Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was macht die Krankenpflege-Ausbildung?
Die Praxis wird sicherlich top. Man darf mehr machen, kommt auf interessantere Stationen und ist nicht mehr aussschließlich nur für Staub wischen und Essen austeilen zuständig ;)
Die Schule empfinde ich persönlich bis jetzt (läuft ja erst wieder eine Woche) als enorm langweilig. Anatomie/Krankheitslehre ist halt wirklich interessant. Dann hörts schon auf. Würd z.Zt. lieber arbeiten als in die Schule gehen.
Anästhesie hatten wir auch schon. Sehr spannend! Leider viel zu wenig Stunden.
Aaah. Doppelpost. Bitte löschen.
ehemalige Userin 24092013
08.09.2012, 17:35
Also ich hab die ganzen drei Jahre als net soo schlimm empfunden. Das erste Jahr war sowieso noch neu und spannend, zumindest das Zeugs auf den Abteilungen. Im zweiten Jahr gings schon langsam ans Lernen für die Zwischenprüfungen (wer mehr wollte, konnte ja da immer noch mehr lernen) und an Spezialeinsätze und im dritten jahr konnte man nachher schon schauen, wie man eine halbe Abteilung allein organisiert oder eben die ganze spezielle Behandlungspflege abarbeiten.
Langweilige Fächer gabs auch, die hab ich persönlich zur geistigen Entspannung oder sonstigem Unfung genutzt und das Leben dort einfach mal genossen.....langte völlig und war geil!
el suenio
08.09.2012, 18:56
Das, was ich grad so richtig schlimm finde, ist, dass wir wirklich coole Fächer haben, aber nur saudämliche Lehrer. Die eine Lehrerin schreibt an die Tafel "Seebeeinträchtigung" und "Leipzik". Kann ja mal passieren, dass man sich vertippt, aber an der Tafel, na ich weiß ja nicht. Von irgendwelchen medizinischen Dingen hat da sowieso keiner Ahnung. Ich hatte mal meinen Turnusbericht vorgestellt und der Pat. hatte unter anderem eine Weber-B-Fraktur. Fragte die Lehrerin, was das denn sei, das hätte sie ja noch nie gehört. Oh Mann.
Im Gegenzug wurde ich in der Praxis von meiner Praxisanleiterin (aus der Schule) gefragt, ob ich mir sicher bin, dass das der richtige Beruf für mich ist. Ja, das deprimiert, spornt mich aber nur an, noch mehr zu lernen.
Ohje. Das sind ja Zustände bei euch. Turnusbericht gibts gar nicht bei uns. Am Ende des Einsatzes wird der Bewertungsbogen abgegeben und fertig. Sonst halte ich es wie Kaddel. Die freie Zeit nutzen und/oder geistig entspannen und wenn mich etwas interessiert, beschäftige ich mich zu Hause nochmal näher damit.
So "entspannt" wie während der Ausbildung wird es während dem Studium sicherlich nicht mehr.
Grüße!
Matzexc1
08.09.2012, 23:02
Das, was ich grad so richtig schlimm finde, ist, dass wir wirklich coole Fächer haben, aber nur saudämliche Lehrer. Die eine Lehrerin schreibt an die Tafel "Seebeeinträchtigung" und "Leipzik". Kann ja mal passieren, dass man sich vertippt, aber an der Tafel, na ich weiß ja nicht. Von irgendwelchen medizinischen Dingen hat da sowieso keiner Ahnung. Ich hatte mal meinen Turnusbericht vorgestellt und der Pat. hatte unter anderem eine Weber-B-Fraktur. Fragte die Lehrerin, was das denn sei, das hätte sie ja noch nie gehört. Oh Mann.
Im Gegenzug wurde ich in der Praxis von meiner Praxisanleiterin (aus der Schule) gefragt, ob ich mir sicher bin, dass das der richtige Beruf für mich ist. Ja, das deprimiert, spornt mich aber nur an, noch mehr zu lernen.
Kenn ich teilweise aus eigener Erfahrung. Praxisanleiter/innen die dir nichts zeigen,dich 6 Wochen lang nicht sehen,dir aber trotzdem eine schlechte Note geben.
Lehrer die keine Ahnung haben. Wir hatten eine Psychologin,die selber ein Fall für den Psychiater war.
Bei einer Gruppenarbeit hatte uns die Schulleiterin nicht erklärt was sie unter Arbeitsaufteilung versteht(haben dann alles in säuberliche Happen gehackt) und uns dann einen Vortrag wie schlecht wir die Aufgabenstellung gelöst haben,dass wir nicht vernetz gearbeite haben,als Team, usw...
