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Kannst du dir auch tw. sparen. Persönliche Erfahrung. Sorry. Es mag ja manchmal helfen.. Aber immer nur dieses "man muss nur den Mund aufmachen und hat ein Traum PJ".. So ist die Welt halt auch nicht.
escitalopram
19.12.2018, 14:53
Ich würde es zumindest probieren. Wenn sich trotzdem nichts ändert, okay. Die Zeit vergeht schnell. Aber man hat es versucht. Was ich aber wichtig finde, ist das Evaluieren. Die PJ-Ranking-Portale werden kaum benutzt. Ich bewerte immer - sowohl Gutes als auch Schlechtes.
mathematicus
19.12.2018, 16:21
Kannst du dir auch tw. sparen. Persönliche Erfahrung. Sorry. Es mag ja manchmal helfen.. Aber immer nur dieses "man muss nur den Mund aufmachen und hat ein Traum PJ".. So ist die Welt halt auch nicht.
Ich behaupte ja nicht, dass man danach ein Traum-PJ hat. Aber ich habe damit grundsätzlich gute Erfahrungen gemacht und auch wenn es vielleicht nicht dazu beiträgt, dass das Tertial traumhaft schön wird, so kann man damit doch grundsätzlich ein paar Dinge verbessern (bspw. keine Routine-BEs während der Visite, damit man mitlaufen kann; keine Anrufe aus dem OP, wenn ich da nichts assistieren kann; keine Anrufe für BEs/Nadeln auf Station, während ich im OP bin; etc.) Und ansonsten natürlich evaluieren, was das Zeug hält und Freunden/Bekannten, die es noch vor sich haben, von solchen Häusern abraten.
Nessiemoo
19.12.2018, 18:06
Hm, ich sehe es eher wie Krötino. Klar, wenn es scheiße läuft, kann man und soll sich beschweren, und man muss sich auch selber irgendwie für sich einsetzen, aber man ist da letztendlich max 4 Monate, Menschen werden durch mehr beschweren nicht plötzlich Studenten respektieren und lehrbegeistert sein und plötzlich Freiräume für Lehre haben. Und irgendwannmal war es mir einfach zu viel Aufwand für minimale Lernmöglichkeiten. Das geht viel mehr durch Evaluationen, Bewertungen und Mund-zu-Mund Propaganda, damit da keine PJler mehr kommen.
Aber z.B meine MitPJlerin war mit ihrem PJ Tertial in selber Abteilung ziemlich zufrieden. (Mehr Glück mit Rotationen und gleichzeitig viel niedrigere Erwartungen).
Ich bin garnicht zufrieden in meinem Chirurgie Tertial und würde am liebsten abbrechen bzw splitten. Wenn ihr ein gutes Haus kennt egal wo in Deutschland könntet gerne bei mir melden.
Ich lerne mehr wenn ich zu Hause sitze und Amboss lese!
Rahmspinat
19.12.2018, 20:51
Mir gefällt das Inneretertial eigentlich ganz gut. Einziges Manko: Man kann praktisch nicht so viel machen, bis auf die Basics (BE, Viggo, Aufnahmen) und hier und da je nach Arzt auch mal einen Brief. Fachlich nehme ich nicht wirklich viel mit, dafür aber viel organisatorische Dinge für die spätere Stationsarbeit, was auch nicht schlecht ist. Selbstständiges Teaching auf Station gibts bei uns kaum, dafür wird aber wirklich jede Frage gründlich beantwortet.
Mein einziges Problem ist, dass ich Innere fachlich echt als genau mein Ding sehe, der Arbeitsalltag aber schon ernüchternd ist.
Mir gefällt das Inneretertial eigentlich ganz gut. Einziges Manko: Man kann praktisch nicht so viel machen, bis auf die Basics (BE, Viggo, Aufnahmen) und hier und da je nach Arzt auch mal einen Brief. Fachlich nehme ich nicht wirklich viel mit, dafür aber viel organisatorische Dinge für die spätere Stationsarbeit, was auch nicht schlecht ist. Selbstständiges Teaching auf Station gibts bei uns kaum, dafür wird aber wirklich jede Frage gründlich beantwortet.
Mein einziges Problem ist, dass ich Innere fachlich echt als genau mein Ding sehe, der Arbeitsalltag aber schon ernüchternd ist.
Da würde ich auch sagen: das ist doch viel! Wenn du das alles halbwegs gründlich kannst danach, ist das doch eine gute Grundlage.
