PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Kinder-Ecke



Seiten : 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 [130] 131 132 133 134 135 136 137 138 139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149

jw
13.04.2020, 18:25
Ich denke auch nicht, dass wir Kinderärzte woanders eingeteilt werden. Solange es so stabil bleibt. Ja das Kind bei uns wurde zum Schutz der anderen auf einer Erwachsenenstation untergebracht. Dort sind nur positive Patienten.

Das andere Kind ist im anderen Haus. Dort gibt es nur Pädiatrie und Gyn. Das Kind ist isoliert und wird von einer zugewiesenen Personalgruppe betreut.

TriDoc
14.04.2020, 14:23
Wir haben bei uns auch noch gar keine Fälle (reine Kinderklinik).
Eine Covid-positive Schwangere mit drohender Frühgeburt hat dann doch noch die Kurve gekriegt...

Es werden auch alle Aufnahmen (außerhalb der Neo) abgestrichen.
Allerdings platzt bei uns die Neo aus allen Nähten. Der Rest des Hauses ist leer, sodass wir die infektfreien Stationen mit Päppelkindern belegen können und aktuell gut 150% belegt sind. Sonst müssten wir alles nach extern verlegen...

Feanna
15.04.2020, 10:04
Wir haben das erste Neugeborene mit Anpassungsstörung und NG-Infektion bei Covid positiver Mutter. Glücklicherweise war der positive Abstrichbefund der Mutter ein paar Stunden vor Geburt zurückgekommen (Routineabstrich bei Aufnahme zur Geburtseinleitung.....). Die Kollegin war daher in voller Montur im Kreissaal. Ist halt hart weil die Familie das Baby nicht wirklich besuchen kann (der Papa war einmal übern Balkon mit FFP Maske da). Das Baby haben wir auf der normalen Kinderstation untergebracht, weil es da derzeit tatsächlich auch sonst sehr leer ist.
Ansonsten streichen wir tatsächlich auch alle Neo Aufnahmen ab, auch wenn das bei manchen (fast allen) natürlich eher ne Formsache ist.

TriDoc
17.04.2020, 11:59
Wir haben das erste Neugeborene mit Anpassungsstörung und NG-Infektion bei Covid positiver Mutter. Glücklicherweise war der positive Abstrichbefund der Mutter ein paar Stunden vor Geburt zurückgekommen (Routineabstrich bei Aufnahme zur Geburtseinleitung.....). Die Kollegin war daher in voller Montur im Kreissaal. Ist halt hart weil die Familie das Baby nicht wirklich besuchen kann (der Papa war einmal übern Balkon mit FFP Maske da). Das Baby haben wir auf der normalen Kinderstation untergebracht, weil es da derzeit tatsächlich auch sonst sehr leer ist.
Ansonsten streichen wir tatsächlich auch alle Neo Aufnahmen ab, auch wenn das bei manchen (fast allen) natürlich eher ne Formsache ist.

Das Kind ist aber negativ?

THawk
17.04.2020, 12:29
Wir haben das erste Neugeborene mit Anpassungsstörung und NG-Infektion bei Covid positiver Mutter. Glücklicherweise war der positive Abstrichbefund der Mutter ein paar Stunden vor Geburt zurückgekommen (Routineabstrich bei Aufnahme zur Geburtseinleitung.....). Die Kollegin war daher in voller Montur im Kreissaal. Ist halt hart weil die Familie das Baby nicht wirklich besuchen kann (der Papa war einmal übern Balkon mit FFP Maske da). Das Baby haben wir auf der normalen Kinderstation untergebracht, weil es da derzeit tatsächlich auch sonst sehr leer ist.
Ansonsten streichen wir tatsächlich auch alle Neo Aufnahmen ab, auch wenn das bei manchen (fast allen) natürlich eher ne Formsache ist.

In dem Zusammenhang - es wäre super, wenn ihr euch an dem DGPM-Register beteiligten würdet (www.dgpm-online.org). Da geht es um Covid19-positive Schwangere und die Auswirkungen auf Schwangerschaft und ihre Kinder (egal, ob die Kinder pos. oder neg. sind). Man braucht ein lokales positives Ethikvotum (gibt es in einigen Bundesländern für die nicht-universitären Kliniken bereits) und kann die Frauen anoynimisiert (ohne Aufklärung) oder pseudonymisiert eintragen (nach Aufklärung und Einverständnis). Bei Fragen - [email protected] oder pn an mich. Ist ein m.E. sinnvolles Register mit aktuell 69 registrierten Zentren in Deutschland.

