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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was macht die Krankenpflege-Ausbildung?



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Adrenalino
28.11.2004, 19:10
Hui! ich kann einiges, was hier geschrieben wurde, ganz stark nachemfinden!!
Krankenpflege hat schon auch seine Vorteile - als Überbrückung bis zum Studium - sie den Artikel von Cassy (Seite 7) (Cassy, Du sprichst mir aus der Seele!!! ;D )
Ich persönlich würde in meiner jetztigen Situation ABBRECHEN; aber ist ja so gut wie ausgeschlossen, deswegen bringt der Gedanke nix. "Wäre" ich allerdings im Examenskurs, dann würd ich die Ausbildung auch abschließen, da man schließlich "nur" das Jahr beenden muß und als Resultat eine abgeschlossene Berufsausbildung hat, die man nutzen kann, um im Studium prima Geld zu machen!! :-top
Das 2te Jahr wär natürlich wirklich ein schwieriger "Grenzfall"... nicht wahr, HonorisCausa?? ;-)
(@honey..:oje, das mit Hygiene ist auch oft so ein Fall... zusammen leiden ist besser, als alleine leiden - auf uns, honey!!! ;-) )
Zu den weiteren Fragen:
wenn man die Ausbildung unterbricht, dann darf man sie nicht zu gegebener Zeit "fortsetzen" - dann müsste man bei 0 wieder anfangen (ich kenne so einen Kollegen... *gg*)!
Ich "glaube" wenn man einen Studienplatz bekommen würde, diesen ablehnt,aber zur nächsten Bewerbung dann genügend Wartesemester hat... dass man einen Platz bekommt!! (also JA ;-) )

Also ich sehs so:
Die Ausbildung hat zwei Gesichter: man lernt sehr sehr viel sinnloses, verschwendet dadurch auch Zeit,
jedoch bekommt man einmalige Einsichten, die den "Normalsterblichen" im Krankenhaus,mit Patienten untersagt sind; man lernt schon einiges und die gewonnen Erfahrungen bereichern sicherlich deine eigene Charakterentwicklung! Ich würde auch jetzt nicht MTA machen wollen.
Entweder ich beende die Ausbildung als Krankenpfleger, oder ich werde nie Medizin studieren...
Solange ich keine Alternative zur Medizien habe, werd ich höchstwahrscheinlich die Ausbildung auch durchziehen (siehe verbleibende Wartesemester.. ;-) ) egal, wieviel Frust auf mich zu kommen mag. Vielleicht kann ich später mit diesem Frust besser umgehen wie zur Zeit.... *hoff* :-/

Herzliche Grüße an alle Gleichgesinnten!
... auf eine neue, "gute" Woche ...

Cassy
28.11.2004, 19:40
Für mich stellt sich die Frage nicht mehr, ob ich die Ausbildung abbrechen würde oder nicht. Ich bin seit Oktober im Oberkurs und mache im Sommer mein Examen. Zum jetzigen Wintersemester bekomme ich eh keine Zulassung mehr. Und danach würde es mit 5 Wartesemestern bei der Bewerbung auch schlecht aussehen. Wegen einem halben Jahr würde ich meine Ausbildung aber nicht abbrechen, dafür habe ich schon zu lange in der Ausbildung gekämpft. Im ersten Jahr der Ausbildung hätte ich auf jeden Fall einen Studienplatz angenommen, wie ich mich im zweiten Jahr verhalten hätte - keine Ahnung :-nix

Trotz allen negativen Erfahrungen gab es doch auch reichlich Positives, was eigentlich auch überwiegt. Ich habe aber festgestellt: je mehr man sich über seine Situation beklagt und sich darüber aufregt, desto schlimmer wird es ;-) Ich wüsste zu meiner jetzigen Ausbildung eh nur eine -vermutlich- bessere Alternative, und das wäre die Ausbildung zur Rettungsassistentin gewesen. Aber dafür hätte ich doch relativ viel Geld investieren müssen, hätte aber in diesem Zuge nicht wesentlich mehr gelernt (ausser vielleicht intubieren und noch ein paar Kleinigkeiten) :-)

