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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Aktuelle VKA-Tarifverhandlung 22/23 und 2024- Der Diskussionsthread



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Endoplasmatisches Reticulum
07.04.2022, 11:15
Der TZ-AA muss 20 Stunden / Woche arbeiten. D.h.: es bleiben 28 (!) Stunden, in denen er Dienste machen darf. Das wären also 3 (!) Dienste pro Woche oder ein Dienst am Wochenende.
Wow. 48 Wochenstunden mit höherem Dienstanteil ist schon eine sehr originelle Interpretation einer "50%-Stelle" ...

Autolyse
07.04.2022, 16:36
Naja, eine Begründung haben wir damals sogar bekommen (Uniklinik): Nehmen wir mal ein einfaches Rechenbeispiel: ein AA muss 40 Stunden pro Woche arbeiten, hat kein Opt-Out unterschrieben. Maximal DARF er also 48 Stunden/Woche arbeiten. Er könnte also bei BD 24h (8 Stunden Regelarbeit, 16 Stunden BD / - 8 Stunden FZA) genau EINEN Tag Dienst in der Woche machen. Das Wochenende haut alles raus, deswegen mal rausgelassen.
Der TZ-AA muss 20 Stunden / Woche arbeiten. D.h.: es bleiben 28 (!) Stunden, in denen er Dienste machen darf. Das wären also 3 (!) Dienste pro Woche oder ein Dienst am Wochenende. Damit wollte uns die GF erklären, warum TZ-Mitarbeiter sogar mehr Dienste machen müssten, als VZ-Mitarbeiter! Gut, war ein schlechter Scherz (von der GF aber durchaus ernst gemeint), und wurde von uns (LOA, der den Dienstplan gemacht hat), nicht umgesetzt. Aber rein rechnerisch...............[...]
Das ArbZG definiert nur wie viel der einzelne Arbeitnehmer aus staatlicher Sicht maximal arbeiten darf. Bereits aus der Vereinbarung der Teilzeitarbeit folgt, dass die Höchstarbeitszeit sich für das Arbeitsverhältnis entsprechend ratierlich reduziert, andernfalls würde daraus schon eine Benachteiligung wegen der Teilzeitarbeit folgen. Abgesehen davon, dass das auch ein massiver Verstoß gegen die arbeitsvertraglichen Nebenpflichten wäre.

nie
07.04.2022, 16:52
Hab jetzt gerade mal nachgeschaut: zumindest im April machen unsere Teilzeitkräfte anteilig Dienste. Wir machen aber auch als Vollzeitkräfte nur 3 Dienste/Monat, da ist dann halt auch nicht viel Luft nach unten. Ich habe die letzten drei Monate in 50 % Teilzeit gearbeitet und da wars tatsächlich unterschiedlich. Im Januar hatte ich nur einen Dienst, im Februar 3 Dienste und im März war ich für 2 Dienste geplant und habe einen dritten Dienst noch freiwillig übernommen.

Was mich noch interessieren würde: Wie sieht denn für euch ein guter Arbeitsplatz für konzentriertes Arbeiten aus? Ich hatte bisher (mit Ausnahme der ZNA, da hat man aber außerhalb des Arztzimmers immer einen Ort zum Arbeiten gefunden) eigentlich immer Arztzimmer, in denen jeder Assistent einen Bildschirmarbeitsplatz hatte und zusätzlich noch genug Platz war. Konzentriertes Arbeiten ist halt relativ. Stört es schon, dass der andere Assistent im Arztzimmer telefoniert? Oder wird es erst nervig, wenn tausend Leute ein- und ausgehen oder man gar irgendwo auf dem Gang arbeiten muss.

Ein Einzelbüro für jeden Assistenten wird man ja in den aller wenigsten Häusern räumlich realisieren können. Oder geht es darum, dass man überhaupt Arztzimmer hat und sich nicht irgendeinen Rechner mit diversen anderen Berufsgruppen teilen muss. Dass man mit mehreren Leuten in einem Raum arbeitet, wird man wohl akzeptieren müssen, da geht es anderen Berufsgruppen in ihren Großraumbüros auch nicht besser.

