PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Kinder-Ecke



Seiten : 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 [39] 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149

flw66
30.11.2013, 21:46
So, ich habe es endlich getan: Ich habe meine bisherige Stelle gekündigt und will nun alles tun, um in die Päd rein zu kommen. Habe bisher Geriatrie gemacht, weil es bei uns in der Nähe (südwestlich von Hamburg Nähe HH-Bergedorf) keine Päd gibt und wir damals (vor 1 1/2 Jahren) gerade mit zwei Klinkindern her gezogen sind und ich noch nicht so lange jeden Tag weg sein wollte. Geri ging halbtags u ich fand das war besser als gar nicht zu arbeiten und nur Mami zu sein, um in der Medizin drin zu bleiben. Jetzt will ich aber nicht länger warten und will endlich mit meinem schon immer Traumfach anfangen! Habe noch keine e Stelle, werde jetzt aber anfangen mich in den in Frage kommenden Kliniken Hamburgs zu bewerben. Bin mal gespannt, wie schwer das wird... Wollte mich nur mal vorstellen als hoffentlich zukünftige Pädiaterin :) und werde mal das Forum ein bisschen durchforsten :)

Ps: zahlt ihr Fortbildungen eigentlich in der Regel selbst? ZB Repetitorien usw.? Wollte da mal schauen, was ich da jetzt schon so machen kann, auch ohne eine Stelle zu haben... Und meint ihr, es bringt was, vorher zu hospitieren, um sozusagen zu zeigen, ob man dazu passt oder nicht? Danke für Antworten! :)

Moonchen
01.12.2013, 05:13
Bei uns ist es so, dass von der Klinik 500 Euro reine Fortbildungskosten (also keine Anreise, Übernachtung usw.) gezahlt werden.
Ich finde hospitieren bringt immer was :)

flw66
01.12.2013, 07:14
Aha. Wird wahrscheinlich etwas teuer, wenn ich Fortbildungen ohne finanzielle Klinikunterstützung mache, was...?
Dachte übrigens an längere Hospitationen, so 2-4 Wochen, würdet ihr sowas auch machen oder verkauft man sich da schon unter Wert? Ich dachte, wenn die dann sehen, dass ich das ganz gut mache und gut dazu passen, geben die mir dann vielleicht ne Stelle *g* Wenn ich nämlich bis Januar eh noch keine Stelle habe, hab ich ja erstmal Zeit für sowas. Müsste dann nur Kiderbetreuungskosten für nachmittags extra zahlen, ohne dass wir ein weiteres Gehalt haben. Aber wenn dabei ne Stelle bei rumkommt, lohnt sich das, denke ich. Oder? ;)

cali-moose
03.12.2013, 15:51
@flw66 - ich hab mir den JobAlert von stellenatlas-krankenhaus.de "bestellt" und hatte den Eindruck, dass die oft up to date sind, da werden auch immer die Klinikseiten durchscannt. Vielleicht findest du da ja auch was bei dir in der Ecke? Viel Glück jedenfalls bei der Stellensuche :)!
und @die anderen Pädiater: Seid ihr alle Mitglied in der DGKJ? Ist das so "Standard", dass man da drin ist (weiter oben gings ja schon mal um die Zeitschrift...) und was ist mit dem BVKJ (Berufsverband)? Ist man da auch "normalerweise" Mitglied?
Liebe Grüße, cali

annekii
04.12.2013, 12:50
Hallo,

ich finde DGKJ schon Standard und es bringt einem ja auch die MoKi, die ich auch Standard finde. Im BVKJ bin ich auch, ist ja als Assistent auch kostenlos. Aber ob ich danach noch drin bleibe, mache ich vermutlich davon abhängig, ob ich ambulant oder stationär arbeiten werden. Wenn ambulant, dann ja.

