Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Treffpunkt für gestresste Pj-ler und UAs
Choranaptyxis
03.01.2022, 20:35
Ich oute mich mal als jmd, der zwischen den Jahren freihatte (wir haben da und Ostern je 1 Woche gesichert frei, und dafür geht unser PJ 2 Wochen länger, gaaanz tolle Regelung), und trotzdem an 3 Tagen an der Klinik war. Eigenes Zimmer und Patienten macht einfach zu viel Spaß in der Sprechstunde, und es waren nur kurze Tage, also Erholung trotzdem gegeben, plus gratis Mittagesssen ;) Plus an einem Tag hätte ich eh hingemusst, Physiotermin in der Klinik. Bin wirklich traurig, dass in 4 Wochen dann die letzte Rotation beginnt. So gut wie jetzt wird es kaum werden, und Innere ist absolut nicht meins... Naja, bis Mitte April wird es schon gehen, die maximal erlaubten 10 Fehltage habe ich mir aufgehoben und hoffe, wie alle hier, die nicht wegen Krankheit verballern zu müssen :D Die Lernzeit ist so oder so durch die 2 Wochen länger deutlich kürzer...
Achja, gibt auch andere CÄ. Obwohl es meist halb im Spaß ist, tut es gut zu hören "ist doch deutlich besser geworden in den letzten Wochen", "sie schaffen doch gut was weg" (im positiven Sinne, dass ich schneller werde bei Anamnese, Untersuchung, Vorstellen).
Zumindest fühlt man sich dann nicht als Volldepp.
Ich muss mich da wohl auch outen. Vielleicht meinte ein Chef "naja, Rotation beginnt um Weihnachten, komm halt am 6. Januar" oder so. Bin mal gespannt, wie das mit diesen "angeordneten" Fehltage geregelt wird...
Dr Aculala
09.01.2022, 16:27
Hey ihr Lieben,
ich hoffe, ihr seid alle gut ins neue Jahr und neue Tertial gestartet :-)
An all diejenigen, die jetzt im Frühjahr M3 machen: wann beginnt ihr mit dem Lernen? Hat schon jemand angefangen? Bin etwas unschlüssig bzgl. der Planung und vielleicht hat hier jemand einen Tipp :-bee
Hier sind Zoom-Meetings geplant, um Fälle durchzuarbeiten und ein bisschen ins Sprechen zu kommen. Wann und wie häufig die stattfinden, steht aber noch in den Sternen dank PJ-Arbeitspensum, Kinderbetreuung usw.
Die meisten M3-Kandidat*innen aus meinem Umfeld haben tatsächlich erst zu Beginn der geplanten Fehltage am Ende des letzten Tertials mit dem "richtigen" Lernen begonnen und sind gut durchgekommen. Von daher hoffe ich, dass das auch für mich ausreichend Zeit ist. Wie die anderen hier das angehen würden, interessiert mich aber auch. :)
Nilorak
09.01.2022, 18:17
Gibts hier auch noch PJ-Mitstreiter, die im ersten Tertial sind und wie ich nach 8 Wochen wieder mal voll das Down haben?
Hatte mich ja am Anfang auch mal gemeldet, um Frust loszuwerden, es wird irgendwie nicht besser und es sind verdammt nochmal erst 8 Wochen rum .. gefühlt wird dieses Jahr niemals umgehen. Blutabnehmen nonstop, keine Bezahlung, kaum Wertschätzunh etc schlaucht mich doch alles nochmal mehr als ich erwartet hab.
PinkPurple
13.01.2022, 12:20
Gibts hier auch noch PJ-Mitstreiter, die im ersten Tertial sind und wie ich nach 8 Wochen wieder mal voll das Down haben?
Hatte mich ja am Anfang auch mal gemeldet, um Frust loszuwerden, es wird irgendwie nicht besser und es sind verdammt nochmal erst 8 Wochen rum .. gefühlt wird dieses Jahr niemals umgehen. Blutabnehmen nonstop, keine Bezahlung, kaum Wertschätzunh etc schlaucht mich doch alles nochmal mehr als ich erwartet hab.
Jap, gibts.
Bin mit mega Motivation und Erwartungen was zu lernen ins PJ gestartet. Mehr als Blutabnehmen und Viggos kloppen ist eigentlich nicht. Teaching gibts exakt null. Mache wir ernsthaft Sorgen dass ich unfähig ins Arbeitsleben starte, hinterfrage die komplette Entscheidung Medizin zu machen. So einen Tiefpunkt hatte ich über das gesamte Studium nicht.