@ HonorisCausa:
Ich hatte meinen Intensiv-Einsatz vor einem Jahr, also schon zu Beginn des Mittelkurses. Es war der bisher beste Einsatz meiner Ausbildung :-love (gefolgt von Psychatrie) und seither finde ich all die anderen Einsätze auch sehr langweilig. Aber seither bin ich mir sicher, mich für eine Stelle auf der Intensiv zu bewerben bis ich irgendwann einmal einen Studienplatz bekommen werde. Und mein Fachgebiet als Ärztin steht somit auch schon so gut wie fest: Anästhesie :-love

Ich denke auch, so hart uns die Zeit jetzt auch vorkommen mag, ich würde sie nicht missen wollen, und man macht doch sehr viele Erfahrungen, die man so vielleicht nicht gemacht hätte. Denkt mal an diejenigen, die diesen Job ihr Leben lang machen werden! Ich habe viele in meinem Kurs, die im Nachhinein diese Ausbildung nicht mehr machen wollten, sondern lieber einen -O-Ton - "bequemen" Bürojob machen wollten. Jetzt haben sie aber keine Lust mehr eine neue Ausbildung zu beginnen... also werden sie bis zu ihrer Rente in diesem Job arbeiten müssen. Wir dagegen werden früher oder später unseren Traum vom Medizinstudium verwirklichen können!!!!!!

Cranium
28.11.2004, 20:13
Angenommen, Ihr erhält einen Studienplatz. Würdet Ihr die Ausbildung sausen lassen oder diese erst mal brav beenden???

Bis dann,
sad looking honey



Also im Febr. bin ich Anfang 3tes Ausbildungsjahr.
Sollte ich für´s SS einen Platz erhalten bin ich weg, gar keine Frage!

Trident
29.11.2004, 05:28
Natürlich kann man mit einer Ausbildung Geld verdienen und sammelt sicher auch Erfahrung, jedoch will zumindest ich Arzt werden und nicht Krankenpfleger oder ähnliches. Also stellt sich für mich nicht die Frage des beendens. Ich könnte mir nie vorstellen dauerhaft als Krankenpfleger zu arbeiten, also ist es auch sinnlos dies als "dann hat man was in der Tasche" zu bezeichnen. Es wäre nur weitere verschwendete Zeit.

Das Studium haben so viele geschafft, dann schaffen wir es mit unserer Motivation erst recht.

Rico
29.11.2004, 08:19
Ein Vorteil an der abgeschlossenen Ausbildung ist, daß man sie als Geldquelle für Nebenjobs während des Studiums benutzen kann (als examiniert Kraft mit z.b. einer 1/8 Stelle verdient man schon besser als eine stundenweise bezahlte studentische Hilfskraft).

Außerdem kann man - im ungünstigen Fall, daß es mit dem Studium nix wird - durch Fort- und Weiterbildungen pflegerische Berufe ausüben, die sich sehr vom klassischen Berusbild des Krankenpfleger auf Station unterscheiden, wie OP- oder Anästhesie- und Intensivpfleger.
Oder man setzt ein Aufbaustudium "Klinikmanagement" oder sowas drauf, die Möglichkeiten sind reichlich...

Kleiner_Medicus_w
29.11.2004, 08:47
Oder man setzt ein Aufbaustudium "Klinikmanagement" oder sowas drauf, die Möglichkeiten sind reichlich...

genau so siehts aus... Desweiteren bieten sich folgende Studiengänge an:

Gesundheitswissenschaften
Pflegemanagment
Medizinische Dokumentation(gibts leider nur in Ulm)

Auf jeden Fall kann eine abgeschlossene Ausbildung nicht schaden.

Gruß und einen guten Start in die Woche.

