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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was macht die Krankenpflege-Ausbildung?



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][truba][
21.02.2010, 01:21
Gute und bezahlte Fortbildungen waren für mich mit ausschlaggebend.
Es gibt Fortbildungen zu allem: Beatmungsseminare, Tracheotomie, VAD, PA Katheter, EKG Kurse, Nierenersatz, Katecholamine, Umgang mit offenem Thorax, INR, IABP, HTX, einfach alles.


Bin ebenfalls in einem Herz"zentrum" auf der ITS (allerdings nur 18 Betten und es gibt leider auch nur diese eine ITS bei uns) und kann dir zum vorher gesagten nur zustimmen auch wenn bei uns die Fluktuation nicht so hoch ist (aber noch immer ausreichend).
Bei uns werden leider nur total selten solche Fortbildungen angeboten was ich sehr schade finde. Im Arbeitsalltag bleibt, wie du ja geschrieben hast, kaum wirklich Zeit sich "richtig" was anzueignen und deshalb vermisse ich solche Angebote bei uns schmerzlich. Finde es schön wenn man solche Möglichkeiten zusätzlich geboten bekommt!


Intensivstation kann ich nur jedem empfehlen (nicht in einem Wald und Wiesen Krankenhaus).

Naja, nen ruhigeren Job hat man da mit Sicherheit und ich glaub auch das man teilweise da eventuell nicht so zum Fachidioten wird. Habe manchmal schon das Gefühl das man sein Wissen logischerweise (bei uns) sehr herzwärts richtet auch wenn ja viele Patienten globale Probleme haben/entwickeln. Aber ich kenn ja auch kaum andere Intensivstationen.



Kann im allgemeinen auch nur zur ITS raten auch wenn mir manchmal das richtige "pflegen" fehlt.

Inkita
21.02.2010, 10:06
Hey, macht hier jemand seine Ausbildung an der Uniklinik Köln und kann mir ein bisschen erzählen?Wäre total nett...

Asclepia
21.02.2010, 10:31
Ruhig ist es bei uns leider nie, ich hatte noch keine Frühschicht oder Spätschicht wo ich zwischendurch etwas getrunken habe. Auch andere Kollegen haben dazu leider keine Zeit. Bei uns finde ich es fast schon zu heftig, etwas ruhiger wäre viel angenehmer. Hätte ich gewusst was so auf mich zu kommt, wer weiß ob ich da hingegangen wäre. Ich denke eher nicht. Wenn es nie mal ruhiger ist, hat man auch deutlich weniger Kontakt im Team, Teamarbeit steht nur im Leitfaden, wie soll man das machen wenn niemand Zeit hat? Auch Freundschaften untereinander entwickeln sich kaum.
Das Angebot der Fortbildungen ist echt klasse bei uns, jeden Tag findet irgendetwas statt. Man kann sich vorher anmelden damit man entweder frei hat oder Frühdienst oder oft auch einfach so hingehen.
Außerdem bekommen wir den Dienstplan 6-8 Wochen im vorraus, das fand ich in der Ausbildung immer sehr nervig, 2 Wochen im voraus und man hatte schon Glück. Bei uns ist alles fertig ausgedruckt zum mitnehmen und da wir 90 Leute im Team sind, findet sich auch meist immer jemand zum tauschen.

Strodti
21.02.2010, 10:51
Ich mag durchaus auch die Arbeit auf peripheren Stationen. Kommt natürlich auch hier (Wie auch bei Intensivstationen) aufs Team an. Entlassungsmanagement, Kontakt zu den Angehörigen, langfristige Betreuung... Leider ist es durchaus so, dass man auf peripheren Stationen den Reiz zu kontinuierlicher Fortbildung eher verliert. Aber das liegt ja an einem selbst.
Außerdem mache ich nebenbei so einen 6-jährigen Kurs, da muss ich nicht mehr jede FoBi mitnehmen :-))

Hätte durchaus Interesse mal auf eine Intensivstation zu wechseln, vielleicht nächstes Jahr (will erstmal in meinem Team bleiben :-love)

Cassy
21.02.2010, 14:38
Noch wenige Tage dann bin auch ich wieder zurück im Krankenhaus, auf einer inneren Intensivstation. Nach fast 3 Jahren komplett ohne Pflegetätigkeiten und das Jahr davor Anästhesie fühle ich mich wie ein Schüler am ersten Tag. Von der Intensivstation eines Feld-Wald-Wiesenkrankenhauses in Anä der Maximalversorgung gewechselt, dann 3 Jahre Pause... ich hab das Gefühl nichts mehr zu wissen und zu können :-nix:-?

schmuggelmaeuschen
21.02.2010, 14:44
@Inkita:
ich hab an der uni das bewerbungsspräch gemacht, wenn es dir hilft?

