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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was macht die Krankenpflege-Ausbildung?



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Asclepia
08.06.2010, 14:33
Gyn war bei mir der schlimmste Einsatz. 2 Wochen Kinderklinik, das war öde. 1 Woche Kreissaal: 1 Geburt in 4 Tagen, sind immer nachts geboren, ich hatte immer Kerndienst und Langeweile. 1 Woche Wöchnerinnen: da hab ich mir extra Urlaub genommen. 2 Wochen normal Gyn: man war ich froh, als ich weg war! Nie wieder.

Super war private Innere (Examenstation) und Onko. Oder die ambulanten Einsätze, Diakonie war cool, private Psych (depressive Lehrer und polytoxikomane Ärzte) und auch die Wohngruppe.

krachchris
08.06.2010, 17:36
[truba][;902960']DAS ging mir allerdings auch so.
Unterricht war teilweise gewöhnungsbedürftig (wenn auch nicht immer schlecht) aber die gesamte Ausbildung hat mir trotz alledem im gesamten Spass gemacht.

Wie war dein Unterricht denn? Bei mir wird fast ausschließlich mit Powerpoint Unterricht gemacht. Dazu noch schlecht.
---> Text aus unserem Lehrbuch abschreiben und wörtlich vorlesen, dabei unrelevantes erzählen. :-(

pottmed
08.06.2010, 17:42
Wie war dein Unterricht denn? Bei mir wird fast ausschließlich mit Powerpoint Unterricht gemacht. Dazu noch schlecht.
---> Text aus unserem Lehrbuch abschreiben und wörtlich vorlesen, dabei unrelevantes erzählen. :-(

Gewöhn dich schon mal dran, ist an der Uni auch so....

Sternenprinzessin
08.06.2010, 18:12
Gyn war mein absoluter Hasseinsatz. Schieber polieren und alte Damen für die OPs rasieren plus Kreislaufkontrollen en masse.

krachchris
08.06.2010, 19:35
Damit rechne ich schon. xD
Aber ich denke dort ist die Motivation auch anders. :)

Strodti
08.06.2010, 19:44
jaja, das denkt man vorher immer. Aber die Uni ist auch nicht das Paradies und so manche Vorlesung wird dann vom Stundenplan gecancelt.

Gyn war bei mir absolut Mist: Spekula schrubben (mit der weichen Seite des Schwammes, nicht die harte, das gibt Kratzer!) und Blut abnehmen. Wenigstens war ich da von der Grundpflege ausgenommen, durften da nur die Schwestern *g*

krachchris
08.06.2010, 19:58
Gyn war bei mir absolut Mist: Spekula schrubben (mit der weichen Seite des Schwammes, nicht die harte, das gibt Kratzer!) und Blut abnehmen. Wenigstens war ich da von der Grundpflege ausgenommen, durften da nur die Schwestern *g*

Traumhaft! Ich habe Gyn jetzt vor mir und hoffe das es gut wird. ;) Wöchnerinnen war schon super, da durfte ich viel sehen und es war gutes Klima im Team. Jedoch war auch viel zu putzen...und Kinderwäsche zu falten :-!

sheep
08.06.2010, 23:32
omg, ich fand den einsatz auf wochenstation so unglaublich ätzend... 3 wochen eierschaukeln... die frauen haben sich bis auf ganz wenige ausnahmen komplett selbst versorgt, musste dort nur vitalwerte ermitteln, vorlagen kontrollieren und die wickeltische putzen/auffüllen... den rest des tages haben wir azubis uns im pflegearbeitsraum eingenistet und über die schwestern/pats gelästert :-)) :-angel

kreißsaal-praltikum (1 woche) war zum teil relativ spannend, auch wenn das geschrei der (überwiegend türkischstämmigen) frauen absolut ohrenbetäubend war... dagegen ist'n manowar/motörhead konzert nix!!

und n anderer "gyn"-einsatz war der auf der neugeborenenstation... fand ich jetzt - wenn ich ehrlich bin - auch nicht soo pralle (allerdings kann ich mit babies/kindern auch eher wenig anfangen)... :-oopss naja, dafür war das team ganz ok.

