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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Kinder-Ecke



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jw
16.06.2019, 14:39
Nachts werden von uns zwei IMC Stationen und die Notaufnahme mit den päd.. Patienten betreut. Dazu Die Onkologie ist tagsüber abgekoppelt von uns und hat ihren eigenen Stellenschlüssel.
Transplantatiert wird natürlich durch die chirurgischen Kollegen, allerdings ist immer ein OA von der Päd. mit dabei.
Ansonsten ist unser Team zuständig für 19 IMC Betten, die eigene Ambulanz, die päd. Sonografie und die eigenen Patienten auf der Intensivstation.

h3nni
16.06.2019, 19:45
Ich vermute Klassifikation "Patientenzustand vs Unfallmechanismus"? Hat sich glaub in unterschiedlichen GoR niedergeschlagen und deswegen die Bezeichnung.

Madeleine88
22.06.2019, 15:02
Ich habe mal eine Frage zu den Anrechnungsmöglichkeiten von Fremdabschnitten innerhalb der Facharztweiterbildung Pädiatrie:
ich habe nach dem Examen damals zunächst knapp 1 Jahr in der Inneren gearbeitet, bevor ich in die Pädiatrie gewechselt bin. Davon kann ich mir laut Bayerischer WBO 6 Monate anrechnen lassen. Nun bin ich schon etwas über 2 Jahre in der Kinderkllinik und auch sehr zufrieden. Da ich aber noch fast 1,5 Jahre auf meine Neo-Zeit warte und sich innerhalb meines Hauses kurzfristig die Möglichkeit einer 6-monatigen Rotation in die Kinderchirurgie angeboten hat, habe ich das eigentlich geplant. Ich möchte auf jeden Fall in der Pädiatrie bleiben, aber gerade für die Praxis oder eine kleine Klinik, stelle ich es mir sinnvoll vor ein bisschen Kinderchirurgie-Erfahrung zu sammeln. Im Nachtdienst betreue ich die kinderchirurgische Station auch jetzt schon mit.

Jedenfalls war ich mir eigentlich sicher, dass ich mir das für den Facharzt anrechnen lassen kann. Jetzt bin ich aber gestern in der WBO auf das kleine Wörtchen "oder" gestoßen.
In dem betreffenden Absatz steht, man könne sich bis zu 12 Monate in der KJP und/oder Kinderchirurgie anrechnen lassen oder 6 Monate eines anderen Gebietes.
Heißt das, dass ich tatsächlich nur Kinderchirurgie ODER Innere anrechnen lassen kann?
Oder gehen auch jeweils 6 Monate, da ich damit ja immer noch nur 12 Monate außerhalb der Pädiatrie gemacht habe?

Ich kann natürlich am Montag auch mal bei der BLÄK anrufen, aber vielleicht weiß es ja auch jemand aus eigener Erfahrung und ich muss nicht das ganze Wochenende darüber nachgrübeln :-)

Vermutlich würde ich die Rotation trotzdem machen, dann mach ich eben 6 Monate später den Facharzt...aber schön wäre es natürlich schon, wenn ich zumindest optional beides anrechnen lassen könnte.
Danke für eure Hilfe!

Nachtschrank
22.06.2019, 21:34
Vorerst mal letzter Nachtdienst, der es in sich hatte.
Hatte einen 16 Jährigen übernommen Zuverlegung mit Hirntumor in der Pinealisregion. Bekannte Somnolenz, lichtstarre Pupillen, nachts zentrale Bradykardien bis 25/min. Finde es immer sehr schwierig solche Patienten einzuschätzen, wenn sie gerade erst gekommen sind und man sie nur im Nachtdienst betreut. Zumal die Übergabe das Ausmaß gar nicht erkennen ließ. Habe mich noch mit der NCH beraten. Nach Liquoraustau sah es im MRT nicht aus. Wurde zuvor noch etwas Liquor abgelassen über ein Rickham- Reservoir.
Wohl alles vom Tumor kommend. Augenarzt sah auch keine Stauungspapillen. Montag wird das Staging noch komplettiert, es gibt ne Fenestrierung und dann Beginn mit Chemo. Die Prognose ist aber nicht gut.

Später war noch ein A-Schockraum mit einer Jugendlichen, die aus Liebeskummer aus dem 2.Stock aus 8Meter Höhe gesprungen ist, sich beide OSG WeberC und die Calcanei gebrochen hat, zusätzlich noch ne Wirbelkörper Fraktur. Sie hat es auch im Schockraum so bereut und geweint. Eine Übersprungshandlung.

