Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Aktuelle VKA-Tarifverhandlung 22/23 und 2024- Der Diskussionsthread
Nicht unaktuell hierzu von Dr Glaucomflecken:
https://youtu.be/Az-z9xDqihA
Mir geht es gar nicht um den moralischen Zeigefinger. Mir ist nur aufgefallen, wie unterschiedlich die Welten sind, in der wir hier leben. Während ich Menschen, die 100k verdienen, nur aus Erzählungen kenne und nie einen getroffen habe, besteht bei anderen Leuten eben der Freundeskreis aus solchen Menschen.
Da ist es doch klar, dass man mit lauter Spitzenverdienern im Freundeskreis eher das Gefühl hat, zu kurz zu kommen als wenn man die Person ist, die als die absolute Spitzenverdienerin in der Peer group zählt.
Aber nur weil für mich die absoluten Zahlen, die auf meinem Konto landen, immer noch krasse Summen sind, heißt das ja nicht, dass ich alles toll finde was mit den Ärzten passiert. Es kotzt mich auch an, wie mit uns umgegangen wird, wie wenig Respekt einem entgegengebracht wird. Nicht nur in der öffentlichen Wahrnehmung sondern auch von Vorgesetzten und sogar der eigenen Arbeitnehmervertretung. Es wird selbstverständlich erwartet, dass man jahrelang Dreck frisst und wenn man
mal was will, kommt nur „jetzt werd mal nicht gierig“. Aber ich bin halt nicht frustriert weil irgendwo jemand 100k Einstiegsgehalt für seine 40-h Woche bekommt.
Die Vergleiche mit anderen Berufen zeigen vor allem auf, wie sich Berufe bei guter gewerkschaftlicher Vertretung in ihrer Wertschätzung und insbesondere ihrer Vergütung für die Arbeitnehmerschaft positiv entwickeln können. Man muss kein Mathematik-Genie sein, um zu erkennen, dass durch den Zinseszins-Effekt schlechte Tarifabschlüsse über Jahre hinweg eine Eigendynamik entwickeln, die perspektivisch ehemalige Gehaltsunterschiede vollständig nivellieren. Ist ja nicht so, als hätte es zuvor bei den Ärzten hohe Gehaltssprünge gegeben. Auch die Steigerung vom AA zum FA ist nicht der Rede wert, trotz einer teils sechsjährigen Ausbildung. Es ist absehbar, dass unser Berufsstand bei dieser idealistischen und arbeitgeberfreundlichen, politikkonformen Vertretung und Verkörperung weiterhin zumindest im klinischen Alltag eine drastische Entwertung erfahren wird, sodass ich heute in der Gesamtschau von dem Beruf abraten würde, insbesondere wenn man auch sonst nicht auf den Kopf gefallen ist. Der aktuelle Tarifabschluss ist nach einer weltweiten Pandemie und klatschenden Mitbürgern mit Boni für jeden Verwaltungsangestellten blanker Hohn und ein Schlag ins Gesicht derjenigen, die den Laden hier am Laufen gehalten haben. Ich hätte mir das vor Jahren nicht vorstellen können. Ein permanenter Ausschluss von Ärzten bei finanziellen Zuwendungen. Unfassbar. Eine Vertretung, die keinen Bonus erreicht hat, und sich gleichzeitig für ein Gehaltsplus von jährlich etwa 2,2% (1,022^1,5 = 1,033%) bei einer fast zweistelligen Inflation feiert. Ich bin wirklich vollständig desillusioniert.
Mr. Pink online
14.05.2022, 12:15
Der Tarifabschluss ist, zumindest was das Gehalt angeht, enttäuschend. Aber wenigstens wurden die Dienstbegrenzungen festgetackert und auch die schichtdienstler haben endlich zwei Wochenenden verpflichtend frei.
Vermutlich wird ja schon im Herbst eine neue Verhandlungsrunde losgehen. Dann muss freilich der Inflationsausgleich her. Noch wichtiger fände ich aber, dass die Zuschläge endlich erhöht werden.
