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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was macht die Krankenpflege-Ausbildung?



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Erdbeermond
26.02.2013, 20:27
Ohne dir den Mut nehmen zu wollen - es wird noch schlimmer... :D

Ich hab jetzt noch morgen Frühdienst, dann vier Tage frei und dann zwei Frühdienste und drei Spätdienste.... Also sechs insgesamt. Und ich weiß nicht, wie ich es durchstehen soll.....

Matzexc1
26.02.2013, 20:33
Rettungsstelle ist cool. Viel Spass.

Das 2te Jahr ist eh das Schlimmste am Anfang ist es das Neue und im 3ten ist es das nahende Ende was für Spass/Motivation sorgt :)

el suenio
26.02.2013, 20:54
Na ja, nach meinen Probehalbjahr kann mich nichts mehr wirklich schocken, noch schlimmer kann es gar nicht kommen. Aber das hier ist schon zumindest auf dem Weg dorthin. Allerdings fühl ich mich hier noch wesentlich wohler. Nur der Lerneffekt ist halt so gar nicht gegeben.
Warum weißt du nicht, wie du das durchstehen sollst, sind die so schlimm? Wie gesagt, das kenne ich von meinen Probehalbjahr, das Mobbing vom Allerfeinsten. Wie oft ich dort in irgendwelchen Schmutzräumen geheult hab, weiß ich gar nicht mehr. Ich beneide die Leute, die sich einfach mit dem Hintern auf solche Aussagen von Schwestern setzen. Aber -und das ist eine Tatsache- selbst der dümmste Stationseinsatz ist irgendwann vorbei. Bis dahin, durchhalten und Konflikten möglichst aus dem Weg gehen.

Erdbeermond
26.02.2013, 20:56
Weil das Ende so nah ist und doch so fern :D
Und ich bin erkältet...

el suenio
26.02.2013, 21:06
Ach so, wenn es weiter nichts ist :-)) ;-) Ist doch nicht mehr lange, wenn man mal den gesamten Zeitraum der Ausbildung betrachtet. Allerdings wird es hinterher bestimmt auch erst mal komisch sein. So plötzlich als Schwester. Musst dann mal berichten, wie es sich so anfühlt, um uns hier ein bisschen Mut zu machen :-))
Ich wünsche dir gute Besserung.

Erdbeermond
26.02.2013, 21:10
Aber natürlich mach ich das :D
Wobei der erste monat kaum anders sein wird - da findet ja die Einarbeitung statt.


Danke...ich hoffe, dass diese blöde Erkältung bald weg ist.

el suenio
26.02.2013, 21:18
Irgendwie sind gerade alle krank, furchtbare Krankheitswelle...Ich kann mich noch über nichts beschweren, mir geht's gut. Dass das so bleibt, geh ich jetzt schlafen.
Vielen Dank, dass ihr euch mein Jammern angehört habt.

H&M
26.02.2013, 21:49
So plötzlich als Schwester. Musst dann mal berichten, wie es sich so anfühlt, um uns hier ein bisschen Mut zu machen :-))


Das würde mich auch interessieren. Als Berufsanfänger auf eine ITS zu gehen kann ich mir im Moment noch nicht so recht vorstellen (mein ITS - Einsatz kommt erst noch), mit einer guten Einarbeitung ist das aber sicherlich machbar und ITS/IMC wäre schon meine Traumstation.

Erdbeermond, Du bleibst doch auch an Deinem Ausbildungskrankenhaus oder ? Ich persönlich hätte da nen bisschen Bedenken. Gibt bei uns wohl so einige Ex-Azubis/jetzt-Examinierte, die da so ihre Probleme haben.

Figueira
26.02.2013, 22:15
Wie gesagt, das kenne ich von meinen Probehalbjahr, das Mobbing vom Allerfeinsten. Wie oft ich dort in irgendwelchen Schmutzräumen geheult hab, weiß ich gar nicht mehr. Ich beneide die Leute, die sich einfach mit dem Hintern auf solche Aussagen von Schwestern setzen.

