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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Kinder-Ecke



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Kandra
29.09.2022, 21:20
Auf eben diese möchte ich mich ja vorbereiten

Von Thomas Baumann gibt es den „Atlas der Entwicklungsdiagnostik“, der mit vielen Bildern einmal grundsätzlich die kindliche Entwicklung sowie deren Abweichungen beschreibt und dann auf jede einzelne U-Untersuchung eingeht. Kann ich sehr empfehlen :)
Ich hab ja auch vor 3 Wochen in der Praxis angefangen (allerdings SPZ-Vorerfahrung) und habe mir für die Struktur in den Vorsorgen die entsprechenden Punkte aus Amboss rausgeschrieben.

Ansonsten gibt es von Consilium die Pädiatriepodcasts, die auch sehr informativ sind. (Das eher für AA, die im Thema ja komplett neu ist :) )

epeline
29.09.2022, 21:35
Ich hab ja grad Dauerpause: Elternzeit
, BV, Elternzeit....
Von daher sind auch Sachen für AÄ sicher gut für mich

annekii
29.09.2022, 21:43
Ich finde die Podcasts auch sehr interessant und habe schon einiges gelernt! Zum Beispiel habe ich mir wieder vorgenommen, Dinge abzusetzen. Gerade haben wir wieder viele obstruktive Bronchitiden bei kleinen Kindern, bei denen nichts hilft, aber auch nichts stationär behandelt werden muss. Da habe ich jetzt konsequent auch wieder abgesetzt und nur belassen, was wirklich einen Unterschied gemacht hat.

@Kandra: Willkommen in der Praxis! Erzähl mal! Wie wo was?

Unser AA ist nun ein Jahr da und bleibt nur noch 2 Monate. Das ist sooo schade! Er ist eine echte Bereicherung und Entlastung. Wir haben uns aber auch sukzessive leider hochgefahren dadurch und mussten nun Aufnahmestopp machen, weil einfach keine Termine mehr zu finden sind.

aschenputtel1977
30.09.2022, 05:54
Auf eben diese möchte ich mich ja vorbereiten

Das war eine antwort mit augenzwinkern. Was ich meinte: als ich in der praxis angefangen habe, kam ich ja aus der Klinik, also ausser u1 und 2 keinerlei Erfahrungenmit Us, dafür aus der nfa reichlich Erfahrung mit Rotz und Kotz…. Von den ambulanten Fallstricken a la „das darfst su aber nicht verschreiben“ ganz zu schweigen. Bei mir war es möglich dass ich die vier Wochen vor Quartalsbeginn {und Praxisübernahme) in der Praxis hospitiert habe. Da lernt man das mit den Us recht schnell. Das angesprochene Buch, den Vorsorgeatlas, habe ich auch. Es wiederholtvsich viel, aber die Fotos sind toll 😊 das kriegen immer mal hospitierende Kollegen oder Famulanten zum Schmökern. Alles weitere lernt man, manchmal auf die harte Tour, erst beim Arbeiten. Es ist aber kein Hexenwerk und grade weil es Pädiatrie ist auch mit viel Spass verbunden…

epeline
30.09.2022, 09:40
Danke
Ja ich hab ähnliche Startbedingungen.
Mein neuer AG gewährt mir aber einen Monat Hospitation in einer anderen Praxis des Verbundes sowie anschließend in der "eigenen" Praxis einen Kollegen, der eben beim Verordnen, PC bedienen etc hilft. Die MTAs werden vom Vorgänger übernommen.
Schiss hab ich trotzdem :-oopss

Kandra
30.09.2022, 19:46
@Kandra: Willkommen in der Praxis! Erzähl mal! Wie wo was?



