Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was macht die Krankenpflege-Ausbildung?
Schwesterchen86
27.12.2009, 01:00
muss auch mal meinen Frust raus lassen.. arbeite als Krankenschwester auf ner Allgemein -und Viszeralchirurgie und bekomme wirklich manchmal viele innerliche Anfälle.. wenn meine lieben Ärzte manchmal Dinge übersehen..udn sehe, dass es einfach Zeit für mich ist, mit dem Studium anzufangen, weil ich auch endlich die volle Verantwortung für meine Patienten haben möchte..
es sind einfach Kleinigkeiten, die sich häufen udn ich schon darauf aufpassen muss, meine Fragen und Hinweise nett zu formulieren, ohne es mir ganz zu verscherzen..
Beispiel: Patient C2 Abusus, wurde im Krhs mit Clonidin bhandlet 3 x tgl. schon über 2 Wochen..klagte über orthostatische Störungen, hypoton 90/60, Puls arrhythmisch.. naja nach einen vorsichtigen Bemerkung über die auftretenden Erscheinungen bei dem Patienten wurde das Medikament ausgeschlichen..das beste ist noch , wenn die Patienten sagen "ich habe das gefühl, sie sind die einizige die hier ahnung hat" =)
Beispiel: Patient mit Subileus, hat bereits eine MS,Arztanordnung Zofran spritzen gegen Übelkeit..da kommt schon der erste Bauchkrampf in mir-- denn Zofran hat als Nebenwirkung Obstipation (hochselektiver Serotonin 5 HT3 Rezeptor Antagonist, kommen im Brechzentrum als auch im Ileum vor, also AUTSCH ) die Frage wieviel Milligramm eine Obstipation hervorrufen konnte mri keiner beantworten, zu mal es auch Verwunderung hervorrief als ich eine Ärztin darauf aufmerksam machte, was für NW dieses Medikament hat.. AUA NR 2. zur Provokation sollte ich ihm 200 ml Bitterwasser über die MS zum Abführen geben, obwohl das Ergebnis der MDP noch nciht mal da war, 3. AUA keine regelmäßige MCP i.v. Gabe, wo mri meine eine Ärztin auch noch recht gab, dass man das machen müsste, aber sie ihren Kollegen jetzt nicht in Rücken fällt..
es sind so diese Kleinigkeiten.. es gibt ja auch diese wundervollen Intuitionen
Beispiel: Patient zur Beobachtung nach Tumorpunktion, Leiomyosarkom - weiß ich nciht mehr- war lediglich tachykard mit 108, RR 160/90, keine hypertonen werte sonst, patient ebenfalls bemüht möglichst viel auszuhalten, aber schon halb schmerzgeplagt im bett liegend.. BE war auch nciht weiter auffällig nach 3 Stunden Hb 12,... ich habe meinen ärzten alles schön mitgeteilt, dass mir der Patient obwohl die Werte keinen Grund zur Panik aufweisen, mir dennoch nciht gefällt.. und hatte die Vorstellung, wenn ich jetzt mit dem Studium u.s.w. fertig wäre, würde ich meinen Patienten dennoch ins CT schicken.. ich komme am nächsten tag zum Dienst.. Patient liegt auf ITS --> Sickerblutung Notop..
kurz um ich will auch endlichhhhhhhhhh anfangen, diese Unzufriedenheit und Unerfülltheit als Krankenschwester ist einfach nur zum Heulen..ich will ja auch keine Chirurgin werden udn weiß, dass meine lieben Ärzte andere Sachen im Kopf haben als sich um medikamentöse Therapien zu kümmern..
kurze Auszüge zum miteinander leiden und klagen
Moin und Guten Tag!
Ich war hier ja schon ewig nicht mehr unterwegs! Es hat sich viel getan in letzter Zeit, aber natürlich bin ich immer noch fleißige Krankenpflegeschülerin! ;-)
Meine Gesundheit war in den letzten Monaten stark angeschlagen, zuerst wurde bei mir Colitis ulcerosa diagnostiziert, und kurze Zeit später kam dann noch der böse H1N1-Virus obendrauf... Dadurch war ich fast 10 Wochen krank geschrieben und nun geht es aber zum Glück langsam wieder bergauf, auch psychisch. Ich war ziemlich down, als ich von der CED erfahren habe, aber mittlerweile bin ich dank Medis (u.a. Cortison - selten so eine wunderschöne Akne gehabt! :-oopss) wieder in der Lage, meinen Alltag normal zu leben. Aber um meine Krankengeschichte geht es hier ja weniger, also zurück zum Pflegealltag...
