Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Treffpunkt für gestresste Pj-ler und UAs
heute wieder rechtliche "Neuerungen" gehört, die seit april 2013 wohl gelten. Und was besagen sie. PJler dürfen nicht aufklären ;-)
bzw wir dürfen zwar aufklären, aber nur, wenn der Arzt vor Diagnostik/Intervention, den Patienten auch nochmal persönlich nach seinem Befinden und Verständnis der Diagnostik/Intervention gefragt hat.
tja ja und wie sieht es in der Realität aus?
Das ist aber nichts neues.
Qurde uns auch schon so gesagt, dass Aufklärung nicht delegierbar ist.
In der Praxis...naja, die meisten halten sich dran.
Ansonsten taucht egt nirgends in der Dokumentation auf, dass es der pj gemacht hat. Musst du daher selbst wissen. Bei Dingen, vond enen uns vorher deutlich gesagt wurde, dass wir sie nicht machen dürfen, habe ich mich auch nicht überreden lassen. Das ging so auch in Ordnung. Und Letztendlich fällt es auf den Arzt zurück, wenn ungenügend aufgeklärt wurde und seine Unterschrift drunter steht.
Lernen muss man es ja durchaus. Also mal machen und dann nen Beisitzer zu haben, der aufpasst, dass man nichts vergisst, ist gar nicht so schlecht.
Ne, versteh das nicht falsch, ich weiß das es eine nicht delegierbare Aufgabe ist.
Ich finde es nur lustig, dass heute ein paar mal von den Ärzten nachgefragt wurde, wie sie das mit ihren PJlern halten sollen und im Endeffekt bleibt alles beim alten ;-)
Hier machen die PJler alle Aufklärungen im CT, danach wird das dem Arzt vorgestellt und der setzt seine Unterschrift drauf.
Schon interessant, dass Chirurgie oft gleichgesetzt wird mit hirnlosem Rummetzgern ( und das auch fast ausschließlich von Leuten, die in konservativen Fächern arbeiten..)
Das ist sicher nicht so gemeint, vor allem nicht, was die Allgemeinchirurgie betrifft. :-)Der Punkt ist einfach, dass der OP aus vielen, oben genannten Gründen nicht jedem Spass macht, und man dann irgendwann einen dicken Hals auf diese ganzen verkrusteten Hierarchien bekommt.
@Laelya: es gibt leider auch Häuser, die zum anderen Extrem hin gehen und PJler nicht mal mehr Patienten aufnehmen lassen. Weil die OP-Aufklärung wichtiger Teil des Aufnahmegesprächs in der Chir ist, ist man als PJler plötzlich keine Hilfe mehr, die Zeitersparnis weg. Ich habe demzufolge im Chir-Tertial gerade mal eine Handvoll Patienten aufgenommen. :-dagegen Ich habe an einem Tag Wahlfach leider mehr gelernt als im ganzen Chir-Tertial - und glaubt mir, ich hätte gern mehr mitgenommen.
@MissGarfield: egal, wie Du Dich letztlich entscheidest, Anästhesie-Grundlagen zu beherrschen, bringt imho für die Praxis enorm viel. Ich kenne einige, die eigentlich Innere machen wollen, aber jetzt erst mal ein halbes Jahr Anä vorschieben. Warum also nicht mit Anä starten, und dann später Ortho noch einmal ausprobieren? Es scheint doch zu einem Grossteil an dem speziellen Arbeitsklima zu liegen, dass Du momentan so unzufrieden bist, oder irre ich mich?
Stephan0815
22.10.2013, 18:08
Ne, versteh das nicht falsch, ich weiß das es eine nicht delegierbare Aufgabe ist.
Ich finde es nur lustig, dass heute ein paar mal von den Ärzten nachgefragt wurde, wie sie das mit ihren PJlern halten sollen und im Endeffekt bleibt alles beim alten ;-)
Hier machen die PJler alle Aufklärungen im CT, danach wird das dem Arzt vorgestellt und der setzt seine Unterschrift drauf.