Endoplasmatisches Reticulum
14.05.2022, 15:58
Aber wenigstens wurden die Dienstbegrenzungen festgetackert
Gar nichts wurde festgetackert. :/
Der Tarifabschluss ist das Papier nicht wert, auf dem er unterzeichnet wird. Mit der Ausnahme eines schwammig nicht definierten "Notfalls" sind die Grenzen butterweich. Es gibt nur 3 dienstfitte Assistenten in der Abteilung? Tja, wenn der Dienst nicht besetzt ist, ist das ganz klare Patientengefährdung. Pech gehabt, 10 Dienste pro Person. Vom Gehalt sprechen wir erst gar nicht. Wenn man das durchsetzen wollte, müssten so hohe Straf / Bonuszahlungen ab dem 5. Dienst fällig werden (+200%), dass Honorärzte oder den OA in den Vordergrund zu stecken deutlich günstiger für das Krankenhaus ist. Sonst ändert sich gar nichts.
Verdi fängt gerade mal wieder einen 10 Wochen Streik an den Unikliniken in NRW an. Was ist die Konsequenz? Alle Hebel in Bewegung gesetzt, scheinbar dürfen die Unikliniken jetzt aus dem Verband der Arbeitgeber NRW austreten um einen entsprechend eigenen Entlastungstarifvertrag zu unterzeichnen.
Was tut der Marburgerbund? Nüx. Wenn die Ärzte streiken würden, wäre sowas von Sense in den Krankenhäusern. Aber der MB ist eine Gewerkschaft, die den Namen leider nicht verdient.
Endoplasmatisches Reticulum
14.05.2022, 16:46
Hey hey, wir hatten einen Nachmittag Warnstreik und 30 Sekunden in der Tagesschau ...
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, warum man hier diese Dienstregelungen feiert?
Zwei Wochenenden frei sollte zuvor schon das Mindeste für ein geregeltes Privatleben sein.
Zudem bedeutet eine feste Vereinbarung ja nicht nur, dass für uns alles so bleibt, wie es ist, sondern auch dass keine NEUERUNGEN in den nächsten JAHREN möglich sind, was die Dienstregelungen angeht, oder verstehe ich das falsch?
Und ein "Inflationsausgleich" als Forderung ist mal wieder der völlig falsche Ansatz: wenn ich nur die Inflation ausgleiche, habe ich erneut nichts ins Positive hin erreicht, schon klar oder?
Wir brauchen uns das hier nicht schönreden. Es ist an Lächerlichkeit und Schwachsinnigkeit nicht zu überbieten.
kartoffelbrei
14.05.2022, 20:08
Wärt ihr denn auch alle bereit, mehrere Wochen für mehr Geld bzw. andere hier genannte Forderungen zu streiken? Auch auf die Gefahr hin, dass dafür eure Weiterbildung vom Arbeitgeber sabotiert wird? Ist eine ernstgemeinte Frage.
Endoplasmatisches Reticulum
14.05.2022, 21:02
Wie stellt du dir so eine Sabotage vor? Ein Generalstreik stellt so ziemlich diejenige Kampfmaßnahme mit der strukturbedingt besten Möglichkeit dar, das Individuum aus der Schusslinie des Arbeitgebers zu nehmen, weil der Streik ja gerade von der Gewerkschaft und für alle Beschäftigten ausgerufen wird.
kartoffelbrei
14.05.2022, 21:25
Aber nur, wenn auch alle Individuen mitmachen. Ich habe bei uns im Haus noch keinen einzigen Chirurgen streiken sehen, das sind immer nur einige Anästhesisten und ggf. noch ein paar Internisten.
Endoplasmatisches Reticulum
14.05.2022, 21:35
Naja, wie viele groß angelegte Ärztestreiks gab es denn in letzter Zeit so?
