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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was macht die Krankenpflege-Ausbildung?



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Sternenprinzessin
14.05.2010, 09:07
[QUOTE=Nils.;895673]
Ist klar. Immer schön interpretieren, was man lesen möchte. Z.B. hätte ich kein Problem früh morgens oder nachts aufzustehen, wenn's zumindest ne sinnvolle Tätigkeit wäre und nicht irgendetwas wofür ich mich überqualifiziert halte.


Aber wie kannst du ohne Berufsabschluss für eine Ausbildung überqualifiziert sein?




Wenn man dann noch Interesse zeigt auf spezialisierten Stationen (Chirurgie, Urologie, Pädiatrie o.ä.) wird einem dann nur entgegnet, dass man sich doch lieber auf die Grundpflege konzentrieren sollte, als das Medizinische. Was soll sowas? Ist mir schon oft genug gesagt worden und dass selbst obwohl ich dafür nie die Arbeit habe schleifen lassen...

Das tut mir leid, wenn du dafür solche Kommentare bekommen hast. Bei mir persönlich war es nie so, dass mich jemand blöd angemacht hat, wenn ich tiefergehende Fragen gestellt habe, da waren sie eigentlich-egal auf welcher Station- eher erfreut, weil es für die immer ganz wichtig war, Interesse zu zeigen.
Mag sein, dass du da in einem ganz komischen Haus gelandet bist, aber du kannst doch anderen Leuten nicht absprechen, dass sie in ihrem Ausbildungskrankenhaus eine fundierte, fachlich gute und umfangreiche Ausbildung erhalten.
Und was ich bisher so gelesen habe, hat hier niemand die Ausbildung nur über den grünen Klee gelobt. Viel eher war der Grundtenor so, dass die meisten natürlich ab und an mal ihren Tiefpunkt hatten, aber die Ausbildung im Großen und Ganzen doch als nützlich und als wichtige Erfahrung empfunden haben-klar, dass die Ausbildung kein Studium ersetzt, schon gar nicht, wenn man total auf Medizin fixiert ist.

Sternenprinzessin
17.05.2010, 09:32
Leute, ich krieg 'ne Krise. Wart ihr auch alle so unmotiviert, auf eure Abschlussprüfungen zu lernen?
Ich hab Urlaub, die Sonne scheint und ich sitze hier und soll mir Pflegewissenschaft in den Kopf prügeln. :-kotz

][truba][
17.05.2010, 15:20
Leute, ich krieg 'ne Krise. Wart ihr auch alle so unmotiviert, auf eure Abschlussprüfungen zu lernen?

Jopp!

Aber kein Stress. Genieß den schönen Tag und lern Abends oder Morgens für ein paar Stunden. Sich den ganzen Tag damit zu quälen ist nicht viel effektiver und du wirst sehen, im Endeffekt, auch nicht nötig.

MfG Thomas

Strodti
17.05.2010, 16:41
Ich darf unseren Examensschülern lieber nicht erzählen wie ich für mein Examen gelernt hab :-D Die verlieren dann ja doch etwas Respekt vor mir.

Sternenprinzessin
17.05.2010, 17:16
Strodti, sagst du es mir, wenn ich dir schwöre, dich dann noch zu respektieren? Und wie die Kosten-Nutzen-Rechnung bei dir aufgegangen ist?

Matzexc1
18.05.2010, 16:09
Ich hab's so gemacht:
1 Monat vor dem schriftlichen angefangen die Lehrbücher durchzulesen.
Ergebnis Tag 1,2,3 jeweils ne 3
Vor der praktischen hab ich 2 Frühdienste freiwilig durchgezogen, weil mir eine Lernchance auf der Probeexamensstation konsequent verweigert wurde.
Probeexamen: 4,3 Examen: 3
Kauf dir am besten das Buch "Praktisch bestanden". Mir hat es was gebracht
Mündlich:
Da haben wir eine Aufstellung bekommen was alles drankommen könnte:
Ich hatte
Beratung Herzinfarkt: 2
Berufskunde Pflegekräfte aus Osteuropa: 1
Krankheitslehre (hab's vergessen): 1
Ich habe mir die Themen aus der Aufstellung besonders vorgenommen die ich nicht konnte.
Alle die ich bereits konnte oder Ahnung hatte hab ich noch mal wiederholt.

Aber:
Mach dir keinen Kopf;-). Eine Kollegin von mir hat 4-4-4 und hat nen Job.
Und ich sitze jetzt im OP einer Uniklinik.
Am Ende zählt nur das bestanden, wir Pflegekräfte sind sehr gesucht.
Ich hätte Zusagen aus einem Dutzend UK's rausholen können.

Asclepia
18.05.2010, 18:27
Ich habe vorm schriftlichen 3 Tage vorher angefangen (war aber zu knapp! Stress pur, aber gutes Ergebnis)
Bei den beiden mündlichen Prüfungen habe ich jeweils am Vorabend angefangen.