Trident
29.11.2004, 09:17
Ein Vorteil an der abgeschlossenen Ausbildung ist, daß man sie als Geldquelle für Nebenjobs während des Studiums benutzen kann (als examiniert Kraft mit z.b. einer 1/8 Stelle verdient man schon besser als eine stundenweise bezahlte studentische Hilfskraft).

Außerdem kann man - im ungünstigen Fall, daß es mit dem Studium nix wird - durch Fort- und Weiterbildungen pflegerische Berufe ausüben, die sich sehr vom klassischen Berusbild des Krankenpfleger auf Station unterscheiden, wie OP- oder Anästhesie- und Intensivpfleger.
Oder man setzt ein Aufbaustudium "Klinikmanagement" oder sowas drauf, die Möglichkeiten sind reichlich...

Habe ich ja schon erwähnt - es ist nützlich.

Ich warte auf das Studium, da ich (wie schon erwähnt) Arzt werden will. Wenn es mit dem Medizin Studium nicht klappt (wovon ich nicht ausgehe, da wir in der BRD zum Glück freie Berufswahl haben und ich fest davon überzeugt bin, dass jeder der es will auch das Studium packt), dann würde ich zu 100% etwas anderes studieren (vielleicht Chemie), aber mit Sicherheit nicht im Pflegesektor bleiben.
Es gehört zum Arzt sein dazu, Menschen zu "pflegen" und zu "heilen" jedoch später auf einem anderen Sektor. Was mich an diesem Beruf reizt ist das SPEZIALISIEREN auf ein Gebiet - insb. in einer eigenen Praxis/Gemeinschaft und nicht die Pflege einer Person. Meine Ziele sind vielleicht auch in die Forschung zu gehen und etwas für ein Vorankommen zu tun (kann man ja auch als niedergelassener Arzt).
Natürlich habe ich keine Probleme Kotze oder Exkremente jeder Art zu entsorgen, jedoch möchte ich sowas ungerne längere Zeit machen, da mir einfach die "tiefe" Ader fehlt, die z.B. dauerhafte Krankenpfleger oder Altenpfleger haben SOLLTEN (ansonsten arbeiten sie im falschen Beruf). Versteht mich nicht falsch, ich habe eine soziale Ader (die eigentlich jeder Mensch finden sollte - dann wäre die Welt besser) aber es ist nicht mein Ziel in diesem Sektor längere Zeit zu verweilen, sondern die momentane Medizinlage weiter helfen zu verbessern! Das ist mein Antrieb und wenn dieser nicht zu erreichen ist, dann ist dieser Sektor für mich uninteressant und ich müsste mich umorientieren.

Cassy
29.11.2004, 11:26
@ Trident:
Du wirst es kaum glauben, aber ich will auch Ärztin werden :-top Bis dahin brauche ich aber eine Alternative.
Würde ich das Studium nicht packen, so hätte ich immerhin eine gute Grundausbildung und würde dann auf jeden Fall die Anästhesie-/Intensivweiterbildung machen. Ich denke auch, angenommen ich würde während dem Studium schwanger werden und hätte danach Probleme, Studium und Familie zu koordinieren (was ich allerdings nicht glaube!!!!!!) dann stünde ich nicht ohne Arbeit da und könnte z.B. als 30%-Beschäftigte immerhin im Krankenhaus weiterarbeiten. Einen anderen Job könnte ich mir aber nicht vorstellen. :-nix

Jemine
29.11.2004, 12:58
Hallo!
Diesen Arzthelferkram hätt ich, wenn ich zu dem Zeitpunkt einen Studienplatz bekommen hätte wohl auch sofort abgebrochen. 100% sicher wär ich mir wohl nicht, wenn ich kurz vor der Abschlußprüfung gestanden hätte, aber das interessiert mich ja jetzt nicht mehr...

Ich dachte eigentlich immer, dass auch die Krankenpfleger/Schwesternausbildung mit Abitur auf 2 1/2 oder 2 Jahre verkürzt werden kann, je nachdem, wie man sich anstellt und die Prüfungen besteht. Das ist bei Arzthelferin jedenfalls so und bei der Hebammenausbildung hätte das wohl auch gehen können.
Würd mich wundern, wenn das bei euch nicht ginge... ??

