Anmelden

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Kinder-Ecke



Seiten : 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 [54] 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149

THawk
09.01.2015, 18:12
Oh, spannend. So regelmäßig kenne ich das nicht. Ich mache das auch gern, v.a. Aber für den MCA Doppler bei Patienten mit Hirndruckgefahr ohne ICP-Sonde. Die meisten von uns können es aber nicht oder wir machen es zu selten um sicher zu sein. Aber beim afebrilen Krampfanfall ohne Sturzanamnese sehe ich nicht die Indikation dafür. Zum Tumor Ausschluss reicht es nicht und ich würde trotzdem nicht blind punktieren.

BetterCallSaul
09.01.2015, 19:27
Mit nem Ophtalmoskop kann man doch ne Stapa erkennen, gell? Ich meine, einer der OAs führt immer eins mit. Aber wie gut man damit umgehen kann.. :D Glaube wir machen ansonsten immer mal AA-Konsile vor Punktion, wenn nicht meningitisch

THawk
09.01.2015, 19:54
Ich kann das nicht, den Wochenendkurs habe ich nie besucht :-D Und eine Stauungspapille schließt akuten Hirndruck nicht aus, also bringt das nur Pseudo Sicherheit. Unserer Klinik-SOP legt sich da netterweise fest, bei Hinweisen für Tumor, also z.B. fokaler Ausfälle oder möglichem Druck zwingend Bildgebung.

annekii
10.01.2015, 12:50
Zu meinen Posts zuvor: ratet ihr zu Haus- oder Fachwechsel?
Wie lange bist du nun schon im Job?
Ich kann mich erinnern, dass ich auch im Laufe meiner ersten Zeit ernüchtert festgestellt habe, dass ein Großteil der Patienten von den nicht fitten Familien kommt, eben weil sie es nicht alleine hinbekommen. Dass mein Idealismus, jedem alles zu erklären und mit Wissen und Einverständnis der Eltern zu handeln. Aber so viele wollen ja gar nichts wissen oder verstehen es auch nicht, wenn es ganz einfach erklärt ist. Auch wenn die Arbeit mit den Eltern anders ist, als ich gedacht habe, macht mir die Arbeit mit den Kindern eigentlich immer großen Spaß. Auch nachts und auch wenn sie nicht wollen, was ich als völlig normal empfinde.
Zum Thema betrunkene Jugendliche: Solche, die Du beschreibst, sind bei uns auf die ITS. Wenn sie noch einigermaßen beinander waren, kommen sie auf Normalstation mit Monitor, Flexüle mit BE und schlafen lassen. Rest macht die Schwester, die ruft, wenn was ist. Wenn ich sie auf ITS gelegt habe, habe ich mich schon um den Kontakt mit den Eltern gekümmert und morgens vor Dienstübergabe auch die Verlegung geplant, damit der Rest dann von uns passieren kann.
Ich würde unbedingt zum Hauswechsel raten, damit du sehen kannst, ob die Pädiatrie doch noch bringt, was du dir wünschst.

THawk
12.01.2015, 22:40
Sagt mal, wie ist es bei euch: Konnatale CMV, PCR in Blut und Urin positiv, niedrige Viruslast, Mutter in SS behandelt. Kind reif geboren, Verkalkungen der thalamostriatalen Gefäße, Hörtest und Augenarzt unauffällig. Guter az. Erhält so ein Kind in eurer Klinik eine LP?

annekii
13.01.2015, 09:57
Ich glaube, wir hatten das nie, zumindest nicht mit LP. Was würde man mit LP jetzt rausfinden? Ob man behandelt?

gestern war Start in der Praxis. Ich hatte 31 Patienten, die Kollegin 41 und es fühlte sich entspannt an, auch wenn das PC-Programm noch schwierig war und wir bis in die Nacht nachgearbeitet haben.

McBeal
13.01.2015, 10:20
Ich hatte das leider auch noch nie, denke aber, dass meine Oberen da bei bereits bestätigter Diagnose und unauffälliger Neurologie auch eher restriktiv mit wären. Berichte doch mal bitte!

LG
Ally

Espressa
14.01.2015, 11:47
Ich hatte den Fall persönlich noch nicht, aber bei mir würde das Kind für 24h an das Pulsoxy kommen und die ersten Stunden RR Kontrollen erhalten. Und präprandiale BZ, die ich nach zwei guten Werten wieder absetzen würde.
Laut Embryotox haben Mutter und Kind nach Geburt die gleichen Spiegel im Blut, bei Kind steigen die in den ersten Lebensstunden um das Vierfache um dann recht rasch abzufallen. Nach zwei Tagen sollte nichts mehr da sein, zuvor sind Bradykardie, Hypotonie und Hypoglykämie möglich. Aber insgesamt gut verträglich, ich glaube die Gynnies nutzen es sogar für die fetale Tachykardie Therapie.

Ich möchte nochmal kurz zurück zu diesem Thema, betrifft mich selbst.
Ist sowas dosisabhängig?
Mein Kardiologe meinte eigentlich ja, Metoprolol werde mit Tagesdosen bis 200 mg gegeben, bei meinen 23 mg wäre da nicht mit nennenswerter Beeinflussung zu rechnen. Evt. gelingt es (sofern verträglich), die letzten Wochen nochmal auf die Hälfte zu reduzieren, wäre dann ein gutes 20stel der eig. Dosis - kann man da tatsächlich noch Effekte beim Kind erwarten?
Würde nämlich gern ambulant entbinden...