Wie es ihrer Meinung nach richtig war hat sie uns nie erklärt.
Als Abiturbesitzer/in bist du bei manchen examinierten Pflegekräften eh unbeliebt.
Das wichtigste: Haltet durch. Ich wünsch euch allen viel Erfolg.
Nachher kann man sich seinen Bereich aussuchen. Ich hab 2,5 Jahre im OP von 3 verschiedenen Großkrankenhäusern verbracht,darunter 2 Unikliniken.
Übrigens: Es gab mal ein Buch für die praktische Examensprüfung, hieß "Praktisch bestanden". Hat mir den einen oder anderen Tipp gebracht.
][truba][
09.09.2012, 07:06
Also ich fand meine Ausbildung toll.
Man muss sich halt klar machen das man dort den Beruf des Gesundheits- und Krankenpflegers erlernt und das für sich ja ein eigenständiger Beruf ist. Dort geht es eben um die Pflege von Menschen und den Theorien dahinter. Ich weiß, ihr wisst das selber alle genau aber man darf eben auch nicht erwarten das es ein abgespecktes Studium ist. Ich fand Pflege interessant und finde meinen Beruf bisher noch immer toll und spannend. Das Studium ist auch toll, aber es ist halt was anderes. Wenn man Arzt ist hat man auch keinerlei Ahnung von Pflege, genauso wie man als GuK keine Ahnung vom Arzt sein hat. Klar gehört etwas Ana und Krankheitslehre dazu aber man muss es auch nicht übertreiben. Wer Lust hat, kann ja mehr lernen aber in Anbetracht der Masse die man im Studium lernen MUSS, würd ich einfach die freie Zeit genießen und auch versuchen das Studium, so lange man nicht kurz davor steht, zu "vergessen". Wenn man es sich immer vor Augen hält, landet man noch im Depressionsthread ;)
MfG Thomas
Matzexc1
09.09.2012, 08:14
:-dafür:-dafür;-)
el suenio
09.09.2012, 09:11
Ohje. Das sind ja Zustände bei euch. Turnusbericht gibts gar nicht bei uns.
Ja, momentan sind das schon Zustände bei uns. Bin froh, wenn das dritte Lehrjahr kommt, dann haben wir wieder vernünftigere Lehrer. Viele verstehen selber nicht, was sie unterrichten und man hört besser nicht zu, sonst versteht man am Ende gar nichts mehr. Den Turnusunterricht bei uns finde ich nicht schlecht. Bei jedem praktischen Einsatz muss man sich einen Pat. aussuchen, der ein für diesen Bereich typisches Krankheitsbild hat. Da werden dann verschiedene Daten wie Diagnose, Nebenerkrankungen, Medikamente und Pflege aufgeschrieben und nach dem praktischen Einsatz im Turnusunterricht vorgestellt. Wird auch bei jedem jedes Mal eingesammelt, manchmal bewertet. Finde ich immer interessant, was da von den verschiedenen Fachgebieten erzählt wird. Aber was sehr lustig ist, ist, dass das bei uns als "Praktischer Unterricht" im Stundenplan steht :D
Als Abiturbesitzer/in bist du bei manchen examinierten Pflegekräften eh unbeliebt.
Jap, das steht fest. Deshalb sage ich das auch niemanden. Aber anscheinend ist man nicht nur bei den Pflegekräften unbeliebt, sondern auch bei den Lehrern. Ich hab immer so das Gefühl, dass die der Ansicht sind "In der Theorie weiß sie alles, aber in der Praxis zu doof zum Arbeiten". Ich arbeite aber wirklich gerne und -solang keiner von der Schule kommt- auch sicher und gut. Die Patienten danken es einem auch, das finde ich besonders schön am Beruf.
Ich weiß, ihr wisst das selber alle genau aber man darf eben auch nicht erwarten das es ein abgespecktes Studium ist.
Im Großen und Ganzen hast du Recht mit deinem Beitrag, truba. Ich erwarte auch nicht, dass es ein abgespecktes Studium ist, aber ich erwarte schon, dass mein Lehrer wenigstens das, was er unterrichtet, versteht. Das, was mich so interessiert, wird an der Berufsschule natürlich nicht gefragt, das macht auch nichts, denn wenn mich was interessiert, guck ich es mir auch gerne in der Freizeit an.
Matzexc1
09.09.2012, 10:40
@el suenio
Ich bin damals durch das praktische Probeexamen gehagelt.