Also dabei gehts ja um den neuen § 630 e BGB. Da steht zwar drin, daß der Behandelnde aufzuklären hat, gleichwohl kann er diese Aufgabe sehr wohl weiterhin delegieren; allerdings nur an Personen, die die Fähigkeit haben, die aufgeklärte Maßnahme auch durchzuführen. Soweit man den Gesetzgeber bislang verstehen darf, muss man für diese "Befähigung" jedenfalls keine fertige Fortbildung i.S.e. Facharztes vorweisen. Ob´s dann auch PJ dürfen... also ich schätz mal schon, sofern man diejenigen in der Tätgikeit genau unterwiesen hätte. Realistisch ist das aber eher nicht, streng genommen wissen doch die ganzen Assistenzärzte zB. in der Radiologie auch nicht, wie sie eigentlich ihr CT, MRT oder sowas bedienen müssten.
Wieder so eine Regelung fachfremder Juristen, die vom praktischen Klinikalltag aber mal sowas von Null Ahnung haben, aber hauptsache der Patient kriegt jetzt ne Kopie vom Aufklärungszettel, den er brav in seinem Ordner "medizinische Untersuchungen, die ich eh kaumchecke" abheften darf. :-oopss
Es wurde von der Anwältin extra gesagt dass es halt kein "nichtarzt" darf.
Somit auch kein Pjler, keine MTA etc....
Es sei sogar nicht erlaubt, das Internisten über cts aufklären etc. Ein fachfremdes aufklären wäre nicht mehr rechtens.....
Nachdem was uns vorgetragen wurde.
Aufklären über CTs und co darf nur, wer die erforderliche Fachkunde hat...§18a der RöV ?!? Meinst Du das?
Nein, das ist es nicht.
Aber ist auch egal :-) ich wollte nur von der Besprechung berichten. Es ging dort nicht nur um reine CT/MRT Diagnostik sondern vor allem auch um Interventionen und fachfremd bedeutete in diesem Fall nichtradiologe....
Ich habe es mir ja nicht ausgedacht ;-)
So und nun gerne zurück zum eigentlichen Thema :-D
FirebirdUSA
23.10.2013, 09:00
Realistisch ist das aber eher nicht, streng genommen wissen doch die ganzen Assistenzärzte zB. in der Radiologie auch nicht, wie sie eigentlich ihr CT, MRT oder sowas bedienen müssten.
Naja, ich kann mein MRT und mein CT komplett alleine bedienen... beim konventionellen Röntgen wird es aber schwierig :) Bei uns klärt immer der zuständige Radiologe über CT und MRT auf. Wenn ein PJler gerade da ist, darf er gerne schonmal voraufklären aber ich möchte eigentlich immer den Patient einmal kurz selbst gesprochen haben und das entscheidende (z.B. CT - allergische KM Reaktion, thyreotox. Krise, Dialyse, Paravasat) selbst angesprochen haben. Wenn der Pat. dann aber schon weiß wie die Untersuchung abläuft, das es durch das KM häufig zu einem Hitzegefühl kommt und wir schon Infos über bekannte Allergien haben bin ich nicht undankbar und freue mich über die Hilfe des PJlers.
SuperSonic
24.10.2013, 18:11
OT:
Es sei sogar nicht erlaubt, das Internisten über cts aufklären etc.
Aufklären über CTs und co darf nur, wer die erforderliche Fachkunde hat...§18a der RöV ?!? Meinst Du das?
Ich hatte neulich das Vergnügen, am Strahlenschutz-Grundkurs teilzunehmen, und stütze darauf die folgenden Aussagen.
Internisten und andere Nicht-Radiologen dürfen nicht nur für CT-Untersuchungen aufklären, in meinem Haus müssen sie das sogar - am Vortag, nach Möglichkeit. Für die rechtswirksame Aufklärung bedarf es keiner Fachkunde. Anders sieht es beim Stellen der rechtfertigenden Indikation aus - das dürfen nur Fachkundige machen (in dem Gebiet, für das sie fachkundig sind).