Inkita
21.02.2010, 17:22
ja das hilft mir:)! hast du deine ausbildung da dann aber nicht begonnen?wieso nicht?

][truba][
21.02.2010, 22:57
Ruhig ist es bei uns leider nie, ich hatte noch keine Frühschicht oder Spätschicht wo ich zwischendurch etwas getrunken habe. Auch andere Kollegen haben dazu leider keine Zeit. Bei uns finde ich es fast schon zu heftig, etwas ruhiger wäre viel angenehmer. Hätte ich gewusst was so auf mich zu kommt, wer weiß ob ich da hingegangen wäre. Ich denke eher nicht. Wenn es nie mal ruhiger ist, hat man auch deutlich weniger Kontakt im Team, Teamarbeit steht nur im Leitfaden, wie soll man das machen wenn niemand Zeit hat? Auch Freundschaften untereinander entwickeln sich kaum.
Das Angebot der Fortbildungen ist echt klasse bei uns, jeden Tag findet irgendetwas statt. Man kann sich vorher anmelden damit man entweder frei hat oder Frühdienst oder oft auch einfach so hingehen.
Außerdem bekommen wir den Dienstplan 6-8 Wochen im vorraus, das fand ich in der Ausbildung immer sehr nervig, 2 Wochen im voraus und man hatte schon Glück. Bei uns ist alles fertig ausgedruckt zum mitnehmen und da wir 90 Leute im Team sind, findet sich auch meist immer jemand zum tauschen.

Da bin ich schon ganz froh wie es bei uns läuft. Komme zwar auch jetzt grad wieder von einem Hammer Spätdienst aber ab und an ist es auch mal ruhiger. Es entwickeln sich auch mal Freundschaften unter den Kollegen (wie sind aber auch nur 56). Letztens waren wir zum Beispiel mal zu 10. feiern. Ist sicher die Ausnahme aber wir wollens auf jeden Fall wiederholen.
Denke ich kann mir den Stress nicht ausmalen den Ihr so habt aber wenn ich auf unsern noch ne Schippe drauf lege muss ich auch sagen das ich das wohl nicht lange durchhalten würde.
Aber das wir so ein besch***enes Fortbildungssystem haben ist schon schade :)

MfG Thomas

schmuggelmaeuschen
22.02.2010, 10:03
Ich habe nach dem Gepräch ne mündliche Zusage bekommen und war eigentlich sehr happy. Weil bis zum Ausbildungsbeginn aber noch 1/2 Jahr war habe ich ein Vorsemester Medizin gemacht und auf die schriftlichen Zusage gewartet und gewartet und gewartet. Dann habe ich mich entschieden aus dem Vorsemester in die MTA AUsbildung zuwechseln, vorallem weil ich so ein semester gewinnen.
Ich beende dann mit 8 WS die AUsbildung und nicht erst mit 9, dass war das Jahr wo die WZ von 8 im WS auf 10 im SS hochsind.
Drei Wochen vor AUsbildungbeginn kam dann die Zusage, ich weiß nicht ob und wenn ja was da schief gelaufen ist, dass ich vorher nicht gehört habe. Da hatte ich mich dann aber schon umentschieden und war sehr glücklich damit.
Im Brief stand man müsse innerhalb 3 Tage oder zu zusagen und als ich dann nach 4 oder 5 Tage (hatte Klausuren) angerufen habe bin ich noch angemerkter worden und die mändliche Zusage hätte mir doch reichen können....
Tja nur das gespräch war im August oder so und die Ausbildung beginnt im April da finde ich 7Monate garnicht melden schon bisschen verwirrend.
Naja hattest du schon das Gespräch?

Inkita
22.02.2010, 11:54
Hey:), das vorstellungsgespräch ist nächste woche montag!kannst ja mal erzählen was die dich so gefragt haben...

schmuggelmaeuschen
22.02.2010, 13:15
ist schon ne weile her aber so das übliche.
Interessen, Stärke, Schwächen, Warum Pflegen, Medizin studieren (auf jeden fall nein sagen)
und dann musste ich so karten so thema Vollwertkosten in gruppe ein ordnen und dann die in der reihenfolge legen wie ist die themen in einem vortrag abarbeiten würde...