Oh Gott, el suenio! Das kommt mir irgendwie bekannt vor. Ich war auch auf ein paar Stationen, wo ich nur der Depp vom Dienst war und man genau wusste, dass über einen gelästert wird, sobald man sich umdreht. Höhepunkt war eine Prüfung im 2. AJ, in der mich die Prüferin (die ist selbst nicht ganz sauber...) mit Psychoterror bis zum Heulen gebracht und mir attestiert hat, ich hätte weder Talent für pflegerisches Arbeiten, noch für medizinische Zusammenhänge (letzteres hat mir den Rest gegeben), mich als eine Art Autistin hingestellt hat (ich sei für den Alltag nicht gemacht, würde zuviel nachdenken) und solle doch lieber wieder was Geisteswissenschaftliches studieren. Dazu ist zu erwähnen, dass besagte Lehrerin das gleiche mit vielen anderen Schülern abgezogen hat und Leute mit Abitur generell als schlechte Pflegekräfte abstempelt.

Ein zweiter trauriger Höhepunkt hat sich vor zwei Wochen ereignet... Ich war Anfang des 3. AJ auf einer ITS, wo es mir suuuuper gefallen hat und mir wurde von den beiden Praxisanleitern empfohlen, mich zu bewerben. Habe ich gemacht, dann hieß es von der Bereichsleitung, sie hätten keine Stelle frei (aber mehrere ausgeschrieben...??). Meine Bewerbung wurde für die anderen ITS im Haus weitergeleitet. Allerdings nicht nur die Bewerbung, sondern auch die Meinung der Bereichsleitung, ich sei für ITS nicht geeignet (bisher habe ich keine Begründung erhalten). Sie hat mich nicht eine Sekunde arbeiten sehen und die Praxisanleiter haben das Gegenteil gesagt. Ich versteh die Welt nicht mehr...

Bin im Herbst fertig und werde mich für Anästhesie und OP bewerben. Und es nochmal in Österreich zwecks Studienplatz versuchen.


Aber -und das ist eine Tatsache- selbst der dümmste Stationseinsatz ist irgendwann vorbei. Bis dahin, durchhalten und Konflikten möglichst aus dem Weg gehen.

Im Moment bin ich wieder auf einer peripheren Station eingesetzt, wo es ganz ok ist, solange man sich nicht zu viel gefallen lässt. Ich kann dir nur empfehlen, Konflikten nicht um jeden Preis aus dem Weg zu gehen, denn es tut einem auf Dauer nicht gut. Wenn dir etwas wirklich gegen den Strich geht (Dienstplan, Hygiene auf Station *hüstl*,...), dann sprich es ruhig mal an - konstruktiv natürlich, aber das ist ja eh klar. Die Reaktionen und die langfristigen Auswirkungen auf deine Arbeitsbedingungen sind oft positiver, als man denkt. :-blush

Absolute Arrhythmie
27.02.2013, 10:41
@el suenio: Kopf hoch, dass es schlimmer wird nach dem 2. LJ finde ich gar nicht. Im Gegenteil, ich fand das zweite am Schlimmsten. Im Dritten hast du viel mehr interessante Sachen im Unterricht und auf den Stationen darfst du viel mehr, weil du ja schon "fast fertig" bist.
Und mit dem Zeil Psychiatrie hast du ja auch nen Bereich vor Augen, in dem man gut arbeiten kann und sich nicht kaputt macht. Ich würd meine Psych-Patienten und vor allem meine Psych-Kollegen auch nicht mehr hergeben wollen für irgendwelche Pipi-Beutel und Spülräume ;)
In der Ausbildung gilt leider nur: Durchhalten!
Du weißt immer genau wie lange deine Einsätze sind, also kann man im schlimmsten Fall auch mal die Tage rückwärts zählen. Und es werden auch wieder Praxiseinsätze kommen, an denen du Spaß hast! Und im schlimmsten Fall stellste dich ein bisschen blöd, das Zeugnis der einzelnen Einsätze ist schließlich fürs Examen nicht relevant. ;)

Und hinterher, also nach dem Examen, ist auch nicht alles rosig, die erste Zeit hab ich als extrem anstrengend empfunden, aber es wird auf jeden Fall besser. Und irgendwann hast du dann auch Ahnung von den Sachen die du machst, und dann macht der Job auch manchmal Spaß ;)