Aber ja, klar, wie immer kann das Selbstgeißelungsbedürfnis der Ärzte die Effektivität des Verfahrens limitieren. Ist dann eben so, aber bleibt trotzdem die mächtigste und ehrlich gesagt ja auch irgendwo einzige mächtige Waffe, die wir haben. :/
Aber nur, wenn auch alle Individuen mitmachen. Ich habe bei uns im Haus noch keinen einzigen Chirurgen streiken sehen, das sind immer nur einige Anästhesisten und ggf. noch ein paar Internisten.
Und aus unserer Klinik waren beim Warnstreik in Frankfurt fast nur Chirurgen. Da sollten mal alle Individuen mitmachen, auch und vor allem Anästhesisten ggf. noch ein paar Internisten...
Und jetz? Was bringt dein Post? Was bringt meiner? Ist halt in jeder Klinik anders...
kartoffelbrei
15.05.2022, 00:29
Das sollte kein Bashing einzelner Fachrichtungen sein, sondern zeigen, dass z.B. in meinem Haus ein streikender Chirurg eben nicht gemütlich in der anonymen Masse untergeht, sondern auffällt. Bei euch sind es dann halt die Anästhesisten
Ich höre ständig, dass man aus Angst vor Repressalien noch nicht einmal wagt, völlig basale Dinge einzufordern. Stichwort unbezahlte Überstunden, kurzfristig verschobene Urlaube etc. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Leute, die sowas mit sich machen lassen, dann plötzlich wochenlang streiken. Vor allem, wenn dann doch nicht die ganze Abteilung mitzieht.
Autolyse
15.05.2022, 00:53
Der Tarifabschluss ist das Papier nicht wert, auf dem er unterzeichnet wird. Mit der Ausnahme eines schwammig nicht definierten "Notfalls" sind die Grenzen butterweich. Es gibt nur 3 dienstfitte Assistenten in der Abteilung? Tja, wenn der Dienst nicht besetzt ist, ist das ganz klare Patientengefährdung. Pech gehabt, 10 Dienste pro Person. Vom Gehalt sprechen wir erst gar nicht. Wenn man das durchsetzen wollte, müssten so hohe Straf / Bonuszahlungen ab dem 5. Dienst fällig werden (+200%), dass Honorärzte oder den OA in den Vordergrund zu stecken deutlich günstiger für das Krankenhaus ist. Sonst ändert sich gar nichts[...]
Ich habe das an anderer Stelle schon gesagt: Das halte ich für abwegig. Die Rechtsprechung wird diese Interpretation nicht teilen. Die Arbeitgeberin wird darlegen und beweisen müssen, dass es keine andere Möglichkeit gibt und das wird sie vermutlich bereits verlieren, wenn sie vorträgt, dass die Oberen in der Elektivversorgung gebunden sind und deswegen nicht herangezogen werden können. Dazu kommt, dass es ein objektives Merkmal ist, das bedeutet, dass das im Streit durch ein Gutachten aufgeklärt werden muss und voll überprüfbar ist.
Das bedingt aber auch, dass es jemand tatsächlich vor Gericht bringen muss.
Kackbratze
15.05.2022, 07:16
Habe ich deine Interpretation richtig verstanden? "Die Oberen in der Elektivversorgung gebunden".
Also ist deiner Meinung nach nicht "mehr Personal" sondern "Alle auf den Vordergrund-Dienstplan" die Lösung?
Letztendlich ein "weiter so" mit dem bestehenden Personal, was einfach noch mehr gemolken wird. Oder machen dann neue Fachärzte den Hintergrund?
Da liegt doch der Denkfehler im System, egal ob Pflege oder Ärzte.
Es braucht mehr Personal. Dieses Personal muss finanziell abgedeckt sein. Durch die drg .
Als Beispiel, in einem Interview mit der pflegebauftragten der bundesregierung wurden alle aktuellen Probleme angesprochen, als Lösung wurde nur der Arbeitgeber in die Pflicht genommen , der seine dienstpläne besser mit dem personalabstimmen sollte.
Dass die Pflege unterbesetzt ist oder der Beruf so unattraktiv ist, wurde zwar am Anfang kurz angesprochen, aber am Ende war nur der Arbeitgeber schuld .
