Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Aktuelle VKA-Tarifverhandlung 22/23 und 2024- Der Diskussionsthread
SineNomine
18.02.2022, 17:01
Was mittlerweile übrigens völlig untergeht, und von den AG auch nicht gesehen wird: warum ist es mittlerweile völlig okay, wenn man betriebsfremde Leiharbeiter zu horrenden Summen einkauft, gleichzeitig aber den eigenen Mitarbeiter diese Summen vorenthält, so man denn einen solchen Dienst übernehmen könnte...
Da überlegt doch jeder, ob man nicht lieber mit dem Hintwrn auf dem Sofa liegen bleibt...
Stimmt. Im Endeffekt sollten Dienste generell nicht geringer, sondern mehr als reguläre Stationsarbeit bezahlt werden, da in den meisten Fällen Mehrbelastung.
Fast noch wichtiger wäre aber das Streichen von "'Hintertüren".
Nur als Beispiel:
Statt "wenn aus betrieblichen / Patientenwohlgründen" mehr als 2 Wochenenden bei einem Assistenten Dienste anfallen, dann könnte man auf statt komplizierte "muss innerhalb XXYZ ausgeglichen werden"-Formeln auf eine simple monetäre Kompensation umstellen.
Drittes Wochenende = Alle an diesem Wochenende für den Dienstarzt anfallenden Dienste werden bspw. mit doppeltem Satz entlohnt.
Gleiches ginge bei bspw. mehr als 5 oder 6 Diensten im Monat.
Auf die Art und Weise würde man nicht noch den Arbeitgeber belohnen, der möglichst wenig Personal vorhält, sondern die suffiziente Personalplanung belohnen, da alle weiteren Dienste deutlich teurer werden.
Gleichzeitig kann man Ärzten, die es doch machen wollen einen finanziellen Anreiz bieten und muss nicht auf externe Honorarkräfte zurückgreifen.
Daher denke ich, dass alle Formulierungen, die mit "betriebliche Gründe" oder "Patientenwohl" beinhalten, diesbezüglich durchaus mal kritisch geprüft werden könnten.
Bei allen Détails ist es mir aber weiterhin unverständlich, eine Reallohn-Nullrunde zu FORDERN, denn wie schon gesagt weiß man, dass es zwei Unterschriften braucht und man sich irgendwo dazwischen trifft. Das heißt in anderen Worten, dass der Marburger Bund als Belohnung für die Pandemie für eine aktuelle Reallohnsenkung eintritt :-wand Und das sprengt mir ehrlich gesagt ein wenig den Schädel.
Aber da sind wir wieder bei der Kommunikation: Forderungen sollten auch gegenüber der Öffentlichkeit vorbereitet werden. Da reicht es nicht, während der Verhandlungen kurz zu lancieren, dass sich jeder X-te Krankenhausarzt auf Sicht außerhalb sieht. Jedem, der bis 3 zählt, ist klar, dass das schon immer so war und sich "Niederlassung" nennt.
Man hätte sich bei dem Thema Coronamaßnahmen einfach raushalten können und stattdessen wie die Pflege die Gelegenheit nutzen können, die Arbeitsbedingungen in die Öffentlichkeit zu bringen.
So, genug geschrieben, sorry für den langen Text und die enthaltene Wiederholung.
Der TVöD-K ist jetzt für Ärzte auch nicht das gelbe vom Ei. (Ich hatte leider nur die durchgeschriebene Fassung Stand März 2017, ich vermute aber keine grundlegenden Veränderungen an u.g..)
z.B. § 20 findet auf Ärztinnen und Ärzte keine Anwendung. - hier geht es um die Jahressonderzahlung
Entgeltgruppe I Ärzte mit 5 Stufen (Stufe 5 nach neunjähriger Tätigkeit)
Entgeltgruppe II Fachärzte 4 Stufen (Stufe 4 nach zwölfjähriger Tätigkeit
Stufe III und IV gibt es nicht, Arzt mit eigenem Funktionsbereich und Leitender OA erhält monatliche Funktionszulage.