Endoplasmatisches Reticulum
07.04.2022, 18:09
Das ArbZG definiert nur wie viel der einzelne Arbeitnehmer aus staatlicher Sicht maximal arbeiten darf. Bereits aus der Vereinbarung der Teilzeitarbeit folgt, dass die Höchstarbeitszeit sich für das Arbeitsverhältnis entsprechend ratierlich reduziert, andernfalls würde daraus schon eine Benachteiligung wegen der Teilzeitarbeit folgen. Abgesehen davon, dass das auch ein massiver Verstoß gegen die arbeitsvertraglichen Nebenpflichten wäre.

Gibt es dazu eigentlich geeignete Lektüre für juristische Laien, um sich mal ein wenig Wissen anzulesen? Quasi sowas wie die Fallbücher zur Vorbereitung aufs Hammerexamen: "Die 50 häufigsten Konflikte zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer" mit Fallstudien und Erklärung, wie genau da tatsächlich die Rechtslage ist und was man sich gefallen lassen muss und was nicht? Ich habe schon öfters gesucht, aber nichts wirklich passendes gefunden. Die paar wenige Bücher grob in dieser Richtung haben immer einfach nur Paragraphen rezitiert, die ich auch hätte googeln können. Sie haben aber wenig praktische Sicherheit bzw. Ratschläge für konkrete Situationen gegeben ...

abcd
07.04.2022, 18:59
Bei uns machen Teilzeitkräfte ebenfalls weniger Dienste und auch wenn man in einem Monat Urlaub hat, muss man nicht vor- oder nacharbeiten in Bezug auf Dienste.

vanilleeis
07.04.2022, 21:30
Brutus, die Arbeitszeithöchstgrenze ist laut VKA Tarifvertrag sogar ratierlich zum Beschäftigungsumfang zu berechnen! Das ist ja der Witz an der Sache, mit dem sich der MB rausredet (eine Regelung für TZKräfte bezüglich der vier Dienste Regelung wäre ja dementsprechend nicht nötig, dh, ich darf genau einen Dienst pro Monat machen)

Autolyse
07.04.2022, 22:09
Gibt es dazu eigentlich geeignete Lektüre für juristische Laien, um sich mal ein wenig Wissen anzulesen? Quasi sowas wie die Fallbücher zur Vorbereitung aufs Hammerexamen: "Die 50 häufigsten Konflikte zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer" mit Fallstudien und Erklärung, wie genau da tatsächlich die Rechtslage ist und was man sich gefallen lassen muss und was nicht? Ich habe schon öfters gesucht, aber nichts wirklich passendes gefunden. Die paar wenige Bücher grob in dieser Richtung haben immer einfach nur Paragraphen rezitiert, die ich auch hätte googeln können. Sie haben aber wenig praktische Sicherheit bzw. Ratschläge für konkrete Situationen gegeben ...
Leider nein. Die Beziehungen der Akteure untereinander sind geprägt von zu vielen unterschiedlichen Rechtsmaterien mit eigenen Regeln. Für Arbeitgeber und Arbeitnehmer gilt das Sonderprivatrecht, das aber beeinflusst wird vom halböffentlich-rechtlichen kollektiven Arbeitsrecht und wird wiederum beeinflusst von den richtigen öffentlich-rechtlichen Normen des Arbeitsschutzrechtes und dem Sozialrecht als besonderem Verwaltungsrecht.
Und selbst wenn es das gäbe, dann würde es sehr auf den Bürokrieger zugeschnitten sein und damit die im weißen Bereich wesentlichen Punkte wenig bis gar nicht betreffen.

schnix25
08.04.2022, 22:49
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/133282/Marburger-Bund-stimmt-Tarifeinigung-fuer-Beschaeftigte-der-Diakonie-zu

Das macht ja Mut, 1,4%.

dissection
08.04.2022, 23:22
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/133282/Marburger-Bund-stimmt-Tarifeinigung-fuer-Beschaeftigte-der-Diakonie-zu

Das macht ja Mut, 1,4%.