Ich muss nun leider die Ausbildung um ein halbes Jahr verlängern, da ich in der Theorie um die 380 Fehlstunden habe und das ist ja viel zu viel. Aber so tragisch finde ich das nicht, die paar Monate als Schülerknecht hält man auch noch aus. Außerdem bin ich nicht die einzige, wir haben im Kurs zwei schwangere Mädels, die folgen mir dann auch bald einen Kurs zurück (bei uns kann man jedes halbe Jahr mit der Ausbildung anfangen).
Außerdem bin ich seit meinem (leider nur!) fünfwöchigen Einsatz auf der Kinder- und Jugendpsychiatrie absolute Psycho-Fanatikerin geworden! :-love Mein absolutes Lieblingsfachgebiet seitdem, ein tolleres gibt es nicht! Nächstes Jahr komme ich auch noch auf eine Erwachsenen-Entzugsstation, darauf freue ich mich jetzt schon wahnsinnig!
Bald habe ich praktische und theoretische Zwischenprüfung. Da kann man nicht durchfallen, es dient nur zur Leistungeinschätzung, von daher ist meine Motivation zum Lernen auch nicht allzu hoch. Aber was muss, das muss - oder so...
Nun denn, ich hoffe alle, die Weihnachten arbeiten mussten, haben es gut überstanden! Bei uns ist es übrigens so geregelt, dass alle Schüler am 24. und 31. Dezember grundsätzlich frei haben, das finde ich ganz nett eigentlich...
Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag!
krabbi
Psychiatrische Pflege ist schon klasse... ich war 2 Jahre in so einem Laden und hab da wirklich eine schöne Zeit gehabt. Endlich mal keine Waschstraße oder Fließbandpflege wie auf vielen anderen Stationen. :-love
Ich hab meinen Weihnachtsdienst gut rumbekommen und muss erst wieder am 8.1. hin. Dann muss der Umzug der Station vorbereitet werden. Freu mich schon aufs Kisten packen :-sleppy
Bei uns ist es übrigens so geregelt, dass alle Schüler am 24. und 31. Dezember grundsätzlich frei haben, das finde ich ganz nett eigentlich...
Das wäre schön.. Bei uns müssen ja selbst die Zivis auf Station an den Feiertagen arbeiten. Total bescheuert.
Ansonsten: Keine Lust mehr auf den ganzen Pflege-Kram. Ist mir irgendwie zu anspruchslos und ich fühle mich mehr als billige Arbeitskraft, als dass ich effektiv was lerne..
][truba][
29.12.2009, 14:41
Warum sollte dir denn jemand nach deiner Ausbildung, ausserhalb von Fortbildungen, auch noch was beibringen?
Da musste dein Schicksal schon in die eigenen Hände nehmen.
Oder bist du noch Schüler (klang jetzt nicht so).
MfG truba
Ich fand es immer in Ordnung, dass ich auch in der Ausbildung an Feiertage arbeiten mußte. Ist nun einmal ein Beruf bei dem das so ist und da macht man alles mit. Auch blöd für die Kollegen, wenn sich Schüler/Zivis da rausnehmen.
@Nils. Du bist im Unterkurs, was erwartest du? Die Ausbildung wurde bei mir jedes Jahr besser, aber das erste Jahr besteht nunmal hauptsächlich aus Pflege, putzen usw. Im Mittelkurs haben wir dann eigene Zimmer oder Bereiche bekommen und da wurd es interessanter.
Nur weil man zeitlich gesehen "Anfänger" ist, brauche ich mich noch lange nicht so verhalten oder behandeln lassen..
Häh? Versteh ich nicht. Du sollst entsprechend deinem Ausbildungsstand eingesetzt und angeleitet werden. Im ersten Lehrjahr sind das meist: Unterstützung oder Übernahme bei den ATLs, Pflegeprophylaxen, erste Schritte der Pflegeplanung, Hygienemaßnahmen, Dokumentation der eigenen Tätigkeit und s.c. Injektionen... (so in etwa, ist bei jeder Schule anders).
Was vermisst du? Die Krankheitslehre ist über die 3 Jahre verteilt, da ist es an dir, dich einzulesen oder Kollegen oder Ärzte zu fragen.
