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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was macht die Krankenpflege-Ausbildung?



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DaJosh
29.11.2011, 21:22
Mein letzter Einsatz war in der Ortho-Ambulanz. Der einzige Vorteil war die Tatsache, dass ich die Ärzte dort mit Fragen löchern konnte und mal bei Koagulationen, Infiltrationen & Punktionen (von Hüfte, Knie, Fuß oder Rücken) dabei sein durfte.
Eigentlich war meine Aufgabe, die Patienten aufzurufen, in ihre Behandlungszimmer zu führen, ggf. zum Röntgen zu bringen und hauptsächlich Präsenz zu zeigen. Weil mir das aber nach den ersten 3 Tagen schon zu langweilig war, bin ich zum Großteil bei den Ärzten gewesen und bin ständig mit ins Untersuchungszimmer hinein und habe hier und da mal beim Verband assistiert etc...

Aber davon abgesehen von den gelegentlichen Lichtblicken hatte ich seltenst einen derart langweiligen Praxiseinsatz wie dort. :-sleppy
Mit meiner 1,5 bin ich ganz zufrieden. :)

Achja:
Vorher war ich auf der Gynäkologie für nen Monat. Ist schon ein dezent befremdendes Gefühl, wenn man es plötzlich mit lauter 20-40 jährigen Patientinnen zu tun hat, bei denen man auf Verbände in suboptimal platzierten Bereichen gucken muss.
Sehr kuhl war auch der Moment, als ich auf der Wöchnerinnenstation unvorbereitet ins Zimmer einer jungen Mutter gerannt bin, die gerade ihre sprichwörtlichen Saugglocken an ihre Brüste gedockt hatte, um Muttermilch abzuleiten. =D So fehl am Platz wie in dem Moment hab ich mich selten gefühlt. ^^ Für eine 1,3 hats trotzdem gereicht. :)

][truba][
19.12.2011, 19:26
Was´n los hier? Gibts nix neues mehr in der Krankenpflegeausbildung?

MfG Thomas

NitroBacter
19.12.2011, 19:37
Hmmm, Theorieturnus ist am Donnerstag zu Ende, danach Weihnachtsurlaub und am 2.1.12 gehts in die Geriatrie, wo dann das Probehalbjahr beendet wird^^ hab nen notenschnitt von 1,5 und in der Praxis war man mit mir zufrieden, von daher denk ich darf ich weitermachne ;)
So viel von mir :)

*milkakuh*
20.12.2011, 16:23
Das klingt gut NitroBacter! Ich bin nicht ganz so gut in der Schule, lerne aber auch verhältnismäßig wenig und genieße meine Freizeit. Die Noten in den Klausuren zählen fürs Examen ja sowieso nichts...;-) Bei mir ist der Theorieblock auch gerade wieder rum und ich habe seit gestern meinen Einsatz in der ambulanten Pflege. Das ist was, woran ich mich erst noch gewöhnen muss....

Strodti
20.12.2011, 18:24
Der Block war bei mir total cool :-D Die hatten die Tour so gestellt, dass die drei Patienten, die keinen Schüler bei sich in der Wohnung haben wollten nacheinander besucht wurden. Da hat mich die Examinierte im Cafe abgesetzt, ich hab eine Stunde an der Nord-West-Zeitung und 2 großen Kaffee gesessen und dann ging es weiter. War ne lockere Zeit.

*milkakuh*
20.12.2011, 18:54
Ich hatte auch mal 15 Minuten Pause weil der Patient keine Schüler in seiner Wohnung haben möchte. Ich fahre die Tour mit einem Krankenpflegehelfer, dementsprechend beschränken sich meine Tätigkeiten auf Tabletten geben, Insulin spritzen, ATS anziehen und Waschen, Waschen, Waschen,...

Muriel
20.12.2011, 20:17
Moment mal, die haben Euch echt nicht in die Wohnung gelassen? Dass ein Patient nicht möchte, dass ein Lernender, ob Studi oder Pflegeazubi egal, ihn anfasst, ok, kann ich ja noch irgendwie nachvollziehen, ihn aber nicht begleitet in die Wohnung zu lassen, finde ich schon etwas übertrieben.

*milkakuh*
20.12.2011, 21:16
Ja genau. Der betreffende Patient möchte keine Schüler in seiner Wohnung haben. Ich muss dann also jeden Morgen im kalten Auto warten...

][truba][
21.12.2011, 06:31
Ja, mein ambulanter Einsatz war auch cool.
Auch ich durfte teilweise nicht in die Wohnungen der Patienten. Aber so wie die Häuser von außen aussahen musste ich auch nicht unbedingt mit rein *gg*.

Mir hat das auch viel Spass gemacht. War, rein vom fachlichen Aspekt, nicht das spannendste aber mal durch die Gegend zu fahren und die Patienten zu Hause zu besuchen hatte auch für mich einen gewissen Reiz.

MfG Thomas

DaJosh
22.12.2011, 11:53
Meine ambulanten Einsätze waren beide ordentlich arbeitsintensiv. Fachliches habe ich dabei auch nicht wirklich gelernt. Dafür habe ich Beine gewickelt und elends enge ATS angezogen bis zum Umfallen.
Bin froh dass die Zeit vorbei ist. 8 Wochen Mobile Pflege ist völlig übertrieben. Die Hälfte hätte mehr als gereicht.

