Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Treffpunkt für gestresste Pj-ler und UAs
Und nach dem PJ wird dann vom ersten Tag an erwartet, dass man alleine einsatzbereit ist, ohne nennenswerte Supervision durch Fachärzte. Finde den Fehler :-))
Das.
Vor ein paar Tagen beklagte sich die Oberärztin während eines Abdomensono, bei dem ich zugeschaut habe, darüber, dass es so schwer sei, genug Ärzt_innen in Weiterbildung für die Innere zu finden. Zwei Minuten später hat sie mich rausgeschickt, um eine Patientenverfügung zu kopieren. :) Und sich dann am nächsten Morgen natürlich bei der Visite aufregen, wenn die sogenannten "Basics" an Stationsarbeit nicht laufen.
Die Evaluationen für die Klinik waren eigentlich vielversprechend und ich hatte mir auch mehr Einarbeitung und Mitarbeit versprochen, aber das ist halt super abhängig von Team und Pandemie, liest sich ja auch hier so in den Beiträgen. Immerhin nicht mehr lang bis zum Ende des Tertials.
Confused, was genau meinen die denn mit PJ-Tagen? Frei?
Confused.
26.11.2021, 17:35
Confused, was genau meinen die denn mit PJ-Tagen? Frei?
Schön wärs. Nein, die Tage, die man auf der Coronastation PJ-fremde Aufgaben wie bspw. pflegerische Tätigkeiten erledigt, werden einem netterweise trotzdem für das PJ anerkannt
Wahnsinn, Confused.! Die sind ja richtig kulant! (wtf...)
Heute hat mir die Pflege gesagt, sie rufen lieber mich an für Blutentnahmen als die Kollegin, weil es bei mir besser klappt als bei ihr. Die Kollegin findet aber, sie könne alles, es sei ja so einfach usw. Ich meine, ich nehme der Pflege die BEs gerne ab, finde das eh cool, dass sie uns da bei Aufnahmen usw entlasten. Aber dass dann nicht mal die Kollegin was macht und üben könnte (weil sie es ja so gut kann und man ihr das wohl auch nicht gut vermitteln kann), nervt mich etwas.
Schön wärs. Nein, die Tage, die man auf der Coronastation PJ-fremde Aufgaben wie bspw. pflegerische Tätigkeiten erledigt, werden einem netterweise trotzdem für das PJ anerkannt
:-??? Was ist denn das bitte für ein Mist?! Woandershin zu rotieren kommt nicht infrage? Oder wurdet ihr dorthin verfrachtet, ehe man euch gönnerhaft mitgeteilt hat, dass euch die Arbeit dort als PJ-Zeit angerechnet wird?
Choranaptyxis
27.11.2021, 10:30
Müsst ihr das machen? Bekommt ihr dann wenigstens mehr Geld für die Zeit (so wie vermutlich die Hilfskräfte dort)?
runningMan18
27.11.2021, 15:37
Medizinstudenten auf COVID-Stationen einzusetzen sehe ich kritisch. Jedem soll es freigestellt werden, ob er auf einer infektiologischen Station arbeiten möchte oder nicht, zumal hier auch eine höhere Infektionsgefahr am Arbeitsplatz besteht.
DieF?chsin
27.11.2021, 16:36
Muss mal meinen Frust loswerden. Bei mir läuft es mies, ich habe in der Chirurgie angefangen und bisher habe ich einfach nichts gemacht außer Haken halten. Einen Tag konnte ich mal in die Notaufnahme, aber auch da durfte ich keinen Patienten untersuchen, bin nur nachgelaufen, die haben nichtmal mit mir geredet und mir auch nichts erklärt. Ich habe bisher nicht einen Zugang gelegt (gut einen Versuch und die Vene ist geplatzt und noch nicht einmal Blut abgenommen.
Ich kann nicht auf Station, ich habe noch nicht einen Patienten untersucht, ich war noch nicht einmal in der Sprechstunde.
Einen Tag hätte ich in die Sprechstunde gedurft, aber dann musste ich doch wieder Haken halten und dann war die Sprechstunde schon fast um und es hat sich nicht mehr gelohnt. Pause machen ist auch nicht drin, weil ich quasi die ganze Zeit Haken halte.
Ich bin absolut gefrustet, genäht habe ich auch noch nicht und den Kommentar vom OA kassiert: sie halten hier, dass ist das einzige wofür sie bezahlt werden. Bin wirklich bisschen verzweifelt.
