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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Kinder-Ecke



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Moonchen
05.02.2013, 15:23
Bei den oben genannten Krankheitsbildern schließe ich mich an, bei uns steht auch noch Commotio cerebri/Schädelprellung ganz hoch auf der Liste :) Und ein Pädiatrie-Medikamentenbuch und ein kleines Stethoskop (falls du noch keins hast) würde ich mir auch auf jeden Fall besorgen.

Bei uns inhalieren wir übrigens immer mit 1 Tropfen Salbutamol pro Lebensalter, mind. aber 3 und höchstens 10 Tropfen und die doppelte Dosis Atrovent..

THawk
05.02.2013, 23:48
Zum Glück betreffen uns die SHTs nur wenn sie denn aus dem NCH oder KCH-OP auf unsere Päd-ITS gehen ;-) Die ganzen Überwachungen liegen gleich auf der KCH.
Lustig, mit den Inhalationen sind wir wirklich viel großzügiger, mit eurer Dosierung würden wir die Kinder schon mehr oder minder wieder nach Hause schicken.

squirrel08
06.02.2013, 07:20
Vielen dank für die vielen Tipps. Es ist ein mittelgroßes Haus und ich habe mein Pj in der pädiatrie gemacht, allerdings an einem anderen Haus und ich habe das Gefühl, dass da gar nichts hängen geblieben ist.
Welches medikamentenbuch könnt ihr empfehlen? Ich finde da zum Teil irgendwie nur ältere Auflagen.

THawk
06.02.2013, 12:25
Das einzige mit dem ich gut klar komme ist das "Medikamente in der Pädiatrie". Schon etwas ältere Auflage, aber so viel ändert sich da nicht bei den Sachen, die du regelhaft brauchst. Und für die seltenen Erkrankungen, die Onko und die spezielle Neo richtest du dich eh nach Literatur / anderen Büchern.

McBeal
06.02.2013, 13:34
Ich halte es da wie THawk. Plus eben Hausstandards, die in meinem Notizbuch stehen. Aber auf die kannst Du Dich ja nicht vorbereiten.
Einen tollen Start - ich will auch!

LG
Ally

squirrel08
09.02.2013, 08:58
Dankeschööööönnn für die Tipps!

aschenputtel1977
09.02.2013, 10:02
Von mir ebenfalls Daumen noch für das "medikamente in der Pädiatrie". Ich hab mir da noch ein paar Sachen reingeklebt: Infectobicillin-Dosierung, Tamiflu-Tabelle :D akutell sehr notwendig, Midazolam-Dosierung, die Packungsbeilage vom Amoclav-Saft sonst sieht man in der Dosierung nie durch... Wann welche Päd-Infusion und dann haben wir noch so ne hausinterne Leitlinie bzgl. Krampfanfällen. Insgesamt ist das Büchlein jetzt nach 4 Jahren sehr zerfleddert und ich brauch ein neues! Das ist nämlich jeden Tag viel im Einsatz, irgendwie sinken Merkfähigkeiten mit steigendem alter :D

Naibaf
20.02.2013, 21:31
wurdet ihr bei euren Bewerbungen relativ häufig auch zum Gespräch eingeladen, oder wurden die Bemühungen größtenteils ignoriert? Fange grade an die ersten rauszuhauen und weiss noch nicht so recht was mich erwartet.

epeline
21.02.2013, 06:14
wie viel im voraus bewirbt man sich denn so? manche sagen was von 2. tertial, andererseits käme ich mir irgendwie blöd vor, jetzt ne bewerbung für frühestens 1.12. abzschicken :-nix

McBeal
21.02.2013, 06:23
Wenn Du in Deiner PJ-Abteilung anfangen möchtest, würde ich mich dort zum Ende des Päd.-Tertials oder kurz danach bewerben, völlig unabhängig davon, als wievieltes Du Dein Wahlfach hast, weil Du dann eben gerade in den Köpfen präsent bist.
Ansonsten wäre mir das zweite Tertial viel zu früh gewesen (allerdings hatte ich Päd. Auch erst als 3.). Ich habe mich Ende August für Januar beworben und hatte dann zwei Gespräche in der absolut heißen Lernphase, was ich als eher unangenehm empfand. Die Stelle, die ich dann angenommen habe, war ausgeschrieben und ich habe mich dort Mitte November, kurz nach meiner mündlichen, beworben und dann auch wirklich Zeit für Gespräche und Hospitation gehabt.
Im Nachhinein bin ich noch, als ich schon gearbeitet habe, von mehreren Kliniken eingeladen worden. Also heben wohl wirklich viele die Unterlagen so lange auf, aber mir wäre es jetzt, eben bis auf das PJ-Haus, zu früh.

