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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was macht die Krankenpflege-Ausbildung?



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Nils.
28.10.2008, 18:58
Das kommt darauf an wo du als Arzt hin willst? Chirurgie: OTA; der Rest: Pflege.
In welche Fachrichtung willst du?

Ich bevorzuge sowieso die Pflege da man nach dem Examen überall hin kann, falls es mit dem Studium doch nix wird oder man noch bis zum Studium arbeiten muss (Stichwort WS). Was du lernst hängt stark von deiner Motivation ab. Mit viel Interesse und schlauen Büchern kann man sich in der Pflege ne Menge Grundlagen für den Krankenhausalltag verschaffen...


Naja, eigentlich würde ich gerne Richtung Viszeralchirurgie gehen. Wobei natürlich auch die Inneren ihren Reiz hat. Ich finde nur, dass mir das nicht viel bringt, wenn der OP-Alltag z. Großteil aus FemPops, Athroskopien und LapGallen/Leistenhernien besteht.

Die Motivation zu lernen habe ich, nur ist es traurig immer ausgebremst zu werden von wegen "Das brauchst Du gar nicht wissen" o.ä.

Strodti
28.10.2008, 19:25
Als Pfleger hast du halt immer wieder Situationen, in denen du (bis zum Eintreffen des Arztes) erst einmal entscheiden mußt. In der Ambulanz geht das damit los, dass der aufnehmende Pfleger entscheidet, welchen Arzt er anruft. Selbstverständlich stellen Pfleger keine Diagnosen, aber durch das Tun und Lassen tragen sie viel Verantwortung.

Bedarfsmedikationen, Entscheidung: Arztinfo oder nicht, Angehörigengespräche,... alles nicht ohne.

//stefan
29.10.2008, 17:56
Äh naja, für die Bedarfsmedikation schau ich in die Kurve. Steht da nix, gibts auch nix. Es sei denn es gibt ne Regel von seiten ärztl. Leitung. Und in der Ambulanz sind viele Fälle auch klar, zu wem sie gehören. Überschneidungen gibts immer, dass klären aber die Ärzte untereinander selber.
Verantwortung für die Pflege besteht in der korrekten und sorgfälltigen Durchführung aller ihr übertragenen Aufgaben. Und die kommunikative Ebene (primär Pat.; sekundär Angehörige) darf dabei auch nicht zu kurz kommen.
Und das ist, wenn alles perfekt laufen soll, ein enormer Druck...

julian66
30.10.2008, 17:58
Die 3 Jahre haben sich eeeewig hingezogen, im Oberkurs gings dann doch ein wenig flotter voran. Seit nem Monat bin ich endlich fertig :-party

Adrenalino
30.10.2008, 18:25
Yes! Hau rein Mann!
Examiniert arbeiten ist schon angenehmer wie als Schüler; man ist halt schon eher sein eigener Herr (obwohl man das als Schüler auch oftmals sein könnte...)
Wirste jetzt erst mal arbeiten gehen, oder ...?

Schön übrigens, das der Thread, der von mir fast genau vor 4Jahren (!!!) ins Leben gerufen wurde immernoch existiert! :-)

:-winky

agouti_lilac
30.10.2008, 18:48
Schön übrigens, das der Thread, der von mir fast genau vor 4Jahren (!!!) ins Leben gerufen wurde immernoch existiert! :-)

:-winky
Hihi, ich hab gleich mal meinen ersten Beitrag in "deinem" Thread nachgelesen - konnte mich gleich wieder reinfühlen!! ;-)

Irgendwie vermisse ich manchmal die Zeit im KH während der Ausbildung... so im Nachhinein. :-angel

Cassy
30.10.2008, 19:38
*grins* habe auch gleich nach meinem ersten Beitrag im Thread geschaut :-oopss Und ich war die Erste die ihren Senf dazu gegeben hatte...

@agouti_lilac: du hast recht, so im Nachhinein war es doch eine schöne Zeit. Vor allem war sie insgesamt viel lockerer als die jetzige. Grad heute Abend sehne ich mich eher nach meinem lockeren Ausbildungsleben zurück. Aber wisst ihr, ich glaube man will immer das haben, was in diesem Moment nicht erreichbar ist. :-nix

Adrenalino
30.10.2008, 20:58
Also ganz ehrlich, ich vermisse die Zeit vor 4Jahren noch gar nicht; und hab sie auch niemals vermisst...
Wenn dann irgendwelche WohnheimPartys im Mittelkurs ;-)
Momentan lern ich aber immernoch lieber den halben Tag Chemie als den halben Tag frustriert und einsam in nem alten Schwesternwohnheim zu hocken...

Aber mal schaun; ich werde es posten, falls ich mich doch mal in den Unterkurs, iiiiirgendwann zurücksehen werde..! :D

Aber das ihr meinen ersten Beitrag hier auch noch lesen müsst... *seufz* Das lasst mal lieber sein.. :-oopss :-blush

Strodti
30.10.2008, 23:22
Ich denke auch oft wehmütig an meine Zeit in der Pflege zurück... Ich mochte jeden Teil davon. Die Ausbildung mit den vielen verschiedenen Einsätzen, Wohnheimpartys oder Discobesuchen in Kursstärke, das Examiniertendasein mit Asche in der Tasche und einem 1a Team...

Gerne wieder (aber nur noch an WE oder Ferien :-) )

Cassy
31.10.2008, 07:34
Ich vermisse die Zeit meist dann, wenn`s mit dem Studium nicht gut läuft. Das andere war eben ein Leben ohne jegliche Anstrengung, dafür aber mit Erfolg. Jetzt im Studium ist es eher umgekehrt...