An nicht Unis hast du als richtiger LOA normalerweise AT, teilweise auch an den Unis.
Ich wollte nur aus einem verdi-verhandelten Vertrag zitieren - ich habe das Gefühl, dass Ärzte da nicht besonders gut bei wegkommen.
Ich weiß wer die Leistungsträger sind, derweil andere nachts Bubu machen.
Ich weiß es auch. Fachärzte/Oberärzte/Chefärzte sind die Leistungsträger. Nur die erbringen abrechenbare Leistungen mittels Operationen/Interventionen. Der Assistenzarzt ist nur Zuarbeiter. Wolltest du das in dieser Deutlichkeit hören?
Und über die Dienste beschweren sich dann die Nicht-Leistungsträger die nach dem Dienst unter der Woche erstmal Ski-Fahren gehen, während der OA sowohl die fünf Tage unter der Woche da zu sein hat und nebenbei in den zwei Rufdiensten nachts noch hoffen kann dass er nicht zu viel gerufen wird, sonst wirds echt anstrengend und es gibt keinerlei Freizeitausgleich dafür.
Und auch das ist nur ein Teil der Wahrheit...
So ein Bulls*t. Da schreiben vorher, dass die lineare Tariferhöhung das einzige ist, was allen zugute kommt und schwups kommst Du damit um die Ecke, dass ggf. Deine Partikularinteressen auch anders gewahrt sein können... und erst schreiben, dass nun endlich Deine Interessen beachtung finden und dann dem Gegenüber Neid unterstellen ist schon ein interessanter Versuch :-top
Das Beispiel als solches ist aber dennoch interessant. Wenn man sich so spalten lässt, dass die Befriedigung einiger Interessen einzelner dazu führt, dass man nicht mehr probiert, für alle Mitglieder ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erreichen, ist das problematisch.
Ok, dann nochmal gaaanz langsam: es gab in der letzten Verhandlungsrunde Erhöhungen für den Bereitschaftsdienst. Betrifft mich nicht, hat mich trotzdem gefreut. Dieses Mal werden Erhöhungen für den Rufdienst gefordert. Würde mich betreffen, ist aber noch nicht durch. Insgesamt wären damit in zwei Verhandlungsrunden sämtliche Dienstformen finanziell bessergestellt. Und damit wären alle betroffen und es gäbe eine defacto Lohnsteigerung für alle. Was cool ist. Meiner Meinung nach muss das bei der Bewertung des Tarifabschlusses mit berücksichtigt werden. Ich finde es nicht gut sich hinzustellen und platt zu sagen "Tabellenlohn wurde nur um 1% erhöht, alles scheiße". Das ist undifferenziert und verkennt die sonstigen Verbesserungen die erreicht wurden und werden.
Und meiner Meinung nach unrealistisch ist alles auf einmal durchzusetzen. Daher gibt es in den verschiedenen Tarifrunden verschiedene Ziele. Das ist gut so und richtig so.
Das mit den Wochenenden war übrigens auch aus der letzten Tarifrunde und neu. Ja, es gibt Probleme damit, das hat der MB erkannt und soll nachgebessert werden. Schau mer einfach mal.
Fast noch wichtiger wäre aber das Streichen von "'Hintertüren".
Hast du dir mal durchgelesen was die Forderungen für diese Tarifrunde sind? Das Streichen von Hintertürchen. Genau das!
Nur als Beispiel:
Statt "wenn aus betrieblichen / Patientenwohlgründen" mehr als 2 Wochenenden bei einem Assistenten Dienste anfallen, dann könnte man auf statt komplizierte "muss innerhalb XXYZ ausgeglichen werden"-Formeln auf eine simple monetäre Kompensation umstellen.
Drittes Wochenende = Alle an diesem Wochenende für den Dienstarzt anfallenden Dienste werden bspw. mit doppeltem Satz entlohnt.
Nur mal als Beispiel daher die Forderung des MB:
Gesicherter Anspruch auf freie Wochenenden!