Praktisch hab ich halt alles gut vorbereitet und auch Pflegeplanungen vorher geschrieben. Ist ja immer recht ähnlich. Ich kannte meine Examensstation aber vorher.

Ergebnis: 2-2-2, Kursbeste. Wenn das im Abi man auch so gewesen wäre :-dance

Eine Bewerbung geschrieben und dort arbeite ich nun auch. Pflegekräfte sind sehr gesucht.
Examen war sehr hart, 1/3 ist durchgefallen. Alle hatten Abitur oder Fachabitur. Über den Schwierigkeitsgrad war ich echt überrascht, die Ausbildung kam mir teilweise sehr leicht vor und gerade am Anfang langweilig. Kreuzworträtsel und Sudoku waren meine Freunde. Das änderte sich aber im 3. Ausbildungsjahr, da geht es um die spez. Krankheitsbildern und wird von Ärzten unterrichtet.

sheep
18.05.2010, 18:39
Leute, ich krieg 'ne Krise. Wart ihr auch alle so unmotiviert, auf eure Abschlussprüfungen zu lernen?
Ich hab Urlaub, die Sonne scheint und ich sitze hier und soll mir Pflegewissenschaft in den Kopf prügeln. :-kotz

kann ich seeehr gut nachvollziehen. mein lernaufwand hielt sich auch in grenzen... für krankheitslehre und pflege hab ich wirklich so gut wie gar nix gemacht... hab mich durch den unterricht und die wiederholungstage ausreichend vorbereitet gefühlt. für klausur 3 (:-kotz) hatte ich zusätzlich ein paar lernkarten mit den wichtigsten definitionen und altklausuren aus den letzten beiden ok-s, die waren sehr hilfreich ;-) achja, was ich noch ein kleines bisschen geübt hab vor der praktischen, war pflegeplanung (formulierungen etc.) - hat sich außerordentlich bezahlt gemacht, mein prüfer war hellauf begeistert (obwohl ich pflegeplanung immer gehasst hab wie die pest... ein glück, dass das ganze bla-bla im op sowas von keine rolle mehr spielt :-))).

ehem-user-21-04-2023-1140
18.05.2010, 23:01
Aber richtig lernen lohnt sich auch:
hab ein wirklich gutes Examen gehabt und dann direkt n unbefristeten Vertrag (100%) auf der Intensiv bekommen...
Und es stimmt schon...wär das mal im Abi so gelaufen...

SchanuBl
19.05.2010, 10:21
Hallo,

Also ich hab April 2009 mein Examen gemacht...stimmt schon die Ausbildung fordert einen geistig nicht wirklich, also zusätzlich Bücher kaufen, tiefer in die Materie gehen und die Examenszeit wird euch doch nochmal etwas fordern!
Achja und im Endeffekt genießt doch die Zeit, wo man noch nicht so viel lernen muss, dass werden wir im Studium noch genug :-)!!
Außerdem denke ich was man uns nie nehmen kann, ist der Umgang mit den Patienten auf Station...wenn ich so manchen
PJler auf Station sehe, dann krieg ich manchmal das blanke grausen...da haben wir denen echt was voraus!!Also macht die Ausbildung und haltet durch, ihr verdient Geld, sammelt super viele Erfahrungen (für euch persönlich auch) ihr fühlt euch bestätigt (wenn ihrs geschafft hab) dass das Medizinstudium euer Ding ist und ihr könnt evtl nebenbei beim studieren noch als Gesundheits-und Krankenpflegerin arbeiten (so ne viertel Stelle gibt monatl schon mal ca 600 Euro...)!!!

Liebe Grüße an alle Wartenden!!

Nils.
19.05.2010, 14:38
Ich mach' drei Kreuze, wenn ich nicht mehr da arbeiten muss, deshalb halte ich auch nichts davon später in dem Bereich zu arbeiten.
Die Ausbildung mutiert immer mehr zum stumpfen Zeitabsitzen, also ganz im Gegensatz zur gedachten intelligenten Nutzung der Wartezeit...

sheep
19.05.2010, 16:04
nils, mal ganz im ernst... ich hatte auch viele einsätze, wo ich nach beendigung selbiger mindestens 10 kreuze gemacht hab und einige schwestern am liebsten sonstwohin geschickt hätte... aber man muss wirkich versuchen, den größtmöglichen nutzen aus seiner situation zu ziehen. oder abbrechen, wenn es so extrem an die substanz geht, dass man seine berufswahl wirklich NUR NOCH infrage stellt und permanent rumjammert... insbesondere dann, wenn man in dem beruf eh nicht mehr weiterabreiten will.

ich war jedenfalls auch nie der geriatrie/innere-grundpflege-inkoversorgungs-fan und hab mir dann eben nach dem examen ne stelle gesucht, die meinen interessen am meisten entgegenkommt. und da ist der op (oder wahlweise auch zna) einfach die perfekte wahl =) keine leute mehr putzen, keine nörgelnden pats/angehörigen bespaßen, man ist nicht länger bimbo für's kaffee-verteilen... und wie chris112 breits schrieb... mit den entsprechenden noten kann man sich seine stelle definitiv aussuchen!

