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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was macht die Krankenpflege-Ausbildung?



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Strodti
06.07.2011, 14:01
Ab Freitag habe ich wieder drei Nachtdienste... keine Lust...

][truba][
06.07.2011, 17:22
was? wie? Keine Lust?

Herr Kollege (hehe, fast im doppelten Sinne), da müssen sie sich mal etwas motivieren. Wer soll denn die Kranken versorgen, wenn nicht sie? Wer soll denn den seelischen Beistand leisten, wenn nicht sie? Wer soll ein Lächeln auf das Gesicht der Patienten zaubern, wenn nicht sie?

Ausserdem gibts Geld. Das motiviert mich immer, der Rest zieht nur kurz nachm Examen (aber das sagen wir keinem) *gg*

LG Thomas

Strodti
06.07.2011, 18:26
Klar, die Überweisung Ende des Monats motiviert :-D Ist als Student eh ein super Stundenlohn, wenn man die ganzen Sozialversicherungen nicht zahlen muss und fast brutto=netto hat.
Es ist im Moment einfach super viel: bis zum 22.7. noch 7 Uni-Prüfungen, der Doktorarbeitsbetreuer versucht ständig weitere Projekte anzuschieben ("Da können Sie doch schnell einen Case-Report draus machen. Geht doch fix.") und dann noch drei dirty Nightshifts mit einer unkommunikativen Kollegin. Hätte ich mal was anständiges gelernt :-))

Ein kurzer Kontrollgang über die Station heute hat zumindest wenige pflegerisch aufwändige Patienten gezeigt. Bei 6 freien Betten kann sich das aber ganz fix ändern.

Highlight: Der Dienstarzt ist gut drauf und die Pizzabestellung gegen 23 Uhr ist gesetzt.

Asclepia
06.07.2011, 21:51
Pizza Bestellung um 22:30 Uhr, da man um 22 Uhr noch Werte ablesen muss, einmal drehen und Blut abnehmen :-dafür Außerdem kommen Pizzaboten generell zu spät.

*milkakuh*
08.07.2011, 09:49
Etwas mehr Motivation bitte! :-D

Am Sonntag hab ich schon wieder meinen letzten Tag auf Station. Bin dann eine Woche im Kreissaal und dann drei Wochen in der Endoskopie. Hoffentlich hab ich die Grundpflege nicht schon verlernt! :-))

Am Montag schreibe ich eine Klausur in Urologie. Ist schön viel medizinisches zu lernen! Ich finds gut - die anderen regen sich auf, schließlich wollen sie ja keine Ärzte werden. :-)

...und im September bin ich schon im Mittelkurs. Wie die Zeit vergeht....

Matzexc1
21.07.2011, 08:30
Ich hab im Juni 2 Nachtturnusse von Mittwoch bis Samstag gehabt. Diesen Monat und nächsten ist es genauso, dazu Bereitschfaten von Sa auf So,Wocheneddienste und ein hochmoderner,teilweise falsch geplanter OP. Das was wirklich Spass macht ist die Zusammenarbeit mit bestimmten Kollegen,Der Gehaltszettel und bestimmte Op's.

Hatte gestern meine erste Sectio,als Instrumentierer:-party
Am Samstag arbeite ich ne 12-Stunden Schicht.
Viel Spass euch allen die ihr arbeiten müsst:-top:-top

Schade das mein Haus keine Herzchirurgie hat. Den Anblick eines schlagenden Herzens ist unvergesslich

Absolute Arrhythmie
21.07.2011, 09:52
Schade das mein Haus keine Herzchirurgie hat. Den Anblick eines schlagenden Herzens ist unvergesslich

Naja, während der OP schlägt da ja nicht mehr viel... :D

sheep
25.07.2011, 17:34
Hatte gestern meine erste Sectio,als Instrumentierer:-party (...)
glückwunsch, herr kollege ;)

...aber von sectiones hab ich mittlerweile die nase gestrichen voll. mein gott, einige eltern sind ja sowas von strunzdoof, das ist schon nicht mehr normal. mir tut das kind meist schon unendlich leid, bevor wir's geholt haben... da will man wirklich nicht drinstecken! :-keks

außedem steh ich nicht so auf nasse füsse... ;-)

ich geh heute in die 1. nacht (von 4). hoffentlich wird's diesmal angenehmer, meine letzten nd waren seeehr durchwachsen... :-notify

baa, sigmaperfo nach messerstecherei, polytrauma, urologische amputationen der übelsten sorte... wirklich extrem pfui! :-kotz

Strodti
25.07.2011, 20:59
Ich hatte am WE Dienst und wir hatten einen 40 jährigen präfinalen Patienten mit rasch progressivem Glioblastom. Wir haben zwar immer Hirntumorpatienten auf Station, aber der hat mich irgendwie mitgenommen. Vor 2 Monaten Diagnose (hat auf einmal seinen Beruf verlernt und war vergesslich, Hausarzt -> Neurologe -> MRT -> Diagnose), hat sich dann 3 Wochen mehr oder weniger ohne Lebensmut ins Bett gelegt und hat das Haus nicht mehr verlassen. Inzwischen bettlägerig, schmerzgeplagt (mit Opiaten abgedeckt), reagiert verlangsamt und inadäquat.

Madame Bouvier
26.07.2011, 01:09
schrecklich und wie schnell sowas gehen kann...

Arbeitest du auf einer Neurologie oder auf der Onko?

Strodti
26.07.2011, 05:18
Neurochirurgie. Die wollten ihm tatsächlich das Ding noch ausbauen... Die Ehefrau (=Betreuerin) hat aber Sonntag mit der OP Zustimmung gehadert als sie gesehen hat, dass man ihn auch mit Fentanylpflaster und Morphin iv. schmerzfrei bekommt. Muss mal die Kollegen fragen ob er tatsächlich operiert wurde und ob er nach der OP/Narkose auch wieder aufgewacht ist.