LG
Annekii

flw66
05.12.2013, 19:54
Danke, Cali! Was meint ihr, macht es Sinn, in einer Praxis anzufangen. Klinik ist sicher besser - aber wenn es keine Stelle in einer Klinik für mich gibt! Ih hatte das ja hier auch schon mal gehört, das manche von euch in einer Praxis angefangen haben... Ich denke immer, das muss ja anstrengend für den ausbildenden Arzt sein, wenn er der einzige ist, denn man bei Fragen fragen kann. Oder kommt man da schnell rein? ;)
Habe mich jetzt auch bei der DGKJ angemeldet u freue mich auf meine erste MoKi! :)))
LG!

WalterSobchak
06.12.2013, 12:04
Praxis für den Anfang? Hmm. Weiss nicht. Würd ich nicht empfehlen. Sicher, du siehst vieles und das ungefiltert - in der Klinik sieht man ja meist (wenn man nicht gerade mangels Niedergelassener ne florierende Notfallambulanz hat) schon ein vorselektiertes Patientengut.
Ich würde immer in der Klinik anfangen - du kannst als Berufsanfänger im Grunde nicht viel, vor allem das "Kinder einschätzen", ob krank oder Befindlichkeitsstörung (überspitzt gesagt!) fällt in den ersten 1-2 Jahren mega schwer (so ging es mir zumindest). Und gerade in der Praxis ist das mit die wichtigste Fähigkeit, die man haben sollte, weil die Kontrollmöglichkeit wie bei einem in der Klinik aufgenommenen Kind fehlt. Wenn nach Hause geschickt, dann erstma weg ;-)
Und du siehst es ganz richtig. Wenn man in fortgeschrittener WB (4./5. Jahr) in ner Praxis arbeitet, hat man den FA als Backup für tatsächlich unklare Sachen, kann aber im Wesentlichen selbständig arbeiten, was in den ersten Jahren noch nicht funktionieren wird...

EVT
06.12.2013, 16:04
und wenn man keine klinikstelle findet? dann ist praxis aber doch besser als gar nichts oder?

WalterSobchak
06.12.2013, 16:59
Naja. Klar-für einen selber ist es besser-keine Lücke im Lebenslauf und man hat erstmal nen Fuß in der "Pädiatrie-Tür". Die o.g. Fakten bleiben jedoch die selben.
Es ist für mich schwer vorstellbar, dass man ohne jegliche Berufserfahrung überhaupt eine stelle in ner Praxis bekommt.
Berufserfahrung würde ich lieber in der Klinik sammeln :-)

flw66
06.12.2013, 17:18
Deshalb habe ih damals NICHT in einer Praxis anfangen wollen. Habe aber dann Geri "statt gar nix" gemacht und das war auch interessant u ich hab viel gerlernt, aber mittlerweile denke ich ich hätte ja wenigstens mal versuchen können mich in Praxen zu bewerben (bei mir war damals der Grund, dass ich unbedingt nur Teilzeit arbeiten wollte und das könnte ich mir als Anfänger in einer pädiatrischen Abteilung auch nur schwerlich vorstellen. Mittlerweile finde ich, dass ich auch ohne Klinikerfahrung durch die Kombi "Mutter zweier Kinder" und "Zwei Famus u 1 PJ-Terttial in der Päd gemacht" den Zustand der Kids doch recht gut einschätzen kann. Lieber wär mir dennoch Praxis, aber in der Nähe Bergedorf gibt es nicht wirklich viel Auswahl u ich denke, alle Kliniken im Umfeld haben sehr viel Zulauf... Daher auch ich scjonmal gedanklich nach Alternativen ;)
LG

WalterSobchak
06.12.2013, 18:06
@flw66
wollt bzgl Kinder einschätzen können auch niemandem zu nah treten. "Berufsanfänger" setze ich für mich immer gleich mit dem, was ich war: 26 Jahre,keine Kinder, außer Famulaturen und PJ keinerlei Päd-Erfahrung. Da wird man bei ner popeligen Obstipation, die als mega akutes Abdomen kommt schon mal kribbelig ;-)
Berufserfahrung in nem anderen (klinischen) Fach hilft enorm, nen wirklich kranken Menschen von einem weniger kranken zu unterscheiden - und DAS ist auch was anderes, als wenn jmd. frisch von der Uni kommt ;-)
Ich bleibe dennoch dabei - Praxis ohne Berufserfahrung = ungünstige Kombi.