Ich versuche zwar mich einzubringen und Patienten mitzubetreuen, aber ohne Feedback oder Anleitung ist das irgendwie stupide. Klar, wegen Corona ist es eine Ausnahmesituation. Aber ist trotzdem depressing af.
Hoffe dass die anderen zwei Tertiale besser werden.
Ich verstehe auch überhaupt nicht, wieso die Ausbildung künftiger Ärzte so hintendran gestellt wird. Haben die Oberärzte nicht auch irgendwie ein Interesse daran dass die nachkommenden Assis Kompetenzen haben?
Scheint nicht so. Bin wirklich ratlos.
Confused.
13.01.2022, 17:03
Bin zur Zeit in der Rechtsmedizin & das macht super viel Spaß! Kann momentan nicht klagen.
Hannah-lea
20.01.2022, 08:19
Meine ersten zwei Monate auf der Allgemein- und Unfallchirurgie waren auch eher dürftig :D mehr als einmal Nähen war selbst nicht drin. Aktuell bin ich auf der operativen ITS was super ist, weil das Team klasse ist und ich hundert "dumme" Fragen stellen kann und mir alles erkärt wird, ich eigene Patient:innen betreuen kann, selber dokumentiere und am Ende alles besprochen wird, besser geht's nicht. Und bei Notfällen bin ich auch immer mit am Patientenbett und bekomme alles hautnah mit, was mich natürlich als Neuling total fasziniert :D kommt wirklich so so sehr auf das Kollegenteam an
runningMan18
22.01.2022, 19:46
Ich bin auch mega enttäuscht vom PJ und habe etwas neues über mich gelernt: Auf gar keinen Fall später mit Patienten arbeiten! Menschen sind super anstrengend.
PinkPurple
22.01.2022, 19:56
Ich bin auch mega enttäuscht vom PJ und habe etwas neues über mich gelernt: Auf gar keinen Fall später mit Patienten arbeiten! Menschen sind super anstrengend.
Das ist witzig, mit fast genau den Worten hat uns unser Pathodozent erklärt warum er Pathologe geworden ist und es nicht bereut :D
Mistermeo
22.01.2022, 20:26
Ich bin auch mega enttäuscht vom PJ und habe etwas neues über mich gelernt: Auf gar keinen Fall später mit Patienten arbeiten! Menschen sind super anstrengend.
Na dann war die Medizin ja die beste Wahl..
runningMan18
22.01.2022, 20:38
Na dann war die Medizin ja die beste Wahl..
Warum das denn? Es gibt einige Weiterbildungen, wo man kein Patientenkontakt hat und in die Forschung kann man auch gehen.
Choranaptyxis
22.01.2022, 21:09
Bei mir steht bald der nächste Wechsel an, und ich trauere jetzt schon. Durfte jetzt zum Ende hin immer mehr, auch zunähen (und nicht nur 3 Stiche), ohne dass mein Chef noch im Saal war, die Sprechstunde mit eigenem Zimmer, das hat echt Spaß gemacht.
Und iwie komme ich einfach nicht weiter, für welchen Bereich ich mich bewerben soll.
Bin ja wie du running, dass ich mir oft denke, ich bräuchte nicht wirklich viel Patientenkontakt, gleichzeitig aber in so Fächern wie Patho, Kl. Chemie überhaupt nicht der Burner war. Bei Mikroskop kommt leider unterbewusst das Hist/Embryo-Zeichentrauma zum Vorschein und sagt, das kannst du eh nicht. Und ansonsten schwanke ich nur rum, weiß, dass ich Innere/Neuro mal so gar nicht mag, und es mir null vorstellen kann, aber mein Anästhesie-PJ nicht so gut war, dass ich denke, ja das wäre es. Aber die gedachten Alternativen wie Radio und Ortho sind iwie auch nicht passend. Meine Interessen sind da einfach nicht mit meiner Persönlichkeit zusammen für ne Fachrichtung geeignet...
PinkPurple
22.01.2022, 21:41
Geht mir genauso. Am Beginn des Studiums denkt man es gibt so viel Auswahl, man findet locker was für einen, und zum Ende hin schaut man nach dem geringsten Übel.