Matzexc1
09.06.2010, 09:02
Gyn war bei mir klasse. Dabei gilt der Laden bei mir im Haus als Zickenzone. Waren aber alle echt nett. Lag vielleicht daran das ich neben dem Chefarzt der einzige männliche Mitarbeiter war. Ich hatte vor allem die Zeit mal mit den Patientinnen und den Angehörigen zu reden.
Ich schau was mir die UKGM heute beim Bewerbungsgespräch anbietet.
Falls jemand schon in Marburg ist. Ich komm ab Oktober dazu.

Nils.
09.06.2010, 16:00
Die medizinischen Aspekte sind da relativ töfte, aber Pflege geht mir mehr und mehr auf den Keks. Vorallem wenn es, verdammichnocheins, immernoch die gleichen dummen Fottfegeraufgaben wie vor einem Jahr sind. Es entwickelt sicht gar nichts. Mitdenken ist schwerstens verboten, nur irgendwelchen dummen Schlepp-,Bring- und Holdienste inkl. "Mach mal!" oder "Das ist Schüleraufgabe!".
Da möchte ich denen am liebsten die ganzen dusseligen Bettpfannen und Mülltüten ins Gesicht oder, noch halbwegs freundlich, nur vor die Füße werfen und mich da vom Acker machen. Denn würde ich zuhause sitzen und die Zeit stattdessen im Lippert, Zeeck oder Huppelsberger lesen, würde ich effektiv mehr lernen.
Und vorallem, was ich selbst in der anderen Ausbildung nie nie nie hatte und wirklich nur aus der Pflege kenne, ist die Einstellung von vielen Examinierten, dass man eine Arbeitskraft darstellt und nicht einen Schüler, der lernen möchte.
Und da ist es traurig, dass gerade die meisten Ärzte wesentlich geduldiger und erklärungsfreudiger (sowie -fähiger) sind als ein Großteil der Schwestern, obwohl doch da immer gemeckert wird, dass "der Arzt ja nie Zeit hat"...
Ich mache auch echt drei Kreuze, wenn dieser Kelch endlich an mir vorrübergegangen ist, sei es auf die eine oder die andere Art..

Asclepia
09.06.2010, 16:36
Hm, während meiner Ausbildungszeit waren alle freundlich und mir wurde viel beigebracht und ich habe einiges lernen können.
Auf Intensiv jetzt nützen mir zwar nur die Grundkenntnisse, etwas mehr spezielle Pflege bezüglich Beatmung und Haemofiltration wäre in der Ausbildung gut gewesen. Und auch mehr zum Thema Medikamente.

So wie du die Ausbildung beschreibst habe ich sie nicht erlebt. Auf keiner Station. Gerade da Schüler sehr gebraucht werden (Personalmangel) wird man als (fast) vollwertige Kraft angesehen und man darf alles machen. Im Spätdienst ist man ja nun oft zu zweit - 1 Examinierte und 1 Schüler für über 20 Patienten + evt OP Fahrten.
Scheints irgendwie Pech mit der Krankenpflegeschule + Krankenhaus gehabt zu haben. Geh auf Intensiv (hat man ja auch während der Ausbildung) und wenn du da immer noch unterfordert bist, dann hast du den falschen Job/ Beruf ausgewählt. Bist du in so einem kleinen Dorfkrankenhaus?
Intensiv macht mir Spaß, ist aber zu viel Stress bei uns. Langeweile hast du da zu 100% nicht und putzen oder Material in die Schränke einräumen muss man auch nicht.

