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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was macht die Krankenpflege-Ausbildung?



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Nils.
18.07.2010, 12:20
Das wage ich schon alleine wegen Chemie, Biologie und Physik zu bezweifeln.
Gegen einen frisch gebackenen Abiturienten mit spez. LK zieht man da aber sicher den Kürzeren.

Cuba_libre
18.07.2010, 12:35
Das wage ich schon alleine wegen Chemie, Biologie und Physik zu bezweifeln.
Gegen einen frisch gebackenen Abiturienten mit spez. LK zieht man da aber sicher den Kürzeren.

Naja, aber das Studium sollte primär kein Wettstreit um mehr Punkte etc. sein, sondern erstmal gehts doch darum die Scheine zu bekommen und "ordentlich" das Studium durchzuziehen?!
So ein Wettstreit macht einen doch auf Dauer kaputt und lässt einen ganz schnell sein Ziel aus den Augen verlieren. :-meinung

Strodti
18.07.2010, 12:52
Natürlich kann man als "Warter" gut seine Vorklinik schaffen! Die Unis beginnen bei Chemie/Physik/Bio auf echt leichtem Niveau und ich hatte keine Probleme mit irgendeinem Schein. Hab nicht in den 10 Semester WZ gelernt, hatte Physik nur bis zur 10. und Bio auch nur GK (war da auch nicht der Held).
Die Unis unterscheiden sich sicher beim Schwierigkeitsgrad der NaWis, aber es sind und bleiben absolute Nebenfächer.

Wer Lust und Zeit hat, kann ja gerne Vorlernen, aber es auf jeden Fall auch ohne gut machbar.

P.S.: ich fand in der Wartezeit Hobbys, Baggersee oder Kneipentouren viel interessanter als Chemie und so macht die Wartezeit auf einmal gar nicht mehr soviel Frust ;-)

][truba][
19.07.2010, 00:09
P.S.: ich fand in der Wartezeit Hobbys, Baggersee oder Kneipentouren viel interessanter als Chemie und so macht die Wartezeit auf einmal gar nicht mehr soviel Frust ;-)

Hört hört, die Stimme der Vernunft!!

Ich halte es auch so. Hoffe nur das es dann auch so gut klappt wie bei dir während des Studiums! :)

Nils.
19.07.2010, 13:27
P.S.: ich fand in der Wartezeit Hobbys, Baggersee oder Kneipentouren viel interessanter als Chemie und so macht die Wartezeit auf einmal gar nicht mehr soviel Frust ;-)

Ich könnte gar nicht so viel saufen, wie ich es nötig hätte um diese Ausbildung zu ertragen. Ich will ja nicht dumm rumsitzen und warten, ich will ja die Zeit effektiv nutzen und gefordert werden. Und das sehe ich in dieser Ausbildung einfach absolut nicht.

Strodti
19.07.2010, 14:40
Nein, natürlich soll man sich seine Arbeit nicht schönsaufen. Aber wenn man ein angenehmes und ausgeglichenes Privatleben hat, dann ist beruflicher Stress doch viel erträglicher.
Ich kann ja verstehen, dass du gefrustet bist, die Schilderungen deiner Ausbildungsbedingungen hören sich ja auch nicht schön an. Manchmal wirkt es jedoch so, als wenn du jeden Tag mit deinem Schicksal haderst und an nichts anderes denkst als "hoffentlich ist die Ausbildung bald vorbei!". So kann man doch keine drei Jahre durchhalten.

Ich hatte natürlich auch Momente der Unterforderung, war mal über einen Mentor/Praxisanleiter verärgert oder konnte manche Kollegen nicht verstehen. Aber insgesamt habe ich in den drei Jahren eine Menge gelernt, was mir zum Beispiel in der letzten Famulatur viel geholfen hat.

Selbstverständlich kann ich deine Ausbildungssituation nicht beurteilen und vielleicht ist es bei dir ja so schrecklich. Aber jemand, der sich nach dem Abitur fürs "warten auf den Studienplatz entscheidet" muss ja bei deinen Beiträgen denken, dass alle Schwestern schrecklich sind, man für die Pflege nichts lernen oder können muss und man 3 lange Jahre nur gefrustet durch die Gegend läuft. Und das ist es ja eben nicht. Es kann wirklich Spaß machen und ist eigentlich ein echt schöner Beruf, gerade wenn man das ganze nur eine begrenzte Zeit macht/machen muss und die Perspektive aufs Studium noch steht.

Nils, ist nicht gegen dich gerichtet, einfach mal meine Position zu dem ganzen Frust, der sich hier im Thread ablegt.

