Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was macht die Krankenpflege-Ausbildung?
Ich kann dich verstehen... Manchmal will ich einfach wieder von der Arbeit(Uni) nach hause kommen und FEIERABEND haben... nicht gleich an den Schreibtisch, nicht zur Lerngruppe, sondern echte Freizeit. Und endlich wieder Geld auf dem Konto.
Vielleicht sind ist das jetzt auch nur die Klausurzeitstimmung, aber Arbeiten hat mir mehr Spaß gemacht.
agouti_lilac
20.06.2008, 20:25
Hallo Cassy,
ich kann dir das total nachfühlen: mir ging es "damals" (vor einem Jahr) nicht anders. Es hat mich alles angekotzt, alles war zuviel, Pflege war so viel "einfacher",... . Aber das Durchhalten lohnt sich - kann zwar nur bis zum Ende des 2. Studienjahres berichten, aber vielleicht macht dir das trotzdem etwas Mut. Man gewöhnt sich an Vieles!! Kopf hoch!
Danke :-) Das beruhigt mich irgendwie...
//stefan
22.06.2008, 18:52
@ adrenalinho:
als du den platz auf der icu gekriegt hast und die ersten wochen rum waren hast du dich noch wesentlich motivierter angehört... :-?
Adrenalino
22.06.2008, 19:00
Soll ich euch was ehrlich sagen???? Ich würd am liebsten wieder zurück in die Pflege zu Putzen, Ärger, Überstunden und den schönen Momenten :-(
Studieren ist auch nicht so toll, das Leben in der Pflege mit Freizeit, Erfolg und Anerkennung war viel schöner (ok, aus der momentanen Sicht, mal schauen ob`s net auch besser sein kann ;-) )
Naja, aber dennoch mag hier doch irgendwie ernsthaft keiner zurück in die Pflege..? komisch!
Was ich mir ja als "Warter" immer anhören muss; "Du hast es Dir ja so rausgesucht".
....
als du den platz auf der icu gekriegt hast und die ersten wochen rum waren hast du dich noch wesentlich motivierter angehört...
Ja, richtig bemerkt; meine Motivation ist schon ziemlich gesunken. Aber seitdem ich dort bin, hat sich auch einiges geändert. Eigentlich war es dort mal kuschelig ruhig für Krankenpflegeverhältnisse - aber jetzt ist Streß jeden Tag angesagt; Ärger mit den Ärzten und mit Kolleg(innen). Und irgendwie dreht sich doch alles nur ums Waschen, Lagern, Betten machen.
Und ewige Schichterei nervt einfach.
Sorry, bin momentan einfach nicht motiviert und wahrsch. urlaubsreif - der lässt aber noch ne ganze Weile auf sich warten...
Ich würde jetzt sofort zurückgehen wenn ich nicht wüsste, dass ich es spätestens in 10 Jahren bitter bereuen würde :-angel
Adrenalino
22.06.2008, 19:29
Eine Frau, ein Wort! ;-) :-top
//stefan
30.06.2008, 11:25
ich fang gleich wieder auf station an. gefäßchirurgie/innere. hab seit über 3 monaten nicht mehr auf station gearbeitet (urlaub, unterricht, ambulante pflege und notaufnahme). ich fühl mich im warsten sinne des wortes eingerostet...
Adrenalino
30.06.2008, 13:37
Na, Gratulation!
Wieviel % haste dann?
Kommst aber gut rum; Respekt!
So ähnliches hatte ich damals auch erlebt. Musste nach je 8 Wochen Gyn und Entbindung auf die Intensivstation wechseln und war damals grad im 2. Kursjahr angekommen :-oopss Aber glaub mir, so schnell rostet man nicht ein!
//stefan
30.06.2008, 21:18
@ adrenalinho:
was meinste mit %??
ich schreib später mal ausführlicher wies so war...
Adrenalino
30.06.2008, 21:48
3Monate warste nich auf Station?
Bei mir war es ein dreiviertel Jahr (!!) (die Ambulanzen miteingerechnet) - da steht man schon mal ziemlich doof da, fand ich auch *g*
Aber auf der anderen Seite ist man auch wieder schnell drin, wirste sehen.
Das mit "%" war Quatsch, ich wollte wissen, wieviel der Ausbildung Du jetzt schon hinter Dir hast.