Bonnerin
22.01.2022, 22:55
Na dann war die Medizin ja die beste Wahl..
Ganz ehrlich, der Sarkasmus ist hier nur mäßig angebracht. Es soll durchaus Personen geben, die eventuell im Laufe des Studiums feststellen, dass das gewählte Fach eben nicht das Optimum ist. Das passiert überall, auch in der Medizin. Und dann muss man halt schauen, was man draus machen kann (gibt im Ärzte-Unterforum ja genug Threads zum Thema "keine Lust auf Arztsein" und "Alternativen zum Arztberuf").
Wobei man aber natürlich differenzieren muss. Ich arbeite auch nicht mehr am Patienten, wobei mein Fachwechsel viele meiner alten Kolleg:innen sehr erstaunt hat. Denn tatsächlich konnte (und kann) ich recht gut mit Patient:innen umgehen, aber habe von der Arbeit einfach immer zu viel mit nach Hause genommen.
Um Menschen an sich kommt man aber nicht herum. In den "klinisch-theoretischen Fächern" ist man oft am Telefon und berät bei Fragen. Dabei sind gute Kommunikationsskills genauso unerlässlich wie im Umgang mit anderem medizinischen und nicht-medizinischen Personal am Arbeitsplatz selbst.
PinkPurple
22.01.2022, 23:08
Na dann war die Medizin ja die beste Wahl..
Lieber im PJ genug Selbstbewusstsein und Reflektion haben und das beste machen als die ganzen Ärzte die man kennenlernt wo man (nur auf die Kommunikation und ihr Arztbild bezogen) ständig denkt: ei ei ei...
carolin1997
31.01.2022, 14:15
Mal was anderes: Gibt es eigentlich schon Infos, ob das M3 im Frühjahr wieder einen oder zwei Prüfungstage umfassen wird? Habe auf der Seite vom LPA NRW nichts dazu gefunden 🙁
Das kommt wohl auf das LPA, in der Verordnung zur Abweichung von der ApprO ist das eine "kann" - Regelung. Derzeit gilt es bis 31. März, kann aber bis 30. September verlängert werden. Klar ist das glaub noch nicht. Verordnung ist unter https://www.gesetze-im-internet.de/cov_appro2002abwv/BJNR636440021.html zu finden.
Choranaptyxis
01.02.2022, 21:06
So, 2 Tage Innere-PJ und ich weiß, was ich im Lebtag nie machen würde. Vorurteile werden ab und an bestätigt. Mir tut die Stationsärztin so leid, die da ihre 11-12h-Tage hat und zu Berufsanfang fast komplett alleine gelassen wird. Und statt therapieren ist das mehr Laborwerte aufhübschen und iwann wieder entlassen.
Und langsam kommt Torschlusspanik auf. Hab jetzt eine Liste mit den ganzen Fahcrichtungen angefangen, lese für BW die Anforderungen, was wie gefordert wird und hoffe, irgendwas zu finden. Hätte nie geacht, dass ich nach 6 Jahren einfach nicht weiß, wohin ich gehen soll. Nehme dahingehend auch gerne Beratung hin. Langsam muss ich mich ja mal bewerben.
Edit: und was richtig klasse ist, ich bin noch völlig unfähig. 9 Monat pj und wer kann nur in 10-20% der Fälle Blut abnehmen, viggo legen gar nicht zu reden. Bekomme schon Alpträume davon. Und auch jetzt wird keiner Zeit haben mir zu sagen, was ich falsch mache. Und das mit Anästhesie pj. Ich könnte nur noch heulen deswegen. Dabei drücke ich mich nicht mal. In der Anästhesie hieß es oft, bist du dir sicher, wir haben nur die Seite, etc, wenn nein, lass es. Und von den paar mal, die ich durfte, habe ich es von meinem niedrigen Niveau nicht weggebracht. Das wird jeden Morgen ein Spießrutenlauf werden, wenn ich die einzige PJlerin in, bei der maximal 1-2 Patienten beim Abnehmen klappen.
Choranaptyxis
04.02.2022, 17:45
War jmd. schon mal bei diesen M3 KOMPETENT Tagen vor Ort bzw. hat dazu mal was gehört, ob die sich lohnen? Meine dieses hier (https://www.marburger-bund.de/bundesverband/seminar/m3-kompetent-2022-hannover)
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