Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Kinder-Ecke
hottentotte
26.01.2018, 22:42
Glückwunsch zum Pädiater. Und zur Weiterbildung im besten Fach überhaupt, Kinderkardiologie! ;-)
/totte, seit 2 Wochen Kinderkardiologe
Toll. Dir auch herzlichen Glückwunsch hottentotte.
Moonchen
27.01.2018, 13:30
Vielen lieben Dank euch allen! Heute kam die Urkunde an, kann es erst jetzt richtig glauben :-oopss
//stefan
28.01.2018, 09:21
wir hatten im zweiten stex letztes jahr im herbst einen AGS fall, da wollten die u.a. wissen nach wieviel stunden man genau das blut fürs neugeborenenscreening abnimmt... war wirklich nicht nett ;-)
wir hatten im zweiten stex letztes jahr im herbst einen AGS fall, da wollten die u.a. wissen nach wieviel stunden man genau das blut fürs neugeborenenscreening abnimmt... war wirklich nicht nett ;-)
Puh, fürs 2. Stex fänd ich auch den Zeitpunkt schwierig. Aber als Facharztwissen ist es pillepalle, weil man das ja dauernd brauchte. Bei AGS hätte ich mich beim Facharzt auch total verheddert. Ich hatte so ein Glück mit meinem Fragen, dass sie danach noch sagten, dass es eine erfreuliche Leistung wäre. Aber sie haben halt einfach nur gefragt, was ich wirklich locker konnte, aber nicht weiß ich es vorher aus Büchern gelernt habe, sondern weil es Arbeitsalltag war. Aber das Gefühl, gelobt zu werden, ist halt toll, auch wenn man weiß, dass man sich nicht wirklich anstrengen musste.
Sebastian1
09.02.2018, 13:45
Ich habe mal eine Frage an die Pädiater...Thema Grippeschutzimpfung.
Ich persönlich war als medizinisches Personal in den vergangenen Jahren meist brav geimpft. (Einmal vergessen, Grippe bekommen, beschlossen, dass das doof ist). Ich hatte mich grade mal durch die aktuellen Impfempfehlungen quer-durchgelesen, wobei mir tatsächlich neu war, dass die Impfung für Kinder nicht generell empfohlen wird, sondern nur bei bestehender Grunderkrankung.
Meine Fragen:
1. Impft ihr dennoch auf Elternwunsch und habt damit gute Erfahrungen?
2. Verunsichert bin ich beim nasal applpizierbaren Lebendimpfstoff (Fluenz), im Gegensatz zu vorherigen Positionierungen schliesst man sich offenbar aktuell einer Empfehlung aus den USA an, diesen Impfstoff akgtuell nicht standardmässig zu verwenden aufgrund der schlechteren Wirksamkeit bei bestimmten Stämmen.
Nach der Veröffentlichung im epid. Bulletin in 1/18 würde übrigens meine ges. KK auch vor Festlegung durch den GB-A bereits die Kosten für den tetravalenten Impfstoff übernehmen.
Welche Handhabung empfehlt ihr? Ich habe leider auch bei Kindern schon letale Verläufe von Influenza miterlebt...
vanilleeis
09.02.2018, 13:56
Ich bin zwar keine Kinderärztin, aber unser Kinderrheumatologe hat uns erstmalig dieses Jahr auch vom nasalen Impfstoff abgeraten und i.m. geimpft (aufgrund der Steroidtherapie). Der nasale Impfstoff ist vom GBA rausgeschmissen worden. Und tetravalent wird laut Aussage meines Chefs mittlerweile von allen GKV bezahlt
Was ich so mitbekommen habe, wird auf Elternwunsch geimpft.
Allerdings passiert das recht wenig. Auch bei Kollegenkindern nicht.
Erkrankungsfälle haben wir aktuell recht viele, auch zuletzt einen mit wirklich schwerem Verlauf und bisher noch unklarem Outcome. Bin dieses Jahr selbst auch nicht geimpft, habs irgendwie verdaddelt und weiß nun nicht, ob sich die Impfung noch lohnen würde.
Wir impfen größtenteils nur chronisch kranke Kinder. Das ist auch von KV zu KV unterschiedlich. Manche sind ganz restriktiv.
Es ist nicht mehr möglich, mittels Rabattverträge den Impfstoff vorzugeben, außer da, wo die Rabattverträge eine so lange laufzeit haben, dass sie noch laufen. Außer man begründet es irgendwie. Daher haben wir hier noch trivalent impfen müssen und haben nun Influenza B auch bei geimpften Kindern. Die StIKo hat die Empfehlung auf tetravalent geändert, aber der G-BA hat es noch nicht entschieden, sodass nur manche Kassen jetzt als Kulanzleistung es machen, z.T. auf Privatleistung mit Erstattung. Aber um jetzt noch zu impfen, müsste man erstmal gesund sein, denn die Saison ist ja in vollem Gange.
