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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was macht die Krankenpflege-Ausbildung?



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krabbi
30.12.2008, 18:05
Aber ich werde häufiger gefragt ob ich nicht noch studieren möchte als weibliche Schülerinnen (jaja, Schülerinnen sind immer weiblich, wills nur verdeutlichen ;-) ). Man kriegt oft zu hören, dass KP ein Frauenjob ist :-nix . Männer studieren, Frauen Kind kriegen und dann nebenher arbeiten. In der Kombination hab ich das schon öfters gehört.

Das kann ich bestätigen, viele Schüler werden gefragt, ob sie später Medizin studieren wollen, Schülerinnen dagegen fast nie!

Cassy
30.12.2008, 20:13
Bin ich etwa männlich???? :-peng Ich wurde ständig gefragt was ich in der Ausbildung wollen würde und wieso ich nicht studieren gehe.

Ich bin mir aber sicher dass ich XX-Trägerin bin :-))

//stefan
01.01.2009, 15:55
FROHES NEUES! :peace:

Sternenprinzessin
01.01.2009, 17:27
Auch ein Frohes Neues euch allen!
Cassy, mach dir nix draus, ich bin auch weiblich und werde regelmäßig gefragt, ob ich nicht noch studieren möchte. Die drei Jungs aus unserer Klasse wurden dagegen noch nie gefragt. Ist vielleicht regional unterschiedlich? ;-)

krabbi
02.01.2009, 14:41
Heute ist zwar schon der zweite, aber ich wünsche allen Pflegeknechten trotzdem noch ein schönes neues Jahr! Auf dass wir uns auch 2009 nicht unterkriegen lassen... ;-)

jam123
02.01.2009, 18:20
.... Pflegeknechten....
Auf dass wir uns auch 2009 nicht unterkriegen lassen... ;-)

Apropos Pflegeknechte: So, es kann wieder ein Hacken hinter Einsatz Nummero 8 gemacht werden. Mein Psysch-Einsatz ist zu Ende! Wobei ich dazu sagen muss, dass es ingesamt ein guter Einsatz war, interessant, vie gesehen, viel gelernt, super Team. Leider kann ich bislang nur 3 Einsätze als gut bezeichnen, aber darunter auch dieser!
Geschlossene akut Station + diverse Psychosen + ... = Super!

//stefan
03.01.2009, 13:18
Heute nach 5 Tagen frei wieder Dienst gehabt. 8 Patienten. Noch. Montag gibts 10 Aufnahmen mit OP am selben Tag und ich hab Spätdienst, d.h. dass ich die meisten davon noch auf Station übernehmen muss.

Da komm ich gut ans Laufen, denk ich. :-oopss

Jetzt kommt der Ausgleich für die Chillerei über die Feiertage :-D .

venzer85
05.01.2009, 12:15
Hallo,auch ich kann nur sagen, dass ein Großteil der Ausbildung schon sehr langweilig ist. Gerade auf Chirurgie oder Innere, ist man als Schüler nur für die Drecksarbeit zuständig. Mein Ausbildungsbetrieb war ein psychiatrisches Krankenhaus, somit war ich in etwa der Hälfte der Ausbildung auf psychiatrischen Stationen eingesetzt, was mir wesentlich besser gefallen hat als auf somatischen Stationen.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich die Ausbildung nochmals machen würde, kann aber auch sagen, dass ich glücklich und auch etwas stolz bin sie abgeschlossen zu haben. Ich arbeite jetzt in einer forensischen Psychiatrie, und kann mir auch nichts besseres vorstellen. Dafür hat sich die Ausbildung dann doch auf jeden Fall gelohnt.Auch bei mir war der theoretische Unterricht nie ein Problem,vielmehr waren es Gedanken an den nächsten Tag auf der Inneren oder Chirurgie :-kotz
Jetzt möchte ich erstmal 1 ode 2Jahre arbeiten, und hoffe dann fürs Medizinstudium genommen zu werden :-blush

Nils.
06.01.2009, 11:07
Hallo,auch ich kann nur sagen, dass ein Großteil der Ausbildung schon sehr langweilig ist. Gerade auf Chirurgie oder Innere, ist man als Schüler nur für die Drecksarbeit zuständig. Mein Ausbildungsbetrieb war ein psychiatrisches Krankenhaus, somit war ich in etwa der Hälfte der Ausbildung auf psychiatrischen Stationen eingesetzt, was mir wesentlich besser gefallen hat als auf somatischen Stationen.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich die Ausbildung nochmals machen würde, kann aber auch sagen, dass ich glücklich und auch etwas stolz bin sie abgeschlossen zu haben. Ich arbeite jetzt in einer forensischen Psychiatrie, und kann mir auch nichts besseres vorstellen. Dafür hat sich die Ausbildung dann doch auf jeden Fall gelohnt.Auch bei mir war der theoretische Unterricht nie ein Problem,vielmehr waren es Gedanken an den nächsten Tag auf der Inneren oder Chirurgie :-kotz
Jetzt möchte ich erstmal 1 ode 2Jahre arbeiten, und hoffe dann fürs Medizinstudium genommen zu werden :-blush


Was ist so schlimm an Chirurgie oder Innere? Bzw. was ist so langweilig an der Ausbildung?

