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Komet
30.01.2021, 07:24
@mkw44 @moonchen
Danke für Eure Einschätzung. Das deckt sich mit meiner Erfahrung im ersten Bewerbungsgespräch. Als Neueinsteiger in der Pädiatrie hat man, auch wenn man kein Berufsanfänger ist, in Teilzeit eher geringe Chancen...

Milana
30.01.2021, 09:34
@ Milana: ich wusste eigentlich schon zu Berufsbeginn dass ich Kinderkardio machen will, das hat sich im Laufe der Jahre dann verfestigt. Wenn du so gar keine Präferenzen hast würde ich mir vor allem Überlegen was ich in der Zukunft machen will - wenn es in Richtung Niederlassung geht lohnt dann vlt doch der Wechsel in eine Praxis oder z.B. Pulmo/Allerlogie/Neuro (also alles Sachen die man auch gut ambulant machen kann); wenn du eher auf Dauer in der Klinik bleiben willst ist denke ich Neo oder auch päd. Intensivmedizin ne gute Wahl
Neo wäre zwar sinnvoll (vermutlich gerade auch für prospektive OA Stellen an kleinen Häusern), aber das will ich irgendwie überhaupt nicht machen, diese ganz minikleinen Frühchen taugen mir überhaupt nicht. :-D
Ich finde diese Vertragsbefristungen so schrecklich, ich will mir nicht das ganze Jahr Sorgen machen müssen, ob ich wohl verlängert werde oder nicht, entweder ich soll mir was Neues suchen, dann mach ich das halt oder ich darf da bleiben, dann mach ich das. Aber vier Wochen vorher Bescheid geben, okay alles klar, kannst dableiben... Mein Haus hat halt auch nur begrenzte Zusatzbezeichnungen, einige Abteilungen haben gar keine WBE und anderes gibt's überhaupt nicht weil es im Ballungsgebiet woanders stattfindet. Nur, wenn ich halt nicht genau weiß, was ich will, dann kann ich mich schlecht noch für andere Häuser bewerben, die haben ja auch ihren eigenen Nachwuchs, der "Vorrang" hat, das ist an meinem Haus schon so und wird an anderen dann ja noch extremer, weil ich jetzt noch erfahrener bin.

Tigga
11.02.2021, 21:43
@komet: ich hatte mich direkt nach der Uni (als Mutter) ausschließlich in Teilzeit beworben und habe mich örtlich sehr flexibel beworben.
Ich wollte 60%- 3 volle Tage- und habe in relativ kurzer Zeit 3 schriftliche Stellenzusagen erhalten und 2 (oder so?) weitere Stellen hätte ich wahrscheinlich auch bekommen. Ich hatte später meist reduzierte Dienstanzahl und war als Berufsanfänger in annehmbarer Zeit eingearbeitet.
Bewirb dich einfach- für mich hat es gepasst!

gnu69
09.03.2021, 20:30
Hallo zusammen, ich habe nun endlich auch nach der Approbation meine erste Stelle in der Allgemeinpädiatrie antreten dürfen. Bin nach nun wenigen Wochen etwas gefrustet, da ein Einarbeiten nicht erfolgt, sondern ein weitestgehend selbstständiges Arbeiten gefordert wird. Erster Nachtdienst folgt in wenigen Wochen. Was sind eure Erfahrungen? Welche Tipps habt ihr für den Anfang, um den Überblick auf Station zu behalten und fachlich adäquat zu arbeiten? Was empfehlt ihr zu lesen?
Liebe Grüße :)

haruni
13.04.2021, 17:51
Welches Buch eignet sich am besten für einen PJ-Studenten, der sich für das Fach interessiert. Aber bitte keine 1000 Seitenklötze :D

mkw44
14.04.2021, 05:29
Das Kurzlehrbuch Pädiatrie von Hellstern würde ich empfehlen. Ist ein guter Einstieg.