Absolute Arrhythmie
20.12.2018, 06:12
Ich bin mit meinem Innere-Tertial auch sehr zufrieden. Ich bin in der Onko und die Patienten sind wahnsinnig komplex, aber dadurch lerne ich wirklich extrem viel (und ich weiß jetzt auch warum ich fürs Examen Chemos auswendig gelernt hab). BEs und Viggos hab ich ganz wenig, das machen die Schwestern. Ich helfe aber ab und zu ganz gerne dabei um in Übung zu bleiben.
Aufnahmen, viel untersuchen, lange und ausführliche Visiten und auch Briefe schreiben kann ich eigentlich täglich machen/ sehen. Handwerklich hab ich noch nicht so viel gemacht, ich finde das aber auch nicht so schlimm wenn ich erstmal zuschaue :-)
Und sehr gut finde ich auch dass keine Dinge von mir verlangt werden die ich rechtlich nicht machen darf. Und wir haben mehrmals die Woche noch Seminare für die PJler, die auch wirklich gut sind. Also insgesamt bin ich sehr zufrieden und freue mich, dass ich das ganze Jahr hier machen werde.
Differenzialdiagnose
20.12.2018, 17:15
Ich bin garnicht zufrieden in meinem Chirurgie Tertial und würde am liebsten abbrechen bzw splitten. Wenn ihr ein gutes Haus kennt egal wo in Deutschland könntet gerne bei mir melden.
Ich lerne mehr wenn ich zu Hause sitze und Amboss lese!
Wieso splittest Du nicht in AC-UC/GC/HTC o.ä.? Mache ich auch. Alleine um nen guten Überblick zu kriegen.
mathematicus
20.12.2018, 17:18
Wieso splittest Du nicht in AC-UC/GC/HTC o.ä.? Mache ich auch.Alleine um nen guten Überblick zu kriegen.
Mein Chirurgie-Haus im PJ hatte z.B. auch nur eine gemeinsame Station für ACH und UCH. Da hätte man also nicht wirklich splitten können... und andere chirurgische Abteilungen gab es in dem Haus nicht.
Wir rotieren jede 4 Wochen auf eine neue Station.
Ich wurde bis jetzt ( schon 5 Wochen rum) extrem selten in den OPs eingesetzt! Und erhoffe, dass es bei allgemein Mediziner anderes aussehen wird! Ich bezweifle aber sehr dran und wenn ich nicht direkt im neuen Jahr reagiere, dann sind es bald 8Wochen auf Tertial Anfang und dann wird es wohl schwer noch in einem neuen Haus zu tauschen
Darfst du überhaupt splitten im engeren Sinn (also das Tertial an zwei unterschiedlichen Häusern absolvieren)? In Hessen darf man z.B. nur dann splitten, wenn einer der beiden Teile im Ausland absolviert wird.
Hast du deinen Wunsch, mehr im OP eingesetzt zu werden, denn schon mal geäußert?
Hier kann man das Haus während des Tertials auch nur in Ausnahmefällen wechseln bzw. nur bei Auslandsaufenthalten splitten. Und es kann halt auch sein, dass man sich damit selbst ins Knie schießt, wie Krötinos Beispiel zeigt (wie ging’s da eigentlich weiter, musstest du die Fehltage nehmen?). Schließe mich davo an: hast du denn mal gefragt ob du in den OP kannst? In meiner aktuellen Abteilung stehen die PJler auch selten auf dem OP Plan aber wenn wir einfach in den OP gehen, sind wir immer willkommen und können oft auch noch mit an den Tisch.
Ich kann’s kaum glauben aber nächste Woche ist tatsächlich schon das 2. Tertial vorbei :-wow Und damit auch mein „Sorgentertial“ Chirurgie, das insgesamt deutlich besser war als ich dachte. Jetzt kommt nur noch das Wahlfach und dann wars das schon mit PJ!
Differenzialdiagnose
21.12.2018, 19:12
Mein Chirurgie-Haus im PJ hatte z.B. auch nur eine gemeinsame Station für ACH und UCH. Da hätte man also nicht wirklich splitten können... und andere chirurgische Abteilungen gab es in dem Haus nicht.
Ach so. Stimmt auch wieder. Habe ich nicht bedacht.
Mir ist gerade aufgefallen, dass ich mit den Feiertagen "nur" noch eine Woche in der Allgemeinchirurgie bin und damit die erste Hälfte des ersten Tertials schon rum habe. Verrückt.
Insgesamt ein echt komischer Teil. Teilweise an manchen Tagen sterbenslangweilig und nix gemacht bis auf BE.