dubdidu
03.03.2010, 11:55
So, die ersten Dienste auf der Intensiv hinter mir und ich bin völlig verzweifelt. 3 Jahre Ausbildung und irgendwie ist´s wie der erste Tag überhaupt. Kann es sehr gut nachvollziehen, dass die Fluktuation auf Intensivstationen so hoch ist.
Mal die nächsten Tage abwarten und dann sehen, ob ich das weiter mache oder da lieber nen Schlußstrich ziehe....

jam123
03.03.2010, 12:21
Also, ich fang nach der Ausbildung auf einer 55 (!!!) Betten Station an, diese ist eine interdispl. Station. Das war auch der Beweggrund, warum ich mich letztendlich dafür entschieden habe.
Schwerpunktmäßig Kardio, was ohnehin mein favorite ist, Chirurgie, Uro und Innere. Ich erhoffe mir natürlich aufgrund der verschiedenen Fachbereiche, dass die Arbeit einigermaßen interessant und abwechselungsreich wird und bleibt.
Eine Intensiv bzw IMC wäre auch eine Alternative gewesen, wir hätten allerdings nur eine Intensivstelle auf der Neuro und das ist weniger mein Ding.

@ dubdidu
Ich war leider selbst während der Ausbildung nicht im Einsatz auf einer Intensiv, hätte es mir jedoch sehr gewunscht. Deshalb hab ich zwar nur einen eingeschränkten Einblick bekommen, aber was konkret ist denn etwas negativ zu erwähnen?

dubdidu
04.03.2010, 11:42
Während meiner Ausbildung hatte ich auch nie einen Einsatz auf der Intensiv. Dachte es sei angebracht dort zu arbeiten, weil man schon einiges für´s Studium mitnehmen kann und mehr medizinische Tätigkeiten übernimmt und weniger organisatorisches zu tun hat wie es ja oft in der Peripherie der Fall ist.
Und nun denkt man man hat die Ausbildung abgeschlossen und kann nun mehr oder weniger eigenständig arbeiten und nun geht´s da weiter wie am ersten Tag meiner Ausblidung. Ich kann wenig von meinem bisherigen Wissen dort anwenden (und ich habe kein schlechtes Examen gemacht, sodass man denken könnte ich war die ganze Zeit über total lernfaul), und man fühlt sich völlig aufgeschmissen.
Und ein wenig grault es mir schon vor der Zeit, wenn ich keinen Mentor mehr dort habe, sondern allein losziehe, weil ich momentan vom meinem Kenntnissstand noch nicht dazu in der Lage fühle diese Verantwortung zu übernehmen. Kann natürlich auch sein, dass ich extrem ungeduldig bin...
Mal abwarten.
Wie erging es denn anderen hier direkt nach dem Berufsstart?

Strodti
04.03.2010, 19:22
Ich bin auch zweimal ins kalte Wasser gesprungen.

Direkt nach dem Examen (an einem kleinen städtischen Krankenhaus) bin ich an ein Psychiatrisches Fachkrankenhaus gegangen. Dachte mir: Das hattest du noch nicht, also ran da. Hatte überhaupt keine Ahnung von Psych und hab am Anfang viel gelesen. Nun ist es ja schon so, dass die Arbeit da insgesammt etwas lockerer ist und da kam ich schnell rein (und war am Ende wohl auch gut).
Nach Studienbeginn hab ich dann 3 Semester nicht gearbeitet und dann zwischen dem 4. und 5. Semester an der Uniklinik in der Neurochirurgie angefange. 1. hab ich noch nie Neurochirurgisch gearbeitet (Was ist bitte eine Ventrikeldrainage??? ;-) ) und 2. hab ich zu dem Zeitpunkt seit 4 Jahren nicht mehr in einem (nichtpsychiatrischen) Krankenhaus gearbeitet.
Beide Situationen haben eines gezeigt: Man kann sich überall einfinden und gewinnt mit der Zeit sicherheit. Alles Ungewohnte und Neue ist erst einmal anstrengend und auch als Examinierter ist man als "Neuer" am Anfang unsicher. Dazu gibt es eine Einarbeitungszeit.

Auf Intensiv hast du ja noch den Vorteil, dass du nie alleine bist. Stell dir vor, du bist auf einer peripheren Station alleine im Nachtdienst und hast keine Kollegen zum fragen da ;-)