LG und gutes Durchhaltevermögen!

Hellequin
29.11.2004, 13:05
Ich dachte eigentlich immer, dass auch die Krankenpfleger/Schwesternausbildung mit Abitur auf 2 1/2 oder 2 Jahre verkürzt werden kann, je nachdem, wie man sich anstellt und die Prüfungen besteht. Das ist bei Arzthelferin jedenfalls so und bei der Hebammenausbildung hätte das wohl auch gehen können.
Würd mich wundern, wenn das bei euch nicht ginge... ??

Das geht definitiv nicht! Schon allein deswegen, weil du eine bestimmte Anzahl von Stunden in Theorie und Praxis benötigst um überhaupt zur Prüfung zugelassen zu werden. Und so großartig liegst du nach 3 Jahren nicht über der Mindeststundenzahl drüber.

Cassy
29.11.2004, 13:11
Vor 6 Jahren war ich mal beim Arbeitsamt wegen einer Berufsberatung (ich wusste damals schon dass ich Medizin studieren möchte, aber den NC nicht knacken kann) und dort hiess es zu mir, dass man mit Abi noch Ausbildungsverkürzung bekommen würde :-nix Aber das ist ja immerhin auch schon 6 Jahre her!

Adrenalino
29.11.2004, 19:46
@ Trident:
Ich stimme Dir mit Deiner "sozialen Ader" voll zu!!
Ich persönlich meine, damit auch gut zurechtkommen, aber kann mir trotzdem nicht vorstellen, die ganze Zeit Körperpflege zu betreiben - auch wenn man sich an einiges gewöhnt - ich kann mir schöneres vorstellen; oftmals muss man trotzdem mit Ekelgefühlen kämpfen (; geht mir jedenf. so)
Außerdem brauch ich auch mal wieder was für meinen Kopf, wie gerne würde ich einem Menschen dabei helfen, herauszufinden, was er für eine Krankheit hat, eine Therapie vorzuschlagen und ihn behandelt.. *träum* ....
Das gibts bei der Pflege leider nicht.. da heißt es immer
"mit dem Arzt absprechen" .... uargs.. das nervt
die/wir tun mir schon auch leid, wissen viel, dürfen aber nicht viel - ewiger Bimbo des Arztes...

Homo homini lupus est....?
Das gilt es zu hinterfragen, widerlegen!!! ;)

agouti_lilac
29.11.2004, 20:16
Hallo,

Ich mache auch eine Krankenpflegeausbildung und bin jetzt im 2. Jahr (nur noch etwa 16 Monate!). Ich bin meistens auch extrem genervt und fühle mich auch irgendwo unterfordert. Ich bin trotzdem der Meinung, dass das eine sehr gute Möglichkeit ist, die Wartezeit zu überbrücken. Man lernt so einiges, verdient (für einen Ausbildungsberuf eine Menge!) Geld und lernt auch das Tätigkeitsfeld des Arztes kennen.

Was soll ich noch großartig schreiben?! Ich kann Cassy nur voll und ganz zustimmen.

Ich habe beschlossen, dass ich mich nicht mehr für das Medizinstudium bewerben werde, bevor ich mein Examen habe. Denn jetzt wird es wirklich realistisch (bei 7 Wartesemestern, die ich bis jetzt habe), dass ich tatsächlich einen Platz bekomme. Und dann? Ich habe eine Menge in die Ausbildung investiert und keiner kann mir garantieren, dass ich das Medizinstudium schaffe. So realistisch bin ich leider. :-( Ich möchte noch etwas in der Hand haben. Notfalls erwäge ich auch (wie Cassy :-D), eine Weiterbildung in Intensiv-/Anästhesiepflege oder OP zu machen. (Oder wenn's ganz krass kommt: Psychiatrie :-)) ). Und dann stehe ich vielleicht irgendwann mit zwei abgebrochenen Ausbildungen da. Aber das ist mein jetziger Stand. Im Sommer hab ich das auch erst gesagt und hab mich dann doch bei der ZVS beworben (und diese vielen, vielen Losanträge ausgefüllt!:-( ). Vielleicht wirds jetzt wieder so laufen, wer weiss. :-))

