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Moonchen
25.08.2013, 22:02
Meine Intubation bei 1600 g hat heute nicht geklappt *heul*

THawk
25.08.2013, 23:34
Hm, dann die nächste bestimmt!!

Mein intubiertes Kind von gestern war heute echt mistig zu beatmen. Hohe Drücke, sehr wechselnd. Am Ende nochmal geröngt (hatten wir gestern nach Intubation bereits z.A. Infiltrate - da war die Tubuslage optimal) - da liegt der Tubus fast auf der Carina. Mist. Wie diese Veränderung entstanden ist, ich kann's nicht erklären (Tubuslage ab Nasenloch war idem, kann fast nur Kopflage gewesen sein, ist mir aber eigentlich zu viel Unterschied).

annekii
26.08.2013, 09:02
Hallo,

das mit den Pflastern ist ne gute Frage. Wir fixieren an der Hand mit sterilen Flexülenpflastern für Kinder, aber auf dem Kopf mit dem braunen Pflaster von der Rolle, das zugeschnitten wird und irgendwo an der Seite wartet, dass es verklebt wird. Darauf kommt dann manchmal noch Waschbenzin mit dem Tupfer, damit es schön hält.

Glückwunsch zur Intubation des Minis! Ich hatte am Wochenende eine beidseitige komplette Choanalstenose und war echt überrascht, wie gut die das mit der Mundatmung doch hinkriegen. Das hab ich mir schlimmer vorgestellt. Im Übrigen wurde mir das Kind nur vorgestellt, weil es hypotroph war. Als ich es dann nach über ner Stunde gesehen habe, fand ich die Atmung doch sehr ungewöhnlich für ein Neugeborenes. Dann habe ich aus beiden Nasenlöchern riesige Schleimklumpen gesaugt, die aussahen wie Schnupfensekret. Und durch ging da auch nichts, wobei das am liebsten jeder nochmal selbst durchgiekeln wollte.

Habt Ihr ne Ahnung, wie Nasenflügeln entsteht? Das Kind flügelte nämlich ordentlich, aber die Nase ist ja nun völlig zu.

LG
Annekii

McBeal
26.08.2013, 09:07
Beim Flügeln würde ich jetzt denken, dass doch minimal was durchgeht. Anders kann ch mir das nämlich nicht erklären. Wo soll das sonst herkommen?

LG
Ally

annekii
26.08.2013, 09:15
Nee, die Diagnostik ist ja fertig. Es ist komplett zu. Mein Gedanke ist, dass es so eine dünne Wand ist, dass doch noch Unterdruck entstehen kann, aber das Nasenflügeln war auch nicht nur so ein bisschen, sondern richtig ordentlich.

//stefan
26.08.2013, 18:27
Also meine Erfahrungen in der Intubation von Kindern begrenzt sich auf vll 15... und die waren alle zwischen 2 und 5 Jahren (das jüngste war knapp 1 1/2 Jahre), das ging alles problemlos (eine größere Anzahl an intubierten Erwachsenen hatte ich da natürlich schon "auf dem Kerbholz"). Ist die Intubationzwischen 1000 und 2000g wirklich so viel schwerer in der Technik?? Oder liegts an der verschleimten Anatomie, der krampfhafte Versuch die ungewohnte Technik ("Epiglottis aufladen") durchzuziehen? Würde mich interessieren, woran es bei euch lag?!

WalterSobchak
26.08.2013, 20:39
Nö-ich glaube, die Technik ist nicht das Problem. Die Kunst ist, in nem ca. 2x2cm großen Mund laryngoskop und magillzange unterzubringen und nebenbei noch zu sehen, was man tut ;-)

Zum Flügeln: ich denke, dass das Flügeln ein völlig autonomer Kompensationsversuch des Körpers ist, der primär erstmal genutzt wird, unabhängig davon, ob er Erfolg hat oder nicht - ähnlich dem Einsatz der Atemhilfsmuskulatur bei größeren Kindern...

THawk
27.08.2013, 17:27
Ich kann's ja kaum glauben (nachdem ich 3 Monate lang kaum was invasives machen durfte): Heute meine zweite Intubation, diesmal bei 680g Kind. Und auch geklappt *freu* *freu*. Hat für mich scheinbar doch Vorteile, dass ich an einer recht invasiv-tätigen Klinik arbeite.