][truba][
29.12.2009, 18:52
Ach noch am Anfang. Da ists natürlich wichtig ordentlich angeleitet zu werden.
s.c. Injektion im ersten? Man, das durft ich bis ins zweite Jahr hinein nicht :D
Ich hatte aber auch Glück und musste dafür kaum putzen auch wenn es ebend dazugehort. Wie im späteren Arbeitsleben auch.
Alzheimer
30.12.2009, 11:15
Ich verstehe den Frust von Nils und verstehe dagegen das Ausbildungssystem bei unseren KP- Schülern nicht.
Sie dürfen in ersten Praktikum nicht mal RR und Puls messen, da es im Unterricht noch nicht besprochen wurde, auch dann nicht wenn sie es auf der Station gezeigt bekommen. Jeder San-H bekommt das begebracht. Ich bin schon oft angeeckt, weil ich einer Schülerin eine Aufgabe erteilt habe, welche sie aber nicht machen durfte z.B. Infusion abstöpseln. Genauso darf ein ZVK- Verbandswechsel durchgeführt werden, aber eine RiLac wechseln, welche über den ZVK läuft darf noch nicht gemacht werden. Meiner Meinung nach totaler Schwachsinn. Wenn jemand schnell lernt und die Praxisanleiter meinen, dass diese Person schon mehr machen darf ist das doch o.k. und die Schule sollte das dann auch unterstützen und nicht auf Prinzipien, welche wenig Sinn machen herumreiten.
[truba][;855314']
s.c. Injektion im ersten? Man, das durft ich bis ins zweite Jahr hinein nicht :D Verstehe ich auch nicht. Jeder Patient der orientiert und weitestgehend klar im Kopf ist bekommt einmal gezeigt wie er sich Mono Embolex spritzt und wird dann entlassen und kommt dann zur OP wieder. Ähnlich läuft es bei den insulinpflichtigen Diabetikern. In 99% der Fälle funktioniert das problemlos. Wieso sollte das ein KPS nicht auch hinkriegen nach 1- 2 mal zuschauen und dann noch ein paar mal unter Aufsicht? Ich denke ein KPS ist nicht blöder als ein Patient.
Es ist nur traurig, dass es praktisch keine Anleitung gibt. Und das ist mir da in der Ausbildung einfach zu häufig, dass ich nur hinter dementen, alten Leuten herwische und den Müll wegräume..
Da fehlt mir nämlich auch irgendwie das Interesse in anderer Leuts Fäkalien rumzuspielen.
][truba][
30.12.2009, 16:28
Ich verstehe den Frust von Nils und verstehe dagegen das Ausbildungssystem bei unseren KP- Schülern nicht.
Sie dürfen in ersten Praktikum nicht mal RR und Puls messen, da es im Unterricht noch nicht besprochen wurde, auch dann nicht wenn sie es auf der Station gezeigt bekommen. Jeder San-H bekommt das begebracht. Ich bin schon oft angeeckt, weil ich einer Schülerin eine Aufgabe erteilt habe, welche sie aber nicht machen durfte z.B. Infusion abstöpseln. Genauso darf ein ZVK- Verbandswechsel durchgeführt werden, aber eine RiLac wechseln, welche über den ZVK läuft darf noch nicht gemacht werden. Meiner Meinung nach totaler Schwachsinn. Wenn jemand schnell lernt und die Praxisanleiter meinen, dass diese Person schon mehr machen darf ist das doch o.k. und die Schule sollte das dann auch unterstützen und nicht auf Prinzipien, welche wenig Sinn machen herumreiten.
Verstehe ich auch nicht. Jeder Patient der orientiert und weitestgehend klar im Kopf ist bekommt einmal gezeigt wie er sich Mono Embolex spritzt und wird dann entlassen und kommt dann zur OP wieder. Ähnlich läuft es bei den insulinpflichtigen Diabetikern. In 99% der Fälle funktioniert das problemlos. Wieso sollte das ein KPS nicht auch hinkriegen nach 1- 2 mal zuschauen und dann noch ein paar mal unter Aufsicht? Ich denke ein KPS ist nicht blöder als ein Patient.
Sehr richtig. Auch ich erinnere mich das es von der Schule her immer Probleme gab man solle das doch erst machen wenn man es theoretisch gelernt habe. Haette sich mein Haus dran gehalten haette ich wohl heute noch diverse Sachen nicht gemacht. Allerdings wurde es bei uns so gehalten (hatte ein sehr kulantes Haus und eine super Lehrerin von der Schule her) das, sofern es mir in der Praxis gezeigt und dafuer auch unterschrieben wurde, es auch selbststaendig durchgefuehrt werden konnte.