@gnu69: Bist du denn wenigstens von Assistenten eingearbeitet worden? Ich fürchte, es ist aber insgesamt recht normal, dass man sehr schnell ins kalte Wasser geworfen wird. Die Oberärzte haben gefühlt keine Lust mehr dem zigsten Anfänger wieder alles von vorne zu erklären, überspitzt gesagt. Gut ist das natürlich nicht. Gibt es denn bei euch ein internes Anfänger-Heftchen oder so etwas? Und hast du Kollegen, die du anrufen kannst, evtl. auch in der Nacht, oder bist du da alleine?
Das gute ist: Es wird besser.

epeline
14.04.2021, 06:29
Hallo zusammen, ich habe nun endlich auch nach der Approbation meine erste Stelle in der Allgemeinpädiatrie antreten dürfen. Bin nach nun wenigen Wochen etwas gefrustet, da ein Einarbeiten nicht erfolgt, sondern ein weitestgehend selbstständiges Arbeiten gefordert wird. Erster Nachtdienst folgt in wenigen Wochen. Was sind eure Erfahrungen? Welche Tipps habt ihr für den Anfang, um den Überblick auf Station zu behalten und fachlich adäquat zu arbeiten? Was empfehlt ihr zu lesen?
Liebe Grüße :)

Ohweh, du armer. Mir ging es damals ähnlich. Durch Ausfälle waren wir zwei Anfänger alleine auf Station.
Ein guter Tip damals: wenn mehrere Aufnahmen gleichzeitig oder zeitnah sind, immer als erstes die Anordnungen ans Pflegepersonal dokumentieren. Damit können die schon was anfangen. Rest kann man gut nachträglich eintragen.

sebi86
14.04.2021, 13:20
Hallo Leute. Ich bräuchte mal einen kleinen Rat. Ich habe bisher 4 Weitebildungsjahre Pädiatrie (3 Jahre Klinik + 1 Jahr Neo) hinter mir, bin aktuell in Elternzeit und wir planen aktuell in eine neue Stadt in Bayern zu ziehen. Mein Ziel ist es eigentlich auf lange Sicht in die Niederlassung zu gehen. Ich würde außerdem gerne die Weiterbildung zum Neuropädiater und - falls zeitlich möglich - zum Notarzt machen. Erfahrung in der Niederlassung habe ich bisher eigentlich nur während einer Famulatur im Studium gesammelt.

Ich bin nun schon die ganze Zeit am überlegen wie mein weiterer Weg aussehen soll.

Das letzte Weiterbildungsjahr in die Praxis ? Ggf. mit einem Neuropädiater als Weiterbildungsermächtigten.
Könnte man dann nochmal ein paar Jahre in die Klinik (u.a. für Neuropädiatrie Weiterbildung, aber auch um noch etwas klinische Erfahrung zu sammeln).
Oder lieber zuerst noch ein paar Jahre Klinik (was mir auch durchaus Spaß macht) ?
Für den Notarzt hatte ich mir überlegt auch ein halbes oder ein ganzes Jahr Anästhesie zu machen. Ist für den Berufsalltag sicherlich nicht schlecht, aber lohnt es sich ?
Natürlich hängt es auch davon ab, ob und wo ich jeweils eine Stelle bekomme.

Vielleicht können hier ja ein paar Leute ihre Erfahrungen teilen. Wäre sehr dankbar für jeden Input.

Liebsten Dank, Euer Sebi

mkw44
14.04.2021, 15:44
Ich stehe auch fast vor einer sehr ähnlichen Frage, habe nächstes Jahr 4 Jahre voll und plane aktuell auch das letzte Jahr Anästhesie zu machen, weil mich Notfallmedizin interessiert und ich Notarzt fahren will. Hatte sogar überlegt mir ein halbes oder ein Jahr Innere (ZNA) anzutun.. Herzinfarkt, COPD und Schlaganfälle behandeln wir ja nun doch eher selten... :-lesen
Aber es gibt ja auch die Zusatzweiterbildung klinischen Notfallmedizin, macht nur Sinn bzw. wird auch nur vereinzelt angeboten von großen (Uni-) ZNAs. Geht auch als fertiger Pädiater (aber nur als Facharzt).
Zu dem Jahr Anästhesie: Für den Facharzt Päd geht ja ein ganzes Fremdjahr, wobei ich nicht weiß ob Bayern auch schon die neue WBO übernommen hat? Das wär ja ganz interessant dafür zu wissen. Aber ein halbes Jahr für einen selbst ist ja sonst auch nicht verkehrt. In NRW geht das auf jeden Fall, wird voll anerkannt.
Ich glaub ich würd den Klinik-Kram zuende machen, gerade für den Notarzt "Schein" braucht man ja Bescheinigungen, Einsätze, etc pp und wenn man das bei verschiedenen WB-Stellen macht wirds nicht einfacher.. Dann lieber alles in einem Stück, wenns denn geht, würde ich sagen.
Zumal: Von den Kollegen die ich kenne, die während der WB in die Praxis gegangen sind, hatten fast keine eine wirkliche Einarbeitung.. Eher der bekannte Modus: "Du bist ja da, du schaffst das schon, ich hab jetzt nen Termin, bis morgen dann.". Daher ists glaube ich egal ob man Praxis nach der WB macht oder während der WB.