Wie ist das bei euch eigentlich mit dem neuen GBA-Beschluss bzgl. der 1:1-Betreuung durch Pflegekräfte? Ist das ein Thema in eurer Abteilung, ist es für die kleineren Level-1-Zentren umsetzbar?

WalterSobchak
29.08.2013, 08:35
Gibt es einen solchen Beschluss? :-notify
Stell ich mir ausgesprochen schwierig vor und finds auch bisschen schwachsinnig. Einzig unter dem Gesichtspunkt zunehmende MRSA/ESBL-Besiedelungen eventuell sinnvoll. Wenn man jedoch bedenkt, dass jedes Kind seine eigene Schwester haben soll-da brauchts ja mindestens(!) 3x so viele Schwestern wie Betten (3 Schichten und so). Und was machen die Schwestern den Rest der Zeit, wenn die Kinder versorgt sind? Abgesehen davon ist unser Frühstücksraum für 15 Schwestern/Schicht deutlich zu klein :-))
Im Ernst: denke nicht, dass unsere Klinik das umsetzen könnte :-?

THawk
29.08.2013, 08:52
siehe hier: http://www.g-ba.de/institution/presse/pressemitteilungen/495/
und hier: www.gnpi.de

Muss wohl noch durchs Gesundheitsministerium zur Prüfung (hatte ich nicht im Kopf). Aber mein Chef rechnet sehr stark mit dem Inkrafttreten. Die trennen nach Intensivtherapie (1 Schwester : 1 Kind) und Intensivüberwachung (1:2). Damit werden wir jedes intubierte Kind oder am CPAP mit einer Schwester 'ausstatten' müssen. Für eine effektive "moderne Neonatologie" mit primärem CPAP auch bei den ganz kleinen Wochen und im Sinne der Infektionsprävention imho sinnvoll - wenn auch sehr teuer und eine Herausforderungen für die PDL frühzeitig das zusätzliche Personal einzuarbeiten.

WalterSobchak
29.08.2013, 09:26
Hmm. Wobei der GBA ja von "ständiger Verfügbarkeit" spricht - wo genau da jetzt der Unterschied zum aktuellen Stand ist, ist mir nicht ganz klar... Die machens auch echt immer kompliziert.
Im Sinne der Kinder ists allemal - oft genug hat derzeit eine Schwester ein beatmetes und ein bis zwei CPAP-Kinder zu versorgen - gern auch frühe Wochen <28 SSW.
Wo das Personal dafür herkommen soll - kein Plan. Für Unis sicher noch weniger ein Problem - "freie" Maximalversorger kommen da sicher schnell an ihre Grenzen.

flw66
02.11.2013, 18:58
Hallihallo! Darf ich euch fragen? Meine Güte, was mach ich mal?
Ich arbeite gerade seit einem Jahr u somit seit dem Examen in einem anderen Fach, sozusagen aus organisatorischen Gründen.. - habe zwei Kinder u wollte noch nicht so weit fahren. Muss jetzt aber doch endlich unbedingt mit Päd anfangen, halte das Warten nicht mehr aus!!! ;) Somit also jetzt vor einer Wohe beworben, aber alte Stelle noch nicht gekündigt. Keine Ahnung, wann ich ne Stelle kriegen werde (würd am liebsten 80% der Kids wegen), Frage mich aber, ob es vielleicht sinnvoll wäre, doch schon zu kündigen und diverse Kurse zu besuchen? Wird zwar wahrscheinlich teuer, das alles selbst zu bezahlen plus Verdienstausfall, aber das würde meine Chancen in diesem begehrten Fach doch sicher verbessern, oder? Als Teilzeit-Mami ist man ja eh nicht so gerne gesehen, oder? Bezahlt ihr eure Kurse in der Regel selber oder steuert der Arbeitgeber etwas bei?
Danke für Ratschläge!!!
LG!

