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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Kinder-Ecke



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THawk
05.04.2013, 15:41
Im Sommer ist es regelhaft in der Pädiatrie ruhiger, Relaxo. Das merken ganz besonders die kleinen Kliniken, die vornehmlich akut infektiöse Erkrankungen behandeln. Aber auch an der Uni gibt es in aller Regel ein ruhigeres Sommerloch, wobei es durch die langfristig Ambulanz-angebundenen Patienten und den Diagnostik-Kindern etwas abgemildert wird.

Relaxometrie
05.04.2013, 17:16
habe im pj eins kennengelernt, mit fast goldenen arbeitsbedingungen ;-)
In Deutschland?

Muriel
05.04.2013, 17:48
Noch ist es der PJ-Blickwinkel. Wie schon einige Leute zuvor wird bei eventuellem Stellenantritt in der gleichen Klinik so manches anders gesehen werden. Das ist gar nicht überheblich gemeint, sondern ein eher realistischer Blick nach vorne. Das heißt ja nicht, dass es dann ganz schrecklich sein muss, aber manches relativiert sich ja dann doch mit der Zeit.

epeline
05.04.2013, 19:27
nö, aber ich finde 3-4 dienste und max 30min überstunden/d doch schon erheblich besser als ich es in manch anderen häusern bis jetzt gesehen habe
und da ich ja an einer anstellung dort interessiert bin, habe ich auch die assistenten bezüglich ihrer zurfriedenheit interviewt.
dass man da nicht alle schattenseiten mitbekommt, ist klar, es gab auch sachen, die ich nicht so gut fand, aber noch erträglich
und sowas gibts ja überall ;-)

alexamd
06.04.2013, 07:22
Hihi, ja bei uns ist auch die Neuropädiatrie besonders chaosbehaftet, aber die anderen Abteilungen stehen dem nur ein wenig nach ;).
Die 30 Minuten Überstunden und 3-4 Dienste klingen tatsächlich zu gut um wahr zu sein- Neid!

CD95
09.04.2013, 02:42
In meinem PJ- Haus waren 6- max. 9 ( Urlaub, Unterbesetzung) Dienste die Regel. Gleichzeitig Ambulanz, Station und Neo- Intensiv bzw. Anwesenheit bei Sectios.

Ein Grund für mich dort nicht anzufangen bzw. mich zu bewerben, obwohl es sonst echt sehr nett zuging und vielfältig war.

alexamd
09.04.2013, 18:20
Kann man eigentlich irgendwo im Nachtdienst schlafen in der Pädiatrie? Wir haben eine Art Schichtsystem, da ist das nicht erwünscht, dabei hätte man dazu manchmal sogar die Zeit, was mich dann umso mehr ärgert...

Zwischendurch denk ich, ich muss mir ein anderes Fach suchen, weil mir der Job keinen Spaß macht, aber dann frag ich mich wieder, ob der Job mir unter besseren, ruhigeren Bedingungen vielleicht doch gefallen würde. Also 30 Stunden pro Woche in einer Rehaklinik an der Nordsee :-peng!

annekii
09.04.2013, 18:50
Ich habe bisher nicht im Schichtsystem gearbeitet, sondern im ersten Haus 24h-Dienste, im zweiten 14,5 h-Dienste über Nacht als Bereitschaftsdienst. Wenn nichts los ist, kann man da schlafen. In den Häusern mit Level1-Neo in der Umgebung ist auch Schichtsystem, wo man eigentlich nicht schlafen soll, aber da legt man sich wohl auch hin, wenn nichts los ist.

Also ne Rehaklinik findeste bestimmt.

Moonchen
09.04.2013, 22:04
Also bei uns darf man im Hausdienst das Diensttelefon an den diensthabenden Arzt der Intensivstation abgeben, wenn akut nix mehr los ist - der muss sowieso die ganze Nacht wachbleiben (da wir da Schichtsystem haben) und übernimmt dann die Tätigkeiten im Haus. Da wird man dann nur aufgeweckt wenn die Bude wirklich brennt.. Im Sommer kann ich da eigentlich immer 5 Stunden durchschlafen, im Winter war bis jetzt das wenigste 2h...

aschenputtel1977
10.04.2013, 08:16
Kann man eigentlich irgendwo im Nachtdienst schlafen in der Pädiatrie? ......

Donnerstag vor Ostern: nöööp, keine Chance...Ostersonntag:jooo, von viertel nach zwei bis sieben Uhr Nachtschlaf ununterbrochen. Heute nacht ebenso :) Man muss auch für kleine Dinge dankbar sein :D

alexamd
29.04.2013, 13:26
klingt gut, nachts schlafen :). hier ist es irgendwie trotz nahendem sommer immer noch chaotisch und die briefe bleiben weiterhin liegen. besonders frech find ich, wenn dann die oberärzte meckern, dass man briefe 4 monate im nachhinein schreibt. schlechtes betragen nenn ich sowas.

alexamd
21.05.2013, 06:44
Würdet ihr euch trauen zu kündigen ohne eine neue Stelle in Aussicht zu haben? Im Grunde bräuchte ich ohnehin ein paar freie Wochen für die Doktorarbeit, sonst wird sie nie fertig, dennoch zögere ich ein wenig. Wenn ich weiterarbeite bis eine neue Stelle da ist wird das ja womöglich wie so oft ein fliegender Wechsel und die Doktorarbeit bliebe wieder mal liegen.
Andererseits denke ich, dass es in einem Fach wie Pädiatrie etwas hochmütig ist einfach so zu kündigen, man sollte ja im Grunde froh sein, dass man eine Stelle bekommen hat. Schwierige Entscheidung.