Nils.
09.06.2010, 16:40
Intensiv und Anä als Wahleinsätze kommen noch. Aber das dauert alles noch. :-heul

Matzexc1
09.06.2010, 17:45
Nils. , sag mal in welchem Bundesland du bist. Dein Bericht erinnert mich zum großen Teil an mein Provinzkreiskrankenhaus.
Ansonsten:
Kopf hoch, nach dem Examen ist es gegessen und du kannst gehen und machen was du willst.

lvf90
09.06.2010, 19:28
Nils. , sag mal in welchem Bundesland du bist.

Das frage ich mich auch öfters. Falls BW, bitte etwas genauer ;)

Ich möchte an dieser Stelle aber mal sagen, dass die Krankenpflegeausbildung auch wirklich super seien kann. Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich mit pflegerischen Tätigkeiten nicht auf Kriegsfuß stehe, wie es wohl bei vielen hier der Fall ist.

Ich mache meine Ausbildung an einem akademischen Lehrkrankenhaus, aber keine Uniklinik und auch kein Dorfkrankenhaus - quasi die perfekte Balance. Für einige Bereiche (z.B. Psychatrie, Dialyse) müssen wir teilweise bis zu 20km weit in die nächste Stadt fahren, für Abwechselung ist also gesorgt.

Noch wichtiger ist aber das Team, mit dem man arbeitet - und das ist der Punkt: man kennt es vorher nicht und man kann es sich auch nicht aussuchen. Aber irgendwie habe ich genau da großes Glück gehabt, alle sind motiviert und interessiert, mit den meisten verstehe ich mich sehr gut (und nach meinem Wissen bin ich der einzige, der ein Medizinstudium plant) und die Frauenquote ist traumhaft.

Für den Fall, dass man kein Glück hat, sollte man ernsthaft über ein Wechsel der Schule nachdenken, schließlich will man die vielleicht "beste Zeit seines Lebens" nicht verschwenden. Und als Abiturient darf man bei der Wahl seiner Ausbildungsstätte ruhig wählerisch sein, zumindestens an meiner Schule sind Bewerber mit Abitur sehr begehrt.

Ich will nicht behaupten, dass es bei mir perfekt ist, bei manchen Situationen hätte ich einige Schwestern am liebsten ...(denkt euch 'was), aber im Nachhinein will ich selbst diese Erfahrungen nicht missen. Und die teilweise sarkastischen Bemerkungen über Patienten finde ich auch nicht schlimm, solange man BEIM Patienten wieder mit Herz und Seele dabei ist.

Matzexc1
11.06.2010, 13:41
Ach, du bist BWler? Bin ich auch.
Ich arbeite jezt aber an einer Uniklinik in Bayern im OP und muss sagen es ist affengeil.
Aber ich fahr regelmäßig nach Hause, weil viele Freunde immer noch dort wohnen.
An Abiturienten waren sie an meiner auch sehr interessiert. Dabei war es ein kleines KKH. Am schlimmsten waren die beiden inneren Abteilungen während der Ausbildung.
Am coolsten Chirurgie,Gyn,Intensiv und Notaufnahme.
Die Arbeit mit Patienten hat mir mehr Spass gemacht als mit manchen Kollegen.
Aber als Mann und Abiturient wirst du sowieso schief angesehen.

krachchris
12.06.2010, 16:08
An Abiturienten waren sie an meiner auch sehr interessiert.
...
Aber als Mann und Abiturient wirst du sowieso schief angesehen.

So sieht es bei mir auch aus.
Zusätzlich noch ein gewisses Interesse an allen möglichen Sachen und es ist vorbei.
Bei mir wurde in Einsätzen schon angekreidet, dass mein Interesse störend ist.

Ein Arzt fragte mich einmal nach meinem Semester. Bevor ich antworten konnte hat eine Schwester schon gemeckert, das ich Unterkursschüler sei und noch "nichts" kann.

Nils.
12.06.2010, 16:49
So sieht es bei mir auch aus.
Zusätzlich noch ein gewisses Interesse an allen möglichen Sachen und es ist vorbei.
Bei mir wurde in Einsätzen schon angekreidet, dass mein Interesse störend ist.