cali-moose
20.11.2013, 18:54
Hallo ihr lieben Pädiater,
schaut noch ab und zu einer von euch hier rein? Oder ist gerade schon viel los in der Infektsaison?
Ich hab nächste Woche Examen und eine Altprotokollfrage, zu der ich bisher keine befriedigende Antwort gefunden habe, vielleicht kann mir ja einer von euch weiterhelfen:
Es geht um Zugänge beim Kind, die Frage war: warum legt man die nicht gern in den Fuß? Lymphödemrisiko höher? Wird mehr bewegt? Dauert länger, bis das Zeug im Herzen ankommt? So richtig hab ich keine plausible Erklärung...
Klar, Alternativen wären noch Kopf beim Sgl, Handrücken, Handgelenksinnenseite, im Notfall auch mal i.o. Aber die Fuß-Frage wurde wohl explizit so gestellt...
Weiß jemand von euch weiter?

Liebe Grüße,
cali

Grombühlerin
20.11.2013, 19:04
Antwort aus der Anästhesie: weil man da die Strumpfhose ausziehen müsste....

Ausserdem isr der Fuß oft unter der Decke, da sieht man nicht so schnell, wenn was daneben läuft oder er draußen ist.

Sorry, sinnvolle Antwort hab ich leider keine.

pieks
20.11.2013, 20:00
Hmmm,

Zugang bei Sgl. bevorzugt am Kopf, weil dieser weniger bewegt wird als Arme/Beine.

Zugang am Fuß bei Kindern, die laufen können, ist sehr ungeschickt, weil die Kinder dann nicht aufstehen können.

Ansonsten gibt es m.E. keinen Grund, den Fuß nicht für einen Zugang zu nutzen

solidus
20.11.2013, 20:39
Ich als Anfänger würde sagen, so lang ich ihn reinkriege, bin ich froh um jeden Zugang, der läuft, und sei es am Fuß...
Wobei meine Erfolgsquote grade bei kleinen Wonneproppen der Altersklasse 1-3Jahre im Moment noch eher ähm.. unterirdisch ist.. :-blush. War das bei euch ähnlich? Und wie lang hat es denn gedauert, bis es einigermaßen besser wurde? Manchmal ist es mir nämlich echt peinlich, wenn ich schon wieder meinen Oberarzt fragen muss.

annekii
20.11.2013, 21:13
Wir legen auf der Neo auch am Fuß. Vorrangig Hand, wobei ich nicht weiß, warum, aber dadurch, dass wir es meistens so machen, kann man es auch besser. DIe Hand halt und staue ich mir allein, sodass die Schwester alles andere machen kann. Am Fuß brauche ich wie an der Ellenbeuge mehr Assistenz.

annekii
20.11.2013, 21:13
Ja, war bei mir auch so. An was hapert es denn? Triffst Du nicht oder kannst Du nicht vorschieben?

solidus
20.11.2013, 22:02
Meistens treff ich erst gar nicht, bzw finde auch nichts wirklich gutes. das vorschiebe-Problem ist seltener der Fall. Aber oft habe ich das Gwfühl, eigentlich richtungsmäßig nicht soo schlecht gestochen zu haben und finde dann mit "pulen" trotzdem nix..

WalterSobchak
21.11.2013, 05:39
Hmm. i.v. Zugang am Fuß: Hauptproblem ist glaube ich tatsächlich die kurze Halbwertszeit dieser Zugänge bei allen Kindern, die potentiell laufen können. Ansonsten ists ziemlich egal, wo der liegt - es sei denn, man will Adenosin geben ;-)

Zur Erfolgsquote: Irgendwann wirds tatsächlich besser - man weiß ja irgendwann, wo Venen liegen (grad so am Handrücken) und kann dann auch mal mehr oder weniger blind stechen und treffen ;-)
Zudem verbessert sich nach ausreichend vielen i.v. Zugängen einfach auch das Gefühl und Handling und man findet seine Idealtechnik. Kann man irgendwie schlecht beschreiben.
Tipp zum Vorschieben: Wenns schlecht geht - nicht mit Gewalt, probier mal "Einspülen" mit NaCl = 1 oder 2ml Spritze auf den Konus setzen und unter Spülen vorschieben. Hab damit schon viele verloren geglaubte Zugänge doch noch legen können.
Und wenns mal nicht klappt, nicht verzagen - auch in fortgeschrittener WB gibts Tage, da versemmelt man die schönste "11m-Vene" am Handrücken ;-)