Dass PJler rein rechtlich (wie alle anderen Nicht-Ärzte) weder medizinische Indikationen stellen noch rechtswirksam aufklären können, steht außer Frage.
lottisworld
24.10.2013, 19:51
Neo :love::love:
Gast26092018
31.10.2013, 23:14
So, heute meinen letzten Wochentagsnachtdienst in diesem Tertial hinter mir gebracht :)
Es fehlen mir noch zwei WE-Dienste.
Jetzt erstmal ein langes WE :-love
MissGarfield83
01.11.2013, 05:45
Gestern meine erste Hüftrevision als erste Assistenz hinter mich gebracht - ich kanns anscheinend noch. Wollen will ich nur nicht. Zähle die Tage bis zum Tertialende ... jetzt sinds noch 34 .. und überlege wie ich im nächsten Tertial den OP meide ohne einen schlechten Eindruck zu hinterlassen. Auf dem Kongress in Berlin meinten viel zu mir die hier in der Klinik waren, dass es die anstrengendste Zeit ihres Berufslebens war und dass ich mir die Prothesenfabrik nicht so zu Herzen nehmen soll. Aber ich glaube die Würfel sind innerlich schon gefallen - nur wenn ich nicht direkt in der Anä anfangen kann geh ich für ne gewisse Zeit in die UCh ... Resignation at it's finest.
Und wie is bei euch so ?
PS : Heute gehts endlich wieder heim. Wochenende! Juhu!:love:
Gast26092018
01.11.2013, 07:49
Ich hätte vielleicht lieber ein kleines Haus wählen sollen, vielleicht würde ich da mehr lernen und mehr erklärt bekommen :-nix
naja, es ist jetzt zu spät...ich mein für praktische Sachen ist die Uniklinik schon gut....aber:-nix
Ich habe Angst vor meinem Chirurgietertial im Uniklinikum:( ich hoffe, dass wir ausreichend PJler sein werden und ich mir die Rotation frei aussuchen kann.
Dann schönes WE!
MissGarfield, ich hab im Chirurgietertial bei "noch 40 Tage" angefangen, rückwärts zu zählen ;-)
Stephan0815
01.11.2013, 12:41
Ihr werdet mich auslachen, aber ich habe sogar noch 4 Tage meines Freizeitausgleichs freiwillig länger in der Chirurgie verbracht. Und im Nachhinein bereu ich´s nicht mal... es hat sogar Spaß gemacht - mit den richtigen Personen halt.
Noch 42 Tage im ersten Tertial. Mit Abzug von Wochenende und Studientage Bleiben noch 24 ;-) reine Arbeitstage
Ich finde es in der Sono toll [-::-] ich kann alles selbstständig schallen, die OÄ schallt dann nach und die Befunde darf ich auch alleine schreiben. Arbeit ist super entspannt, so langsam habe ich dann fast alle 32 Ärzte einmal kennengelernt und mich bisher echt mit jedem Super verstanden und viel gelacht.
Ach man ich bin traurig wenn das nächste Tertial los geht.
Und gerade fühle ich mich doch ein bisschen traurig danach Berlin zu verlassen, da ich dort sicher für die erste Stelle gut aufgehoben wäre.
Miss_Verständnis
01.11.2013, 14:05
Kannst du nicht in Berlin bleiben??
Es hat schon Vorteile, in seinem PJ Haus die erste Stelle zu haben...
ne kann ich nicht, und will ich ja eigentlich auch gar nicht ;-)
ich mag berlin nicht und fühle mich hier nicht wohl. ist schade für die erste stelle, aber meine Abscheu dieser Stadt gegenüber könnte auch eine schöne stelle nicht weg machen. Jeden morgen wenn ich das haus verlasse, ärgere mich darüber in dieser Stadt zu leben.
ausserdem hat mein mann schon ein Angebot, bzw zusage für seine stelle ab Juni 2014 in unserer wunschstadt und dort werde ich mich dann auch bewerben.
edit: ich hätte oben vielleicht nicht schreiben sollen, dass es traurig ist berlin zu verlassen. sondern das es traurig ist, dass meine radiologiestation nicht woanders ist :-D
Miss_Verständnis
01.11.2013, 14:27
Ok, verstehe. Das ist auf alle Fälle ein guter Grund wegzugehen :-)
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