Und ein Organangebot. Patienten in OP geschoben. Organ hat doch nicht gepasst. Patient ins Elternhaus zum Übernachten geschickt. Nächstes Angebot keine sechs Stunden später. Patient wieder auf Station. Organ hat wieder nicht gepasst. Das ist ja wirklich eine Achterbahn der Gefühle für die Patienten und ihre Eltern.

Und der ganz normale Wahnsinn nebenher noch. Onkologische Patienten mit Chemo- und Blutproduktegaben, ZVK‘ s die nicht mehr laufen. Eltern die ihre Kinder bringen, obwohl sie nicht im Zelltief sind und nur ne Pharyngitis haben, partout bleiben wollen und man kein Zimmer hat. Diverse Anrufe von Eltern unsere chronisch kranken Patienten. Medikamente gegen Schmerzen, Übelkeit und Entzug und zum Schlafen verordnet.

Habe meine Kollegin noch auf der Intensivstation ein bisschen ins sonografieren eingewiesen. Passende Kandidatin mit VP -Shuntneuanlage hatten wir auch.

Immerhin gab es noch eine Stunde Schlaf. Morgens Blutentnahme Marathon mit 9 BEs. Übergabe an die Kollegen.
Der ganz normale Wahnsinn.

Bitte waaaas???

Und ich mecker über zwei Not-OPs innerhalb eines Dienstes...

mkw44
02.07.2019, 15:26
Bitte waaaas???

Und ich mecker über zwei Not-OPs innerhalb eines Dienstes...

Jau, ich hab auch geschluckt. Da is ja unser ND meist Planschbecken gegen....
Wo haste denn da ne Stunde Schlaf untergebracht, so rein zeitmäßig? Oder geht euer Dienst länger als 10/12 Stunden...

romA
14.08.2019, 11:00
Hey Ihr Lieben,

will demnächst aus der Klinik in eine Praxis wechseln, da wir nun zwei kleine Kinder haben und 2-Schichtsystem auf Kinderintensiv so gar nicht mit Familie vereinbar scheint- zumindest für uns.
Meine Frage an euch:
Ich bin "erst" im 4. Weiterbildungsjahr- und habe somit so eben mal meine Pflichtkrankenhaus erfüllt.
In eine Praxis wollte ich so oder so- aber ich frage mich, ob meine Erfahrung für Praxis damit schon ausreicht oder es Nachteile hat, wenn man jetzt schon in eine Praxis wechselt?!
War 2 Jahre in Allgeinpädiatrie und 1 Jahr auf Intensiv - beide Häuser groß aber keine Unis.
Nun wollte ich erst mal in eine Praxis zu zwei Pulmologen für 2 Jahre als Weiterbildungsassiistent.

Was ist eure Erfahrung? Muss man mindestens 5 Jahre Krhs mitgenommen haben wenn man eh in ne Praxis wollte?

Und 2. Frage: Gucken die bei Einreichung der Unterlagen für die FA-Prüfung sehr auf die Sono-Zahlen im Logbuch (z.b. Schädel-Sono)?!

Ihr würdet mir mit euren Antworten sehr weiterhelfen. Bin etwas unentschlossen- aber Familie geht vor?!

epeline
14.08.2019, 11:05
Ich finde es sogar gut, schon als Assistent in der Praxis zu sein. Mir fehlt das sehr, da die hiesigen ambulanten Kollegen nur Assistenten einstellen, wenn es sich um potentielle Nachfolger handelt. Ich bin nun Facharzt und habe noch nie eine U7 gemacht, noch nie eine Überweisung getätigt oder Hilfsmittel verordnet.
Ich denke, du kannst nur gewinnen.
Und zu den Sonozahlen: hat da jemals jemand echte Zahlen eingetragen?

THawk
14.08.2019, 11:10
Ich finde es auch sinnvoll, bereits als Assistenzarzt mal in der Praxis gewesen zu sein, gerade wenn das auch dein späteres Ziel ist.
Bei den Sono-Zahlen schauen die bei uns schon genau, dass du die Anforderungen min. erfüllst. Wie realistisch diese Zahlen in deinem Arbeitsumfeld zu erreichen sind, können Sachbearbeiter nicht beurteilen und versuchen es m.E. hier auch nicht. Deine WB-Bemächtigten garantieren schließlich auch, dass die Anforderungen in ihren Abteilungen erfüllbar sind. Also: Schau, dass die Summe der gemachten Untersuchungen über der Mindestanzahl liegt, dann passt alles.

annekii
14.08.2019, 14:24
Ich bin nach 2 Jahren Vollzeit in einem kleinen Krankenhaus in die Elternzeit und danach in die Praxis. Die Chefinnen fanden meine Erfahrungen in der allgemeinen Ambulanz super für die Akutsprechstunde. Für die U-Untersuchungen und Impfungen bekam ich Zeit zum Lernen. Jeder weiß, dass man das in der Klinik nicht lernt.