Wir fordern: Ab 1. Januar 2022 darf nur an höchstens zwei Wochenenden im Kalendermonat regelmäßige Arbeit, Bereitschaftsdienst oder Rufbereitschaft angeordnet werden; eine Übertragung von Wochenenden entfällt. Überschreitungen sind grundsätzlich nur im Notfall zulässig und führen zu höherer Vergütung.
Und? Merkst was? Deine Forderung ist ungefähr 1:1 die Forderung des MB. So ganz blöd sind die scheinbar auch auch nicht...
So schlecht finde ich die Vorschläge der Jungassistenten hier gar nicht.
Anne, vermittel doch am besten dem Reticulum, Pflaume, SineNomine und den anderen die nötigen Kontakte, damit sie den MB-Ortsgruppen zügig beitreten können.
Wenn sie sich dann mit derselben Leidenschaft dort einbringen wie hier in der Foren-Diskussion, könnte das tatsächlich die Verhandlungen voranbringen, und das meine ich durchaus ernst.
Seh ich genauso. Was tun statt nur motzen.
Bonnerin
19.02.2022, 08:39
Ich weiß es auch. Fachärzte/Oberärzte/Chefärzte sind die Leistungsträger. Nur die erbringen abrechenbare Leistungen mittels Operationen/Interventionen. Der Assistenzarzt ist nur Zuarbeiter. Wolltest du das in dieser Deutlichkeit hören?
Und über die Dienste beschweren sich dann die Nicht-Leistungsträger die nach dem Dienst unter der Woche erstmal Ski-Fahren gehen, während der OA sowohl die fünf Tage unter der Woche da zu sein hat und nebenbei in den zwei Rufdiensten nachts noch hoffen kann dass er nicht zu viel gerufen wird, sonst wirds echt anstrengend und es gibt keinerlei Freizeitausgleich dafür.
Und auch das ist nur ein Teil der Wahrheit...
An sich ist auch die FA+-Riege nichts anderes als ein störender Faktor im Krankenhausbudget. Die, die nachts schlafen und mit deutlich besserem Work-Life-Money-Value rausgehen sind die oberen Verwaltungsmitarbeitenden. Die, die den CA sagen, dass sie schei** sind, weil die Zahlen nicht stimmen.
Brave new world und so.
SineNomine
19.02.2022, 09:55
An sich ist auch die FA+-Riege nichts anderes als ein störender Faktor im Krankenhausbudget. Die, die nachts schlafen und mit deutlich besserem Work-Life-Money-Value rausgehen sind die oberen Verwaltungsmitarbeitenden. Die, die den CA sagen, dass sie schei** sind, weil die Zahlen nicht stimmen.
Brave new world und so.
sind halt alles doofe Kostenfaktoren, die Ärzte, Pfleger, Putzkräfte. Weißkittel-overhead
Ich weiß es auch. Fachärzte/Oberärzte/Chefärzte sind die Leistungsträger. Nur die erbringen abrechenbare Leistungen mittels Operationen/Interventionen. Der Assistenzarzt ist nur Zuarbeiter. Wolltest du das in dieser Deutlichkeit hören?
Das wird bei uns in der Radiologie auch immer drohend anklingen gelassen. Möchte ich gerne mal sehen, dass unsere OÄ sich an die Geräte setzen, mit den Klinikern auseinander setzen, Patienten aufklären und dann nachts schön 10 mal geweckt werden für Anrufe wegen Röntgen oder weil teleradiologisch mal wieder ein Polytrauma aufliegt. Klar, können die alles, aber die eigentliche Arbeit schaffen sie dann trotzdem kaum noch.
Wenn du die Stationsarbeit und die ganzen Aufnahmen in der Notaufnahme alleine machen müsstest, hättest du für Interventionen und geldbringende OPs auch irgendwie keine Zeit mehr.
Die, die nachts schlafen und mit deutlich besserem Work-Life-Money-Value rausgehen sind die oberen Verwaltungsmitarbeitenden. [...] Brave new world und so.
