Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Kinder-Ecke
Ich kann mich THawk anschließen und kenne auch keine Studien, die das ganze wieder aufheben. Zur U3 berate ich immer so, dass der unbeobachtete Schlaf auf dem Rücken stattfinden sollte, aber die restliche Zeit auch gerne für anderes benutzt werden kann.
Meiner ist jetzt 6 Monate alt. Und anders als Bauch geht wirklich nicht (es sei denn ich nehme in Kauf, dass er alle 30 min wach wird, und das tut weder ihm noch uns gut). Je älter sie sind desto geringer dss Risiko, oder?
Espressa
19.03.2017, 19:33
Ein Dilemma. Mein Risikofaktor war das co-sleeping (wenn auch unbeabsichtigt), und auch wenn ich gerne wollte, konnte ich es nicht gänzlich vermeiden.
Ein bisschen half es mir, statt der Verknüpfung "deshalb" eher "während" zu sehen - sonst dürften theoretisch keine Kinder im babybett und Rückenlage sterben.
Nun neues Problem. Dachte erst, mein Mann hätte sich eine Lebensmittelvergiftung eingefangen (symptombeginn nach Restaurantbesuch bei ihm und dem Bekannten der bei ihm probiert hatte), irgendwie hat er uns aber alle angesteckt. Der vierjährige mit Erbrechen, ich auch, zusätzlich massives krankheitsgefühl, erinnert an noro...
Die kleine mit 8 Monaten ist sehr quengelig, wechselnd etwas warm, und hat fürchterlich stinkenden, grün-grauen schleimigen Durchfall. Ich stille nun voll, und es beruhigt mich insofern als dass sie damit gut hydriert ist und letztlich ja auch satt werden sollte.
Keine Ahnung was ich noch tun kann, mir half ibu gegen die Gliederschmerzen, aber die kiddies verpacken dass irgendwie besser. Der große ist direkt wieder voll fit.
Wie das alles umsetzbar ist, ist immer schwierig. Unsere Kleine schlief auch auf dem Bauch, bevor sie sich drehen konnte, weil sie anders nicht wieder einschlief. Umdrehen im Schlaf hat immer zum Aufwachen geführt. Und ja, wir hatten auch kein eigenes Bett für sie. Ich empfehle das nicht, aber gemacht habe ich es trotzdem.
Wer fährt denn dieses Jahr auf welche Fortbildungen? Meine nächsten sind Tagung der STGKJ in Leipzig, Update Pädiatrie in Berlin und Pädiatrie zum Anfassen in Erfurt. Sieht man da irgendjemanden von euch?
Herbstblume90
19.03.2017, 19:57
Eine Oberärztin sagte mal zu mir, sie glaube ja, dass das SIDS Risiko in Rückenlage geringer sei, weil die Babys dann nicht schlafen sondern schreien... :-) Beobachtungen am eigenen Kind haben eben dieses bestätigt und so hat der Knirps das erste halbe Jahr etwa auf dem Bauch auf unserer Brust schlafend verbracht ...
Dieses Jahr plane ich leider bisher keine Fortbildungen. Ich wäre gern zum reperitorium gefahren, aber jetzt in Münster war mir die Kleine noch zu jung und im Herbst ist es in Leipzig und das ist mir zu weit. Mal schauen, ob ich noch etwas passendes für mich finde. Ich habe mir jetzt erstmal vorgenommen, mich mit meinen vielen ungelesenen MoKis zu beschäftigen. ;-)
Wenn ich darf, nochmal zu meinen anstehenden Bewerbungen: ich plane, mich schriftlich und initiativ erstmal in den umliegenden Praxen zu bewerben (am Telefon wäre ich zu nervös und wüsste irgendwie nicht, was ich sagen soll).
Ich stelle mir ein Anschreiben und einen kurzen Lebenslauf vor. Was sollte da rein? Ich würde die Klinikstelle vielleicht etwas ausführlicher nach den Bereichen, ob denen ich gearbeitet habe, aufschlüsseln. Kommen da noch Gymnasium und Studium mit PJ rein?
Ein Arbeitszeugnis habe ich leider noch nicht und bekomme eea erst nach Kündigung. Ein Zwischenzeugnis könnte ich wahrscheinlich bekommen, würde aber wohl Monate dauern.
Vom Gefühl her würde ich an Bescheinigungen nur Approbation, Examenszeugnis und eventuell noch die Promotionsurkunde reintun. Abi wahrscheinlich nicht mehr? Fortbildungen auch eher nicht? Einer der Niedergelassenen ist Neuropädiater und schreibt auch EEGs, bei ihm würde ich natürlich meine EEG-Fortbildung erwähnen.
Ich bin da irgendwie total unsicher - an einer neuen Klinik könnte ich mich einfacher bewerben.
Vielen lieben Dank im Voraus!
LG
Ally
vanilleeis
22.03.2017, 15:53
Ich würde schon das Abizeugnis beilegen, insbesondere wenn es gut ist.
Hast Du mal aktuell in die KV-Börse reingeschaut? Da habe ich letzten zwei Stellen in NRW gesehen, allerdings weiss ich nicht, in welcher Region Du suchst
Jule-Aline
23.03.2017, 11:32
Hier ruft die KV in den Praxen für dich an und fragt ob etwas frei ist.Wäre das auch bei dir möglich?Sonst frage doch bei der KV nach.