Also Kopf hoch, die Ausbildungszeit genießen (ich hatte da wahnsinnig viel Spaß mit meinen Freunden im Wohnheim), Augen zu und durch!

el suenio
27.02.2013, 15:01
Hey, das ist echt nett von euch, dass ihr alle so viel Verständis zeigt, danke:knuddel:

Höhepunkt war eine Prüfung im 2. AJ, in der mich die Prüferin (die ist selbst nicht ganz sauber...) mit Psychoterror bis zum Heulen gebracht und mir attestiert hat, ich hätte weder Talent für pflegerisches Arbeiten, noch für medizinische Zusammenhänge (letzteres hat mir den Rest gegeben), mich als eine Art Autistin hingestellt hat (ich sei für den Alltag nicht gemacht, würde zuviel nachdenken) und solle doch lieber wieder was Geisteswissenschaftliches studieren.
Sag mal, wir haben nicht ganz zufällig die gleiche Lehrkraft? Meine Güte, ist das verrückt, mir ging es fast genauso. Wie schon mehrmals erwähnt, wurde ich ja gefragt, ob ich mir sicher bin, dass das der richtige Beruf für mich ist. Sie hat da insbesondere an meinen menschlichen/sozialen Fähigkeiten gezweifelt, was mich echt fertig gemacht hat. Ich bin verdammt unsicher und trau mir selber nichts, wenn mir jmd. zuschaut. Ja, schön, nicht grad toll, aber deshalb bin ich ja wohl im Alltag nicht unfähig, mit den Patienten umzugehen. Da schaut mir ja glücklicherweise nicht permanent jmd. zu. Tja, typischer Fall von Akteur-Beobachter-Verzerrung, aber nicht empathisch bin ja nur ich.
Und bei uns war das auch genauso, dass bei dieses Lehrerin wirklich alle, die ein Abi hatten, eine 4 gekriegt haben, aber kein anderer. Fällt ja schon irgendwie auf. Das war dann auch der versteckte Hinweis "Ihr könnt doch eh nur lernen, Menschenkontakt liegt euch doch nicht, also lasst es lieber".
Das ist aber schon brutal, was deine Prüferin da gesagt hat, insbesondere noch deine medizinischen Kenntnisse infrage zu stellen. Wie kommt sie denn darauf?:-nix Aber wir sehen, es gibt noch mehrere von diesen Menschen, die unzufrieden sind mit ihrer eigenen Situation und vllt. selber gern mal studiert hätten. Und zum zu vielen Nachdenken: Manche denken nach, bevor sie etwas sagen, andere tun das nicht...Stellt sich die Frage, was besser ist. Man kann ein und dieselbe Sache für den Schüler auslegen oder gegen ihn. Könnte sie dich gut leiden, würde sie sagen, du handelst überlegt, so sagt sie halt lieber, dass du nicht für den Alltag geeignet bist. Gerade bei solchen persönlichen Angriffen fällt es schwer, die Ruhe zu bewahren, aber wahrscheinlich ist es nicht ganz schlecht, wenn man lernt, damit umzugehen.

Allerdings nicht nur die Bewerbung, sondern auch die Meinung der Bereichsleitung, ich sei für ITS nicht geeignet (bisher habe ich keine Begründung erhalten). Sie hat mich nicht eine Sekunde arbeiten sehen und die Praxisanleiter haben das Gegenteil gesagt. Ich versteh die Welt nicht mehr...
Was soll man dazu sagen? Hast du schon das Gespräch mit ihr gesucht, weil du keine Begründung erhalten hast? Da würde ich sie schon drauf ansprechen. Irgendwie muss sie sich ja dazu äußern. Was hast du zu verlieren? So kriegst du die Stelle nicht und wenn sie dir das Gespräch übel nimmt, kriegst du sie auch nicht.