Endoplasmatisches Reticulum
15.05.2022, 08:12
Das bedingt aber auch, dass es jemand tatsächlich vor Gericht bringen muss.
Und damit ist es für den durchschnittlichen AiW praktisch wertlos. Vielleicht gibt es inneren Frieden oder steigert die Resilienz, zu wissen, dass man im Recht ist und dessen Einforderung gegen den Job eintauschen könnte. Ich habe da meine Zweifel.
Letztendlich ein "weiter so" mit dem bestehenden Personal, was einfach noch mehr gemolken wird. Oder machen dann neue Fachärzte den Hintergrund?
Einen Oberarzt in den Vordergrund zwingen ist "noch mehr melken" als dem AiW einen weiteren Dienst anzuordnen?
Wenn Kündigungen der Assistenten wegen Nepotismus, Cholerik und Mobbing, spontanen Urlaubsstreichungen, absurden Arbeitsauftürmungen, lächerlichen Freizeit-Sonderaufgaben und/oder massivem Dienstverschleiß bedeuten, dass Oberärzte selbst ran müssen, was wird sich wohl als erstes verbessern? Und wie sieht das mutmaßlich zum Vergleich in Häusern aus, in denen sich die Oberärzte auch dann noch unbehelligt weiter im OP und in ihren Funktionsverpisserecken wegtackern können, wenn nur noch 3 dienstfähige Assistenten übrig sind?
Es geht dabei doch gar nicht im Kern darum, die Oberärzte in den Vordergrund zu schieben, sondern dass vielerorts schon viel damit getan wäre, wenn die Oberen einen reellen Anreiz hätten, an vernünftigen Arbeitsbedingungen ihrer Ducklinge zumindest grundlegend interessiert zu sein. Was ich bislang oberärztlich erlebt habe, war immer und ausschließlich nur die Minimierung der eigenen Unbequemlichkeiten.
Kackbratze
15.05.2022, 08:43
Auch hier wieder:
Geschickt die Gruppen gegeneinander ausgespielt.
Nur zur Info:
1. Der Tarifabschluss ist Müll
2. Die Personaldecke wird immer weiter runtergefahren und ruiniert, weil die Finanzierung der Krankenhäuser nicht korrekt ist und der Verwaltung eben nix Weiteres einfällt als "fuck it, dann müssen eben Alle mehr arbeiten".
Lösung: dann müssen die OA eben mehr arbeiten, weil die ja Schuld an der Sache sind und sich nur verpissen.
Wenn wir jetzt diese Strasse weitergehen, machen eben die doofen arbeitsscheuen OA gleichzeitig Vordergrund und Hintergrund und gehen am nächsten Tag nach Hause und dann können die Oberärzte im OP oder der Funktion...ne, Moment, die sind dann ja auch weg und können nicht ausbilden. Achnee, das machen die ja eh nicht, also ist es egal, wenn die Funktion nicht besetzt ist, weil man ja nur ausbildet im KH und nicht Patienten behandelt.
Und wenn weniger Patienten da sind, wird eben weiter am Personal gekürzt. Dafür dann an der Pflege, was dann wieder die Assistenten mehr machen dürfen.
Und die Verwaltung, Krankenkassen und Politiker sitzen weiter mit Ver.di und dem MB am Tisch und wundern sich, dass ihre glorreichen Ideen so unzureichend in den Kliniken umgesetzt werden.
...und jetzt gehen wir von dem dummen innerklinischen Kleinkrieg weg und schauen mal auf das Gesamtbild und stellen fest:
Wie in jedem Konflikt, werden hier 2 Parteien gegeneinander ausgespielt, damit sie nicht gemeinsam mit einer dritten Partei, z.B. einer Interessensvertretung die den Namen auch verdient, sich auf die Hinterbeine stellen und mittels Streik für bessere Arbeitsbedingungen durch mehr Personal und eine reale Lohnverbesserung kämpfen.
Solange man die AA, FA, OA Diskussion führt, kann auch der MB sich zurücklehnen und hat keinen Druck, die echten Probleme anzugehen, indem man einen echten Streik organisiert.