Ging es wem ähnlich? Hat jemand Tipps? In der Notaufnahme ist auch jeden Tag der gleiche Arzt, der einfach keinen Bock auf Lehre hat glaube ich. Ich habe schon zwei Famulaturen in der Notaufnahme hinter mir, chirurgisch ums internistisch, und noch nie erlebt, dass die Studenten so wenig bzw. nichts machen dürfen. Ich kenne das so, dass man den Patienten alleine untersucht, beginnt den Brief zu schreiben mit der Anamnese und KU und dann dem Arzt vorstellt und dann geht man gemeinsam nochmal hin. Ich hatte mir das auf/ so für das PJ erhofft, aber das gibt es da garnicht.
Viele Ärzte haben halt nicht kapiert, dass sie an einem Lehrkrankenhaus arbeiten.
Gib am Ende des Tertials eine entsprechende Bewertung ab. Wenn keine PJler mehr kommen, wird sogar der dümmste Arzt anfangen, nachzudenken.
@DieF?chsin ja das ist leider nichts ungewöhnliches. Als ich mir damals den Platz rausgesucht habe, war es schon schwierig ein Haus zu finden, wo es nicht nur ums Haken halten geht. Aber das bekommst du schon rum. Und wie davo sagt, einfach schlecht bewerten und mit erhobenen Mittelfinger gehen. ;)
Ich muss auch ein bisschen Frust ablassen. Nachdem die Lage ernster wird, weiß ich nichtmal ob ich die Woche überhaupt einfach so in die Klinik komme. Wollte mir heute Selbsttests kaufen...nichts mehr da. Natürlich noch kein Mail seitens der Uni wie das für Studenten geregelt ist. Jemand von den Humanbiologen hat wohl eine Mail bekommen, wo von Selbsttest bis PCR einmal alles aufgeführt ist. An sich gilt in der Uni 3G, die Uniklinik macht jetzt 3G+ und schreibt noch tausend Ausnahmen auf ihre Website...
Cinnafly
29.11.2021, 20:32
Feel you 100%
Hatte die leiste Hoffnung gehabt dass man als PJler Verantwortung übertragen bekommt... aber bisher ist es 1:1 wie eine x-beliebige Famulatur.. bisschen Blut abnehmen, Viggo reinhauen, Visite mitlaufen...
Und sobald es nichts zu tun gibt ("ich muss nur noch Briefe schreiben, hab für dich nichts zu tun/dabei kannst du mir nicht helfen"), wird einem gesagt man solle doch in die Funktionsdiagnostik gehen. Eine TIVA oder CORO mal zu sehen ist sehr spannend, aber ab dem 3. Mal nimmt man als Unbeteiligter einfach nichts mehr mit.
Auf die Gefahr hin, dass ich jetzt gesteinigt werde, aber ich dachte, genau DAS sind unsere Aufgaben als PJler? Wobei ich wegen meiner Auslandsfamulaturen, wo man generell nicht viel machen darf, auch nie mitbekommen habe, was man in einer deutschen Famulatur macht.
Ich wurde dann auch immer zum 10. Mal ins Herzecho geschickt, was zwar auch irgendwann langweilig war, aber Hauptsache hat dann für den Tag der Scham wegen der x-ten verkackten Blutentnahme wenigstens für den Tag ein Ende. Von der Viggo ganz zu schweigen, die mir aufgetragen wurde. Ich habe zwar mehrmals gesagt, dass ich das noch nie gemacht habe und gern wenigstens jemanden gehabt hätte, der zusieht, aber ich soll mich nicht so anstellen.
Hab dann halt ein Youtube Video angeschaut und eine Schwester überreden können, notfalls zu intervenieren, was sie dann auch tun musste.
Aber jeder Anfang ist ja bekanntlich schwer :-nix
Aber was ich hier so lese, bin ich auf der anderen Seite froh, ich heute endgültig von der Covid-station weggeschickt worden zu sein :-oopss
Choranaptyxis
29.11.2021, 20:41
Naja, ich finde, im PJ sollte man bestenfalls auch eigene Patienten betreuen. Sprich untersuchen, vorstellen, sagen, wie man Vorgehen würde, korrigiert werden, gezeigt bekommen, was man falsch macht, vlt sogar, wenn es das Fach erlaubt, selbst einen Patienten über den stationären Zeitraum unter Aufsicht betreue usw.
Als WBA soll man es ja dann auch können, woher soll es denn kommen. Speziell Untersuchungen soll man ja im M3 auch zeigen können, und die hätte ich auch gerne mal gemacht, und mein Ergebnis mit jmd abgeglichen.
Von daher bin ich super glücklich, dass ich das momentan machen darf, also in der Sprechstunde fast wie ein frischer WBA agiere, also eigenes Zimmer habe und mir Patienten nehme, vorbefrage und untersuche, und die dann dem Chef vorstelle, was ich gefunden habe und vermute. Das Fach gibt halt wenig Stationsarbeit her, weil fasts alles ambulant ist, aber so hat man das Gefühlt, man macht wenigstens etwas, und heute waren es so fast 10 Patienten über den Tag verteilt.