Danke :) Ich bin seit Anfang September in einer Praxis mit zwei Ärzten, sehr klein und familiär. Sehr nettes Team. Es gibt zwei Kassensitze, einen soll/darf ich mittelfristig nach meinem Facharzt übernehmen. Mein Arbeitsweg hat sich von 40 Minuten Auto auf 10 Minuten Fahrrad reduziert.
Meine Einarbeitung war und ist sehr angenehm, die Praxis ist super organisiert, so dass oft Zeit ist, zusammen mit einem der Fachärzte die Vorsorgen zu machen. Beide sind jederzeit ansprechbar, wenn ich bei einem Patienten, den ich alleine sehe, eine Frage habe. Durch meine SPZ-Erfahrung sind die Vorsorgen für mich jetzt kein komplett neues Terrain und auch die Beratungen sind oft mehr oder weniger die gleichen, die ich im SPZ auch durchgeführt habe, was mir den Einstieg vermutlich deutlich erleichtert hat. Trotzdem sehe ich natürlich täglich Dinge oder bekomme Fragen gestellt, die mir noch nie untergekommen sind und bei denen ich mich rückversichern muss.
Insgesamt gefällt es mir bisher sehr gut und nach dem Klinikstress der letzten Jahre genieße ich das langsamere Tempo aktuell sehr, auch wenn ich mir manchmal akut überbezahlt vorkomme ;) In den letzten Tagen hat man die kommende Infektzeit aber schon deutlicher gemerkt, so dass die Schonfrist vermutlich demnächst vorbei sein wird.

Heute musste ich ein Kind "Fake-Impfen", weil er extrem beleidigt war, dass nur seine kleine Schwester geimpft wurde und er nicht. Hat richtig getobt :-)):D Als ich ihm dann mit einer 2ml-Spritze die mir hingehaltenen Hände "gepiekst" habe, war alles in Ordnung und er ist fröhlich winkend aus der Praxis marschiert :-nix Dafür macht man Pädiatrie [-::-]

Absolute Arrhythmie
30.09.2022, 20:27
Danke für die Tipps, Podcasts finde ich super, da werde ich rein hören! :-)

MsLifeunderRock
20.10.2022, 11:07
Zum Thema Consilium-Podcast. In der Folge zu Harnwegsinfekten wurde empfohlen, dass man das MCU gut während des stationären Aufenthaltes durchführen könnte und die Kinder nicht erst sechs Wochen später wieder einbestellen müsse.
Wie wird das bei euch in den Kliniken so gehandhabt?

Zanza
27.10.2022, 08:57
Hallo ihr Lieben,

ich hoffe, es ist ok, wenn ich hier mal ein bisschen Werbung mache: Am letzten Novemberwochenende findet in Frankfurt die Fortbildung „Fit für den 1. Dienst“ (https://www.dgkj.de/termine/veranstaltungen-fortbildungen-der-dgkj/fit-fuer-den-1-dienst) statt, die wir von der Jungen DGKJ (gemeinsam mit dem BVKJ) konzipiert und organisiert haben. Wie der Titel schon sagt, richtet sich die Veranstaltung vor allem an junge Kolleg:innen vor dem ersten Dienst und es geht vor allem um lebenspraktische Tipps und Tricks, die häufigsten Notfälle und wie man es schafft, alle Kinder irgendwie halbwegs gut über die Nacht zu bringen, ohne dabei selbst völlig bekloppt zu werden. Wir als Planungsteam haben uns dabei oft die Frage gestellt, was wir selbst gerne vor dem ersten Dienst gewusst oder gekonnt hätten und haben den Kurs dementsprechend geplant. Es ist am Freitagabend außerdem genug Zeit, um sich mit den Referent:innen und mit anderen jungen Kolleg:innen auszutauschen, Tipps zu holen, einen Äbbelwoi zu trinken… :)

aschenputtel1977
10.11.2022, 16:40
Ich könnte kotzen grade... 100 Patienten im Schnitt am langen Tag, RSV ist da, HandMundFuß war nie weg, Influenza mischt auch noch ein bisschen mit, Covid haben wir wenig. Ich habe schon locker mehr Scheine als der Fachgruppendurchschnitt und nun kommt eine neue Welle Flüchtlinge an. Viele Kinder.... Wir haben aber hier die Infrastruktur nicht dafür, keiner von uns Niedergelassenen hat noch irgendwie Kapazitäten, die Familien ärztlich zu betreuen. Die Allgemeinmediziner sind bei 400 Scheinen oder sowas als Fachgruppendurchschnitt. Und nu? Argh....