Der Tarifabschluss ist eine Schande, wir wurden schwach vertreten. Begrenzung auf 6 Bereitschaftsdienste ist eine marginale Verbesserung und der Reallohnverlust ist gewaltig. Und das ist nun das Ergebnis nach zwei Jahren globaler Gesundheitskrise in der ich wie auch viele geschätzte engagierte Kolleg*innen in Notaufnahmen und Intensivstationen kompensationsarm verheizt wurden und voraltern durften. Holy shit. Es ist echt over in Deutschland.

Relaxometrie
08.04.2022, 23:30
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/133282/Marburger-Bund-stimmt-Tarifeinigung-fuer-Beschaeftigte-der-Diakonie-zu
Das macht ja Mut, 1,4%.
Motzen ist ja schön und gut. Aber bitte wenigstens richtig zitieren. Da steht:
"Die Diakonie-Beschäftigten erhalten rückwirkend 1,4 Prozent mehr Lohn, ab 1. Januar 2023 kommen weitere 1,8 Prozent dazu."

Bluej
08.04.2022, 23:40
Motzen ist ja schön und gut. Aber bitte wenigstens richtig zitieren. Da steht:
"Die Diakonie-Beschäftigten erhalten rückwirkend 1,4 Prozent mehr Lohn, ab 1. Januar 2023 kommen weitere 1,8 Prozent dazu."

Du willst jetzt aber nicht ernsthaft das Ergebnis schön reden. In meinen Augen ist das eine komplette Katastrophe...
Fällt dir ein Tarifabschluss ein, der niedriger als der vom Marburger Bund ist?
Zum Vergleich der Abschluss von Verdi im Bankengewerbe, einer Branche, die massiv von negativ Zinsen, Personalabbau und Digitalisierung getroffen ist.
https://www.handelsblatt.com/dpa/arbeit-tarifabschluss-fuer-private-banken/28232898.html

Kackbratze
08.04.2022, 23:47
Schön ist jedenfalls Anders.

anignu
09.04.2022, 01:26
Fällt dir ein Tarifabschluss ein, der niedriger als der vom Marburger Bund ist?
Zum Vergleich der Abschluss von Verdi im Bankengewerbe, einer Branche, die massiv von negativ Zinsen, Personalabbau und Digitalisierung getroffen ist.
https://www.handelsblatt.com/dpa/arbeit-tarifabschluss-fuer-private-banken/28232898.html
Wenn man einen Vergleich macht, sollte man versuchen ihn genau zu machen!

Laut dem was ich gefunden hab war die letzte Steigerung im November 2020 um 2%. Der Tarifvertrag lief dann Ende Juni 2021 aus.
Es gibt nun (neben Einmalzahlungen von 2x 500€) für den Zeitraum Juli 2021 bis Mai 2024 (=35 Monate) einen Tarifvertrag mit 3% im August 2022 und 2% im August 2023. Andere Forderungen von ver.di, wie zwei zusätzliche Urlaubstage oder Home-Office-Regelungen, wurden abgelehnt.
Läuft also auf 5% / 35 Monate * 12 Monate pro Jahr = 1,7% pro Jahr hinaus. Und alle sonstigen Forderungen abgelehnt. Respekt. Da führen wir doch gleich mal Freudentänze auf und erklären dem Marburger Bund dass der Tarifabschluss so toll ist dass der MB da nie dran kommen wird, weil er zu schwach ist während ver.di ach so toll ist.

Infos zum Tarifabschluss mit der Diakonie zu finden ist schwieriger. Scheinbar lag die Laufzeit bis 30. Juni 2021. Die neue Laufzeit ist also 01. Juli 2021 bis 31. August 2023. Also 26 Monate. Hierfür gibt es 1,4 + 1,8% -> 1,5%/Jahr. Dafür gibt es zusätzlich 2 Urlaubstage oder so und Verbesserungen bei Bereitschaftsdiensten. Und das Ganze bei Verhandlungen im Dreierverbund. Da hat also nicht nur der MB verhandelt, sondern gleichzeitig auch ver.di. Für den gleichen Tarifvertrag! Das hat die Verhandlungen sicherlich einfach gemacht...