Schorsche
14.01.2015, 14:00
...kann man da tatsächlich noch Effekte beim Kind erwarten?
Würde nämlich gern ambulant entbinden...
Wahrscheinlich nicht. Embryotox drückt sich allerdings wirklich sehr schwammig für diesen Fall aus. Käme das Kind bei mir im Dienst, wäre es mir die Sache zu heiß: ich würde der Mutter eine Pulsoxy- und regelmäßige BZ-Überwachung für wenigstens 24 Stunden empfehlen und eine ambulante Entbindung nur gegen meinen ausdrücklichen Rat zulassen.

McBeal
14.01.2015, 14:22
Ich würde es mit Klinik und dem Kinderarzt, der die U2 machen soll, vorher absprechen. Klingt ja nach eher individuellem Vorgehen.

LG
Ally

tpa
15.01.2015, 16:41
Sich niederlassen und dann schauen, dass man sich irgendwie über Wasser hält und über 100 Patienten am Tag sieht?

Ist das wirklich Usus in der Kinderarztpraxis? Ich habe kürzlich einen Artikel über einen Hamburger Kinderarzt gelesen, der ~130 Patienten am Tag sieht. Mir käme die Hälfte davon irgendwie schon (sehr) viel vor :-nix

annekii
15.01.2015, 18:18
Wir hatten letzten Montag 72 und das war wenig für Montag. Ich hatte heute am Vormittag 30. Es ist grad schön ruhig.

WalterSobchak
16.01.2015, 15:44
Aus meiner bisherigen Erfahrung halte ich 130 Patienten am Tag für sehr viel - wenn man sie allein sieht.
Wir haben zu 2t so bummelig 100/d. Reicht auch aus.
Ich muss mir noch das mitunter recht lange schnacken mit den Patienten - wie man es aus der Klinik kennt, abgewöhnen. Und den Patienten und vor allem auch MIR noch angewöhnen, dass ein Impftermin eben keinen Platz für ein Gespräch über Logopädiebedarf oder Erläuterungen zum Essverhalten bietet...
Man kommt sich so unhöflich vor, derartige Fragen dann mit "Ich würde Sie bitten, dafür nen extra Termin zu machen" abzubügeln... Annekii, wie ist das bei dir?

annekii
16.01.2015, 19:11
Das hätte ich jetzt identisch schreiben können! Nur dass ich das schon kenne, weil ich ja schon mal ein Jahr in der Praxis war.

Aber für die Us planen wir uns wirklich gut Zeit ein, dass man schnacken kann. Vor allem die U3 halte ich echt für wichtig, weil es der erste Kontakt ist, weil sich in der Zeit viele Fragen angesammelt haben und weil es auch für die Bindung der Patienten an unsere Praxis wichtig ist. Eine meiner U3en meinte diese Woche, dass sie jetzt so froh ist, dass wir alles besprochen haben. Vieles hätte sie sich gar nicht getraut zu fragen, aber wenn ich extra nach Schlafen, Schreien, Stuhlgang und Ernährung frage, dann kann man in der Antwort ja auch was loswerden. Da hab ich mich gefreut!
Wir haben diese Woche so viele U3en gemacht, Wahnsinn!
@Walter: Musst du auch die ersten 12 U3-Hüften einsenden? Ich dachte, das dauert, aber ich hab schon 6! Hoffentlich komm ich nicht gleich in die Kontrolle. Da schallt man gleich nochmal sorgfältiger, finde ich.

BetterCallSaul
16.01.2015, 19:23
In der Kindernotfallpraxis bei uns haben die Docs am Tag tatsächlich oftmals 150 Pat. gesehen... Ungaublich :|

tpa
19.01.2015, 17:32
In der Kindernotfallpraxis bei uns haben die Docs am Tag tatsächlich oftmals 150 Pat. gesehen... Ungaublich :|

Ahja, also 4 min pro Kind, wenn man 10 Stunden ohne Pause straight durchackert. Klingt irgendwie gefährlich.

Gallilei
20.01.2015, 19:02
Aus meiner bisherigen Erfahrung halte ich 130 Patienten am Tag für sehr viel - wenn man sie allein sieht.
Wir haben zu 2t so bummelig 100/d. Reicht auch aus.
Ich muss mir noch das mitunter recht lange schnacken mit den Patienten - wie man es aus der Klinik kennt, abgewöhnen. Und den Patienten und vor allem auch MIR noch angewöhnen, dass ein Impftermin eben keinen Platz für ein Gespräch über Logopädiebedarf oder Erläuterungen zum Essverhalten bietet...
Man kommt sich so unhöflich vor, derartige Fragen dann mit "Ich würde Sie bitten, dafür nen extra Termin zu machen" abzubügeln... Annekii, wie ist das bei dir?

Ist das denn wirklich sinnvoll, einen zweiten Termin auszumachen? Das nimmt dich nur noch mehr Zeit/Kapazitäten in Anspruch.

annekii
20.01.2015, 21:14
Also ich finde das total sinnvoll! In der Akutsprechstunde habe ich 5 min pro Patient. Da ist keine Zeit für 100 Fragen. Ich verweise dann auf baldige Us oder Gesprächstermine, damit ich mich dem ganzen richtig widmen kann und es auch im Gesunden sicher besser ist.....

jw
21.01.2015, 20:06
Wir suchen Verstärkung:
Volle Weiterbildungsermächtigung für Pädiatrie im Großraum Stuttgart. Ab 01.02 oder später. Gerne auch Anfänger.
Weiteres per PN

Jule-Aline
22.01.2015, 19:56
Also ich finde das total sinnvoll! In der Akutsprechstunde habe ich 5 min pro Patient. Da ist keine Zeit für 100 Fragen. Ich verweise dann auf baldige Us oder Gesprächstermine, damit ich mich dem ganzen richtig widmen kann und es auch im Gesunden sicher besser ist.....


Ich finde auch Gesprächstermine sinnvoll.Gerade als Neumutti hat man viele Fragen.