Strodti
06.01.2009, 11:22
Was erwartest du? Es ist zwar eine Ausbildung, aber die meiste Zeit auf Station mußt du einfach arbeiten. Das heißt: sich immer wiederholende Arbeitsabläufe. Übergabe, Grundpflege, Essen austeilen, Spüle aufräumen/Pötte schrubben, Verbände, etc.
Natürlich gibt es immer mal was Neues oder Spannendes und man lernt auch viel in der Praxis, aber das meiste ist Routine. Im Mittel- und vor allem Oberkurs hast du dann noch mehr mit Dokumentation, ausarbeiten der ärztlichen Anordnungen oder dem richten von Medikamenten zu tun. Aber auch das ist eigentlich ziemlich langweilig ;-)
Innere und Chirurgie empfand ich jetzt nicht als langweilig, aber das ist bei jedem anders. Wenn dir die Pflegearbeit Spaß macht kannst du auf fast jeder Station eine gute Zeit haben. Wenn dir Pflege eigentlich zuwider ist, wirst du dich quälen.

Vinland
06.01.2009, 14:14
Hi alle miteinander =)

ich fange jetz im April eine Krankenpflegeausbildung in Heidelberg an. Diesbezüglich wollte ich wissen, ob jemand von euch da seine macht oder gemacht hat.
Bitte um Antwort.

mfg

venzer85
06.01.2009, 14:22
@nils: Vielleicht habe ich mich auch falsch ausgedrückt. Die Krankheitsbilder selbst sind meiner Meinung schon sehr interessant, natürlich auch Einsätze wie OP oder Endoskopie haben mir echt Spaß gemacht.
Was mich aber nicht so sehr begeistert hat, ist die Tatsache, dass du als Schüler, zumindest in dem Krankenhaus in dem ich eingesetzt wurde, in erster Linie für Arbeiten eingesetzt wurdest, vor denen sich das Stammpersonal nur zu gerne drückte. Was hab ich schon davon, wenn ich den ganzen Tag nur mit dem Schieber über die Station renne, und andere wichtige Ausbildungsinhalte dabei zu kurz kommen(Visite machen,Schreibtischarbeit etc.)Ich bin nicht der Meinung, dass man im 2 oder 3 Ausbildungsjahr nur zum Waschen, Essen anreichen oder Schieber holen da ist. Mein Eindruck auf solchen Stationen war, teilweise der, dass ma n als Schüler total "verheizt" wird!!! Behauptet jetzt bitte nicht, dass ich mich vor der Grundpflege drücke, und mich stattdessen lieber an den Schreibtisch setze, und lieber andere laufen lasse, aber meiner Meinung nach ist die Ausbildung auch dazu da, einen Einblick in alle Arbeitsfelder bzw. Tätigkeiten eines Krankenpflegers zu bekommen.
Mir ist klar, dass die Grundpflege und Tätigkeiten am Patienten selbst eine großen Teil der Ausbildung einnehmen, und von enormer Wichtigkeit sind, und ich habe mich auch niemals vor solchen Arbeiten gedrückt, aber ichn denke ganz einfach, dass man im dritten Ausbildungsjahr, auch mal die eine oder andere Visite leiten sollte, oder in andere Arbeiten (wie z.B. Schreibtischarbeiten) eingeleitet werden sollte!
Ein weiterer, meines Erachtens nach fast noch größerer Fakt, dafür dass mir die Arbeit auf Innere oder Chirurgie einfach nicht gefallen hat, ist die Tatsache, dass das Zwischenmenschliche einfach zu kurz kam, bzw. teilweise gar nicht stattfand. Ich hatte den Eindruck, dass die Pat. dort einfach abgefertigt wurden. Man nimmt sich dort viel zu wenig Zeit, auch mal mit dem Patienten zu sprechen, im Gegenteil, wenn man es dann doch mal macht, bekommt man von einigen Schwestern die Antwort/Aussage "Du bist nicht zum labern hier" an den Kopf geknallt!
MFG venzer85

Muriel
06.01.2009, 14:22
Es könnte hilfreich sein, Vinland, wenn Du angeben könntest, an welcher Schule/welchem KH Du die Ausbildung machst, denn ich denke mal, dass HD mehr als nur eine Ausbildungsstätte hat, oder? Viel Spaß jedenfalls :-)

Vinland
06.01.2009, 14:46
Aso, sorry.
Ich mache die Ausbildung an der Akademie für Gesundheitsberufe Heidelberg.
Einsätze werdenmeistens im Uniklinikum sein.