Lolan
17.04.2020, 18:59
Hallo Ihr Lieben,

habe eine Frage an Euch- fernab vom Corona-Trubel:

mit was würdet ihr für den Facharzt Päd lernen? Höre von Kollegen und Freunden recht unterschiedliches hierzu...

Dachte persönlich an: Pädiatrie hoch 2 (relativ aktuelles Buch; vom Prinzip sowas wie die Duale Reihe), Praxisbuch der pädiatrischen Grundversorgung, Mokis vom letzten Jahr und vlt. eigene Notizbücher der letzten Jahre

Andere sagen statt „Päd hoch 2“ lieber als Lehrbuch Eppinger Müller nehmen („kompakter Herold-verschnitt“ ohne eine einzige Abbildung).

Andere wiederum sagen unbedingt ein Repititorium Pädiatrie nehmen (z.b. Von Papan und Weber )

Jetzt bin ich völlig verwirrt, da zu viel Auswahl. Ich will aber nicht drei mal auf ein anderes Buch wechseln im Verlauf daher an euch die Frage- womit habt ihr gelernt, worauf sollte man sich beschränken -was könnt ihr empfehlen, was sind eure Erfahrungen?

Vielen Dank euch und bleibt gesund!:-)

aschenputtel1977
17.04.2020, 19:42
Ich hatte Mokis von den Jahren der Facharztweiterbildung, ansehlicher Stapel, aber sehr abwechslungsreich zum Blättern. Dazu die Duale Reihe und noch die AWMF-leitlinien für z.B. Asthma und Kopfschmerzen. Damit bin ich gut hingekommen, fand ich.

epeline
17.04.2020, 21:00
Ich hatte auch die Mokis und mein Lehrbuch vom Studium

Schorsche
18.04.2020, 17:01
Genau so. (Aktuelles) Lehrbuch, um eine Übersicht in der Breite zu haben, Leitlinien, Moki, U-Heft. Am Schluss habe ich eigentlich nur noch mit einem Fallbuch (Thieme 85 Fälle) gelernt, das war für die Prüfungssituation sicher nicht schlecht.

epeline
27.04.2020, 11:01
Hallöchen ihr lieben,
Sagt mal, was ist eigentlich dran am neuen Trend "persistierende frühkindliche Reflexe"?
Damit wird ja jede Störung oder Entwicklungsproblematik begründet. Dazu findet man eigentlich nur was bei Schwurblern, aber gerade die werfen uns ja gerne mal mangelhafte Fortbildung vor.

annekii
27.04.2020, 12:30
Ich kann das nicht einordnen und habe noch nie was wirklich seriöses dazu gesehen, daher Schublade "Schwurbel" bei mir.

Zu Thema Corona: wir haben keine bisher gehabt. Auch Verdachtsfälle seltenst bzw gar nicht. Wir haben eine Abstrichstelle am Ort, wo wir Verdachtsfälle hinschicken können.
Wir arbeiten als Teams, damit bei Quarantäne des einen Teams das andere weiterarbeiten kann. Mir fehlt der Austausch mit meiner Kollegin total. Für die wichtigen Sachen telefonieren wir, aber wir fahren auch immer zusammen Rad zur Arbeit und zurück und erzählen uns auch unwichtige Sachen von Patienten, einfach so als Austausch oder für kleine Nachfragen. So kennt man auch gut die besonderen Situation der Patienten der anderen und wir werden die Gedanken ein wenig los.

aschenputtel1977
27.04.2020, 17:46
Ich werde hier zunehmend angefragt für Atteste, dass dieses und dieses Kind in die Notbetreuung darf. Speziall Asthmatiker zum Beispiel. Gut eingestellt, keine Sorgen, aber die Schule will ein ärztliches Attest dass dieses Kind, welches ja zur Risikogruppe(??) gehört, in die Notbetreuung darf. Mich nervt das etwas, denn egal wie ich das formuliere, ich soll die Verantwortung übernehmen und wenn das Kind dann krank wird bin ich die Doofe?
Wir haben laut Gesundheitsamt einen Fall bei einem 3jährigen im Nachbarkreis, die Abstrichzentren arbeiten nur noch halbtags mangels InAnspruchnahme... Das örtliche Fieberzentrum ist theoretisch gut bestückt personell, aber auch hier aktuell kein Bedarf.
Bisschen gruselig, man ist immer noch in Erwartung des großen Chaos....