Das sind jetzt zwei, meiner Meinung nach eher speziellere, Tarifabschlüsse. Und findest du ernsthaft den Tarifvertrag der privaten Banken so unglaublich toll? Also so toll dass du ihn zitierst, Vergleiche ziehst was andere erreichen können und wie schlecht der MB hingegen ist? Also jetzt bei so entspannten Dreiecksverhandlungen Arbeitgeber+ver.di+MB? Weil an dem einen Tarifvertrag ist ver.di schuld und an dem anderen ver.di, nein, der MB, nein beide, oh, eigentlich weiß man es nicht so genau. Super Vergleich. Ganz großen Respekt dafür übrigens.

ehem-user-25-04-2022-1131
09.04.2022, 09:09
Wenn man einen Vergleich macht, sollte man versuchen ihn genau zu machen!

Laut dem was ich gefunden hab war die letzte Steigerung im November 2020 um 2%. Der Tarifvertrag lief dann Ende Juni 2021 aus.
Es gibt nun (neben Einmalzahlungen von 2x 500€) für den Zeitraum Juli 2021 bis Mai 2024 (=35 Monate) einen Tarifvertrag mit 3% im August 2022 und 2% im August 2023. Andere Forderungen von ver.di, wie zwei zusätzliche Urlaubstage oder Home-Office-Regelungen, wurden abgelehnt.
Läuft also auf 5% / 35 Monate * 12 Monate pro Jahr = 1,7% pro Jahr hinaus. Und alle sonstigen Forderungen abgelehnt. Respekt. Da führen wir doch gleich mal Freudentänze auf und erklären dem Marburger Bund dass der Tarifabschluss so toll ist dass der MB da nie dran kommen wird, weil er zu schwach ist während ver.di ach so toll ist.

Infos zum Tarifabschluss mit der Diakonie zu finden ist schwieriger. Scheinbar lag die Laufzeit bis 30. Juni 2021. Die neue Laufzeit ist also 01. Juli 2021 bis 31. August 2023. Also 26 Monate. Hierfür gibt es 1,4 + 1,8% -> 1,5%/Jahr. Dafür gibt es zusätzlich 2 Urlaubstage oder so und Verbesserungen bei Bereitschaftsdiensten. Und das Ganze bei Verhandlungen im Dreierverbund. Da hat also nicht nur der MB verhandelt, sondern gleichzeitig auch ver.di. Für den gleichen Tarifvertrag! Das hat die Verhandlungen sicherlich einfach gemacht...

Das sind jetzt zwei, meiner Meinung nach eher speziellere, Tarifabschlüsse. Und findest du ernsthaft den Tarifvertrag der privaten Banken so unglaublich toll? Also so toll dass du ihn zitierst, Vergleiche ziehst was andere erreichen können und wie schlecht der MB hingegen ist? Also jetzt bei so entspannten Dreiecksverhandlungen Arbeitgeber+ver.di+MB? Weil an dem einen Tarifvertrag ist ver.di schuld und an dem anderen ver.di, nein, der MB, nein beide, oh, eigentlich weiß man es nicht so genau. Super Vergleich. Ganz großen Respekt dafür übrigens.

*Klatscht* und so ein Beitrag um 2 Uhr in der früh - große Anerkennung dafür !

Endoplasmatisches Reticulum
09.04.2022, 09:12
Wenn man einen Vergleich macht, sollte man versuchen ihn genau zu machen!
Stimmt schon, isoliert betrachtet. Aber im gesamtärztlichen Kontext: Deutlicher Reallohnverlust und minimale Verbesserungen bei den Dienstzahlen, die selbst mit der letzten Stufe 2023 immer noch schlechter sein werden als es andere ärztliche Tarifverträge seit bald 3 Jahren bereits sind. Aus ärztlicher Sicht also nichtmal Gleichzug. Grund zum Feiern ist das wahrlich keiner.

