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Absolute Arrhythmie
24.07.2019, 17:56
Hier wird in der Chirurgie rotiert. Bin Ende der Woche fertig mit den 4 Wochen UCh und werde den August dann in der ACh verbringen, bevor ich die letzten Wochen inkl Fehltage dann noch in die Gefäßchirurgie schnuppern werde. Das gefällt mir eigentlich ganz gut so, weil kurzweilig und irgendwie fühlt es sich so an, als ginge es schneller vorbei :-))
Naja, dass ein Chirurgie- oder Innere-Tertial an einer deutschen Universitätsklinik meist nicht so der Hammer ist, ist ja kein Geheimnis. Die Bewertungen auf pj-ranking.de waren in meinem konkreten Fall ok bis entsetzlich, selten sogar gut. Deshalb meine niedrigen Erwartungen. Von meinen Kommilitonen vorab gehört hab ich halt das Übliche (viel zu tun, kaum Lehre, nur BEs und Nadeln, etc.). Bei uns ist es so, dass man in der Inneren zwei von zwölf Bereichen kennenlernt (die Möglichkeiten reichen von Endokrinologie über Kardiologie-Normalstation und Hämatologie bis hin zu Pneumologie-Überwachungsstation). Es kommt also drauf an wo man eingeteilt wird - und auf die persönlichen Präferenzen. Unterschiedliche Leute nehmen dieselbe Station sehr unterschiedlich wahr, das hab ich immer wieder erlebt. Es gibt viele Bereiche, die ok sind, ein paar, die, wenn man Pech hat, wirklich schlecht sind, und ein paar, die, wenn man Glück hat, gut oder vielleicht sogar sehr gut sein können.
In der Chirurgie ist es bei uns so ähnlich, mit einem zusätzlichen Bonus: Wenn man Chirurgie an der Uniklinik macht, kann man, so man das will, statt 8 Wochen ACH und 8 Wochen UCH auch 4 Wochen in einem anderen chirurgischen Fach, das nicht das PJ-Wahlfach ist, verbringen - z.B. in der Urologie. In den beiden großen chirurgischen Fächern macht man dann 8 bzw. 6 Wochen. Wenn man Chirurgie an einem Lehrkrankenhaus oder im Ausland macht, muss man 8 Wochen ACH und 8 Wochen UCH machen. Ich hab Chirurgie woanders gemacht, hab somit 8 Wochen ACH und 8 Wochen UCH gemacht. Aber dort gabs auch, obwohl ein kleines Haus, relativ viele Knie- und Hüftprothesen und relativ viele Darm- und Mamma-Operationen, sodass der Alltag dennoch recht abwechslungsreich war. Außerdem konnte ich mich recht frei zwischen Station, OP, Notaufnahme, Ambulanz und Endoskopie hin- und herbewegen. War halt ein kleines Haus an dem man als PJler "was besonderes" war.
Derzeit sind bei uns allgemein recht viele PJler an der Uniklinik, sodass die Arbeitsbelastung nicht besonders groß ist. In der Chirurgie ist es ganz extrem, aber auch in der Inneren merkt man es. Lehre gibts deswegen natürlich auch nicht mehr als sonst.
Den von AA beobachteten Effekt kann ich nur bestätigen. In meinem Chirurgie-Tertial kam es mir, und in meinem Innere-Tertial kommt es mir so vor als würde die Zeit viel schneller vergehen als in meinem Wahlfach, in dem ich die gesamte Zeit auf derselben Station war. (Zwar mit gelegentlichen Ausflügen in die Notaufnahme, Ambulanz und den Konsiliardienst, aber großteils dennoch auf ein und derselben Station.)
Wir sind in der Chirurgie durch alle 3 vorhanden Fachabteilungen (AC, UC, GC) rotiert mit einem 8-wöchigem Schwerpunkt und zweimal jeweils 4 Wochen. Innerhalb der Abteilungen konnte man sich frei zwischen Station, Ambulanz und Notaufnahme bewegen und da wir immer mehrere PJler waren, müsste man auch nicht ständig in den OP wenn man nicht wollte.