Zu mir wurde mal gesagt, ich solle mich mehr auf die Pflege und nicht auf die Medizin bzw. Krankheiten konzentrieren...
Und das weil ich im Stations-Psychrembel (mit Erlaubnis und Allem) mir div. Sachen zu spez. Krankheiten von Patienten auf eben dieser Station durchgelesen habe, als kurze Zeit Leerlauf war.
Bei so Sachen fällt mir nichts mehr ein. Was soll ich da scheiß Pflege machen, wenn ich über das Problem des Patienten nicht genau Bescheid weiß?
Da werden sich dann um Stuhlgang, Dekubitus, Kontrakturen etc. die Münder fusselig geredet, aber alles Weitere darüber hinaus in Richtung Medizin ist zu viel.

Matzexc1
12.06.2010, 21:15
Zu mir wurde mal gesagt, ich solle mich mehr auf die Pflege und nicht auf die Medizin bzw. Krankheiten konzentrieren...
Und das weil ich im Stations-Psychrembel (mit Erlaubnis und Allem) mir div. Sachen zu spez. Krankheiten von Patienten auf eben dieser Station durchgelesen habe, als kurze Zeit Leerlauf war.
Bei so Sachen fällt mir nichts mehr ein. Was soll ich da scheiß Pflege machen, wenn ich über das Problem des Patienten nicht genau Bescheid weiß?
Da werden sich dann um Stuhlgang, Dekubitus, Kontrakturen etc. die Münder fusselig geredet, aber alles Weitere darüber hinaus in Richtung Medizin ist zu viel.

Kenn ich nur zu gut. Bei mir war es die Innere Abteilung der es scheissegal war das, als ich Mitte Mittelkurs war,ein Dreivierteljahr keine Normalstation gesehen hatte und mich nicht eingearbeitet hat(meine PA hat mich in 6 Wochen nur einmal im Katheterlegen angelernt,aber alle Fehler von 6 Wochen schmiss sie mir beim Abschlussgespräch hin) und eine Lehrerin die mich 1 Jahr vor dem Examen in den Krankenpflegehelferkurs umdirigieren wollte.
Das Nein von mir war sehr deutlich.:-(:-(

krachchris
13.06.2010, 15:47
Meine Abschlussgespräche waren auch bisher super. Wenn keine Fehler da sind müssen welche gesucht werden. --> Ich hab zu lange Haare. Kein Interesse an der Pflege. Gucke nur auf mich selbst. (Tausche ja schließlich jeden Dienst für die anderen ein.) Ich verstehe nicht schnell, weil ich immer so viel Frage. ...ich bin froh wenn diese Ausbildung vorbei ist.

und die Pfegepädagogen, oh ja...da kenne ich auch so einige Geschichten:

- einem Kollegen wurde gesagt, das er die Ausbildung wechseln soll oder studieren gehen soll, da er besser im Lavvor arbeiten sollte. Grund: Der Kollege fragt nach genaueren Beschreibungen mancher Dinge.

- weil eine Bekannte gesagt hat, das sie Tagespflege nicht für Pflege hält wird ihr ein mangelhaftes Verhalten zu alten Menschen zugeschrieben.

usw. usw.

zumal dieser "Lehrkräfte" meisten keine Ahnung von der Materie haben und sich bei uns den Stoff erst kurz vor der Stunde anlesen. -_-

Nils.
15.06.2010, 14:45
Ich war letztens wieder im OP und durfte bei OPs zugucken und mitmachen und mir ist wieder aufgefallen wie stark ich doch nicht in die Pflege passe. Ich möchte wieder zurück in den OP. Größter Fehler überhaupt in die Pflege zu gehen. :(

Zumal ich die Ausbildung immer mehr als Makel empfinde, denn als Bereicherung. :-nix