Aber es lief auch zu blöd. Zickige Stationsleitung die mir vorwarf das ich mich nicht von ihr hab vorbereiten lassen und ihr dadurch Schande mache.
Das sie mir die Trainingswoche am Ende meines Einsatze mit versaute war nur das Tüpfelchen auf dem i.
Wir sollten eigentlich an unseren Fehlern arbeiten und nicht für den Alltagskram da sein,stattdessen business as usual
Na egal, die konnte Schüler und speziell mich nicht leiden. Autoritär bis zum Geht nicht mehr und Reden die eher auf den SED-Parteitag gepasst hätten
Dazu noch eine Lehrerin die ausser Grundpflege nichts anderes im Kopf hatte und mich dann in den Krankenpflegehelferkurs verfrachten wollte.
Mündlich und Praktisch lief's 10mal besser. Meine Anatomielehrerin kam 10 Minuten nicht zum Reden. :-)
Das praktische Examen(hier einzige Praxisanleiterin des Hauses der ich vertraute(auf meine Bitte als Prüferin bestimmt) und unser damaliger Schulleiter) hab ich bestanden. Note: 3
Das war übrigens mein einziger echter chirurgischer Einsatz in 3 Jahren. Ich durfte an 3 freien Tagen kommen und an meinen Fehlern arbeiten,ohne das Alltagsgeschäft mitmachen zu müssen. War dann auch so.
Ich lief neben einer netten jungen Krankenschwester, die mir am Ende sagte das es gar nicht mal so schlecht war :-)
el suenio
10.09.2012, 16:40
Ich bin damals durch das praktische Probeexamen gehagelt.
Davor hab ich echt mega Schiss, was die KAP angeht. Ich hoffe nur sehr, dass ich dort eine ordentliche Station erwische. In meinem Probehalbjahr hatte ich auch Pech. Die Stationsschwester war ganz schlimm und hatte mich gefressen. Gelernt hab ich dort nichts, außer der Erfahrung, dass ich so nicht werden will. Seither kann ich mich aber nicht mehr über die Stationen beschweren, besonders gut hat es mir im Pflegeheim gefallen.
Dazu noch eine Lehrerin die ausser Grundpflege nichts anderes im Kopf hatte und mich dann in den Krankenpflegehelferkurs verfrachten wollte.
Nee oder, na das ist ja schon sehr amüsant, wenn man betrachtet, dass du statt dieses Kurses dann eben Medizin studierst (zwar nicht zur gleichen Zeit, aber ist ja erst mal egal). Anatomie ist im Übrigen auch genau mein Ding. Da lern ich vollkommen freiwillig alles, was ich irgendwo finden kann.
Das praktische Examen(hier einzige Praxisanleiterin des Hauses der ich vertraute(auf meine Bitte als Prüferin bestimmt) und unser damaliger Schulleiter) hab ich bestanden. Note: 3
Das würde mir schon vollkommen ausreichen und das sag ich, obwohl ich sehr perfektionistisch bin. Beim praktischen Examen bin ich mittlerweile schon so weit, dass ich froh bin, wenn ich es überhaupt bestehe.
Das war übrigens mein einziger echter chirurgischer Einsatz in 3 Jahren.
Okay, wir haben 15 Wochen Chirurgie, ebenso 15 Wochen Innere. Aber die Fachgebiete sind mir sowieso egal, Hauptsache die Menschen sind dort nett. Vom Fachgebiet her hat es mir auf der Derma mit Abstand am besten gefallen, aber dort waren die Schwestern doof (war mein Probehalbjahr).
Schön, zu lesen, dass es auch anderen ähnlich erging, hilft mir, dankeschön.
ehemalige Userin 24092013
10.09.2012, 18:58
So "entspannt" wie während der Ausbildung wird es während dem Studium sicherlich nicht mehr.
Grüße!
Eben! Ich meine wir sind damals im ersten Lehrjahr eine Woche nach Dänemark in eine Traumhütte gefahren, fürs "Tot- und Sterbenseminar", die kompensatorischen Partys am Abend (angesichts des schwierigen Themas) waren cool.
Im zweiten Lehrjahr gab es das Ganze nochmal für eine halbe Woche als "Aufbauseminar" :-)).
Dann die drei Tage in Schleswig-Holstein irgendwo in einer Waldhütte fürs "Sexualitätsseminar" - Hammer! und das in der Vorweihnachtszeit: es verstand sich hier von selbst, dass wir die beiden Abende vor dem riesigen Kamin bei Feuerzangenbowle verbrachten ;-):-)).