Cassy, die jetzt noch brav weiterlernt bis zur Prüfung :-lesen

altalena
31.10.2008, 07:37
Oha.... ich pflichte dir bei, Cassy..... schrecklich, das jetzt schon zu sagen. Es ist nicht ganz so schlimm, aber da das Examen erst ein Monat her ist, sind die Erinnerungen an diese chillige Zeit doch noch sehr frisch...... :-dance

Nils.
01.11.2008, 14:08
Werde mich wohl auf einen Pfleger-Ausbildungsplatz bewerben. :-notify


Wie groß ist eigentlich der Anteil von Popo abputzen (ja ja ich weiß) und füttern bei der Arbeit als Pfleger?

julian66
01.11.2008, 16:03
Je nachdem, auf welcher Station du gerade deinen Einsatz hast.
Als ich 3 Monate auf ner Geriatrie war, lag der Popo-putzen/Pfanne schwingen Anteil so bei 30%, schööööön is anders ;o)

Ich2186
01.11.2008, 16:23
xxxxx

Strodti
01.11.2008, 17:37
Da hat jemand richtig Ahnung von Pflege, das merkt man gleich.

Das Deutsche Krankenhausinstitut hat in einer Studie Einsparpotential im Pflegedienst untersucht demnach gehen bereits 28% der Arbeitszeit für patientenferne Tätigkeiten drauf. Wenn du jetzt noch Tätigkeiten der speziellen Pflege dazu zählst (Verbandwechsel, richten von Medikamenten,...) und Grundpflege nicht nur als Körperpflege verstehst, wirst du merken, dass eine Pflegekraft mehr als nur putzen und waschen können muss.

aachen2010
01.11.2008, 17:46
Als ob euer Arbeitsalltag nicht zu 90% aus Popo-Putzen,Füttern und Genervt-Sein besteht.
Tsss...Pflegekräfte....

Also mal ehrlich, ich mache zwar keine Krankenpflegeausbildung.
Aber was für eine respektlose, (tut mir leid für das wort) bescheuerte Bemerkung ist das denn bitte!!
Mal abgesehen davon, dass ich dich nicht kenne, wirfst du durch deinen Beitrag ein ziemlich mieses Licht auf dich.
Überleg mal ob das was du gesagt hast so angebracht war.
:-???

Jauheliha
01.11.2008, 17:54
Ähem... habt ihr schon mal daran gedacht, dass dieser Beitrag vielleicht ironisch gemeint sein könnte?

Ich2186
01.11.2008, 18:31
xxxxx

//stefan
01.11.2008, 18:40
Ich will hier jetzt nicht in die selbe Kerbe hauen aber ein paar Worte zu "Ich2186" will ich dann doch loswerden.
Anscheinend hast du eine Station erwischt, in der die Arbeitsmoral (und damit oftmals verbunden auch die Atmosphäre) ziemlich am Boden war/ist. Dann kann ich verstehen das man schnell dazu neigt, alle Pflegekräfte über einen Kamm zu scheeren. Aber das auf die ganze Pflegewelt zu pauschalisieren wird dir nicht bekommen. Ich weiss nicht in welche Fachrichtung du einmal Einzug halten wirst, jedoch musst du in den meisten mit der Pflege zusammenarbeiten. Ob du willst oder nicht... Und wenn du deine Meinung bis dahin nicht relativieren kannst, dann gute Nacht. Du nimmst dir zwar mit der Aussage (Zitat: "Aber ich weiß,ich bin ja nur Student ohne jegliche Lebenserfahrung und werde im klinischen Alltag böse auf die Nase fallen,weil man ohne die lieben Pfleger nicht kann." / Zitat Ende) ziemlich den Wind aus den Segeln, es ist aber genau so. :-top
Also mein junger Freund. Bitte etwas mehr Respekt, du wirst ganz andere Kaliber kennen und schätzen lernen, dass kann ich dir nach mehr als 2 Jahren Pflegeerfahrung garantieren! Schwarze Schaafe gibt es immer, auch unter den Ärzten. Und das kann weit aus gefährlicher sein, wenn die meinen sie können alles, wissen alles und machen dann alles........... falsch.

Also... viel Erfolg im Studium :-winky

*edit*
Rechtschreibung, Kommata

Strodti
01.11.2008, 18:49
Also was ich dir bestätigen kann, ist dass es wirklich sehr arbeitsunwillige und auch unfähige Pflegekräfte gibt. Die gibt es übrigens in allen Berufen im Krankenhaus. Und das Pflegeteam ist sehr stationsabhängig... Such dir am besten mal eine engagierte Mentorin(/Praxisanleiterin) oder einen Schüler im dritten Lehrjahr und lass dir ihr/sein tun und handeln erklären.
Viele Pflegetätigkeiten sehen auf dem ersten Blick stupide aus, aber ab und zu steckt mehr dahinter. Wenn du mit einer engagierten Pflegekraft waschen gehst, dann kannst du zudem noch etwas über Krankenbeobachtung, Pflegeprohylaxen, Ressourcennutzung und Mobilisation und vieles mehr lernen.

So manche Eigenheiten sind auch mit klinikinternen Reibereien verbunden, die du als Praktikant so nicht kennen kannst. Zwischen den Berufsgruppen gibts halt manchmal Kommunikationsdefizite.

Es tut mir sehr leid, dass du diese Erfahrungen im Pflegeteam machen must, aber glaub mir einfach, dass das nicht alles ist.