LG
Ally

alexamd
04.04.2013, 07:59
Hallo zusammen,

ich arbeite seit ein paar Monaten an einem recht großen Haus und im Winter dachte ich noch, es sei nur chaotisch, weil eben so viele krank sind (Kinder und Kollegen), aber jetzt wird es irgendwie kaum besser. Man ist nicht für mehrere Monate auf Station oder Ambulanz eingeteilt, sondern muss ständig springen, hat teilweise nur 5-6 freie Tage im Monat und 60 Überstunden monatlich sind die Regel. Und auch auf Station selbst ist es ultrachaotisch, man wird ständig von 20 Seiten gleichzeitig belagert, man muss verschiedenen OAs hinterherrennen, damit die ihre Arbeit machen, da die Kinder auf einer Station teilweise von 3 verschiedenen OAs (je nach Fachrichtung) betreut werden. Und statt kurzen, knappen Anweisungen von Seiten des OA gibt es absurden Kleinkram, den man recherchieren soll, der ja eventuell verantwortlich sein könnte für das Krankheitsbild des Kindes.
Was ich eigentlich fragen wollte: ist das bei euch auch so? Versinkt ihr im Chaos, obwohl ihr selbst eigentlich ein recht ordentlicher, zielgerichteter Typ seid? Schafft man es irgendwo in den 10 Stunden Arbeit am Tag codieren und Briefe zu schreiben? Das bleibt hier nämlich gnadenlos liegen und türmt sich zu einem immer größeren Berg, weil ich nach 10 Stunden Dauer-Chaos keine Lust mehr hab mich da noch hineinzuknien...

Und gibt es vielleicht Häuser, wo es nicht so läuft und ich eventuell lieber arbeiten würde ;)?

Ersa
04.04.2013, 20:32
Und gibt es vielleicht Häuser, wo es nicht so läuft und ich eventuell lieber arbeiten würde ;)?

Definitiv!

epeline
04.04.2013, 22:58
gibt es!
habe im pj eins kennengelernt, mit fast goldenen arbeitsbedingungen ;-)

alexamd
05.04.2013, 07:36
Hm, dann muss ich mich doch mal umsehen nach einem neuen beruflichen zu Hause, wenn es Hoffnung gibt. Tatsächlich macht mir das Fach nämlich gar keinen Spaß mehr, obwohl ich nach jedem Praktikum im Studium felsenfest sicher war, dass ich nur das und nichts anderes machen wollen würde...

annekii
05.04.2013, 08:34
@alexamd: So habe ich noch nie gearbeitet, auch nicht in den schlimmsten Infektzeiten. Hast Du mal mit den Kollegen gesprochen, ob es auch andere Zeiten gibt?

alexamd
05.04.2013, 09:12
Angeblich ist es im Sommer ruhiger. Aber ich hab einen Riesenstapel Briefe, der sich mit jedem Tag mehr türmt und den ich womöglich nie abgearbeitet bekomme ohne noch mehr Überstunden. Ein Kollege hat jetzt noch Briefe von vor über einem Jahr auf seinem Stapel liegen und der ist keiner von den Trödlern...

annekii
05.04.2013, 09:24
Puh, heftig! Wir hatten in beiden Kliniken, in denen ich gearbeitet habe, die längste Brieflaufzeit mit ca. 14 d, wenn noch Befunde fehlten, die wir aber nicht beschleunigen konnten. Die meisten wurden/werden als fertige Briefe mitgegeben oder sind soweit fertig, dass eben nur noch die Befunde rein müssen, wenn sie denn da sind. Und codiert wurde zur Entlassung in der ersten Klinik, bzw. einmal pro Woche noch genauer durch den Stationsarzt.

alexamd
05.04.2013, 09:28
Da scheine ich ja echt im totalen Chaotenverein gelandet zu sein, ich find je länger man da drin ist, desto mehr kriegt man das Gefühl das sei normal so, aber es beruhigt mich, dass noch Hoffnung auf geordneteres arbeiten in einem anderen Haus besteht. Zudem es doch wirklich totaler Quatsch ist, wenn der Kinderarzt Monate nach der Entlassung noch einen Brief kriegt... nun ja.

THawk
05.04.2013, 15:25
Nein, es geht definitiv anders. Auch an Unikliniken.

Wobei wir auch eine Station haben (Neuropädiatrie), bei der es ähnliche Bedingungen sind; unser Stationsarzt hat auch i.d.R. Briefe von ca. 9-12 Monaten zu bearbeiten und man kann stets locker bis 19 Uhr arbeiten. Das liegt dort an mehreren Sachen: Schlechte Organisation, viele ausstehende Befunde zur Entlassung (großteils verschickte Diagnostik), komplexe Patienten und Absprachen-Wahn des Oberarztes. Das nervt nach wenigen Monaten total und ist für mich ein Grund nicht längerfristig in der Abteilung arbeiten zu wollen, auch wenn Team und Fachgebiet nett sind.

Insofern: Vielleicht mal versuchen rauszufinden ob es nur ein Problem der Station ist oder ob sich das so durch die gesamte Klinik zieht. Und dann Konsequenzen ziehen - eigene Gesundheit zählt :-)

Relaxometrie
05.04.2013, 15:37
Angeblich ist es im Sommer ruhiger.
1. Das Jahr besteht ja nicht nur aus Sommer. Selbst, wenn es stimmen würde, daß es im Sommer ruhig ist, würde ich dieses Chaos im Herbst, Winter und Frühjahr definitiv nicht mitmachen wollen.
2. Daß es im Sommer tatsächlich ruhiger wird, darf bezweifelt werden. Ferienzeit = die Zeit der (chaotischen) Vertretungen, weil jeder mal in Urlaub möchte.

Fazit: wenn irgend möglich ---> das Weite suchen.