katheteranlage, u.s.w. konkurriert habe. "Das muss der Schüler lernen" und schon war es meine Aufgabe ;-) Ich arbeite derzeit in der Uniklinik neben dem Studium und es ist erschreckend, dass hier auf peripheren Stationen vom Pflegepersonal kaum Verbände oder Drainagen behandelt werden. Das machen PJays. Viele können hier kein Blut abnehmen (ok... das wird an manchen kleinen West-Krankenhäusern auch nicht mehr gelehrt).
Die Größe des Ausbildungsbetriebes ist ansonsten nicht so wichtig. In super-spezialisierten Gebieten (Lebertransplantationsstation etc) muss sich auch so mancher Uni-Klinik Pfleger erst einarbeiten und die Ausbildung soll einem ja das Grundgerüst bieten, dass man sich schnell in alle Abteilungen einarbeiten kann.
So nach Insiderinfos soll ja die Schule in meiner Stadt auch ziemlich gut sein. Und stimmt eigentlich, das mit den weniger Konkurrenten... :-top
Fandest du deine Ausbildung eigentlich stressig? War viel zu lernen?
Das lernen der Theorie war nicht stressig... es gibt aber sicher Schulen, die mehr Anatomie und Physio gelehrt haben. Das war bei uns kein Problem. Der Ausbildungsschwerpunkt liegt ganz klar in der praktischen Arbeit, und da ist es nicht so leicht, wirklich gut zu werden.
Zur Theorie: Ich habe mir abends ein Krankheitsbild von Station im Buch nochmal nachgeschlagen. Das wars dann aber auch, denn meistens war ich nach einem Frühdienst auch einfach zu kaputt, um noch 4 Stunden am Schreibtisch zu sitzen. Unterschätze den Stress auf Station nicht!
][truba][
14.05.2011, 06:59
Ich kann Strodti nur Recht geben.
Habe meine Ausbildung auch in einem kleineren Krankenhaus gemacht und konnte auch während der Ausbildung bereits viele praktische Tätigkeiten erlernen.
Theorie ist eigentlich ganz entspannt zu lernen (wenn ich das mit meinem jetzigen Pensum vergleiche....) und man kann, wenn man will, sicherlich auch noch mehr nachlesen (sofern man Lust und Zeit dazu hat). Aber es bleibt auch genug Zeit das Leben neben der Ausbildung zu genießen und das empfehle ich dringendst! :)
MfG Thomas
Miniwini
14.05.2011, 17:25
[truba][;1024928']Ich kann Strodti nur Recht geben.
Habe meine Ausbildung auch in einem kleineren Krankenhaus gemacht und konnte auch während der Ausbildung bereits viele praktische Tätigkeiten erlernen.
Theorie ist eigentlich ganz entspannt zu lernen (wenn ich das mit meinem jetzigen Pensum vergleiche....) und man kann, wenn man will, sicherlich auch noch mehr nachlesen (sofern man Lust und Zeit dazu hat). Aber es bleibt auch genug Zeit das Leben neben der Ausbildung zu genießen und das empfehle ich dringendst! :)
MfG Thomas
Das hört sich echt gut an :) Weil ich will nach langer Zeit des lernens auch einfach mal arbeíten und das leben genießen :-party
also ich habe damals die Ausbildung sehr genossen... es war definitiv nicht sehr anspruchsvoll vom Lernpensum, aber ich hatte viel Spaß!
Hab neue Menschen kennengelernt und auf Station fand ich es bis auf paar Ausnahmen auch immer gut. :-party
Der Lerndruck kommt noc früh genug durchs Studium, deshalb würde ich denen empfehlen, die erst anfangen, sich zurückzulehnen und die Zeit zu genießen. :-meinung
carylein
15.05.2011, 12:36
hallo an alle krankenschwestern und -pfleger in spe :-)
auch ich bin eine "leidensgenossin" und hab so manche hochs und tiefs im laufe meiner ausbildung erleben dürfen. jetzt steh ich kurz vor meinen prüfungen und möchste im winter endlich das studium beginnen.
allerdings hab ich ein riesenproblem: bei meinem zvs antrag war es nirgends möglich die laufende ausbildung anzugeben. meine ausbildung endet erst im september, sodass ich kein abschlusszeugnis zum fristtermin einreichen kann...