Zu den Sonozahlen: In der ersten Klinik haben wir alle Sonobilder doppelt gedruckt, 1x für die Akte und 1x fürs Logbuch. Da hatte ich genauste Zahlen. In der zweiten Klinik wurden nicht mal für die Akte Bilder ausgedruckt, sondern elektronisch gespeichert und es wurden ungefähre Zahlen eingetragen, sodass es am Ende stimmte. Die Mindestzahlen müssen stimmen, sonst hat man hier Probleme bei der FA-Anmeldung.

Kandra
14.08.2019, 17:52
Ich habe heute das erste Mal eine Intubation bei nem Neugeborenen versuchen dürfen und direkt im zweiten Versuch geschafft :) manchmal macht intensivmedizin doch Spaß ;)

jw
14.08.2019, 20:22
Sehr schön Kandra! Das motiviert einen doch!

annekii
14.08.2019, 21:03
Glückwunsch!! Und kostet es was? Ich hab vergessen, ob meine was kostete, da muss ich hier im Thread wohl mal suchen. Wann war das nur? Da ich nur 2x intubiert habe, müsste es doch zu finden sein.

McBeal
15.08.2019, 04:09
Herzlichen Glückwunsch!
Bei uns kostet(e) die erste Intubation sowie der erste ZVK eine
Torte von einer speziellen Konditorei.

LG
Ally

Kandra
15.08.2019, 05:20
Kostet ein Eis, aber ich bin den ganzen restlichen Monat nicht mehr im PNZ ^^ je nach wetter im september wirds dann vllt doch kuchen ;)

jw
24.08.2019, 16:29
Ach ein Eis, das geht ja. Mein Freund hat netterweise Muffins für meinen Einstieg in der Ambulanz vorbeigebracht.
Ich arbeite ja mittlerweile an zwei Standorten und war nach 7 Wochen das erste mal wieder am zweiten Standort dort. Es haben sich alle total gefreut, hat auch keiner damit gerechnet. Das ist wie eine große Familie. Ich durfte dann auch gleich mal endoskopieren und biopsieren. Das hatte sich gelohnt.

bobbit
31.08.2019, 13:06
Der erste Beitrag in 2019, von daher erstmal ein frohes neues Jahr! :-)

Ich habe zwar schon etwas gesucht, aber den letzten Beitrag zum Thema Facharzt-Vorbereitung von 2017 mit der Foren-Suche gefunden. Mitte 2019 wollte ich gern die Prüfung ablegen und frage mich, was das beste Konzept zur Vorbereitung ist. „Facharztprüfung Kinder- und Jugendmedizin: 1000 kommentierte Prüfungsfragen“ kommt in neuer Auflage am 20. Februar raus, die 1. Auflage ist ja eher mäßig gewesen laut Rezensionen. Die DGKJ-Repetitorien hatte ich schon besucht, brauche aber irgendetwas schriftliches (Buch), um mich vorzubereiten. Im Repetitorium blieb bei mir nun nicht so viel hängen durch den alleinigen Besuch. Habt ihr noch Tipps? Was würdet ihr zeitlich als Vorbereitung empfehlen? Finde das schon schwierig einzuschätzen.

Freue mich auf Antworten! Vielen Dank schon im Voraus! :-lesen

Vielen Dank an dieser Stelle für eure Antworten. Hat dann am Ende mit dem Intensivkurs Pädiatrie und den 50 wichtigsten Fällen Pädiatrie gut geklappt :-dance

annekii
31.08.2019, 13:10
Herzlichen Glückwunsch!

annekii
03.09.2019, 07:54
@aschenputtel: Erzähl doch mal von der Niederlassung! Bist du alleine oder BAG? Wie läuft es?

Selmer711
03.09.2019, 13:50
Hallo.

Ich hätte mal eine Frage bzgl des Facharztes Kinder-/Jugendmedizin.
Wie viel der Facharztausbildung kann man im Ausland ableisten? Dh darf man Bsp nur 50% der Zeit dh 2,5 Jahre km Ausland abgeleistet haben um sich diese Zeit für den FA anrechnen zu lasse ?

Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen oder kennt das Dokument,wo ich das nachlesen könnte.

Tausend dank !!

epeline
03.09.2019, 19:01
Solche Dinge fragst du am besten bei der zuständigen Ärztekammer nach und lässt dir die Antwort dann unbedingt schriftlich geben