Spiralgalaxie
31.12.2011, 11:43
Meine ambulanten Einsätze waren beide ordentlich arbeitsintensiv. Fachliches habe ich dabei auch nicht wirklich gelernt. Dafür habe ich Beine gewickelt und elends enge ATS angezogen bis zum Umfallen.
Bin froh dass die Zeit vorbei ist. 8 Wochen Mobile Pflege ist völlig übertrieben. Die Hälfte hätte mehr als gereicht.

Das kann ich nur unterschreiben!

Ich durfte mich sogar knapp 4 Monate mit der ambulanten Pflege rumquälen... :-sleppy Selten habe ich mich so gelangweilt während der Ausbildung. Wir hatten auch einige Patienten, die nicht wollten, dass Schüler mitkommen, ich habe dann ebenfalls im Auto gewartet. Am Ende bin ich eigene Touren gefahren, und jeden Tag hatte ich aufs Neue das Gefühl, dass sich der Betrieb über eine kostenlose Arbeitskraft freut... Die wollte mich sogar Haushaltshilfe spielen lassen inkl. Putzen und Bügeln, aber da habe ich gestreikt!

NitroBacter
31.12.2011, 13:05
Ich wünsche einen guten Rutsch ins neue Pflegejahr :)

ehemalige Userin 24092013
31.12.2011, 14:20
Danke!

Eigentlich hoffe ich seit 10 Jahren, dass ich da wieder rausrutsche :-))...

el suenio
01.01.2012, 15:23
Ich wünsche euch allen ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2012!

Sait
02.01.2012, 23:56
Was fasziniert euch eigentlich so sehr an dieser Arbeit? Ich persönlich war einfach nur froh, nachdem ich mit meinem KPP fertig war ...

sheep
03.01.2012, 16:57
ich wusste schon vor beginn der ausbildung, dass die stationsarbeit (aus sicht der pflege) nicht meine welt ist. waschen, inkoversorgung, betten machen, essen/medikamente verteilen und ggf. anreichen, putzen, putzen und nochmal putzen, dukumentieren bis zum umfallen... ich bin einfach nur superfroh, dass ich mit all dem kram im OP so gut wie NICHTS mehr am hut hab :-blush

ehemalige Userin 24092013
03.01.2012, 19:02
Geht mir ähnlich sheep! Nachdem ich vor Jahren mein Praktikum auf einer ITS hatte war klar: nur das und nix anderes. Bis mir selbst dort der Patienten- und Angehörigenkontakt zu heftig wurde.
Das invasive Arbeiten allerdings mochte ich sehr - je mehr desto besser, manchmal vermiss ich das auch n bissle.
Mit der Anästhesie hab ich jetzt aber eine recht gute Wahl getroffen. Der Patientenkontakt hält sich in guten Grenzen, Angehörige fallen meist aus und ich kann - wenn auch anders - immer noch ziemlich invasiv arbeiten.

el suenio
03.01.2012, 19:44
Ja, sheep, das kann ich nur bestätigen, mir geht das ganz genauso. Klar, die Arbeit mit den Patienten macht mir total viel Spaß, gerade wenn man mal mehr Zeit hat und sich ein bisschen unterhalten kann. Medizinisch darf ich im ersten Lehrjahr sowieso nichts machen. Ein bisschen Blutzucker messen und hin und wieder Insulin spritzen, das wars schon von der interessanten Seite aus. Sonst halt auch nur Essen austeilen, Essen reichen, Essen einsammeln, putzen und vor allem AUFWASCHEN (echt, den ganzen Tag, haben keinen Geschirrspüler) und den halben Tag Müll wegräumen (ich seh nur noch gelbe, blaue, schwarze und durchsichtige Säcke =)). Kann jetzt nicht sagen, dass mich das richtig stört, aber das ist eben nicht das, was ich machen will. Für den Anfang mag das gehen, aber auf Dauer ist das absolut unzureichend.
Mir war auch schon vor der Ausbildung klar, dass die pflegerische Seite nicht so mein Ding ist, aber einen anderen Weg gibt es eben momentan nicht wirklich. Erst den ganzen Morgen waschen und betten, dann das Essen reichen, dann wieder betten, hmm, mich fasziniert das nicht.
Also Sait, wir haben leider noch niemanden gefunden, der seine Faszination darlegen kann :D

Absolute Arrhythmie
04.01.2012, 16:35
Ich war auch happy nach dem Examen auf ITS zu können. Hatte wirklich keine Lust auf Waschstraße in der Inneren. Und jetzt in der Psychiatrie wird ja nur noch geredet und nicht mehr gearbeitet :D Da macht der Job dann auch wieder Spaß.

Spiralgalaxie
04.01.2012, 17:42
ITS hätte ich auch gerne gemacht, jedoch habe ich dort keine Stelle bekommen, da keine frisch Examinierten erwünscht waren. So bin ich dann auf der Neurologie/Phase B gelandet. Neurologie finde ich vom Fach her sehr spannend, auch wenn ich tatsächlich viel wasche im Frühdienst... ;-)

Pflege ist in Ordnung als Überbrückung der Wartezeit, aber von Faszination kann man nicht wirklich sprechen... Wenn ich überlege, dass viele Kollegen noch Jahrzehnte in diesem Beruf arbeiten dürfen, bin ich sehr erleichtert, dass ich das nicht muss!