annekii
10.11.2022, 18:51
Ja, bei uns ist auch sehr voll mit dem selben. Nur keine neuen Flüchtlinge bisher. Woher sind sie?

aschenputtel1977
10.11.2022, 19:28
Afghanen wohl hauptsächlich. Ukraine scheint ein bisschen abgeebbt momentan. Das erschwert wieder die Kommunikation, die meisten ukrainischen Familien sprachen doch mehr oder weniger englisch (in gleicher Qualität wie ich "hust") und ein bisschen russisch ist auch noch da. Aber jetzt bin ich wieder komplett hilflos und das mit den Dolmetschern funktioniert immer ganz schnell nicht mehr.

annekii
10.11.2022, 22:01
Ohja, mit Afghanen ist es oft besonders schwierig. V.a. wenn sie auch noch Analphabeten sind und die schriftlichen Dolmetscherapps nicht gehen. Die ukrainischen Familien sind echt die einfachsten.
Schwierig sind bei uns auch die vielen bulgarischen Familien. Da ist bei den Müttern leider auch nach vielen Jahren kein Zuwachs an Deutsch da.

Ich habe momentan v.a. viel Redebedarf bei den V.a. Influenza, die 2-3x vorgestellt werden und ich jedes Mal entscheide, kein Blut abzunehmen, weil halt immer noch nichts zu sehen/hören ist und der AZ immer noch derselbe ist.

Ende des Monats hört unser Assistenzarzt auch noch auf. Dann werden wir uns ganz schön anstrengen müssen. Echt schade, dass es vorbeigeht.

-pixel
22.12.2022, 20:24
Wie ist denn bei Euch gerade so die Lage bzw. Stimmung? Hier sehr angespannt, Dienstbesetzung sehr schwierig.. macht gerade echt nur mäßig Spaß.. :/

annekii
22.12.2022, 22:32
Wir haben auch einfach arg viel zu tun. Ich freu mich auf 3 Tage frei, wobei ich die diensthabenden Kolleg:innen sicher bemitleide. Aber dafür habe ich danach 4 Tage Sprechstunde zwischen den Jahren, in denen alle anderen Praxen zu haben.
Mir macht diese Medizin mit nur Rennen und kaum Zeit für Gespräche auch keinen Spaß!

Herbstblume90
13.01.2023, 19:20
Hallo!

Gibt es eine online Alternative zu Wiedemanns Atlas klinischer Syndrome?

Igelischen
15.01.2023, 20:23
Hallo zusammen,

mich würde einmal interessieren, was es in fortgeschrittener Weiterbildung so für Möglichkeiten gäbe, familienfreundlichere Arbeitszeiten zu haben. Der Schritt in die Praxis scheint inzwischen auch in der Weiterbildung recht üblich, allerdings haben viele Praxen ja eine maximale Weiterbildungsberechtigung von 12 Monaten. Gibt es hier eine Person, die vielleicht auch länger als 12 Monate, z.B. 24 Monate schichtdienstfern Weiterbildungszeit gesammelt hat?

Ich selbst bin zwar noch längst nicht so weit, aber eine Freundin hat bald 3 Jahre im Krankenhaus inkl. ITS-Rotation in der Pädiatrie fertig und möchte dann am liebsten die zwei fehlenden Jahre woanders verbringen, insb. geht es ihr um Arbeitsbedingungen mit freien Wochenenden und ohne Nachtdienste.

Weil mich langfristig auch interessiert, was es so für Möglichkeiten gibt, wollte ich hier mal nach euren eigenen beruflichen Wegen bis zum FA fragen ;)
Wie viele Jahre Krankenhaus findet ihr sinnvoll, und gibt es vielleicht jemanden, der noch eine andere Weiterbildungsstelle als in einer ambulanten Praxis gefunden hat ohne Wochenenddienste?