Ich kann dir nur empfehlen, Konflikten nicht um jeden Preis aus dem Weg zu gehen, denn es tut einem auf Dauer nicht gut.
Nein, keine Sorge, ich beschwere mich schon, wenn es angebracht ist. Aber man kann sich auch nicht nur beschweren, obwohl es eigentlich notwendig wäre. Irgendwann nehmen die einen sonst wirklich nicht mehr ernst und außerdem muss man dann die restliche Zeit mit den Konsequenzen leben. Also lieber einen Gang zurückschalten und die Sachen so machen, wie es gewünscht wird, wenn es sich denn vertreten lässt. Zumindest dann, wenn man keinen ewigen Einsatz mehr vor sich hat. Ansonsten würde ich die Probleme auch ganz vorsichtig anbringen.
@Arrhythmie

Und mit dem Zeil Psychiatrie hast du ja auch nen Bereich vor Augen, in dem man gut arbeiten kann und sich nicht kaputt macht. Ich würd meine Psych-Patienten und vor allem meine Psych-Kollegen auch nicht mehr hergeben wollen für irgendwelche Pipi-Beutel und Spülräume ;)
Das glaub ich dir sehr gerne. Ist schon toll in der Psychiatrie, das kann ich mir wirklich gut drei Jahre lang vorstellen. Aber ich hab da mal eine ganz andere Frage, wenn du als Spezialist für solche Fragen schon hier bist ;-) War es schwer, eine Anstellung in der Psych zu finden? Und wurde da im Vorstellungsgespräch besonders vorgangen? Würde mich jetzt einfach mal interessieren. Sicherlich ist das sowieso von Ort zu Ort unterschiedlich, aber interessant wäre es trotzdem.

Absolute Arrhythmie
27.02.2013, 16:01
@el suenio:


Das glaub ich dir sehr gerne. Ist schon toll in der Psychiatrie, das kann ich mir wirklich gut drei Jahre lang vorstellen. Aber ich hab da mal eine ganz andere Frage, wenn du als Spezialist für solche Fragen schon hier bist War es schwer, eine Anstellung in der Psych zu finden? Und wurde da im Vorstellungsgespräch besonders vorgangen? Würde mich jetzt einfach mal interessieren. Sicherlich ist das sowieso von Ort zu Ort unterschiedlich, aber interessant wäre es trotzdem.

Naja, das war bei mir ne spezielle Situation, in der ich in der Psych gelandet bin. Ich war während der Ausbildung nicht in der Psy (sondern PSO) und hätte mir nie vorstellen können, da zu arbeiten. Daher muss ich etwas weiter ausholen, um deine Frage zu beantworten. Auf ITS war ich ja zwei Jahre nachm Examen, das war auch schön und ich hab viel gelernt, vor allem aber war es psychisch und physisch extrem hart. Der physische gesichstpunkt hat mir dann das Genick gebrochen: mein Handgelenk hat den Geist aufgegeben. Nach OP, langem Krankenstand, Physiotherapie, Stufenweise Wiedereingliederung und und und bin ich dann in Ermangelung einer Alternative auf ITS zurück, und nach zwei Monaten hatte ich zusätzlich zu den Problemen mit dem Handgelenk auch noch nen Tennisarm, an dem ich bis heute herumlaboriere.
Somit war dann (für mich) klar, dass es in der Somatik für mich nicht weiter gehen konnte, ich wusste aber zu dem zeitpunkt, dass ich noch mindestens ein Jahr arbeiten muss, bevor ich studieren kann.

Also hab ich meine PDL angebettelt und gefleht mich in einen Bereich zu versetzen, in dem ich körperlich nicht so schwer schuften muss. Für mich wäre das in erster Linie Anä gewesen, das war aber von oben nicht gewünscht, da ich ja aufgrund meiner "Behinderung" nie die Fachweiterbildung würde machen können.
Also war meine zweite Idee Psychiatrie. Meine PDL hat dann freundlicherweise direkt rumtelefoniert und schon eine Woche später nen Vorstellungstermin für mich klar gemacht.
Ich bin da ganz locker flockig hin, ohne Vorbereitung, war gar nicht so richtig in der Schiene "Vorstellungsgespräch" drin. Hat aber erstaunlich gut geklappt, ich hab denen eins vom Pferd erzählt, dass das so schlimm für mich wäre den Menschen auf ITS immer nur als Organsystem zu betrachten, und das man gar keine Zeit für Gespräche habe, und ich jetzt gern die andere Seite kennen lernen würde. Ich glaub vom Leib-Seele-Problem hab ich auch noch gefaselt, der Typ war jedenfalls hellauf begeistert von mir. Ich bin dann direkt zu meiner jetzigen Leitung verfrachtet worden, hab mit dem Klartext geredet dass ich aus der Somatik raus muss weil ich sonst berufsunfähig bin, dass ich aber Bock hab auf Psychiatrie und scheinbar hab ich mich gut verkauft, denn ne halbe Stunde später kam der Anruf, dass ich die Stelle bekomme. War aber echt Glück, dass die ne Stelle hatten. Bzw eigtl war die Stelle noch gar nicht frei, ich wurde quasi von der Schwester noch eingearbeitet, die gekündigt hatte.
Und jetzt bin ich dort, meine Kollegen sind froh um meine ITS-Erfahrung, ich bin froh meine Arbeit einigermaßen schmerzfrei machen zu können, und so ist allen geholfen. ;)