Bin im Innere-PJ durch eine Verkettung unglücklicher Umstände auch an der Uni gelandet und war initial gar nicht glücklich darüber. Überraschenderweise hab ich dann auf beiden Stationen wirklich viel gelernt, es hat echt Spaß gemacht und ich konnte echt viel mitnehmen. Mit einigen Assistenten hab ich immer noch guten Kontakt und werde jetzt sogar ein Jahr dort arbeiten. Und mir dabei alle Mühe geben, meinen PJler auch etwas beizubringen und dafür zu Sorgen, dass sie nicht nur sinnlos Zeit absitzen müssen.
Nachdem jetzt ein Viertel meines Innere-PJ rum ist, bin ich langsam doch vorsichtig optimistisch. Langsam habe ich doch das Gefühl, in den letzten sechs Jahren auch tatsächlich was gelernt zu haben. Dass es allerdings tatsächlich Absolventen gibt, die sich die Uni-Arbeitsbedingungen antun (auf meiner Station sind 11h, manchmal 12h am Tag normal, und das 1,5-2 Wochen am Stück), erstaunt mich jeden Tag wieder aufs Neue.
PumpkinSouup
30.07.2019, 13:09
Bin gerade in einer kleinen peripheren Klinik auf dem Land in der Inneren. Wollte hier nicht her, wurde von der Uni hierher eingeteilt, da ich mind. 1 Tertial an der Heimatuni machen muss und in meinen Wunschkliniken keinen Platz bekommen habe :( bin auch erst die zweite PJlerin, die die jemals hatten... ist jetzt nicht superscheiße hier, aber Lehre gibt es keine. Bekomme schon mal was gezeigt oder erklärt, muss aber meist explizit danach fragen. Was mich richtig nervt ist, dass ich hier 140 km von zu Hause weg bin und deshalb nur am Wochenende heimfahren kann. Sehne dem PJ-Ende also seeeehhhhr entgegen!! Auch doof ist, dass man trotz kaum Aufgaben immer bis Dienstschluss bleiben muss, weil es am Nachmittag nochmal eine Besprechung gibt, bei der auch der Chef da ist ...
wieviel uhr ist denn dienst schluss?
Wenn du so wenig zu tun hast, dann bring dich maximal ein. Das funktioniert in kleinen Häusern IMHO oft gut - hab ich z.B. im Chirurgie-Tertial so gemacht. Bitte darum, eine Woche in der Notaufnahme verbringen zu können, bitte darum, dir alle Ambulanzen und Funktionseinheiten anschauen zu können, schau dir alle EKGs, Lufus usw. an, besprich die Ergebnisse mit den Ärzten, frag, ob es mal möglich wäre, ein paar Tage in der Chirurgie, der Anästhesiologie, oder was es sonst noch so für Abteilungen gibt, mitzulaufen, usw. An einem kleinen Haus sind die Ärzte oft etwas überfragt was sie mit einem PJler genau anfangen sollen. Das ist aber im Umkehrschluss auch deine Chance, das Tertial genau so zu gestalten wie du es haben willst. Finde heraus, welche Oberärzte einem gern was erklären, dann häng dich an die dran. Die Assistenten sind oft überfordert vom Alltag und müssen selbst erst mal lernen sich zu organisieren und die Basics wiederholen.
Wie läuft es bei euch so?
Ich finde es beruhigend, dass es in 3,5 Wochen geschafft ist. So langsam reichts :-))
Absolute Arrhythmie
26.08.2019, 19:51
Bei mir ist heute die letzte Chirurgie-Rotation angebrochen :-)
Ich hab auch noch rund 6 Wochen vor mir, weil ich ein paar Fehltage nehmen musste und in zwei Wochen nochmal zwei Wochen Urlaub nehme. Bin dann insgesamt noch 4,5 Wochen in der Klinik, auch wenn alle anderen PJler dann schon weg sind.
Ich freu mich auf jeden Fall sehr aufs Ende des PJs, vor allem die Wochenend-Pendelei von 120 km zwischen Wohnort und PJ-Haus geht mir auf die Nerven.
Außerdem hatte ich ziemlich blöde gesundheitliche Probleme und kann dringend etwas Ruhe und Erholung zwischen M3 und Berufsstart brauchen. Dank der Fehltage-Regelung und Noncompliance der Abteilung musste ich 3 Tage nach einer OP schon wieder zur Arbeit gehen - ich freu mich sehr auf Arbeitnehmer-Rechte.
Und bei dir?
Ich bin jetzt auf eine andere Innere-Station gewechselt. Mein erster Eindruck war ganz gut, aber mal schauen was der Rest der Woche bringt.