Nils.
06.01.2009, 15:56
MFG venzer85


Hm, das ist wirklich blöd, wenn man für sowas verheizt wird.

Wie ist es eigentlich später im Studium, kann man sich die Pflegeausbildung als Pflegepraktikum anrechnen lassen?

Skalpella
06.01.2009, 16:04
Wie ist es eigentlich später im Studium, kann man sich die Pflegeausbildung als Pflegepraktikum anrechnen lassen?
Ja :-)

Nils.
07.01.2009, 11:40
Au klasse. :-party

Nursery Crime
07.01.2009, 14:39
Ich muss mich immer wieder wundern, wie manche Studenten zu glauben scheinen, sie stünden fachlich über dem Niveau des Pflegepersonals. Teilweise weiss ich nicht, ob ich darüber lachen oder wütend werden soll.
Ich habe die Krankenpflegeausbildung absolviert und arbeite seitdem in einem 500-Betten-Haus auf einer interdisziplinären Intensivstation. Ich mache den Job jetzt seit 14 Jahren dort und warte immer noch auf den Moment, einen Assistenzarzt kennen zu lernen, der in der Lage ist:

-ein Beatmungsgerät vernünftig einzustellen

-sich mit Hämofiltration und Dialyse auskennt

-bei einer Reanimation nicht wie ein Huhn ums Bett herumläuft

-zügig intubieren und einen zentralen Zugang legen kann, ohne dass gleich ein anästhesiologischer Facharzt kommen muss

-einen Behandlungsplan zu schreiben, in dem sich nicht mindestens 30% unsinnige oder falsche Anordnungen befinden

-ein EKG lesen zu können, ohne gleich ein internistisches Konsil anzufordern

So könnte ich einige Zeit weitermachen. Erschreckenderweise sind die Jungassistenten bei uns auf der Intensivstation immer total nett und kleinlaut und lassen sich vom Pflegepersonal alles vorbeten, damit bei der OA-Visite alles im grünen Bereich ist. Gehen sie danach auf die Normalstation, behandeln viele das Pflegepersonal wie Untermenschen.

Zu den ganzen Postern, die gerade mal am Anfang ihres Studiums oder PJ machen und sich dem Pflegepersonal so überlegen fühlen, sage ich nur:

Man sieht sich in der Praxis!!!

Strodti
07.01.2009, 14:48
Was willst du mit deinem Beitrag, außer provozieren? Es gibt hier auch eine Menge Studenten und Ärzte, die beide "Seiten" kennen, weil sie vor dem Studium eine Ausbildung in der Pflege absolviert haben und auch als Schwester oder Pfleger im Krankenhaus gearbeitet haben.
Deine Einstellung hilft keinem Team. Es schürt nur die Konflikte. Die meisten Ärzte sind sich der Notwendigkeit einer Zusammenarbeit der Berufsgruppen natürlich bewußt.

Cassy
07.01.2009, 14:52
A: Es gibt solche und solche Menschen. Nicht alles sind gleich und erhalten sich so schlecht gegenüber dem Pflegepersonal.

B: Wenn du mal sehen würdest wie es im Studium abläuft muss man sich nicht wundern dass ein frischer Assistenzarzt das alles noch nicht kann.

C: All deine aufgeführten Punkte kann und muss man lernen. Noch ist kein Meister vom Himmel gefallen, und wer das von sich selbst behauptet wird wohl lügen.

D: Du wusstest und konntest nach deinem Krankenpflegeexamen wohl auch nicht alles. Beatmungsgeräte einstellen, Hämofilter etc musste man auch Dir zeigen (Geräteeinweisung, irgendwann hat man selbst Erfahrung etc). Und ich bezweifle dass jede Pflegekraft am Anfang super gute, präzise und perfekte Pflegeberichte schreibt. Also wieso muss das ein Doc sofort können im Bezug auf die Anordnungen?

E: Intubieren ist keine eigentliche Aufgabe des Pflegepersonals. Wenn du das kannst dann ist das toll... aber auch die Docs müssen hier üben.

F: Reanimationen sind eine sehr spezielle stressige Situation. Sorry, aber weder du noch einer deiner Kollegen wird bei seinen ersten Reanimationen der Vollprofi und mega ruhig gewesen sein.


So, und das alles schreibt eine, die auch die pflegerische Seite kennt (Arbeit in Anästhesie und auf Intensivstation, auch in einem Haus der Maximalversorgung gewesen) und die weder die Pflege noch die ärztliche Seite in Schutz nehmen will. Mein Beitrag soll in keinster Weise angreifend wirken sondern nur das Verständnis für Anfänger wecken, das eventuell nach langen Jahren der Berufserfahrung verloren gehen könnte :-)