Habe aber auch von anderen Haeusern gehoert das es dort nicht der Fall war. Schon traurig das man solche starren Strukturen unbedingt beibehalten will anstatt, wie immer gelehrt, individuell auf den Menschen (hier Schueler) einzugehen. Der eine ist schneller, der andere langsamer. Das ist ja auch gar nicht schlimm (gibt ja zum Teil auch ordentliche Alters und Reifeunterschiede zwischen den Schuelern) aber man sollte ebend auch sowas beruecksichtigen.
MfG Thomas
ExcuseMyFreak
03.01.2010, 15:58
Gott sei Dank!
Dachte, ich wäre einsam mit meiner Ausbildungssituation oder besser gesagt, -depression!
Hab' mich sofort hier angemeldet, als ich gelesen habe, dass es hier einigen so geht wie mir.
Bin im 2. Ausbildungsjahr und fühle mich tierisch unterfordert, schließe Klausuren, mündliche Prüfungen und Praxis sehr gut ab und werde glaube ich allein deswegen schon von vielen älteren Schwestern gehasst ;-)
Schlimmer noch, wenn sie mir etwas erklären wollen und ich dezent und höflich unterbreche und sage, dass ich das schon gelernt habe...
STRAFENDE "FAHR ZUR HÖLLE!" AUGEN :D
Vllt kann ich mich hier ja mit euch austauschen und die nächsten 1,5 Jahre überstehen ... UF!
:)
So Freunde der Pflege... Nächsten Do/Fr Probelauf, Mo/Di darauf Praktisches. Ende Januar Schriftliches und dann Ende März das Mündliche.
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich nicht gut gelernt habe... Mache das jetzt mit MindMaps. Hat jemand noch andere Vorschläge, außer stumpf abschreiben und auswendig lernen?
][truba][
03.01.2010, 18:05
Hab nicht wirklich viele Infos da ich auch nicht anders gelernt hab.
Schau dir Recht auf jeden Fall nochmal etwas genauer an. Das ist der ätzendste Tag. Die andern beiden waren, meiner Meinung nach, nicht so übel.
MfG Thomas
Habe vor meiner schriftlichen nochmal knapp 2 Wochen Urlaub. Recht wollte ich kurzfristig vor der Klausur lernen, also in der Woche vor den Prüfungen. Ist das bescheidenste Thema.
@ Micoud
Oh, Leidensgenosse, mir gehts fast genauso wie dir! Hab in 2 Wochen meine Praktische, Anleitung bislang: 2x mit meiner Praxisanleiterin gearbeitet, aber wird schon.
Ich hab leider nur 5 tage vor der Schriftlichen frei. Bei uns ist es aber so geregelt, dass ein Wiederholungsblock von jeweils 5 Schultagen vor der schrifltichen und mündlichen Prüfung liegen.
Der Februar-Kurs hat vor knapp 3 Wochen ihre schriftliche geschrieben und man muss sich wirklich eher auf so ein Palaber wie Recht & Co einstellen. Bei denen kamen Fragen nach Qualitätsmanagement, Pflegevisite, Orem, RECHT, Demenz usw.
Keine anatomische Frage und fast keine medizinische Fragen (Symptome, Diag., Therapie)!
Wann hast du deine Mündliche und musst du danach auf deine Station, wo bist du eingesetzt???
Ich werde dieses Gefühl der billigen Arbeitskraft echt nicht los..
Hast du keinen motivierten Kollegen, Mentor oder so, der dir gerne was erklärt? Die billige Arbeitskraft bist du. Aber es macht natürlich zufriedener, wenn deine Ausbildung auch nicht zu kurz kommt.
@jam123:
Also, habe jetzt erstmal Praktisches (auf Neurologie). 3 Wochen später Schriftliches. Danach komme ich in die Psychatrie auf eine Station für englische Soldaten bzw. deren Angehörige. V.a. gibt es da posttraumatische Belastungsstörungen, aber auch alle anderen psychischen Erkrankungen. Da bin ich quasi von Februar bis Mitte März, dann 2 Wochen Schule, in denen wir auf die Mündliche Ende März vorbereitet werden.
So sieht mein Ablauf aus... Insgesamt bin ich doch erstaunt, wie viel man angeblich wissen sollte.
Powered by vBulletin® Version 4.2.3 Copyright ©2026 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.