Coltinger
26.07.2011, 13:34
Wenn Ich hier so lese was Leute in ihrer Ausbildung "erleben" und als Langweillig empfinden werd ich echt neidisch :D

Ich arbeite seit 1 Jahr im KH in dem ich auch die Ausbildung anfange (Regelversorger 300 Betten). Spannend wird hier höchstens mal das Kaffee verteilen. Hoffe ich kann soviel Außendienst, ITS/IMC, Anä, ZA und OP mitnehmen wie es geht.
Ansonsten sind die Aufgaben die ersten 2 Jahre zumindest auf Praktikantenniveau :/

Strodti
29.07.2011, 11:47
Ich bin schon examiniert ;-)

Aber Kopf hoch! Meine Ausbildungsstätte war auch so eine kleine 330 Bette Klitsche und es war (in der Rücksicht) eine wirklich gute Ausbildung und ich hatte hier an der Uni keinen Nachteil gegenüber den Schülern der Uniklinik. In fast jedem Gebiet muss man eh eingearbeitet werden. Ich könnte auch nicht aus dem Stand auf einer Transplantationsstation oder Dialyseeinheit arbeiten. Aber mit einer anständigen Ausbildung kannst du schnell eingearbeitet werden :-)

Es ist halt wichtig, dass du lernst Prioritäten zu setzen, einen Pflegebereich zu übernehmen und zu organisieren und dabei fachlich immer am Ball bleiben.

SPÄTESTENS im Mittelkurs frag nach eigenen Patienten oder Zimmern. Geh da die Visite mit, schau, dass die Behandlungspflege läuft, Bilanzierungen etc. Man kann auch im kleinen Krankenhaus ein guter Krankenpfleger werden :-top

Coltinger
31.07.2011, 23:28
Na das ist ja schonmal ein Halm an den man sich klammern kann ;)
Visiten usw macht man spätestens ab MK bei uns, oft schon früher mit.
Eigene Bereiche leider erst OK. Was halt nur vlt irgendwann mal nervt ist die fehlende Abwechslung. Ich habe ja schon 1 Jahr hinter mir ohne Ausbildung, mache nochmal 1 Jahr das gleiche :D Aber da komm ich schon durch mit nem ordentlichem Ziel vor Augen ;)

flatliner
08.08.2011, 05:40
Was ist eigentlich aus eurer Erfahrung besser? Eine ruhige Abteilung, wo man in der Nacht auch mal lernen kann oder eine Station, auf der man definitiv kaum eine ruhige Minute hat, dafür aber viel zu sehen bekommt?

Ich steh grad vor der Entscheidung: weiter IMC oder "richtige" Intensiv. Abteilung würde die gleiche bleiben.

M!coud
08.08.2011, 08:07
Ich steh grad vor der Entscheidung: weiter IMC oder "richtige" Intensiv. Abteilung würde die gleiche bleiben.

Man kann sicherlich auch auf ner Intensiv ruhige Nächte zum Lernen haben. Letztlich würde ich mir aber nicht diese Frage stellen.

Für mich stellt sich beim Arbeiten nur die Frage: "Wo würde ich lieber arbeiten?" Und diese Frage stellt sich mir bei den beiden Möglichkeiten gar nicht... ;-)

Strodti
08.08.2011, 18:17
Ich weiß nicht wie ihr das macht, aber ich komme selbst bei ruhigsten Nächten auf Normalstation nicht zum lernen. Bin da irgendwie nicht konzentriert genug dazu. Leichte Romane gehen :-D

M!coud
08.08.2011, 18:21
Ich habe das ehrlich gesagt noch nie ausprobiert, weil ich meistens mit sehr netten Kollegen Dienst habe und ich mich mit denen lieber unterhalte, als zu lernen (was ich bis zum kommenden Semester ja auch nicht nötig habe). Aber die Zeit zum Lerne wäre sicherlich da. Du kannst es meistens halt nicht konsequent durchziehen und da stellt mir sich die Frage, ob das ganze dann wirklich effektiv ist.

//stefan
08.08.2011, 20:10
Also meine Erfahrung sagt auch, dass man im Krankenhaus so gut wie nicht lernen kann. Vll als Sitzwache in der Psych. Aber in der Somatik wird das schon schwierig, da ist der Rettungsdienst wesentlich geeigneter!

Strodti
09.08.2011, 07:12
Ich würde da auch die Stelle nehmen, die dich mehr interessiert!

Bin selbst gerade wieder sehr unentschlossen. Die Station, auf der ich arbeite, ist echt ok, Neurochirurgie ist ein nettes Gebiet, die Kollegen sind nett, der Stationsleiter macht super Dienstpläne und nimmt auf meine Uni/Klausuren Rücksicht. Nun bin ich aber bald 2 Jahre da... Der Zeitpunkt, an dem ich mich langweile und eigentlich ist mir nach einem Wechsel! Andere Station, anderer Fachbereich, vielleicht mal Funktionsdiest, Intensiv, Notaufnahme...
Andererseits will ich eh zum März kündigen. Im Sommer geht es ins PJ und bevor ich mich wieder mit Stationsleitungen rumschlage und wilde Tauschaktionen starten muss, weil ich am Wochenende vor den Klausuren KEINEN Nachtdienst machen kann, sollte ich wohl eher da bleiben.

Weiß gar nicht wie meine Kollegen teilweise 20 Jahre auf einer Station arbeiten können... wenn ich in diesem Job bliebe, würde ich regelmäßig Versetzungsanträge stellen.