Eigentlich sind es bei mir noch 5,5 Wochen, da ich in den ersten beiden Tertialen bereits einige Fehltage genommen habe, aber ich zähle dennoch erst mal nur die vier Wochen bis zum frühestmöglichen PJ-Ende - so kommt es mir kürzer vor :-)) Die darauffolgenden 1,5 Wochen werde ich dann wohl auch noch überleben. Bei uns sind dann, dadurch dass man bei uns ja in jedem Semester mit dem Studium und dem PJ anfangen kann, sehr wahrscheinlich trotzdem noch andere PJler auf der Station, nämlich die aus dem Frühjahrszyklus, die dann ihr zweites Tertial haben.
Das mit der OP klingt mies - Krankenhäuser sind leider echt katastrophal, was die Gesundheit der eigenen Arbeitnehmer anbelangt.
Gute Besserung auf jeden Fall! :-top
Ich war auch leider aufgrund gesundheitlichen Probleme 1 Woche nicht da, trotzdem habe ich noch 3,5 Wochen vor mir, da ich paar Dienste gemacht habe.
Ich freue mich auf das Ende und hoffe bei euch läuft es alles gut soweit
Rahmspinat
26.08.2019, 21:35
Bin gerade auf der Uro-Rotation und es ist echt gut! Die Leute sind nett, man hat seine festen Aufgaben. Hilfe gibts jederzeit, man wird respektiert und man darf im OP was machen (!!) und wir haben sogar alle zwei Wochen einen Studientag, neben den PJ-Seminaren, für die man dann freitags nicht mehr in die Klinik kommen muss. Sollte eigentlich selbstverständlich sein, aber umso besser. Rotation geht in 2 Wochen zu Ende, dann nochmal für 10 Tage in die UCh, was leider mein absolutes Hassfach ist :D
Bonnerin
27.08.2019, 13:44
@AA: Das klingt ja zum Kotzen. :/ Ich hoffe, es geht gesundheitlich inzwischen was besser!
Ich bin nächste Woche Freitag mit Innere durch (1. Tertial). Darüber bin ich echt froh, ich kann die Provinzklitsche nicht mehr sehen. Noch 7 Mal hinfahren...
Danach gehts zu den Anästhesisten an die Uniklinik und ich freue mich schonmal verhalten. Der Block war gut und laut aktuellen Aussagen wird auch in PJ mal Lehre gemacht und sogar gute. Ich bin gespannt. Kann echt nicht schlechter werden, glaube ich...
War jemand im Hospitz und hat dort hospitiert?
Lohnt sich für 1 Tag dahin zugehen? Was machen die genau dort
Rahmspinat
12.09.2019, 11:40
War jemand im Hospitz und hat dort hospitiert?
Lohnt sich für 1 Tag dahin zugehen? Was machen die genau dort
In Anbetracht deiner Frage lohnt es sich in deinem Fall, dort zu hospitieren.
War jemand im Hospitz und hat dort hospitiert?
Lohnt sich für 1 Tag dahin zugehen? Was machen die genau dort
Sowas gehört zur Allgemeinbildung, unabhängig davon, dass du PJ Student bist. Kann sicher nicht schaden mal vorbeizuschauen, zumindest bei euch auf der Palliativstation im KH.
black_night
19.09.2019, 23:24
So gestern Prüfungstermin und 4. Fach (Patho) erhalten. Am 06./07.11 ist alles hoffentlich vorbei. Auf der einen Seite ist es so surreal dass wir bald fertig sind. Auf der anderen Seite habe ich doch massiv Bammel vor der Prüfung.
Wie schaut's bei euch aus ? Habt ihr eure Termine und 4. Fach schon ?
Herzlichen Glückwunsch zum frühen Prüfungstermin! Hätte ich auch gerne. Bei uns ist bisher leider nichts bekannt.
PumpkinSouup
23.09.2019, 16:51
Ich hab am 18./19.11. und mein 4. Fach ist Psychiatrie.
Schwanke öfters zwischen "Yeah, bald endlich vorbei" und "Oh Gott, ich kann doch noch gar nichts" ...
Absolute Arrhythmie
23.09.2019, 19:09
Ich hab am 11. und 12.11., 4. Fach ist Uro. Schwanke noch zwischen Freude über den frühen Termin und Verzweiflung über den frühen Termin :-))
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