Irgendwie wasche ich Menschen ganz gerne, weil man sie dabei ganz gut kennen lernt, so komisch das jetzt auch klingt. :-blush :-D Aber unter diesem Zeitdruck, dem man beim Waschen und anderen Tätigkeiten ausgesetzt ist, kann man doch gar keine befriedigende Arbeit abliefern! Jedenfalls nicht befriedigend für mich.

Und mich stört auch diese 5,5- oder 6-Tage-Woche (oder wieviel das sein soll, kA): 12 Tage arbeiten und 2 Tage frei wie in meinem KH ist einfach beschissen. :-meinung. Lieber länger am Tag arbeiten und dafür wie Otto-Normal-Arbeiter frei als so.

Und überhaupt: ICH will der Arzt sein, der auf der Intensiv sagt: "Bitte ein cCT von Frau Müller." Und nicht die Schwester, die erstmal die tausend Infusomaten, Antibiosen, Perfusoren, Katheter, Drainagen, ... umsortiert, um diesen Auftrag zu erledigen. So!!

So, das wars erstmal.

Gruß, lilac (die solche Threads immer wieder mal wichtig findet)

Cassy
29.11.2004, 20:25
:-top

Danke dass hier noch jemand meine Meinung hat. Bei uns im Haus gibt es Stationen mit einer 5-Tage Woche. Andere aus dem gleichen Haus haben eine 5,5-Tage Woche. Wobei Erstere definitiv die Bessere ist.
Um mir den Zeitdruck zu ersparen würde für mich später eh nur Intensivstation in Frage kommen, auf allen anderen Stationen geht das eher zu wie in einer Fabrik mit Fliessbandarbeit :-blush Auf unserer Intensiv hatte man maximal 3 Patienten zu betreuen, das war einfach schöner. Man hatte zwar auch den ganzen Dienst gut zu arbeiten, aber es war erträglicher ;-)

HorstHützel
29.11.2004, 21:14
Muss zunächst mal loswerden, dass diese Ausbildung wirklich zum KOTZEN war........ABER danach weiß man das Studium richtig zu schätzen, AUCH die von vielen so verhasste Vorklinik. :-))

Bin jetzt im 5. Semester und habe meine Ausbildung jetzt über 2 Jahre hinter mir und ich denke noch mit Grauen dran zurück. Dabei hat mich noch nicht einmal die KP-Schule so gestört: die konnte man mit einem guten Buch, Kreuzworträtseln und einem schicken Platz in der letzten Reihe ganz gut rumbringen. Aus der Schule kann man eh nix grandioses mit ins Studium nehmen:

--Anatomie: Gut, man lernt wo das Herz ist und das es ein Erregungsleitungssystem hat, sowie ein paar Muskeln. Nicht wirklich hilfreich für Anatomietestate im 1. Semester...
--Bio, Chemie und Physik: hat man schon in der 7. Klasse gehört. :-sleppy
--Krankheitslehre: Na gut, ein paar Basics.

Zur Praxis: Da muss ich jetzt mal zugeben, dass ich mich wahrscheinlich nicht immer soooo interessiert gezeigt habe. :-keks Gaaanz am Ende wurde es ein bisserl besser, aber dennoch läuft Krankenpflege immer aufs gleiche raus: wenn's interessant wird, macht's der Doc. Punkt. Positiv ist allerdings wirklich, dass man mal den Betrieb "Krankenhaus" kennenlernt. Schade nur dass man
von Anamnese, Diagnose und Therapie nicht wirklich viel mitbekommt, außer dem kleinen unleserlichen DINA4 Bogen mit den Anordnungen. Und dann heisst es nur: "OOOOh, ein Tablettchen in den Schieber, 'ne halbe hier rein, ein Eisbeutel für Fr. Müller, 20 Trpf. Novalgin für Hr. Schmitz, einmal Klister für Fr. XYZ...usw." :-meinung

Sorry, wenn das jetzt alles so negativ klingt. Aber so hab' ich es teilweise wirklich empfunden. Klar, war's auch manchmal spannend, aber ich habe meistens immer auf den heiß ersehnten Brief von der ZVS gewartet.