][truba][
07.03.2010, 23:48
Während meiner Ausbildung hatte ich auch nie einen Einsatz auf der Intensiv. Dachte es sei angebracht dort zu arbeiten, weil man schon einiges für´s Studium mitnehmen kann und mehr medizinische Tätigkeiten übernimmt und weniger organisatorisches zu tun hat wie es ja oft in der Peripherie der Fall ist.
Und nun denkt man man hat die Ausbildung abgeschlossen und kann nun mehr oder weniger eigenständig arbeiten und nun geht´s da weiter wie am ersten Tag meiner Ausblidung. Ich kann wenig von meinem bisherigen Wissen dort anwenden (und ich habe kein schlechtes Examen gemacht, sodass man denken könnte ich war die ganze Zeit über total lernfaul), und man fühlt sich völlig aufgeschmissen.
Und ein wenig grault es mir schon vor der Zeit, wenn ich keinen Mentor mehr dort habe, sondern allein losziehe, weil ich momentan vom meinem Kenntnissstand noch nicht dazu in der Lage fühle diese Verantwortung zu übernehmen. Kann natürlich auch sein, dass ich extrem ungeduldig bin...
Mal abwarten.
Wie erging es denn anderen hier direkt nach dem Berufsstart?

Bleib mal ganz entspannt. Der erste Tag und auch die ersten Wochen sind schon hart auf einer Intensivstation. Gerade wenn man es wirklich noch gar nicht kennt. Das legt sich aber und man wird sicherer im Umgang mit den Patienten, der Beatmung und den ganzen Zugängen etc.pp. Richtig sicher habe ich mich (18 Betten ITS Herzchirurgie) erst nach ca. einem Jahr gefühlt und auch heute sind manche Situationen noch schweißtreibend. Also geh an die Sache entspannt an und nimm an Wissen mit was du kriegen kannst. Frage viel und sei umsichtig. Allein bist du ja nie und die meisten Kollegen sind doch hilfsbereit.

MfG Thomas

Asclepia
08.03.2010, 22:26
Bin auch direkt nach dem Examen seit nun 7 Monaten auf einer chirurgischen Intensivstation im Herzzentrum Bad Oeynhausen mit 26 Betten (25+Not-Op).

Ist schon heftig, ich finde es immer noch sehr schwer und sicher fühle ich mich auch nicht. Da gibt es so viel, das dauert einfach. Aber es wird stetig besser, da muss man durch. Anfangs ist selbst nen Shaldon legen oder Swan Ganz echt Stress, mittlerweile kann ich auch Haemofiltration, IABP, Ecmo und ich arbeite an der MARS Therapie ;-)
Ich habe schon oft gezweifelt, aber im grunde ist es schon toll. Viel schlimmer finde ich die Schichtzeiten und das Parkplatzproblem.

Also, du packst das schon!

dreamchaser
09.03.2010, 11:44
@Asclepia
Bei euch legt die Pflege die Shaldon-Katheter? - wow! Wenn du das alles kannst, dann bist du perfekt auf dein zukünftiges Arbeitsleben vorbereitet und kannst deutlich mehr als deine zukünftigen Kollegen, die am Anfang auf der Intensivstation dastehen. Deine Erfahrungen kann dir keiner mehr nehmen, da bist du den anderen dann voraus.

Nils.
09.03.2010, 20:21
Einen Shaldon selber legen, finde ich auch recht toll. In dem Krankenhaus, wo ich "lerne", wird ja schon gestöhnt, wenn man fragt warum die Pflege keine BAs macht. Und das nicht nur wegen angeblicher fehlender Zeit...

Stattdessen wird dann gemotzt, warum der Assistenzarzt, der durch's ganze KH pöngelt, am WE nicht schnell genug kommt. Aber sowas liegt dann ganz plötzlich nicht mehr im Arbeitsbereich, selbst wenn die Zeit da ist...

Asclepia
09.03.2010, 21:33
Sry, das war missverständlich ausgedrückt. Ich hole dafür nen Arzt, assistiere dabei natürlich, reiche die Sachen an etc.
Also am Anfang ist das echt Stress gewesen da man die Arbeitsabläufe nicht kennt, genau die Materialien, Größen etc. Und dann das benötige Zeug für Swan Ganz mit den passenden Modulen, Kabeln, Eiscontainer, Spritze zusammenbauen und das ganze auf den Monitor kriegen. Außerdem läuft bei uns alles über den Pc, nix mehr mit Akte oder so.
Einschwemmen tue ich immer noch nicht gerne. Oder mit IABP, Beatmung, Perfusoren, Monitor ins CT, ich hasse das! (heute hat es da die Spätschicht erwischt) Toll ist auch, wenn man dann gerade die CVVH drangemacht hat.
Ich denke aber, das man durch längere ITS Zeit aber deutliche Vorteile hat da man alle Abläufe kennt, ich denke schon das ich nen Shaldon legen könnte, da ich bestimmt schon 30x zugeguckt habe. Und leider hat man nicht nur einen Patienten, das ist jeden Tag Stress pur.

Dumm nur, das ich Zahni werde :-dance