ist es tatsächlich so, dass mir die letzten drei jahre jetzt absolut nichts bringen im adh??
für schnelle antworten wäre ich sehr dankbar,
liebe grüße :-winky
Figueira
15.05.2011, 18:48
hallo an alle krankenschwestern und -pfleger in spe :-)
auch ich bin eine "leidensgenossin" und hab so manche hochs und tiefs im laufe meiner ausbildung erleben dürfen. jetzt steh ich kurz vor meinen prüfungen und möchste im winter endlich das studium beginnen.
allerdings hab ich ein riesenproblem: bei meinem zvs antrag war es nirgends möglich die laufende ausbildung anzugeben. meine ausbildung endet erst im september, sodass ich kein abschlusszeugnis zum fristtermin einreichen kann...
ist es tatsächlich so, dass mir die letzten drei jahre jetzt absolut nichts bringen im adh??
für schnelle antworten wäre ich sehr dankbar,
liebe grüße :-winky
Schau mal, ich hab dazu gerade folgenden Thread gefunden:
http://www.medi-learn.de/medizinstudium/foren/showthread.php?t=63440
LG Figueira
carylein
15.05.2011, 19:10
danke figueira!!
hat mir grad sehr viel weitergeholfen, wenns auch nicht unbedingt die antwort ist, die ich gern gehört hätte ;-)
Der Anspruch des theoretischen Unterrichts schwank zur Zeit wirklich extrem: Mal kommen hochmotivierte Ärzte zu uns und erzählen wirklich interessante Sachen über ihre Fachbereiche, die dort typischen Krankheiten, Diagnostik und Therapien - und das oft didaktisch besser als die meisten Lehrer! Und mal sitzen wir im Stuhlkreis uns reden 1,5 Stunden über die Probleme, die ein Mensch beim Älterwerden hat...
Insgesamt bin ich aber immernoch recht zufrienden mit meiner momentanen Situation. Hätte ich gleich meinen Studienplatz bekommen, würde mir echt viel schöne Zeit und Erfahrungen fehlen :-)
*milkakuh*
31.05.2011, 16:56
Der Anspruch des theoretischen Unterrichts schwank zur Zeit wirklich extrem: Mal kommen hochmotivierte Ärzte zu uns und erzählen wirklich interessante Sachen über ihre Fachbereiche, die dort typischen Krankheiten, Diagnostik und Therapien - und das oft didaktisch besser als die meisten Lehrer! Und mal sitzen wir im Stuhlkreis uns reden 1,5 Stunden über die Probleme, die ein Mensch beim Älterwerden hat...
.......
Das ist bei uns genauso! Du spricht mir aus der Seele! Mein Problem ist allerdings vielmehr, dass wir einige in der Klasse haben, die sehr unmotiviert und kindisch sind. Die haben einfach kein echtes Interesse an der Pflege/Medizin und sind eigentlich nur auf ihren Spaß/ihre Freizeit fixiert. Dies macht sich dadurch bemerkbar, dass der Unterricht häufig dur blöde Kommentare gestört wird und dumme Antworten kommen.
bei mir im kurs exakt die gleiche situation. motiviert einen nicht gerade. mich nervt es auch total, wenn genau solche leute einfach alles hinterhergetragen bekommen möchten und am besten alles vorgekaut bekommen hätten, aber wenn wir dann mal was ordentlich besprechen (was in letzter zeit echt selten is -.-), dann heißts von genau diesen leuten: "hey, sagt mal an alle weiter, dass sie nich so viele fragen stellen sollen, damit wir früher nach hause können"
da könnt ich dann:-wand
][truba][
11.06.2011, 06:49
Haha, das könnt ich früher gewesen sein während meiner Ausbildung!
Ohne Mist. Ich stand im Sommer eher drauf früh Schluss zu haben um an den See zu fahren als mir da auch nur IRGENDWAS anzuhören!
Und das ist gut so gewesen! Auch heute würd ich noch lieber an den See fahren aber man kann auch wissen wann es wichtig ist und wann es nicht soo wichtig ist ;)
Also entspannt euch während der Ausbildung und nehmt das nicht so Bierernst.