Das Gefühl als ich nach 6 Wartesemestern endlich zugelassen wurde hat mich aber für die letzten 3 Jahre Fäkalien-Management (sorry...) entschädigt.
Und natürlich der anschliessende Urlaub ;-).

Also, meine Tipps an alle wartenden Pflegeschüler:

1.) kauft euch ein gutes Buch, am Besten einen gaaaanz fetten Schinken und lest diesen nur im Block und setzt euch in die letzte Reihe, vorzugsweise hinter die zukünftige Schwester Bärbel (ihr wisst schon, die mit dem breiten Kreuz und den 100kg)

2.) sich hin und wieder, ähm, mal erkälten, möglichst mit Fieber...

3.) der P.M. Logik Trainer half mir auch gelegentlich das Ende der Lehrveranstaltung nicht zu verschlafen

4.) wenn möglich nach einem Einsatz in der offenen (!!!) Psychiatrie fragen.
Möglichst über Weihnachten / Neujahr. Dies garantiert viiiieeeel FREI.
Gutes Buch auch hier nicht vergessen !!

5.) in der Praxis: Botengänge, sowie Fächer abklappern dauert, unabhhängig von der Größe des Hauses, mindestens 20 Minuten. Kein Mensch wird euch fragen wo ihr wart...(diesen Tipp erhielt ich von einem gestandenen Krankenpfleger !!)

6.) Beim Essenskartenabfragen: NIEMALS, aber wirklich NIEMALS, der Omi die Wahl lassen, ob nun Butter od. Margarine gewünscht wird !!!!! Sonst habt ihr JEDEN Morgen die gleiche Diskussion. Das selbe gilt für Tee, Wurst, Marmelade etc.

7.) Freude auf das anstehende Studium nicht verderben lassen !
Es wird besser und soooo lang sind 3 Jahre Ausbildung auch nicht !!




Gruß,

HH

Adrenalino
29.11.2004, 22:34
Hi Horst!
Hui..krasse Einstellung, Du scheinst wirklich sehr gelitten haben... aber gut, ich weiß jetzt auch noch nicht, wie ich nach 3Jahren Ausbildung drauf sein werde.... bin jedenfalls nach diesen genau 2Monaten(...!) oft genervt. Hoff, dass der Praxis Block besser wird als der Theorie....
zumindest hab ich junge examinierte Kolleginnen und Kollegen.
Wieso eigentlich OFFENE Psychiatrie..? Bitte erklären. Krasse Tipps, werd ich überdenken, auch wenn des mit Buch im Unterricht bei uns NICHT möglich sein wird - schon allen weil Mitschreiben schon extrem wichtig ist; bin kein Schmarotzer, der von anderen den Stoff wieder haben möchte.

@agouti_lilac:
find ich krass, dass du Menschen "gerne wäscht" - dann solltest Du Dich eigentlihc ziemlich wohl fühlen...
ich finds aber nicht krass im Sinne von pervers oder so, sondern bewundernswert! Ich denke, diese Eigenschaft lässt Dich Deinen Job echt super machen; bist bestimmt ein guter Pfleger!!
:-top ;-)

PS.: ZUM GLÜCK hab ich die 5Tage-Woche... muß jedoch Silvester auch arbeiten :-/

Cassy
30.11.2004, 15:48
@ HorstHützel

Ich kann dir in all dem nur zustimmen. Ich reisse mich schon förmlich um die Botengänge, allein schon um kleine Umwege auf die Lieblingsstationen zu machen (bei mir Intensiv) und dort sich erst mal schön gemütlich zu unterhalten. Sollte doch mal einer meckern, so wurde man immer aufgehalten, man selbst hat NIE schuld :-top