flw66
06.12.2013, 18:40
Na dann hab ich ja damals vielleicht doch die richtige Entscheidung getroffen mit der Geri (statt nichts ;) und kann ein bisschen hoffen, dass mich irgendwann jemand einstellt... ;)

annekii
06.12.2013, 18:50
Hallo,

ich finde auch eine Praxisstelle nicht geeignet für den Anfang. Ich hatte 2 Jahre Allgemeinpädiatrie in der Klinik, dann nach 1,5 Jahren Schwangerschaft und Elternzeit ein Jahr Praxis. Ich konnte innerhalb von 1 Woche selbst Patienten komplett behandeln und musste dann nur immer mal was nachfragen. Ohne Erfahrung wäre ich ja ewig mitgelaufen, weil mir so viele Sachen gar nichts gesagt hätten. Gerade in der pädiatrischen Praxis hat man ja mit dermaßen viel unterschiedlichem zu tun, was auch oft einfach Schnulli ist, den man aber eben einordnen können muss.

LG
Annekii

Kandra
06.12.2013, 21:24
Huhu,
jetzt brauche ich mal eure Einschätzung. Ich würde gerne in den nächsten Semesterferien eine Famulatur machen und aufgrund des Chefarztwechsels in meinem "Wunschfach" brauche ich jetzt einen Ersatz. Ich könnte mir für später auch Pädiatrie vorstellen und würde dann ganz gerne jetzt mal diese unsägliche Pflichtfamulatur abhandeln. Da ich auf Allgemeinarzt auch unter Zwang keine Lust habe, hatte ich mir überlegt, in eine Kinderarztpraxis zu gehen. Ich hatte allerdings noch keine einzige Päd- oder Innere-Vorlesung (und habe Päd auch erst im 7. Semester oder so) und jetzt ist die Frage, ob mir das dann viel bringt. Würdet ihr in eurer Praxis einen Famulanten aufnehmen, der noch keine wirklich nützlichen Veranstaltungen in diese Richtung vorzuweisen hat? Von meiner Seite aus besteht natürlich die Bereitschaft, mir in der Zeit zwischen Semesterende und Famulaturbeginn ein Grundwissen zu zB den Top 10 der Kinderkrankheiten etc anzulesen.

McBeal
07.12.2013, 07:28
Ich habe auch meine Praxisfamulatur in einer Kinderarztpraxis gemacht und vorher schon zwei Monate in der Kinderklinik famuliert. Das war für mich persönlich zwar nett, schon ein bisschen Grundwissen mitzubringen, aber eigentlich war es egal. Wirklich viel machen kann man ja nicht. Mal schon voruntersuchen, aber den Großteil bin ich eher mitgelaufen, habe den Ärzten und Arzthelferinnen (die machen ja meistens die Tests für die Vorsorgen und da kann man dann auch noch was "sehen") zugeschaut oder eben gleichzeitig mit auskultiert (und sollte dann sagen, was ich höre), ein Exanthem angeschaut, mit in Hals und Ohren geschaut, wenn das Kind kooperativ war etc.
Meistens kommen die Eltern ja mit kranken Kindern und da ist dann die Bereitschaft, noch einen Studenten voruntersuchen zu lassen, nicht so groß.
Ich denke, wenn es Dich interessiert, mach. Einfach in den in Frage kommenden Praxen anrufen.

Viel Erfolg!