Pas
19.07.2010, 21:06
Selbstverständlich kann ich deine Ausbildungssituation nicht beurteilen und vielleicht ist es bei dir ja so schrecklich. Aber jemand, der sich nach dem Abitur fürs "warten auf den Studienplatz entscheidet" muss ja bei deinen Beiträgen denken, dass alle Schwestern schrecklich sind, man für die Pflege nichts lernen oder können muss und man 3 lange Jahre nur gefrustet durch die Gegend läuft. Und das ist es ja eben nicht. Es kann wirklich Spaß machen und ist eigentlich ein echt schöner Beruf, gerade wenn man das ganze nur eine begrenzte Zeit macht/machen muss und die Perspektive aufs Studium noch steht.

Nils, ist nicht gegen dich gerichtet, einfach mal meine Position zu dem ganzen Frust, der sich hier im Thread ablegt.

Sehr schön! Seh ich nämlich genau so! ;)
Ich such mir immer spezielle Sachen raus die ich dann zuhause nachschauen kann oder überleg mir warum der Patient die Tabletten und ein anderer Patient mit der selben Krankheit andere Tabletten bekommt. Das suchen und diskutieren bei der Arbeit und meine selbstauferlegten Hausaufgaben sind für mich der Pluspunkt in einer abwechslungsreichen Ausbildung und wenn mich mal ne Schwester/n Pfleger nervt dann versuch ich ihn mit gezielten Fragen aus der Reserve zu locken - klappt erstaunlich oft. :)

Grüße

Nils.
20.07.2010, 16:02
Woa, immer diese Diskussionen mit so Grundpflege-Fans..

"Aber sie wollen doch mal ein guter Pfleger werden!!"

- "NEEIN, ganz sicher nicht mit Abitur und sobald ich n Studienplatz hab' bin ich weg und weine dem Scheiß keine Träne nach!"

][truba][
20.07.2010, 17:54
"Aber sie wollen doch mal ein guter Pfleger werden!!"

- "NEEIN, ganz sicher nicht mit Abitur und sobald ich n Studienplatz hab' bin ich weg und weine dem Scheiß keine Träne nach!"

Was hat denn das eine mit dem andern zu tun?
Ich hab auch ein Abitur und wollte trotzdem ein guter Pfleger werden und bin es auch geworden (denke ich zumindest).

Und wenn du dem Scheiß keine Träne nachweinst dann tu dir und der Pflege doch einfach den Gefallen und hör auf. Also ist ja hier nicht böse gemeint aber wenn man dich so hört und sich dann vorstellt das sich diese Laune auf die Arbeit überträgt würd ich dich auch nicht als Kollegen oder Schüler haben wollen.

Mach doch was was dir Spass macht und werde in der Zeit in der du aufs Studium warten musst glücklich. So ist doch keinem geholfen.

MfG Thomas

sunny0603
20.07.2010, 18:31
@ Nils
Deine Einstellung zur Pflege klingt wirklich abwertend! Ich glaube, du unterschätzt diesen Beruf!
Im Grunde kann ich mich meinen Vorpostern nur anschließen. Ich habe die Ausbildungszeit genutzt, vieles hinterfragt und konnte viel mitnehmen, was über die Ausbildung hinausgeht! Mittlerweile arbeite ich fast drei Jahre als GuK auf einer interdisziplinären Intensiv, wo die Grundpflege schon in den Hintergrund rückt und man was Medikanmente und Beatmungseinstellungen sehr selbstständig arbeiten darf. Ich hätte auch gerne schon studiert, anstatt immer noch zu warten, aber ich sammel jetzt so viel Wissen, Erfahrung wie möglich und hoffe, dass es zum WS losgeht.
Ich wünsche dir, dass du auf eine Station kommst, die dich ausfüllt und mehr deinem Interesse gerecht wird (einige Stationen sind schon langweilig).

Matzexc1
20.07.2010, 18:31
Nils:
Es bringt nichts wenn du schon mit einer miesen Laune an die Arbeit rangehst.
Entweder konzentrierst du dich jetzt erstmal auf die Ausbildung und stellst Medizin hintenan oder du machst was anderes.
Aber so wie du deine Situation beschreibst kannst du dich ja bald mit Burnout auf die Couch legen.
Ich hab mir beim Computerspielen immer vorgestellt ich besiege meine schlimmsten Kollegen oder ich hab meinen Boxsack traktiert.
Aber wenn das so weiter geht drehst du noch durch und bist dann zu ausgebrannt für ein Studium.