Dein Tip mit dem Buch funktioniert leider bei mir nicht, da sie Tische in U-Form stehen und man auf jedem Platz im vollen Blickfeld der Lehrer sitzt. :-??? Was ich bemerkt habe, dass an einzelnen Schultagen und im Blockunterricht die Handyrechnung immer viel höher ausfällt als an den restlichen Tagen :-blush Krankheitstage habe ich leider schon zu viele (Radius-Fraktur in der Probezeit, darf mir also nicht mehr all zu viel erlauben) und die restlichen werden für die Zeit kurz vor dem Examen gespart....

Mit den Essenskarten hast du recht, aber lieber streiche ich einer alten Omi 20 Brote als dass ich in dieser Zeit die Schmutzräume saubermache.

:-party Die Freude auf das Studium lasse ich mir aber nicht verderben, dazu freue ich mich einfach zu sehr. Bis dahin geniesse ich mein doch recht entspanntes Leben als Krankenpflegeschülerin :-party

Kleiner_Medicus_w
30.11.2004, 16:00
wieso entscheiden sich soviele für die Krankenpflegeausbildung wenn es doch noch weitaus vielfältigere und anspruchsvollere ausbildungen gibt? MTF, MTR, MD, usw... :-top


gruß,

kleiner_medicus_w

Cassy
30.11.2004, 16:52
Ich wollte auch einmal den Klinikalltag erleben, bei den meisten anderen Ausbildungen hätte ich dafür zahlen müssen, und das wollte ich nicht. Das Studium wird sicherlich noch teuer genug werden :-blush

annekem
30.11.2004, 19:32
hallo ihr lieben armen Azubis, bin (leider) selber einer im 2. Kurs... am Anfang war ich auch super frustiert, wenn in der Schule in 5 Stunden besrpochen wurde, dass man da Waschen am Kopf anfängt, und nicht am Genitalbereich...
Aber ich finde, es wurde immer interessanter, vielleicht nicht grad in Krankenpflege, aber Anatomie, Innere, Chirurgie, Pädiatrie etc. Gut, es ist sicher nicht Uniniveau, aber wenn man interessiert dabei ist, kann man so einiges aus dem Unterricht heraushören, was Ärzte und ihre Probleme betrifft (wir haben fast nur Ärzte als Dozenten...).
Natürlich wird man faul und setzt sich nicht hin, um zusätzlich zu lernen, aber ich filtere mir doch schon mehr aus den Büchern als meine SChulkollegen...
Manchmal kriege ich doch aber ganz schön schiss, dass ich mich (böse gesagt) auf das Niveau zu sehr herablasse und nachher das Studium nicht mehr verstehe... Geht euch das auch so???
Aber mal ganz ehrlich, wenn man in der Schule lernt einen Dauerkatheter zu legen udn dann auf STation mal selber ran darf, ist man doch schon ziemlich geil darauf und meistens hinterher auch stolz.. oder bin ich da die einzige???
Für mich gab es eigentlich keine Alternative zur Ausbildung: 2,8 Abi, 2 Wartesemester, Keine Ahnung, ob ich die Power hab dieses HAmmerstudium durchzustehen, Geldmangel...
Ich muss sagen, dass mir die AUsbildung im Großen und Ganzen echt Spass macht udn ich das Gefühl hab, ordentlich was dazuzulernen. Auch wenn ich niemals in diesem Beruf arbeiten möchte und mein Traum der weisse Kittel ist!!!
Ich wünsch euch noch viel vile Durchhaltevermögen... hab mir schon tausendmal sagen lassen, dass die Zeit so superschnell rumgeht!
Liebe Grüße und lasst euch von den ollen SChwestern nicht fertig machen!