Matzexc1
19.05.2010, 16:51
Hallo sheep.
Ich stimme dir voll und ganz zu bin seit April im OP und es ist herrlich, auch wenn die Krankenpflegeausbildung einen in keinster Weise darauf vorbereitet.

Asclepia
19.05.2010, 17:15
Bin auf Intensiv, meine sind alle intubiert (sprechen nicht) und sediert. :-D Sehr selten habe ich mal einen Patienten der reden kann und die verlege ich dann auf Peripherstation.
Schade, das einem die Ausbildung dafür überhaupt nicht vorbereitet, die Grundmedis müsste man kennenlernen und auch mehr Geräte wie IABP und Haemofiltration, Beatmung etc!
Vielleicht sollte ich das mal den Lernplan-Machern vorschlagen, statt ewig lange Grundpflege :-oopss

Unzufrieden war ich auf öfter, aber nicht so extrem wie Nils hier im Thread. Die Ausbildung war insgesamt hilfreich und man hat gut verdient. Und was man nach dem Examen macht kann ja nun jeder selbst entscheiden. Bei so viel Unzufriedenheit würde ich meinen Berufswunsch nochmal überdenken.

Nils.
19.05.2010, 17:25
nils, mal ganz im ernst... ich hatte auch viele einsätze, wo ich nach beendigung selbiger mindestens 10 kreuze gemacht hab und einige schwestern am liebsten sonstwohin geschickt hätte... aber man muss wirkich versuchen, den größtmöglichen nutzen aus seiner situation zu ziehen. oder abbrechen, wenn es so extrem an die substanz geht, dass man seine berufswahl wirklich NUR NOCH infrage stellt und permanent rumjammert... insbesondere dann, wenn man in dem beruf eh nicht mehr weiterabreiten will.

Wenn ich ne intelligente Alternative hätte, wäre ich sicher nicht mehr da.

Asclepia
19.05.2010, 18:03
@Nils: Wie lange geht denn deine Ausbildung noch? Was willst du danach machen? Ich bin fertig mit der Ausbildung und habe auch erst 8 Wartesemester. Wenn man nicht so gut Geld verdienen würde, würde ich auch gerne 1 Jahr ins Ausland gehen oder ähnliches. Aber ein regelmäßiges Einkommen ist doch ganz nett und ich spare halt für's Studium.

Nils.
19.05.2010, 19:56
8WS, 3. Ausbildungssemester (vom Zeitlichen her eigentlich perfekt). Ziel Nummer 1 bleibt das sofortige Studium. Zur Not weiteres "Zeitrumkriegen" in
OP oder Anästhesie, da mich Pflege z.B. auf der Inneren nicht die Bohne interessiert.

patrizio
19.05.2010, 20:25
war auch heulfroh aus nicht mehr in mein lehrkrankenhaus gehen zu müssen. bin jetzt auf ner jugendstation in der psychiatrie, voll easy. kaum stress, top-besetzung, keine ekelhaften arbeiten etc. kann ich nur empfehlen!

sheep
19.05.2010, 20:42
war auch heulfroh aus nicht mehr in mein lehrkrankenhaus gehen zu müssen. bin jetzt auf ner jugendstation in der psychiatrie, voll easy. kaum stress, top-besetzung, keine ekelhaften arbeiten etc. kann ich nur empfehlen!

also ich weiss nich^^ diese ganzen borderlinerInnen und zwangsneurotiker mit ihren seltsamen problemen würden mir wohl ziemlich schnell auf den keks gehen :-oopss ...respekt, dass du die nötige geduld für den job aufbringen kannst, mein ding wär psych jedenfalls ganz und gar nicht... :-))

Asclepia
19.05.2010, 20:59
@Nils: Wie ist denn dein DN? Hast du denn Chancen direkt nach der Ausbildung doch noch über die NC Quote oder AdH reinzukommen?

Bei mir sieht es da schlecht aus, ich weis das ich einen Ablehnbescheid bekommen werde. 8 Wartesemester reichen ja leider lange nicht aus. Was hast du denn nach dem Abitur gemacht? Irgendwie soziales Jahr? Vielleicht kannst du damit noch Punkte rausholen für's AdH.

Nun ja, ich warte weiter, evt klappt es ja im Wintersemester 2011. Sind ja blos 499 Tage :-D