Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Kinder-Ecke
Ok, also wie ich dachte. Eindeutig pathologische Befunde zur schnelleren Versorgung, Rest erst mal abwarten. Danke :-)
Genau so machen wir es auch.
Breit wickeln bekommt ehrlich gesagt jede Mutter bei uns als Empfehlung, hatte eigentlich gedacht, dass sei Standard zur U2 :-o :-)
IIa+ breit wickeln und U3-Kontrolle
IIa- je nach dynamischer Stabilität - breit wickeln und frühe U3 oder Orthopäde. Aber ganz einheitlich ist das Regime da bei uns nicht. Wir haben früher nach Indikation sonographiert (BEL, positive Familienanamnese, Klinik), jetzt schallen wir alle Kinder. Wäre mal spannend zu sehen ob sich ohne 'Indikation' viele therapiepflichtige Befunde ergeben.
Mich wundert gerade mal wieder die Duplizität der Dinge:
Letzte Woche kamen innerhalb von 3 Tagen zwei schwere diabetische Ketoazidosen aus der einen zuweisenden Klinik (initialer pH 6,95 und die andere initial 6,76). Jetzt innerhalb von zwei Tagen zwei Hirntumore aus einer anderen peripheren Klinik. Einmal supra- einmal infratentoriell. Beide mehr oder minder eingeklemmt. Fieß.
Ich hatte halt mehrfach gelesen und auch schon mal von Pädiatern mal gehört, dass eben sehr viele positive aber eigentlich unsinnig positive Befunde erhoben werden, weil diese Hüften einfach quasi normal unreif seien und eben zum normalen U3 Termin keinerlei Auffälligkeiten mehr zeigten und nur die Eltern verunsicherten in der Zwischenzeit.
Bei uns hätten sie im Spital auch nur bei Risikofaktoren geschallt. Mit einem Monat beim Kinderarzt hat auf der einen Seite dann noch ein Grad gefehlt, die andere war gut. Er hat das dann mit zwei Monaten kontrolliert und da waren beide Hüften ok...
Wir schallen auch nur Risikokinder, weil wir einfach nicht alle schaffen würden.
Ich hatte ja Anfang des Monats FoBi bei Prof. Graf himself und der sagt auch klar: IIa zur U2 ist eine physiologische Unreife, die keine Therapie erfordert (streng genommen noch nicht mal eine Kontrolle).
Alles jenseits davon muss vorgestellt werden und wahrscheinlich therapiert werden und dann am Ehesten im Gips.
Breit wickeln kann die Reifung unterstützen und wahrscheinlich minimal beschleunigen, es ist aber nicht so, dass damit Hüften ausreifen, die es sonst nicht tun würden oder so.
LG
Ally
Ally, also keine Tübinger Schiene?
Kommt auf den Fall an. Bei schweren Dysplasien empfiehlt er initial das Gipsen. Die Schiene kommt dann noch im späteren Verlauf zum Einsatz. Kann aber gern nochmal in meinen Unterlagen nachschauen. :-)
LG
Ally
Hier haben die Kinder bei alpha 43-49 Tübinger Schiene bekommen, egal welcher Beta. Was drunter hatten wir nicht. Aber die Vorstellung beim ambulanten Kinderorthopäden wurde auch mit Schiene immer relativ bald gemacht.
Gips klingt widerlich. So eine Scheiß wollen wir nicht, nein nein! Ich kenne nur diese "Hosenträgerschienen". Ist das dieses Tübinger Ding?
Heute der nächste blöde Tumor. 3 Neudiagnosen in einer Woche :-(
Und der heutige läßt nur noch wenige Millimeter Trachealdurchmesser übrig. Und ich habe das Wochenende Dienst auf der ITS. Na toll; ich will es nicht erleben wenn der noch größer wird.
Schitt. Was ist es für einer?
Ich teste nun wohl aus, wie es meinen Patienten geht. Bin um 17 Uhr mit Frieren und erhöhter Temperatur mit Gliederschmerzen ins Bett. Mit Ibuprofen bin ich gerade gar nicht so schlecht aufgewacht. Aber ne Sinusitis scheint sich anzubahnen. Grmpf. Ich will nicht meine Kollegin am Montag mit der vollen Sprechstunde alleine lassen.
Weiß keiner. Und es ist nicht klar ob und wie sich der Atemweg sichern läßt zur OP. :-keks Schöner Mist.
Oh je annekii, genauso fing es bei mir an letzte Woche :-dagegen
Zu tief unten für Tracheostoma?
Genau. Plan ist aktuell Narkose-Einleitung flexibel endoskopisch in Sternotomie- und ECMO-Bereitschaft. Wahrscheinlich geht am Ende ja alles gut, aber ich bin sehr froh die Verantwortung nicht tragen zu müssen.
Gallilei
01.03.2015, 12:04
Hallo,
ich wollte mich nach meinem Praxisstart auch mal melden. Ich bin jetzt offiziell seit vier Wochen als Assi dabei, effektiv gearbeitet davon habe ich nicht mal die Hälfte. Nach fast fünf Jahren Kinderheilkunde hatte ich ja eigentlich gedacht, ziemlich abgehärtet zu sein, zumindest hatte ich in den letzten vier Jahren kaum noch einen Infekt, aber entweder bin ich bisher mit einem völlig anderen Erregerspektrum in Berührung gekommen, oder aber mein Immunsystem ist völlig hinüber.
Am Abend des dritten Tages jedenfalls habe ich mich erst mal nicht entscheiden können, von welcher Richtung aus ich das Klo als erstes "bedienen" soll, schon mal zwei Krankheitstage. In der folgenden Woche ab Dienstag mit Mundschutz und einem Virugardverbrauch ins Unermessliche gearbeitet, Donnerstag dann mit Fieber abgetreten und zwei Wochen mit Grippe flach gelegen. Eigentlich hatte ich gehofft, zu diesem Zeitpunkt jetzt schon ein wenig Routine zu haben...
Oje. Gute Besserung! Hoffentlich war es das jetzt!
Ich werde im Sommer in die Neuropädiatrie rotieren und wollte mal fragen, ob Ihr mir Bücher empfehlen könnt? Danke! :-)
LG
Ally
Ich habe immer mal in das Buch von Prof. Aksu (Datteln) geschaut. Gibt einen ganz netten Überblick, aber wenig detailliertes Wissen. Aber ich wollte auch (fast) nie Neuropädiater werden, da hat mir das gereicht. Die anderen deutschsprachigen waren mir zu detailliert und teuer.
Ich war nur 2002 in der Neuropädiatrie zur Famulatur und wollte dann Neuropädiatrie machen. Ziel war SPZ ohne Dienste :) Aber naja, 2004 kam dann die persönliche Patientin auf die Welt und ich hab davon Abstand genommen. Ein Buch zu dem Thema habe ich gar nicht. Für das übliche auf Station haben die Gesamtpädiatriebücher und Nachlesen auf Station oder im Netz gereicht.
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