Kinderarzt1987
15.01.2023, 20:47
Hi Igelischen

Es gibt sicherlich mehrere Wege es entspannter zu machen:

- ambulant in der Kinderarztpraxis
- beim Gesundheitsamt
- in einem SPZ

Bei der Kinderarztpraxis kann man zwar nach einer schauen, die 24 Monate Weiterbildungszeit hat, davon würde ich aber aus eigener Erfahrung abraten. Das sind i.d.R. Praxen, die auch ein entsprechend hohes Patientenaufgebot haben und entsprechende Öffnungszeiten (oft von 8 - 19:00). Damit hast du weiterhin deine 8 h am Tag, je nachdem wie du eingeteilt wirst. Bei kleineren Praxen hast du im Zweifel 2 Tage die Woche von 9 - 12:00. Außerdem siehst du mit 2 x 12 Monaten 2 verschiedene Stile, wie du so eine Praxis führen kannst, Patienten behandelst etc. Vorteil an so einer großen Praxis ist allerdings, dass du sehr viele Patienten siehst (ich habe im Durchschnitt 40 - 75 / Schicht).

Gesundheitsamt: hier habe ich nur für einige Tage hospitiert, das ist aber schon seeeehr ruhig, viel Aktenkram, dazu vielleicht 4 - 8 Vorsorge / Einschulugnsuntersuchungen am Tag. Sehr ruhig, aber lernen tut man ggf. nicht so viel.

SPZ: je nachdem wo kann es sehr spannend sein. Falls dich Neuropädiatrie interessiert wäre so etwas natürlich ideal.

Viele Grüße, hoffe es hat dir etwas weitergeholfen.

annekii
15.01.2023, 20:53
Wir kennen einige Praxen um uns herum, die 24 Monate haben. Wir haben mit 2 halben Sitzen ohne Subspezialisierungen 18 Monate. Da wir bisher aber nur in Teilzeit anstellen, sind es in Jahren noch mehr.

Mein Weg:
1) gute 2 Jahre Vollzeit kleine Klinik (Level 3) plus Dienste,
Kind 2
2) 13 Monate Teilzeit (32h) Praxis
3) 2 Jahre Vollzeit Klinik mit Neo (aber mit vollem Freizeitausgleich für die Dienste, sodass es wirklich nur 40 h waren)

Für die Niederlassung ist es toll, vorher schon angestellt als Assistenzärztin dort gewesen zu sein und nach der Elternzeit war es schön, keine Dienste machen zu müssen, als unsere zweite noch klein war.

Manche SPZ-Stellen sind ohne Dienste, aber das ist auch sehr verschieden.

Andere Stellen fallen mir nicht ein, aber es ist toll in der ambulanten Pädiatrie :)

McBeal
16.01.2023, 05:07
Ich bin auch in fortgeschrittener Weiterbildung ins SPZ routiert und dort nach dem Facharzt geblieben. Schau auf der Seite der Ärztekammer. Hier im Umkreis gibt es einige Praxen mit mindestens 18 Monaten Weiterbildungsermächtigung. Dort, wo etwas frei war, als ich nach der dritten elternzeit zurückkommen und definitiv keine Dienste machen wollte, gab es aber nur Stellen, bei denen man mir möglichst flott die Praxis übergeben wollte, was für mich überhaupt gar nicht in Frage kam/kommt. Ich finde es super, „nur“ angestellt zu sein, ohne große Sorge kindkrank nehmen zu können, nicht verwalterisch zuständig zu sein, sondern nur meine medizinische Verantwortung zu tragen etc. Ich habe allerdings auch nunmal drei Kinder und einen Mann, der mehr als Vollzeit arbeitet und leider inzwischen auch wieder auf Dienstreise muss, da reicht mir meine halbe Stelle angestellt. Und langfristige Betreuungen/Versorgungen der Patienten hat man im SPZ ja auch.