LG
Ally

WalterSobchak
08.12.2013, 09:30
Bei mir wars ähnlich wie bei Ally - erst 2 Famulaturen in der Klinik und dann in ner Praxis.
Ich denke, wenn grundlegendes Interesse da ist, würde ich auch nen Famulanten ohne wesentliche Vorbildung (sprich ohne vorhandenes Vorlesungswissen) nehmen. Wenn du vorher büschen was liest und zumindest ne grobe Ahnung hast, was so abgeht, sollte das kein Problem sein. Richtig was lernen tut man gerade Pädiatrie m.M.n. sowieso nur durchs "machen" und praktische Erfahren. Es ist ja nicht so, dass du als Famulus selbständig Diagnosen stellen, Vorsorgen machen oder impfen sollst. Nimm dir als Ziel der Famulatur nicht, im Anschluss umfassend pädiatrisch gebildet zu sein.
Versuche für dich rauszufinden, ob die Kinder, die da vorgestellt werden, krank sind oder nicht, besprich es mit dem Doc, erkenne Unterschiede in seiner und deiner Sichtweise und lass sie dir begründen. Du lernst so (sofern es in der Kürze der Zeit geht), ein Gefühl dafür zu entwickeln, wann man noch gelassen nen Schnack mit den Eltern halten kann (meist ;-) ) und wann man lieber ne Einweisung schreibt. Beobachte den Umgang der Ärztin/des Arztes mit den Kindern und mit den Eltern in dieser oder jener Situation. Beurteile für dich, ob das okay ist, ob du es auch so machen würdest, was vielleicht anders geht und was gut oder schlecht ist. Das sind Sachen, für die ICH ne (vor allem Praxis-)Famulatur nutzen würde und für die man im Grunde kaum pädiatrisches Vorwissen braucht.
Ne Otitis erkennen, ne Pneumonie raushören, differentialdiagnostisch denken, Zugänge legen und i.m. spritzen - dafür sind PJ und die erste Zeit der WB da :-)

Morbus Blök
11.12.2013, 14:05
Habe jetzt unverhofft auch eine Stelle in der Pädiatrie ergattert. Einziges Manko: Es geht schon im Januar los. So wenig Zeit! Ich weiss doch nichts ;) Habt ihr Tipps was man sich vor Berufsstart nochmal ansehen sollte?

McBeal
11.12.2013, 14:12
Habe jetzt unverhofft auch eine Stelle in der Pädiatrie ergattert. Einziges Manko: Es geht schon im Januar los. So wenig Zeit! Ich weiss doch nichts ;) Habt ihr Tipps was man sich vor Berufsstart nochmal ansehen sollte?

Ich hänge mich mal dran: was würdet Ihr Euch nach drei Jahren Pause nochmal anschauen? Ich plane, mein Notizbüchlein und das, was ich an Klinikstandards schriftlich habe, nochmals durchzulesen. Und sonst? Untersuchungstechniken? Fallbuch?

LG
Ally

pieks
13.12.2013, 15:30
Hi McBeal,

ich weiß ja nicht, ob und was Du in den letzten 3 Jahren "Pause" gelesen hast .. aber es gibt ständig Neues ...
z.B. Zöliakiediagnostik, z.B. Kawasaki-Syndrom-Therapie.

Aber ich gehe mal davon aus, dass Du an Deine alte Klinik gehen wirst? Die haben doch bestimmt Standards..
Ich denke, Du wirst die Basics nicht vergessen haben (ist wie Fahrradfahren oder Schwimmen) und die Kollegen werden Dir schon weiterhelfen bei solchen Dingen wie: neues Sonogerät bedienen ...

Viel Spass und Erfolg beim Wiedereinstieg

cali-moose
16.12.2013, 16:40
Danke für die Einschätzungen zur DGKJ - ich denke ich werde da dann auch bald Mitglied werden. Zwecks Weihnachts-Geschenkelisten... welches Buch sollte denn jeder Pädiater haben? Habt ihr eigentlich das Elsevier Medikamente in der Pädiatrie-Buch?? Und gibts eigentlich ein gutes Buch mit "allgemeinem" Kinder/Baby-Wissen, was man als Arzt auch so gefragt werden könnte (und solange noch kein eigenes Kidn da ist, nicht wirklich aus Erfahrung beantwortet werden kann...)?