aschenputtel1977
14.04.2021, 15:52
Krass oder? Als Weiterbildungsassistent darfst du in der Praxis gar nicht alleine arbeiten, sondern der Ausbilde muss anwesend sein....

mkw44
14.04.2021, 17:40
Ich will nicht sagen dass es überall so ist aber so habe ich es von zwei Kollegen aus zwei Fächern gehört. Und es wundert mich überhaupt nicht nach der Klinikerfahrung, daher...

Kandra
14.04.2021, 18:42
Ich habe mal eine Frage zu euren Erfahrungen mit asymptomatischen Coronaverläufen und Komplikationen bzw. PIMS. Wir haben aktuell eine Jugendliche auf Station, die positiv getestet ist (Ct-Wert <20), aber völlig asymptomatisch ist. Hat nicht mal Schnupfen. Sie bleibt bei uns stationär in Quarantäne weil sie aktuell nicht nach Hause kann. Jetzt haben wir uns die Frage gestellt, ob man da jetzt auf irgendwas aufpassen muss. Sie macht "Homeschooling" und hat da auch 4x die Woche "Tanzgruppe", weshalb sie aktuell auch kein Clexane bekommt, weil uns das als Aktivität grundsätzlich reicht. Wenn man jetzt aber so liest, dass ja gerade die Kinder die am Ende ein PIMS und/oder Herzprobleme bekommen, die sind, die asymptomatisch sind oder nur geringe Symptome haben, bin ich nicht sicher, ob diese Strategie nicht eventuell doch problematisch ist. Andererseits wäre sie normalerweise zu Hause und würde da auch Sport und sonst was machen :-nix

annekii
14.04.2021, 21:01
Ich habe noch nichts gelesen, dass man was prophylaktisch machen sollte :-nix Das wären doch dann auch sehr viele Kinder. Wir haben viele positive Kontaktkinder ohne Symptome.

Macht jemand am Freitag/Samstag auch das online-Update mit? Letztes Jahr habe ich es durch die Verlegung in den Sommer geschafft, in Berlin an der Präsenzveranstaltung teilzunehmen und fand es in der Version mit wenigen Teilnehmern eigentlich klasse. Immer 3 Plätze frei, sodass man sich gemütlich ausbreiten konnte, keine Ablenkung durch Quatschen ;-) und dadurch bei mir viel mehr Konzentration. Das wird jetzt hier ab Freitag 14 Uhr schwierig, da dann K2 von der Schule kommt, K1 ab 16 Uhr vom Pflegeteam an uns übergeben wird und wir den ganzen Samstag keine Pflege haben. Aber irgendwie muss es gehen, mit Kopfhörern im Wohnzimmer, weil da mein Schreibtisch ist und ich da auch am liebsten sitze.

Unsere Positivenrate steigt wieder sehr. Kein Wunder bei einer Inzidenz über 200 am Arbeitsort.

Wir würden im Übrigen niemanden einfach so auf unsere Patienten loslassen. Wir hatten zwar erst eine Assistenzärztin, dieses Jahr folgt der zweite, aber ohne ausgiebige Einarbeitung, Umsetzung unserer Standards und "unserer Medizin" unter Begleitung, können wir uns das gar nicht vorstellen. Das dauert, aber hinten raus lohnt sich das immer.
Ich bin nach wie vor dankbar, dass ich nach der zweiten Elternzeit in der Praxis gelandet bin, denn erst dort habe ich gemerkt, dass das genau das ist, was ich will.

jw
16.04.2021, 11:31
Ich bin gerade bei der Jahrestagung der GPGE online dabei. Bin beim Consilium live am 14.-15.05. dabei.

mkw44
17.04.2021, 06:26
Wir würden im Übrigen niemanden einfach so auf unsere Patienten loslassen. Wir hatten zwar erst eine Assistenzärztin, dieses Jahr folgt der zweite, aber ohne ausgiebige Einarbeitung, Umsetzung unserer Standards und "unserer Medizin" unter Begleitung, können wir uns das gar nicht vorstellen. Das dauert, aber hinten raus lohnt sich das immer.
Ich bin nach wie vor dankbar, dass ich nach der zweiten Elternzeit in der Praxis gelandet bin, denn erst dort habe ich gemerkt, dass das genau das ist, was ich will.