Ein Kommunikationsseminar gabs auch noch für drei Tage (irgendwann im Sommer vom zweiten aufs dritte Jahr) - neue Hütte, Grillplatz, Lagerfeuer in der Nacht, Gitarre....Alkohol....nee wat war die Zeit geil!!!!
Net zu vergessen die Kursabschlussfahrt: eine Woche Prag :-love!
(Die unzähligen Wohnheimpartys lass ich mal aus, sonst wirds langweilig ;-))
el suenio
10.09.2012, 19:06
Was habt ihr denn an der Berufsschule gemacht?:eek: Nee, wegfahren gibts bei uns nicht, aber prinzipiell ist es schon recht entspannt mit den 8 Stunden täglich und den recht freien Nachmittagen. Doof wirds erst, wenn mal wieder in einer Woche 7 LK's drin stehen. Dann macht auch Berufsschule keinen Spaß mehr, aber dennoch ist es schon gut machbar.
Matzexc1
10.09.2012, 22:25
Wir waren auf Kursfahrt in Hamburg mit Besichtigung des Herzzentrums und der Infektiologie am UKE.
Aber die Planung hat mich fast in den Wahnsinn getrieben.
el suenio
11.09.2012, 13:50
Wir sind noch nicht aus dem KH rausgekommen, ausser einmal zu einem Vortrag ueber Hippotherapie, da waren wir auf einem Bauernhof wenige Strassen weiter. Im dritten Lehrjahr gehts mal noch ins Hygienemuseum, aber das wars dann auch schon.
NitroBacter
11.09.2012, 21:14
Was habt ihr denn an der Berufsschule gemacht?:eek: Nee, wegfahren gibts bei uns nicht, aber prinzipiell ist es schon recht entspannt mit den 8 Stunden täglich und den recht freien Nachmittagen. Doof wirds erst, wenn mal wieder in einer Woche 7 LK's drin stehen. Dann macht auch Berufsschule keinen Spaß mehr, aber dennoch ist es schon gut machbar.
Sieht bei uns auch so aus, mit wegfahren siehts mau aus, aber die Lk's kann man bis auch wenige Ausnahmen mit durchlesen reißen.
el suenio
12.09.2012, 19:27
Ja, also ordentlich lernen muss man schon. Wenn man aber alles mitschreibt, was der Lehrer mal gesagt hat und alle Folien ordnungsgemäß abgeschrieben und das dann alles gelernt hat, dann hat man seine 1 sicher. Zumindest in Anatomie/Physiologie ist das so, in der Pflege siehts anders aus. Da kommt es eigentlich nur darauf an, ob der Lehrer einen mag oder nicht:-oopss Ich hatte eine Lehrerin, die hat sich gar nicht getraut, mir was anderes als eine 1 zu geben. Jetzt hab ich grad eine Lehrerin, von der krieg ich nur 3en. Egal, was ich dort hinschreibe. Ich schreib 12 Maßnahmen zur Sturzprophylaxe auf, die alle richtig sind (alle aus dem "Pflege heute") und krieg nur 5 von 6 Punkten. Muss man nicht verstehen. So macht die das bei jeder Aufgabe. Na, morgen mal gucken, was sie für eine Begründung hat:rock: Ist mir aber relativ wurst, Pflege ist eh dehnbar wie Gummi, nicht meine Sache.
el suenio
14.09.2012, 17:15
Woooaaah, heute haben wir was Cooles gemacht. Wir haben heute ein Schweineauge seziert :-dance Hab sogar die Regenbogenhaut unzerstört raus gekriegt und die Linse war auch noch ganz. Problem war nur, dass die Augen schon eine Woche im Lehrerkühlschrank gelagert waren und nicht mehr so ganz frisch und wir hatten keine Pinzetten in der Schule, sondern nur Messer. Da ist das Auge immer weggerutscht:-)) Aber das war echt tooooll.
Cool! In welchem Fach macht man denn sowas ;-) ?
el suenio
14.09.2012, 20:22
Wir hätten das eigentlich gar nicht gemacht...Die Neuen aus dem ersten Lehrjahr haben das gemacht und wir hatten das letztes Jahr nicht gemacht. Da haben wir ein bisschen genervt, dass wir auch wollen und siehe da, es war ein Schweineauge für jeden dabei :D Hätte ins erste Ausbildungsjahr gehört zum Aufbau vom Auge. Ich kann nur sagen: Ein Erlebnis, war wundervoll:-)
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