Dann aber an anderen Tagen doch Patienten aufgenommen, Patientengespräche geführt, praktisch im OP gut tätig gewesen bzw. auch mal mehr als nur genäht und getackert.
Ich weiß nicht wie ich das einordnen soll.
@Davo ja das darf man tatsächlich. Ich habe die zuständige Person kontaktiert!
ich habe die Ärzte öfter gesagt im 2Woche, dass ich gerne das und dies machen möchte aber leider kam niemals dazu bis jetzt ( 5 Woche)
Ich warte noch bis janauer, ob sich noch was ändert mal schauen
Mir ist gerade aufgefallen, dass ich mit den Feiertagen "nur" noch eine Woche in der Allgemeinchirurgie bin und damit die erste Hälfte des ersten Tertials schon rum habe. Verrückt.
Insgesamt ein echt komischer Teil. Teilweise an manchen Tagen sterbenslangweilig und nix gemacht bis auf BE.
Dann aber an anderen Tagen doch Patienten aufgenommen, Patientengespräche geführt, praktisch im OP gut tätig gewesen bzw. auch mal mehr als nur genäht und getackert.
Ich weiß nicht wie ich das einordnen soll.
Klingt für mich nach einem völlig normalen Tertial :-p
Bei mir ist es auch so, dass mich jetzt nur noch rund eine "Arbeits"woche vom Ende des ACH-Teils trennt. Hab diese Woche wieder bei ein paar Hernien-, Mamma- und Varizen-OPs assistiert, das Übliche halt. Es plätschert so dahin, so richtig lernen tun nur die Assistenzärzte was. Bin schon gespannt auf die UCH - mein Eindruck ist, dass man dort in der Ambulanz deutlich mehr machen kann.
Ich wünsch euch schöne Feiertage! :-top
Ich habe nach viel Bangen so etwas wie einen Härtefall zugestanden bekommen (vermutlich auch wegen einer guten Seele bei uns im Prüfungsamt). Anzahl der Personen (die es interessieren sollte weil sie für die Lehre verantwortlich sind) die sich die Gründe für meinen Wechsel angehört haben : 0
Dazu habe ich es mir mit dem Chefarzt einer größeren Klinik der Region gehörig verscherzt. In seiner Abteilung werde ich mich garantiert nicht bewerben, aber man kennt ja immer wen der jemanden kennt... So etwas solltet ihr auch bedenken wenn ihr anderen dazu ratet sich mal zu beschweren etc. Die die sich beschweren und einfordern sind unbequem.. Das kommt nicht immer gut an und man sieht sich leider ja immer zweimal im Leben.
Da würde ich mir nicht so große Sorgen machen.
Als guter Bewerber bist du in der Inneren heute wahrscheinlich wertvoller für den durchschnittlichen Chefarzt als ein schlechter Innere-Chefarzt für den durchschnittlichen Bewerber ;-) Wenn das, was einem geboten wird, mies ist, darf man das IMHO auch ruhig mal sagen, selbst wenn man damit auf Unverständnis stößt.
Ich wünsch dir auf alle Fälle alles Gute für den Rest deines Tertials! :-top
Feuerblick
23.12.2018, 16:36
Da gebe ich davo recht. Auf genau diesen Befürchtungen basiert nämlich die vermeintliche Macht von Chefärzten... Wer sich duckt und erträgt, weil er meint, vielleicht irgendwann man Nachteile zu erleiden, der darf sich auch nicht über schlechte Bedingungen beschweren. Sich zu wehren setzt voraus, dass man ein bisschen A**** in der Hose hat. Und eben notfalls auch dazu steht, dass man bei SOLCHEN Chefs und in SOLCHEN Abteilungen sowieso nicht arbeiten möchte. :-meinung
Btw: Ich war immer unbequem für Chefs und habe dennoch immer die Stellen bekommen, die ich wollte. Auch im engeren Umkreis meiner Heimatuni und sogar in der Abteilung, gegen die ich im PJ aufbegehrt habe. Soviel zur Theorie des „Man sieht sich immer zweimal“.
Differenzialdiagnose
23.12.2018, 17:00
Ich verstehe das Problem da nie mal den Mund aufzumachen.
Entweder will ich da sowie so nicht anfangen und wenn‘s mir als Assi nicht gefällt, dann gehe ich halt weiter an die nächste Bude.
Ich bin männlich, beherrsche Deutsch in Wort und Schrift und kann mir ne grüne Hose anziehen.
Soll der Chef sich doch den nächsten Araber, Russen wasweissich ranholen.
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