Miezeinthesnow
21.05.2013, 17:23
Ich hab das jetzt quasi gemacht und bereue es nicht. Ich denke, es kommt auf den Grund der Kündigung an. Geht Dir irgendwas wirklich auf die Substanz und macht Dich unglücklich, unglücklicher als eben vielleicht vorübergehend keine Stelle in der Pädiatrie zu haben, dann sag ich "Ja!". Aber letztendlich muss diese Entscheidung mal wieder jeder für sich selbst treffen :-)

alexamd
22.05.2013, 07:08
Mieze, bei deinen Bedingungen hätte ich das sicher auch sofort gemacht. Im Vergleich zu deinem Job ist meiner gar nicht so furchtbar, bleiben möchte ich dennoch nicht. Ich glaube ich würde auch durchaus ein anderes Fach wagen, wenn das Geld knapp wird und man mit nur 6 Monaten Arbeitserfahrung keine Pädi-Stelle findet...

Zu wann kannst du aufhören bzw. Wie lange musst du nun noch hingehen?

Miezeinthesnow
22.05.2013, 16:05
Bisher hab ich das nur mündlich meinem CA und OA mitgeteilt, gerade versuche ich mich mit den Kündigungsfristen zu befassen. So wie es aussieht habe ich aber eine von 4 Wochen. Ich versuche mich jetzt parallel zu bewerben, mal sehen, was da zurückkommt. Zur Not überlege ich tatsächlich es auch in der KJP zu versuchen. Interessiert mich auch sehr, ist aber eben keine Kinderheilkunde. Bei allem Schlechten, was diese Situation mit sich gebracht hat, muß ich sagen freue ich mich aber auch darauf was da jetzt Neues kommt. Ein bisschen Bammel habe ich nur davor, daß sich die Situation wiederholen und eben vor der Tatsache, daß ich ebentuell keinen Job bekommen könnte. Allerdings gibt es für mich nichts Schlimmeres als unglücklich in irgendwas zu hängen. Ich weigere mich einfach ungerechtfertig unglücklich zu sein, dafür ist mir das Leben zu kurz und zu schön :-) Wenn der Preis dafür ist, daß ich erst mal aussteigen muss, dann ist das bitter, aber bitter ist besser als depressiv :-)

alexamd
23.05.2013, 06:57
Deine letzten beiden Sätze kommen mir sehr bekannt vor :). Mir graut es ein wenig davor dem Chef Bescheid zu sagen, aber einfach so (ohne Vorwarnung in meinem Fall) kündigen geht ja auch nicht. Werde mir womöglich zurechtlegen was ich sagen will und es auswendig lernen ;)

*milkakuh*
02.06.2013, 16:57
Hat jemand von euch zufällig die Kinder-Docs gesehen? (http://swrmediathek.de/tvshow.htm?show=012b4030-c0cb-11df-9a3a-0026b975f2e6)

Hab die Frage schonmal direkt im Dokuthread gestellt, aber da liest wahrscheinlich niemand von euch mit, weil der im "Vor dem Studium-Bereich ist".
In Folge 2 und 3 wird ein Junge mit einer Hirnblutung aufgrund eines Angioms vorgestellt. Mich interessiert, warum man da 2 Tage bis zum Eingriff wartet/warten kann? Wenn ich das auf dem cCT (?) richtig gesehen habe ist die Blutung doch recht groß. Kann man beurteilen, dass es sich quasi nur um eine "Sickerblutung" handelt? Werden dann in den 2 Tagen Verlaufskontrollen mittels MRT gemacht? Würde mich freuen,wenn dazu kurz jeand was schreiben kann, das hat mich etwas verwundert und jetzt interssiert es mich wirklich. Man denkt ja immer, dass bei ner Hirnblutung sofort operiert werden muss...

Ersa
08.06.2013, 09:18
Keine gute Zeit für Kinder gerade. Zwei Palliativ-Kinder auf Station und auf der ITS eins im Sterben und eines zur Hirntoddiagnostik. Ich habe ja schon einige Todesfälle auch in der Pädiatrie erlebt, aber warum kommt das immer alles so gebündelt?

FirebirdUSA
08.06.2013, 12:34
Würde mich freuen,wenn dazu kurz jeand was schreiben kann, das hat mich etwas verwundert und jetzt interssiert es mich wirklich. Man denkt ja immer, dass bei ner Hirnblutung sofort operiert werden muss...

Hi Milka, zu dem Fall aus der Doku kann ich dir nichts sagen da ich sie nicht gesehen habe. Grundsätzlich werden Hirnblutungen aber nur dann sofort operiert wenn durch die raumfordernde Wirkung eine Einklemmung droht. Z.b. werden typische hypertensive Stammganglienblutungen eigentlich ungern operiert, da man hier auch ein größeres neurologisches Defizit erzeugen kann. Besteht das Risiko das eine Blutung erneut auftritt (z.B. SAB oder auch durch die Blutung nicht zerstörte Gefäßmalformationen) muss natürlich operiert werden.
Verlaufskontrollen werden bei klinischer Verschlechterung gemacht, bei Blutung i.d.R. mittels CT (auch bei Kindern), die Ursachenabklärung erfolgt bei unklarer Blutung mittels MRT und DSA.

*milkakuh*
08.06.2013, 14:30
Vielen Dank für deine ausführliche Antwort, firebird! :-)