Leben wird noch stressig genug während des Studiums
MfG Thomas
Der Anspruch des theoretischen Unterrichts schwank zur Zeit wirklich extrem: Mal kommen hochmotivierte Ärzte zu uns und erzählen wirklich interessante Sachen über ihre Fachbereiche, die dort typischen Krankheiten, Diagnostik und Therapien - und das oft didaktisch besser als die meisten Lehrer! Und mal sitzen wir im Stuhlkreis uns reden 1,5 Stunden über die Probleme, die ein Mensch beim Älterwerden hat...
Die Stuhlkreise!!! Das aktive Zuhören!!! Die Gruppenarbeit zu sinnentleerten Pflegeplanungen!!! Was war das alles schön :)
Ich nachhinein denke ich immer: man hätte viel mehr Nichts tun sollen während der Ausbildung und einfach mal entspannen... Engagement und Einsatz sind hier echt Perlen vor die Säue geworfen - hört sich arrogant an, ist aber so. Lieber Geld sparen, alle Fehltermine ausschöpfen und schön oft Urlaub machen. Der Stress kommt (siehe diverse Vorredner!) todsicher im Studium...
Ich lernte soletzt bei einer Famulatur Studenten kennen, die in Karlsruhe den Studiengang Arztassistent studieren. Voraussetzung dafür ist eine abgeschlossene Pflegeausbildung. Vielleicht interessiert es ja den ein oder anderen.
http://www.dhbw-karlsruhe.de/allgemein/studiengang-arztassistent/
medizininteressiert
26.06.2011, 12:02
Das Studium ist sicherlich eine Alternative, wenn bestimmte Punkte zutreffen:
-die geforderte Ausbildung wird erfüllt( Sanis, MTA, ... werden nicht zugelassen)
-das Studium ist nicht wartezeitschädlich
-das ausbildende Krankenhaus kann sich eine Weiterbeschäftigung vorstellen
Die Beschreibung klingt schon gut. Interessant wäre auch, ob man damit einen Quereinstieg (Scheine?) schaffen kann.
-das Studium ist nicht wartezeitschädlich
Das schon mal nicht - es handelt sich um eine FH, rein theoretisch wäre man nach Abschluss des Studiums Zweitstudienbewerber. Oder hab ich was überlesen?
Die Beschreibung klingt schon gut. Interessant wäre auch, ob man damit einen Quereinstieg (Scheine?) schaffen kann.
Quereinstieg von ner Fachhochschule aus halt ich persönlich für unmöglich.
medizininteressiert
26.06.2011, 12:16
Das schon mal nicht - es handelt sich um eine FH, rein theoretisch wäre man nach Abschluss des Studiums Zweitstudienbewerber. Oder hab ich was überlesen?
Die DHBW war mal eine Berufsakademie. Dann wäre es nicht wartezeitschädlich (http://www.wartesemester.de/berufsakademie-als-wartezeit/) (interessante Seite zum Thema "Wartezeit") gewesen. Es bleibt zu fragen, ob sie noch die Vorzüge einer BA genießt. Wenn man DHBW sucht, dann trifft man oft noch auf die Äußerung "BA".
vergessen
26.06.2011, 21:17
Die DHBW war mal eine Berufsakademie. Dann wäre es nicht wartezeitschädlich (http://www.wartesemester.de/berufsakademie-als-wartezeit/) (interessante Seite zum Thema "Wartezeit") gewesen. Es bleibt zu fragen, ob sie noch die Vorzüge einer BA genießt. Wenn man DHBW sucht, dann trifft man oft noch auf die Äußerung "BA".
Ich habe vor einiger Zeit die HSS per E-mail gefragt, ob dort ein Studium wartezeitschädlich sei und die Frage wurde auch mit einem klaren "Ja" beantwortet, da Sie eine Duale Hochschule ist und keine BA mehr :)
"Zum 1.3.2009, 35 Jahre nach Gründung der BA Mannheim, wird die Berufsakademie Baden-Württemberg gemäß der Koalitionsvereinbarung des Landtags vom 5. Mai 2006 in eine Duale Hochschule nach dem Vorbild des US-amerikanischen State University Systems umgewandelt: Die BA Mannheim wird zur DHBW Mannheim und erhält damit auch de jure Hochschulstatus."
Powered by vBulletin® Version 4.2.3 Copyright ©2026 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.