Choranaptyxis, klingt so als hättest du ein perfektes PJ-Tertial. So sollte es natürlich immer sein, aber es ist sehr selten. Freut mich! In welchem Fach bist du dzt. nochmal?
Choranaptyxis
30.11.2021, 13:51
Ziemlich perfekt, ja :D Sogar das Klinikessen ist super ;)
Handchirurgie (im Rahmen vom ambulanten Quartal) an einer orthopädischen Klinik, bitte nicht zitieren. Zum Glück zwar strenge Auflagen (FFP2 für Patienten und Mitarbeiter, alle Mitarbeiter unabhängig vom Impfstatus täglich testen), aber noch mit "normalem " Op-Programm. Da gibt es natürlich nur wenig stationäres, noch weniger Blutentnahmen etc, sodass ich keine Briefe oder BEs machen muss, aber eben im OP und wenn gebraucht wird bzw es sich "lohnt" 1.Assistenz bin, öfters nähen darf, was an der Hand ja schön werden sollte und tatsächlich auch mitdenken darf bzgl Hakten umsetzen, was ist jetzt gut. Werde mal was abgefragt, darf aber immer alles fragen (solange es nicht vor wachen Patienten ungünstig ist). Darf, wenn ich möchte, in andere Gelenk-Sprechstunden, bekomme dort von allen immer was erklärt, darf auch selbst da untersuchen, und auch die Anästhesie erklärt mir bei den Blockaden gerne, was man gerade sieht.
Und sie sind großzügig, was mein Knie angeht mit heimgehen und jetzt mit viel Glück OP-Termin und arbeiten.
Sowohl meine Abteilung als auch das Haus selbst hat das Faires-PJ-Zertifikat tatsächlich nicht umsonst.
Nicht schlecht! Da hast du ja echt einen Glücksgriff getätigt. Freut mich.
Confused.
30.11.2021, 15:53
Klingt super! Ich bin seit Montag in der ZNA. Hat mir in meinen Famulaturen schon viel Spaß gemacht und macht es jetzt auch wieder.
Klar, auch Coronapatienten aber besser als Pflege auf der ITS bzw. eine komplette Coronastation.
Das mit den Corona-Tests hat sich glücklicherweise noch seitens der Uni geklärt. :D Also durfte ich schön zu Hause in der Nase rumstochern.
Hat eigentlich noch jemand hier M3? Ich bin jetzt (endlich) morgen dran und war die letzten Tage schon nervös. Heute eigentlich nichts mehr richtig gemacht, hoffe das läuft morgen :D
Mistermeo
30.11.2021, 17:47
Das mit den Corona-Tests hat sich glücklicherweise noch seitens der Uni geklärt. :D Also durfte ich schön zu Hause in der Nase rumstochern.
Hat eigentlich noch jemand hier M3? Ich bin jetzt (endlich) morgen dran und war die letzten Tage schon nervös. Heute eigentlich nichts mehr richtig gemacht, hoffe das läuft morgen :D
Ich bin erst nächste Woche dran, aber super nervös :D Du wirst das sicher packen!
Hat eigentlich noch jemand hier M3? Ich bin jetzt (endlich) morgen dran und war die letzten Tage schon nervös. Heute eigentlich nichts mehr richtig gemacht, hoffe das läuft morgen :D
Alles Gute und viel Erfolg für morgen! Ich bin mir sicher, dass es bestens verlaufen wird :-top
Choranaptyxis
30.11.2021, 19:06
Daumen sind gedrückt fovea.
Go Fovea!!! Komm zu uns auf die Seite der Examinierten! XD
Leute, I’m back und es ist vorbei! Ich hatte heute mein M3 und es war der perfekte Abschluss zu meinem gesamten Studienverlauf: Pures Glück! Zuerst hatte sich super kurzfristig eine Änderung in der Prüfungskommission zu meinen Gunsten ergeben. Außerdem hab ich krass auf Lücke gelernt und in Innere wurde ich überraschend breit kreuz und quer befragt, wobei aber quasi ausgerechnet die einzigen 5-6 Themen drankamen, die ich für M3 vorbereitet hatte. Alter Falter! WHAT ARE THE ODDS?!
War im mündlichen Physikum schon so. Hab bevor ich das Haus verlassen hab noch herum geheult, dass ich nur weiß, dass der Teres Major NICHT zur Rotatorenmanschette gehört aber gar nichts sonst zur Rotatorenmanschette sagen kann, nachgelesen, Rotatorenmanschette geprüft worden. Ha ha ha.
Jetzt erst mal positive Vibes an Fovea.
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