Davon ab empfinde ich die Dienstdeckelungen weitgehend als Farce. Weder die noch die freien Wochenenden sind auch nur in einem einem Haus, in dem ich jemals gearbeitet habe, beachtet worden. Vorgaben müssen absolut sein oder bei Missachtung mit saftigen Sanktionen behaftet sein. Jaja, muss man selbst einfordern oder gehen. Yaddayaddayadda ...

schnix25
09.04.2022, 09:44
Motzen ist ja schön und gut. Aber bitte wenigstens richtig zitieren. Da steht:
"Die Diakonie-Beschäftigten erhalten rückwirkend 1,4 Prozent mehr Lohn, ab 1. Januar 2023 kommen weitere 1,8 Prozent dazu."

Es ist üblich die jährliche Erhöhung zu betrachten auf die es ja ankommt. Bei der gegenwärtigen Inflationslage Tarifverträge mit einer Laufzeit länger als 1 Jahr abzuschließen ist schon fahrlässig. Wenn die Rate dann nächstes Jahr auf über 10% steigt, gibt es trotzdem nur 1,8% mehr.

vanilleeis
09.04.2022, 10:00
Der Abschluss für die Diakonie Niedersachen ist aber mit dem VKA-Vertrag überhaupt nicht zu vergleichen von der Relevanz her. Der VKA-Vertrag hat und hatte schon immer Signalwirkung für die folgenden Tarifverhandlungen (zB. TdL, Caritas) die dann insgesamt dann wohl den größten Teil der angestellte Ärzte in D betreffen werden.
Oder, kurz gesagt: Über den "Erfolg" des aktuellen Abschlusses für die Diakonie Niedersachen kann man streiten. Aber für den VKA-Bereich muss definitiv mehr bei rumkommen, und das nicht vor allem monitär. Alles andere wäre Missachtung der Anstrengungen der letzten zwei Jahre und Verhöhnung der Tarifangestellten

Endoplasmatisches Reticulum
09.04.2022, 10:29
Alles andere wäre Missachtung der Anstrengungen der letzten zwei Jahre und Verhöhnung der Tarifangestellten
Du hast Recht. Aber darauf wird es trotz allem hinaus laufen, fürchte ich.

Relaxometrie
09.04.2022, 12:14
Du willst jetzt aber nicht ernsthaft das Ergebnis schön reden.
Natürlich möchte ich das nicht. Dennoch sollte man in einer Diskussion die gegnerische Meinung richtig zitieren.

anignu
09.04.2022, 13:05
*Klatscht* und so ein Beitrag um 2 Uhr in der früh - große Anerkennung dafür !
Schon, oder?
Weißt, eigentlich wollte ich den Beitrag schon um 20 Uhr schreiben, hab dann aber 6h Recherche gebraucht ;-)

Mich persönlich stört halt auch dass immer nur eine einzelne isolierte Zahl genannt wird "Lohnsteigerung um 5%!" ohne irgendwelche Hintergründe. Wenn ich schreiben würde "Inflation 10%" und aber nicht hinschreib dass ich die letzten 7 Jahre damit meine, dann würde man mich steinigen.
Und genauso regt mich auch dass die Berichterstattung so grottenschlecht ist. Meiner Meinung nach muss man zwingend (!!!, in diesem Fall sind Satzzeichen Rudeltiere) immer (!!!) den Zeitraum dazu betrachten. Das geht aber fast immer unter. Daher sind auch die Forderungen im denen es in den Tarifverhandlungen zwischen MB und vka geht meilenweit auseinander. Das ist nicht 5,5% vs. 3,3%. Das sind 5,5% in 12 Monaten vs. 3,3% in (1.10.21 bis 31.12.24 = 39 mon) 39 Monaten und damit 1,0%/Jahr. Und das geht immer unter. Selbst bei vermeintlich seriösen Zeitungen.