Matzexc1
20.07.2010, 18:38
Ich hab auch Stationen erlebt(14 Wochen Geri Reha-von den Pat OK von den Kollegen die Hölle) wo man als Schüler kaputtgeht und bin auch kein Grundpflege-Liebhaber.
Warum hast du mit der Ausbildung angefangen?
Wolltest du was für dein späteres Studium lernen und der Medizin so nahe sein wie es geht?
In der Pflege ist die Pflege das Wichtige,aber versuch das beste rauszuholen.
Sag dir selber das du ein guter Pfleger sein willst und mach einen auf fleißiger Schüler.
Ich hab 2 Extraschichten geschoben um mich auf das praktische Vorzubereiten.
Wenn dir die ganze Grundpflege aber so zum Hals raushängt,dann überleg mal ob du nicht aufhörst.

Alles Gute und ich wünsche dir das du es schaffst.
MfG
Matzexc1

Sternenprinzessin
20.07.2010, 20:39
Ich hab auch Abitur und bin denke ich mal eine gute Pflegerin geworden (oder werde das in 6 Wochen sein ;-)) Ich hätte auch lieber gleich studiert, aber ich denke, man kann aus jeder Situation etwas Positives rausholen. Aber meine Meinung kennst du ja, Nils.
Ich bin auch nicht der Grundpflege-Fan, aber muss ich auf meiner kommenden Station ja auch nicht sein. Wäre Psychiatrie-Pflege nicht vielleicht auch was für dich?

Nils.
20.07.2010, 21:02
Warum hast du mit der Ausbildung angefangen?
Wolltest du was für dein späteres Studium lernen und der Medizin so nahe sein wie es geht?
Matzexc1

Ja + Geld.
Wobei jetzt eigentlich nur noch das Geld der einzige Grund ist warum ich da überhaupt noch hingehe. Und das finde ich schade.
Ich habe auch keine Probleme mit den meisten Patienten. War auch z.B. gerne auf Gyn und Pädiatrie und habe da Spaß an den Fällen und mit den Patienten gehabt.
Aber ich habe, ohne da jemand zu nahe treten zu wollen oder generalisierend zu wirken, noch nie so viele weltfremde und bekloppte Leute wie in der Pflege erlebt.

Und an die Leute, die sagen "Mach' doch was Anderes!" als Gegenfrage: Was denn? Ich hänge momentan irgendwo bei 8 WS und fange sicherlich nicht noch eine weitere Ausbildung neu an.

][truba][
20.07.2010, 21:44
Und an die Leute, die sagen "Mach' doch was Anderes!" als Gegenfrage: Was denn? Ich hänge momentan irgendwo bei 8 WS und fange sicherlich nicht noch eine weitere Ausbildung neu an.

Das musst du doch wissen! Irgendwas was dir Spass macht und dir nicht diese jungen Jahre deines Lebens mit Frust füllt. Warum nicht auch im 8ten WS? Wenn du Pech hast wirst du ehh 14 Semester warten müssen. Ansonsten gibt es auch Ausbildungen die man mit Abitur auf 2 Jahre verkürzen kann.

MfG Thomas

Sternenprinzessin
22.07.2010, 23:12
Gnah, ich kann mich nicht zum Lernen aufraffen...irgendwie müssen wir für die Mündliche viel mehr machen als für die Schriftlichen. Neben den Schwerpunkten kommt noch das dazu, was in den Schriftlichen nicht dran kam. So ein Quatsch...

Asclepia
23.07.2010, 15:14
Die 2 mündlichen Prüfungen waren auch bei mir deutlich lernintensiver. Ich habe 3 Tage Dauerlernen gemacht.
Wann hast du die mündlichen?

Sternenprinzessin
23.07.2010, 15:27
Am 26.8.
Ich hab mir jetzt mal den 26.7. als Lernbeginn vorgenommen *hust*

Asclepia
23.07.2010, 15:33
Ich habe Freitags angefangen und Montag und Dienstag waren die mündl. Prüfungen. Das war *hust* zu knapp! Das war deutlich mehr als ich dachte und verdammt schwer. 1/3 vom Kurs ist durchgefallen. Alles Leute mit Abi.

//stefan
23.07.2010, 18:36
Äh... *hust* Ich hab gar nciht gelernt. Einmal Unterlagen durchgelesen und dann Augen zu und durch. Als ich die Augen wieder aufgemacht hab, war ich Krankenschwester :-top.

Und Leute... Anästhesie ist geil, hab in 9 Monaten ca. 3 mal die Bettpfanne im AWR benutzt. Klar muss man viel einfache Sachen machen, Medi´s vorbereiten, Maschinen checken, reinigen etc., aber der Rest... ein Traum! :-love
Und die Bezahlung ist auch überragend... :-top

Und das kann ich nur machen, weil ich mich durch die 3 Jahre Ausbildung gekämpft hab. Und sie war nciht immer nur stupide und langweilig und anfordeungslos. Es liegt an jedem selber, was draus zu machen.