@ McBeal: Könntest du dir vorstellen, den Umkreis auch etwas weiter zu wählen? In der Praxis, in der ich gerade meine Famulatur absolviere, wird eine Stelle frei und die Kollegen suchen auch schon. Die Stimmung in der Praxis ist super und ich würde da jederzeit auch wieder eine Famulatur machen. Die Patienten kommen aus einem Umkreis von 30 - 40 km, obwohl es vor Ort bei ihnen selbst Kinderarztpraxen gibt.
Interessant wäre wohl, wo die Praxis nun ist. Marburg ist sicherlich keine Option, denke ich ;-)
Den genauen Ort kann ich Interessierten gerne per PN schicken :).
Vanilleeis, danke für den Tipp mit der KV-Börse. Die kannte ich noch gar nicht, keine Ahnung, warum.
Ich suche eine Stelle im engeren Umkreis, zumindest erstmal. Wenn es nicht klappt, muss ich den Radius langsam erweitern.Am anderen Ende der Stadt gäbe es eine, aber die ist sowohl von uns aus als auch von der Kita aus katastrophal zu erreichen (eine Freundin wohnt dort und gestern waren wir da - täglich unmöglich), da wären sogar Nachbarstädte besser. Bei der KV anzufragen ist auch ein guter Tipp. :-)
Kiddo, trotzdem würde ich mich über eine PN mit Deinem Tipp sehr freuen! Vielleicht passt es ja zufällig. :-)
LG
Ally
Espressa
29.03.2017, 20:07
Was sagt ihr hier zu einer zystitis bei einem 9 Monate alten Mädchen? Bis auf den übel riechenden Urin war und ist die "symptomfrei", im Stix waren massiv Leukozyten. Eusaprim über 5 Tage, pipi riecht zwar nicht mehr, Leukos noch ziemlich. Und klar, laut Kultur war der Keim nicht sensibel.
Auf jeden Fall antibiose nach antibiogramm? Bin skeptisch, weil das Kind klinisch völlig gesund wirkt. Frage mich, was wäre wenn ich ein weniger aufmerksames Elternteil wäre - würde/ kann das schlimmer werden, aufsteigen etc?
vanilleeis
29.03.2017, 20:26
Soweit ich das von unserer in Erinnerung habe, die im gleichen Alter ihren ersten Nierenbeckenentzündung hatte, ist ein HWI eine Indikation zum Sono. Bei Auffälligkeiten und/oder zweitem fieberhaften HWI MCU.
So, ich schon wieder ^^ Ich darf mir ein Fachbuch aussuchen, es darf auch gerne "etwas gehobeneres" sein. Jetzt bin ich natürlich völlig überfordert :-winky Was wäre denn euer Geheimtipp für ein Buch, dass mir jetzt als PJler was nutzt aber in das ich auch während der Facharztausbildung hin und wieder reinschauen kann?
Wie wärs vielleicht mit Differentialdiagnose? https://www.amazon.de/Differenzialdiagnose-Pädiatrie-Dietrich-Michalk/dp/343731484X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1491506770&sr=8-1&keywords=differentialdiagnose+pädiatrie
Oder eins von den Standardbüchern, Speer/Gahr oder so. Weiß ja nicht, was du schon so hast und was "gehobener" bedeutet ;)
Oder auch, falls du es noch nicht hast, das kleine Medikamentenbüchlein? https://www.amazon.de/Medikamente-Pädiatrie-Inklusive-Neonatologie-Intensivmedizin/dp/3437214551/ref=pd_bxgy_14_img_3?_encoding=UTF8&psc=1&refRID=9PG1QP59SHY755HG10EP
Ich weiß leider auch nicht was "gehobener" bedeutet ^^
Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich bisher überhaupt kein Pädiatrie-Buch besitze. Amboss hat für meine Zwecke bisher super ausgereicht ;) Selbst auf Station ist Amboss meist wirklich das schnellste und zuverlässigste, wenn man mal was nachschlagen will (mal abgesehen von so abgefahrenen Sachen wie dem "Ogilvie-Syndrom", da brauchts dann auch mal Onkel Google ^^).
Was das Medikamentenbüchlein angeht, habe ich bisher die Erfahrung gemacht, dass man die angegebenen Dosisangaben höchstens als groben Richtwert nehmen kann weil sich sehr viele Medikamentendosierungen in der Praxis dann teilweise doch extrem von denen im Buch unterscheiden. Kann aber natürlich auch sein, dass das nur an meinem aktuellen Haus so ist ;) Nützlich ist es vermutlich trotzdem.
Danke dir für die Anregungen, das Differenzialdiagnosen-Buch hört sich sehr gut und brauchbar an :) Vielleicht gebe ich mal beides als Vorschläge an und schaue dann mal, was ich bekomme ;)
Habt ihr vielleicht sonst auf Station Bücher rumliegen, die du dir mal anschauen kannst bzw. in die du schon ab und zu mal reingeschaut hast? War da was dabei? Oder halt ganz "klassisch" ein Klinikleitfaden/Checkliste!
Nessiemoo
08.04.2017, 15:49
Also die Checkliste fand ich ganz nützlich im PJ, zum Lernen habe ich den Intensivkurs von Muntau genommen, beide jetzt nicht so "gehoben"... wenn du dir ein teures aussuchen kannst, würde ich vielleicht dann doch in ein dickeres Klassiker eben wie Speer investieren.
EKG-Buch für Kinder, DGPI-Handbuch?
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