Schön zu lesen dass es bei euch richtig läuft! Wenn man das nur rauskriegen könnte, wenn man sich bewirbt. Bleibt wahrscheinlich letztendlich nur das Bauchgefühl oder Vitamin B?

aschenputtel1977
17.04.2021, 07:41
Ich überlege auch die Weiterbildungsermächtigung zu beantragen. Momentan hab ich durch meine Kollegin noch keinen Platz, aber mittelfristig ist das schon angedacht.... Bei uns fragen auch viele allgemeinmedizinische Kollegen nach den Weiterbildungsplätzen.

Obscura
23.04.2021, 14:18
Da es keinen eigenen Thread gibt, wollte ich nachfragen, ob sich hier auch Ärzt*innen aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie tummeln und von Empfehlungen oder aktuellen Erfahrungen aus Häusern im Süden berichten können?! :) Famuliert habe ich in dem Fach bisher nur in NRW; mein Wahltertial mache ich nun in Baden-Württemberg in der Pädiatrie mit Möglichkeit zur Rotation in die dortige kleine Kinder- und Jugendpsychiatrie, aber habe bisher noch nicht viel über andere Kliniken (Ulm, Tübingen usw.) gehört. Dankeschön!

linbud
26.04.2021, 14:36
Hallo! Ich habe WB-Erfahrung 6 Mo. Kinderradiologie und 1 J. Kinderchirurgie. Bald kommt hoffentlich 1 J. Kinderintensiv dazu. Danach würde ich gerne in die Pädiatrie wechseln, da ich langfristig raus aus dem Klinikalltag und in die Niederlassung will. Wahrscheinlich bekomme ich 1,5 J. angerechnet, wenn ich Glück habe sogar 2 J. für den Pädiater. In der neuen WBO steht gar nicht genau definiert, wie lange die stationäre Zeit sein muss und wieviel Zeit ambulant möglich ist. Was würdet ihr mir empfehlen, wie lange ich in einer Klinik in der Pädiatrie arbeiten sollte, bevor ich in einer Praxis mich absetze? Danke.

-pixel
01.05.2021, 20:52
Ich hätte mal an die Klinik-Kinderärzte unter euch eine Frage: Wie nehmt ihr gerade so die aktuelle Stellensituation war? Ich werde im Juni fertig mit dem Studium und gerade dabei mich zu bewerben.. und bisher siehts noch nicht so toll aus, trotz PJ und Diss in der Päd. Hätte mir das ehrlich gesagt nicht so schwierig vorgestellt, liegt das zum Teil auch einfach an Corona? :/

annekii
01.05.2021, 21:09
Hallo! Ich habe WB-Erfahrung 6 Mo. Kinderradiologie und 1 J. Kinderchirurgie. Bald kommt hoffentlich 1 J. Kinderintensiv dazu. Danach würde ich gerne in die Pädiatrie wechseln, da ich langfristig raus aus dem Klinikalltag und in die Niederlassung will. Wahrscheinlich bekomme ich 1,5 J. angerechnet, wenn ich Glück habe sogar 2 J. für den Pädiater. In der neuen WBO steht gar nicht genau definiert, wie lange die stationäre Zeit sein muss und wieviel Zeit ambulant möglich ist. Was würdet ihr mir empfehlen, wie lange ich in einer Klinik in der Pädiatrie arbeiten sollte, bevor ich in einer Praxis mich absetze? Danke.

So aus dem Bauch raus würde ich sagen, mindestens 1 Jahr, besser 2. In der Praxis machst du in der Akutsprechstunde ja ungefähr das von der Notfallambulanz in der Klinik + Pickel und Läuse ;). Da sind es nur noch die Vorsorgen und Impfungen, die dazu kommen. Und der Vorteil in der Klinik ist, dass du nach der Aufnahme den Verlauf siehst, die du selbst beginnst oder durchführst. So kannst du später gut abschätzen, wer noch Zeit hat oder wer gleich stationär muss.