P.S. Deine leidvollen OA-Erfahrungen in allen Ehren, solange die Bedingungen insgesamt so schlecht sind, gibt es auch keinen Anreiz auszubilden bzw. für die Leitungsebene auf Ausbildung zu achten. Jeder wurschtelt sich durch, ich arbeite in einer Klinik, die Wert auf Ausbildung legt, was dazu führt, dass Weiterbildungsassistenten lange bleiben und auch nach dem FA noch weiter bleiben um zu lernen.
Das setzt bei uns auch eine gewisse Bringschuld seitens der Assistenten voraus, aber insgesamt läuft der Laden UND die Leute lernen was. Und eine stabile Personalsituation stabilisiert den Rest. Alles ist in Balance, wie Thanos schon sagte...
Mr. Pink online
15.05.2022, 08:45
So eine Abteilung habe ich zwar auch schon erlebt (war an der Uni), aber in meinem aktuellen Haus sind die Oberärzte so dermaßen am Rand der Überlastung, dass aktuell keiner meiner Kollegen mit FA sich einen Sprung in die OA Ebene vorstellen kann. Die Überlastung kommt in erster Linie aber daher, dass die schlechten Arbeits- und vor allem Weiterbildungsbedingungen nahezu alle erfahrenen Assistenten zur Kündigung bewegt haben.
Jetzt ist natürlich jeder an besseren Bedingungen für Assistenzärzte interessiert, kommt nur zu spät.
Ich glaube, dass die neue Generation an Assistenten viel mehr für sich einfordern wird weil die Klinik überhaupt keine Verhandlungsposition mehr hat. Weiterbildung meistens nicht existent, Jobs in der Niederlassung ubiquitär verfügbar, ausgeprägter Bewerbermangel, nicht mal Mitarbeiter Kita kriegen die gebacken. Also was hält einen jungen Menschen davon ab, massiv einzufordern oder zu kündigen?!
Endoplasmatisches Reticulum
15.05.2022, 09:57
Lösung: dann müssen die OA eben mehr arbeiten, weil die ja Schuld an der Sache sind und sich nur verpissen.
Ich denke nicht, dass es Oberarztaufgabe ist, tarifliche Defizite zu kompensieren. Bloß ist das Durchreichen von Aufwand seitens der Oberärzte an die Assistenten eben sehr einfach und in meiner Erfahrung vielerorts üblich. Der Oberarzt hat nunmal ein Weisungsrecht gegenüber dem AiW, steht dem Chef näher, ist weniger ersetzbar und erwirtschaftet mehr Geld für das Krankenhaus. Das bedeutet zwangsläufig, dass egoistische Oberärzte es sehr leicht haben, schlechte Arbeitsbedingungen auf die Schultern ihrer Assistenzärzte abzuladen, die dahingehend weitgehend wehrlos sind.
Das ganze Medizinsystem erzwingt nun einmal einen gewissen Egoismus zum Selbsterhalt. Das lernt man ab dem ersten Assistenzjahr. Ich halte es für naiv, zu glauben, dass Oberärzte, die endlich in einer Position sind, das System auf Kosten anderer zu einem gewissen Anteil zu ihren eigenen Gunsten beeinflussen zu können, auf Grund irgendeiner abstrakten Vorstellung von "Fairness" davon absehen.
Ich glaube, dass die neue Generation an Assistenten viel mehr für sich einfordern wird weil die Klinik überhaupt keine Verhandlungsposition mehr hat. Weiterbildung meistens nicht existent, Jobs in der Niederlassung ubiquitär verfügbar, ausgeprägter Bewerbermangel, nicht mal Mitarbeiter Kita kriegen die gebacken. Also was hält einen jungen Menschen davon ab, massiv einzufordern oder zu kündigen?!
Das sehe ich leider anders, zumindest in Ballungsgebieten und Nichtmassenfächern. Die Klinik braucht keine Verhandlungsposition, wenn ihr einziges Für-Argument ihr Standort oder das angebotene Fach ist und das alleine für genügend Bewerbungen ausreicht.
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