Aber wir leben hier ja auch im Osten, und schützt ja alles die BCG-Pflichtimpfung zu DDR-Zeiten, jawoll!

vanilleeis
06.05.2020, 14:08
Werden bei Euch die stationären Neuaufnahmen alle abgestrichen?

Milana
06.05.2020, 14:20
Jap, auch alle Eltern. Auch alle, die nur für MRT oder andere geplante radiologische Untersuchungen kommen.

Salzi19
06.05.2020, 17:18
Also bei der "Notfall" - appendektomie von meinem stiefsohn gestern wurde kein test gemacht.... Ist allerdings auch ne provinzklitsche :-wow

Muriel
06.05.2020, 17:20
Ist ja auch ein sehr urbanes Virus, das vermeidet das Land, wo es nur geht!

jw
06.05.2020, 20:37
Bei uns werden alle Kinder abgestrichen (Rachen und perianal) und die Begleitperson.

miss-eulenauge
25.05.2020, 21:30
Ich hab bisher ja nur interessiert mitgelesen, weil ich als gerade-Abiturientin dann doch noch ein Weilchen Zeit hab bis in eure Gefilde... Heute hat aber meine kleine Schwester von ihrer J1 erzählt, und da wollte ich mal fragen, wie ihr das so handhabt.

Sie war ganz normal beim Kinderarzt, hat auch diesen Fragebogen bekommen mit "Probleme zu besprechen? Unter vier Augen?" und so. Es gibt tatsächlich zu Hause ab und an mal kleinere Kriseleien, sind halt einige Kinder, fast alle gerade in der Pubertät... Nun hat sie der Ärztin aber überhaupt nichtsdavon erzählt, auch dass es ab und an doch mal heftiger Stress/Streit gibt, hat im wesentlichen gesagt, alles wär prima. Sie meinte, sooo extrem wäre es ja nun nicht. Dachte wohl auch, wenn man da von irgendwelchen Problemen erzählt kommt gleich das Jugendamt und entzieht das Sorgerecht oder so. Nun hab ich ihr erstmal versichert, dass es so schlimm schon nicht gleich würde, aber ich weiß noch dass bei meiner J1 damals die Situation eigentlich ganz genau so war, und ich wollte auch keine schlimmen Konsequenzen für irgendwen und hab deshalb nichts gesagt.

Daher die Frage: Was passiert denn nun so aus Arztsicht, wenn da jemand von Problemen erzählt? Weist ihr da genauer darauf hin, was an Konsequenzen wann kommt oder eben auch nicht? (Nicht dass dann auch Kinder mit subjektiv kleinen Problemen, die eigentlich doch besser was erzählt hätten, dann aus Angst oder so nichts sagen...)

Schorsche
26.05.2020, 12:16
Ärzte unterliegen der Schweigepflicht und die gilt selbstverständlich auch den Eltern gegenüber. Gerade die J1 soll ein vertrauensvoller Raum sein, in denen sensible Themen angesprochen können. Nach außen geht nur was, wenn der/die Jugendliche auch damit einverstanden ist.
Als einzige Ausnahme besteht eine gut begründete Kindeswohl- oder Gesundheitsgefährdung, aber auch hier ist der Gang zum Jugendamt nicht der erste Schritt, sondern man sucht erst einmal das Gespräch mit allen Beteiligten. Vielleicht haben die niedergelassenen Kollegen ja auch noch was beizutragen...




An die Neonatologenbubble: bei uns ist Multibionta nicht mehr lieferbar. Ist das bei euch auch so? Habt ihr da ne Lösung für?

THawk
26.05.2020, 12:19
Gebt ihr euren Frühchen Multibionta? Ab wann und gibt es eine Evidenz dafür? Finde ich spannend, kenne ich aber so nicht. Wir geben nur Probiotika (Infloran).