el suenio
28.02.2013, 17:49
Arrhythmie, das ist ja wirklich verrückt. Ich bin jetzt davon ausgegangen, dass du dort direkt angefangen hast, aber scheinbar gibt es das kaum. Bei uns in der Psychiatrie waren auch viele Schwestern zum Teil mehrere Jahre auf der ITS und mussten dann krankheitsbedingt wechseln.
Meistens funktionieren solche Sachen wie Vorstellungsgespräche ja doch am besten, wenn man sich gar keine großen Sorgen macht und einfach versucht, die Sache locker zu sehen. Am Ende sind es ja auch alles nur Menschen, die da drin sitzen. Ich muss sagen, dass ich bei den ganzen Vorstellungsgesprächen für die Ausbildung auch recht entspannt war. Aber nur, weil ich mir sicher war, wenigstens irgendwo etwas zu kriegen. Na ja, noch muss ich mir da keine Gedanken drüber machen und ich hoffe einfach nur inständig, dass ich da eine Stelle kriege.

Absolute Arrhythmie
01.03.2013, 11:13
Arrhythmie, das ist ja wirklich verrückt. Ich bin jetzt davon ausgegangen, dass du dort direkt angefangen hast, aber scheinbar gibt es das kaum. Bei uns in der Psychiatrie waren auch viele Schwestern zum Teil mehrere Jahre auf der ITS und mussten dann krankheitsbedingt wechseln.
Meistens funktionieren solche Sachen wie Vorstellungsgespräche ja doch am besten, wenn man sich gar keine großen Sorgen macht und einfach versucht, die Sache locker zu sehen. Am Ende sind es ja auch alles nur Menschen, die da drin sitzen. Ich muss sagen, dass ich bei den ganzen Vorstellungsgesprächen für die Ausbildung auch recht entspannt war. Aber nur, weil ich mir sicher war, wenigstens irgendwo etwas zu kriegen. Na ja, noch muss ich mir da keine Gedanken drüber machen und ich hoffe einfach nur inständig, dass ich da eine Stelle kriege.

Naja, bei uns sind so 50% der Kollegen schon "immer" in der Psychiatrie, haben also noch nie in der Somatik gearbeitet. Der Rest war vorher mal ne Zeit in der Somatik, dass ist bei manchen aber schon 20 Jahre her, oder sie kommen aus der Neuro oder so. Von ITS in die Psych hab ich bisher seltener gehört ;)

Und Vorstellungsgespräche sind ja kein Zahnarztbesuch. Man möchte was, die brauchen was, im besten Fall brauchen die mich und ich möchte die Stelle. So muss man sich halt auch eben verkaufen können. Also die müssen das Gefühl haben, genau dich zu brauchen ;)
Ich konnte sowas bisher immer gut rüberbringen, ist vllt aber auch ein kleines Talent *fg*

el suenio
01.03.2013, 17:16
Ich konnte sowas bisher immer gut rüberbringen, ist vllt aber auch ein kleines Talent *fg*
Nicht nur vllt., das ist zweifelsfrei Talent. Ich bin da nicht ganz so gut, kann mich schlecht verkaufen, aber man kann ja bekanntlich alles lernen. Und wenn man wirklich was will, dann gestaltet sich das schon leichter. Immerhin bin ich ja wirklich dran interessiert und muss mir nichts ausdenken.
Ich hab das schon öfter gehört, von der ITS in die Psych, eben aus gesundheitlichen Gründen. Die eine Schwester hatte aber noch einen kurzen Zwischenstopp in der Augenklinik, bevor sie auf der Psychiatrie landete.