Unser Personal, mein Mann, meine Kleine und ich sind tetravalent aufgrund des hohen Kontaktes und zum Schutz unserer Großen. Ich denke, da wird auch nie was nachkommen, aber in der Masse war das nicht möglich.
LAIV ist dieses Jahr quasi raus, weil es keine bevorzugte Empfehlung mehr ist und damit wirtschaftlich nicht machbar. Aber die Ergebnisse sind in verschiedenen Ländern so unterschiedlich, dass mehr als "nicht überlegen" einer IIV nicht festzustellen ist. Für den Hersteller ein Drama, für viele Kinder auch echt Mist, weil Fluenz nasal herrlich zu impfen ist. Wir haben es als IGeL angeboten, aber keiner hat es gewollt.
Sebastian1
09.02.2018, 15:44
Danke euch. Ich überlege halt, dieses Jahr noch mich selbst zu impfen, Frage ist halt, ob es für die Kinder nicht auch eine gute Idee wäre. Wenn Impfung, dann tetravalent. Wie gesagt, BEK zahlt das auch vor GB-A-Freigabe, die ja für April zu erwarten ist.
vanilleeis
09.02.2018, 15:51
Die Grippewelle rollt hier gerade so richtig los. Diese Woche waren wirklich viele junge Leute bei uns in der Praxis, die echt krank waren. Was spricht dagegen, dass Du sie Dir noch verpasst? Bei meiner gesunden Kleinen scheue ich den zusätzlichen Piks, sie ist nicht geimpft.
Sebastian1
09.02.2018, 16:32
Bei mir spricht gar nix dagegen. Ich hab's halt bisher verbaselt. Ist halt die Frage, ob Kinder auch impfen und wenn ja, nasal oder i.m.
Wäre auch meine Frage, ob es jetzt noch was bringt. Wie lange dauert es, bis der Schutz aufgebaut ist?
Sebastian1
09.02.2018, 17:29
14 Tage. Grundsätzlich bringt es durchaus was.
Aber ist halt die Frage: Kinder impfen oder nicht? Ich bin ja eher Befürworter...
Hat einer von den Kinderärzten schonmal Thrombembolien beim nephrotischen Syndrom erlebt?
Ich weiß, dass das Risiko erhöht ist, aber bis diese Woche habe ich es noch nicht gesehen. Jetzt haben wir hier eine Jugendliche mit Rezidiv-NS und beidseitigen Media-Infarkten, die nun mit Hirndrucksonde und Z.n. status epilepticus bei uns liegt. So'n kack.
Kenne es bisher zum Glück nur aus dem Lehrbuch. Klingt übel, THawk.
Hat einer von euch schon mal ein HUS bei Influenza gesehen? Oder ein Multiorganversagen? Bin davon gerade ziemlich geflasht :-(
Sebastian1
09.02.2018, 21:08
Das nicht, aber (atypisch) eine hämorrhagische Influenza-Enzephalitis bei einer Erwachsenen und eine (letale) Influenzapneumonie bei einer 10jährigen.
Weder das eine noch das andere gesehen.
Heute 2x kleiner Notfall in der Praxis, wobei das so gefühlt alleine da draußen schon anders als in der Klinik ist. Krampfende Jugendliche mit bekannter Epilepsie, Z.n. Leber-TX bei Stoffwechseldefekt, die eigentlich zum Impfen kam und kollabierender 9jähriger beim Prick-Test. Letztere hatte sich so aufgeregt vorher und es aber durchgezogen. Beim Warten auf das Ablesen war er so erleichtert, dass das schlimmste vorbei ist, dass er wohl sein gesamtes Adrenalin gleichzeitig los wurde und komplett grau und klatschnass schweißig zusammensackte.
Kenne es bisher zum Glück nur aus dem Lehrbuch. Klingt übel, THawk.
Hat einer von euch schon mal ein HUS bei Influenza gesehen? Oder ein Multiorganversagen? Bin davon gerade ziemlich geflasht :-(
Bei uns ist vorletzte Woche ja ein Kind an Influenza verstorben mit enzephalitis. Sonst keine Grunderkrankungen.
Hat einer von euch schonmal den Pädiatrie Refresher gemacht? Ich hab bis jetzt nur Gutes über das Update gehört und bin etwas "abgeschreckt", dass sich der eben auch an Hausärzte und Internisten richtet, vielleicht ist er dazu zu allgemein... Also, irgendwer Erfahrungen?
Ich suche tatsächlich immer noch nach einer Fortbildung, dieses Jahr liegen die ja gefühlt alle im März/ April und da bin ich zwecks Urlaub an den Terminen nicht da... Grrr!!! Überlege schon den Strahlenschutzkurs zu machen weil ich sonst nix finde...
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