Bin gerade etwas verstrahlt durch die Nachtwachen... ;-)
Da ist mal FußballFinale und was mach ich? ;-)
Naja, dafür jetzt mal zwei Tage frei! YEEPEE! :D
Ein 3/4 Jahr??? Dann hast du auch schon nach dem neuen Gesetz gelernt, oder? Ist insgesamt ziemlich daneben, den Theorieanteil soviel zu erhöhen... Meiner Meinung nach haben viele Schüler ihre Defizite auf Station.
Adrenalino
01.07.2008, 09:52
Rrrrichtig, Strodti, ich war im ersten Kurs für die neue Ausbildung und muss auch sagen, dass ich es oftmals verflucht habe, dass ich nicht nach dem alten System habe lernen können.
Wurde einfach viel Zeit "verlabert", weniger med. Inhalte und weniger Praxis auf Station. *Dirzustimm* Naja, nun isses eh vorbei :-bee
Also das alte System war wirklich sehr gut was die Zeiten-Einteilung betrifft :-)) Kaum Schule und ganz viel auf Station, keine Zeit im Gesundheitsamt o.ä. Nix gegen euch mit dem neuen Examen, aber irgendwie kamen viele frisch Examinierte und hatten trotz allem null Ahnung und ihre Tätigkeiten waren mehr als unsicher :-nix
Adrenalino
01.07.2008, 12:18
Cassy, Du hörst mich nicht widersprechen.... ;-)
Danke :-)) Wehe auch wenn du es gewagt hättest..... :-angel
Steffen V.
03.07.2008, 06:15
Soll ich euch was ehrlich sagen???? Ich würd am liebsten wieder zurück in die Pflege zu Putzen, Ärger, Überstunden und den schönen Momenten :-(
Studieren ist auch nicht so toll, das Leben in der Pflege mit Freizeit, Erfolg und Anerkennung war viel schöner (ok, aus der momentanen Sicht, mal schauen ob`s net auch besser sein kann ;-) )
Das denkt sich doch jeder der vorher gearbeitet hat zwischendurch, su unverlockend war das mit dem Geld und den "geregelten" Arbeitszeiten nicht.
Wirklich zurück will ich trotzdem nicht, einfach ein wenig an die negativen Aspekte denken, an den Frust den man zwischendurch schiebt und an die Vorteile des Studiums denken.
Ich bin auch in der Vorklinik Happy. Man muss sich das leben nur schön machen, abends öfter mal raus gehen anstatt bis in die Nacht in die Bücher zu gucken usw.
*sucht nach dem Glücksgefühl beim Studieren bei einigen anstehenden Nachklausuren* :-(
Ja, ich zieh es aber trotzdem durch...
//stefan
03.07.2008, 09:57
gestern war wohl einer der krassesten glücks-momente auf station die ich in der ausbildung bis jetzt erlebt habe.
bei der übergabe (ich hatte spät) geh ich die namen der pat. durch und sehe nen namen der mir sehr bekannt vorkommt. dann hör ich die übergabe und ich trau meinen ohren nicht. der patient ist vor über 2 monaten erfolgreich reanimiert worden, lag dann 2 monate beatmet auf der kardiologischen intensiv in der uniklinik, und kommt jetzt (ohne neurologische ausfälle) zu uns um wieder aufgepäppelt zu werden damit er die nötige bypass-op überlebt (im aktuellen körperlichen zustand undenkbar). so, und jetzt ratet mal wer diesen patienten im rettungsdienst reanimiert hat?????? :-D
ich fahr ja nebenher her 2 bis 3 mal im monat rtw und das war schon die zweite rea die hingehauen hat, ohne das der pat schaden genommen hat. die familie (türken) hat angefangen zu heulen als ich im zimmer war und sich so überschwenglich bedankt und alle wollen mich in ihre gebete aufnehmen... das war fast schon peinlich für mich. aber dieses gefühl ist einach unbeschreiblich.... :-blush
hab mich noch lange mit der familie und dem pat. unterhalten. dafür finde ich die pflege so klasse, der kontakt zu den menschen (fällt mir zwar in der onko schwer aber da arbeite ich dran). und ich bin mir sicher das ich das im studium vermissen werde...
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