Absolute Arrhythmie
01.03.2013, 17:35
In der Psych muss ich halt eben gaaaar nix mehr mit meinem kaputten Ärmchen machen, das ist schon super. Musste mir dafür auch schon mehr als einmal anhören, dass ich mir ja in "meinem Zustand" das Medizinstudium abschminken könne.
Naja, ich persönlich halt das erstmal für Quatsch, denn alltägliches kann ich gut machen, nur halt keine 150kg Leute rumrollen, und im Ernst, wenn man net gerade im OP lagern muss, dann halte ich das nicht grade für ne Arzt-spezifische Tätigkeit.

Naja, und sich verkaufen können kann man glaub ich schon üben. Möglichst oft vor Leuten reden, also im Unterricht ruhig mal nen Vortrag halten, die Ergebnisse der Grunppenarbeit freiwillig präsentieren, usw. Aber wenn man ein eher schüchterner Mensch ist, dann fällt einem das wohl schwerer.

el suenio
01.03.2013, 17:57
Aber wenn man ein eher schüchterner Mensch ist, dann fällt einem das wohl schwerer.
Ja, allerdings. Aber sagen wir es so, ich arbeite gerade daran ;-) Mit Vorträgen hab ich kein Problem, aber nur mit Vorbereitung. Ich geh einfach ganz entspannt dorthin, dann passt das schon.

Musste mir dafür auch schon mehr als einmal anhören, dass ich mir ja in "meinem Zustand" das Medizinstudium abschminken könne.
Halte ich auch für totalen Quatsch. Dann könntest du das Arbeiten in der Pflege sowieso vergessen und das geht ja so auch gut. Wir haben eine Schülerin, die wirklich extrem adipös ist, selbst die hat die Eignung bekommen, obwohl ich mir echt nicht vorstellen kann, dass das irgendwie funktioniert. Das ist zwar jetzt nicht dasselbe wie dein kaputter Arm, aber immerhin vergleichbar. Also was Operatives, wo man auch viel Kraft braucht, ist da eher nichts. Orthopädie zum Beispiel. Was hast du denn eigentlich vor?

Absolute Arrhythmie
02.03.2013, 14:56
Was hast du denn eigentlich vor?

Ehrlich? Kein Plan! Ich lass das Studium auf mich zukommen und nutz dann die Gelegenheit, Bereiche kennen zu lernen. Ich kann mir aber was internistisches gut vorstellen, Operative Fächer scheiden ja mehr oder weniger aus und Psych kann ich mir auch nicht für immer vorstellen.

el suenio
02.03.2013, 15:47
Ehrlich? Kein Plan! Ich lass das Studium auf mich zukommen und nutz dann die Gelegenheit, Bereiche kennen zu lernen.
Ist doch okay, ich dachte nur, du hättest vllt. schon eine Idee. Ich hab auch keine konkrete. Ich hab ein paar Sachen, die ich definitiv mal nicht machen will, vor allem Chirurgie. Und ansonsten hab ich zwar Favouriten, aber ob es dann mal so kommt, darüber braucht man sich wohl momentan noch überhaupt keine Gedanken machen. In 100 Jahren ist alles anders ;-)
Momentan bin ich immer noch damit beschäftigt, die Zwischenprüfungen vorzubereiten. Ich hab mit dem Interessantesten angefangen, sonst hab ich ja gleich keine Lust mehr :-))

*milkakuh*
05.03.2013, 16:55
Heute im OP ist mir die Idee gekommen, dass wir hier ja auch hin und wieder Pflegefallbeispiele machen könnten (natürlich auch mit Inhalten der Krankheitslehre, Recht, Hygiene,....). Wenn ihr Lust drauf habt würde ich die nächsten Tage mal eins posten. Würde mich natürlich auch über Beispiele von euch freuen! :-) Ist bestimmt 'ne gute Übung für's Examen. Was meint ihr? :-party