Es gab in der Vergangenheit viel zu viele Chefs die null Sinn für betriebswirtschaftliche Gedanken hatten und im Laufe der Zeit wurde das den Chef daher immer mehr weggenommen. Auch heutzutage werden die Chefs ja meist aufgrund Publikationsleistung und Titel ausgewählt, wo Mitarbeiterführung auch ein interessantes Thema wäre.
Wenn du die Stationsarbeit und die ganzen Aufnahmen in der Notaufnahme alleine machen müsstest, hättest du für Interventionen und geldbringende OPs auch irgendwie keine Zeit mehr.
Das stimmt. Und wenn der Chef ständig am Telefon sitzen müsste, alle Sachen selbst kopieren und abheften etc. dann hätte er auch für nichts anderes mehr Zeit und man würde ihn "Sekretärin" nennen.
Blaulicht86
19.02.2022, 23:04
Ich weiß es auch. Fachärzte/Oberärzte/Chefärzte sind die Leistungsträger. Nur die erbringen abrechenbare Leistungen mittels Operationen/Interventionen. Der Assistenzarzt ist nur Zuarbeiter. Wolltest du das in dieser Deutlichkeit hören?
Man müsste auch über den Chirurgie Tellerrand hinaus schauen können. Aber selbst in diesem Fach: Die Arbeit der Ärzte in Weiterbildung als Zuarbeit zu betiteln sagt echt viel über deine Denke aus.
Wer austeilt muss auch einstecken können. Wenn du glaubst "Hintergrund" ist "nur Bubu machen" während du gleichzeitig beauptest dass andere die Leistungsträger wären, dann muss man dich einfach mal enttäuschen.
Aber lies nochmal den letzten Satz des Absatzes zu meiner These:
Und auch das ist nur ein Teil der Wahrheit...
Denn so wie deine Aussagen in der Allgemeingültigkeit einfach mal ganz großer Schmarrn sind, sind es meine auch. Die Wahrheit liegt dazwischen. Mit dem Unterschied aber dass ich es weiß und daher auch so hingeschrieben hab ;-)
Colourful
20.02.2022, 08:33
Die Wahrheit ist irgendwo da draußen, oder wie ist das?
Ich sehe mich da aber schon als Assistenzärztin eher als "die Frau fürs Grobe", die viele Dinge erstmal vernünftig und zügig abarbeitet. Und ich bin da auch schon eine "Leistungsträgerin", weil einfach "Arbeit wegschaffe" und das auch noch sehr selbstständig, da ich auch schon im 6. WBJ bin, ich koste weitaus weniger, als ich bringe. Gerade, weil ich gerade bei meinem vorherigen Arbeitgeber messbar die Arbeit einer mittelguten Vollzeitstelle gemacht habe (gleiche Anzahl an Patienten betreut, gleiche Anzahl Briefe, teilweise mehr Aufnahmen etc.) in Teilzeit in bei ca. 30% weniger Kosten.
Das ist doch toll. *Sarkasmus*
Blaulicht86
20.02.2022, 09:14
Natürlich machen nicht alle Hintergrund Dienste nachts nur „Bubu“. Ich glaube aber du nimmst die Chirurgie etwas zu sehr als Maßstab. Es gibt andere Fächer wo die Hintergrund Dienste (je nach Vordergrund Dienst) sehr ruhig sind. Diese Aussage war meinem aktuellen Frust geschuldet und hätte ich mir auch sparen können. Es geht nicht darum die Arbeit des Assistenzarztes mit der des Oberarztes zu vergleichen. Dass sich andere dadurch auf den Schlips getreten und provoziert fühlen kann ich verstehen.
Noch weniger zielgerichtet ist es, Vergleiche mit anderen Berufsgruppen wie der Pflege zu ziehen oder noch schlechtere Modelle In die Waagschale zu werfen. Zu sagen schlimmer gehts immer kann ja nicht die Lösung sein. Bei uns flüchten in den letzten Jahren so viele in Teilzeit, auch nehmen die Krankmeldungen drastisch zu. Es verdichtet sich immer mehr. Auf „vor X Jahren wurde aber das und das erreicht“ kann man sich nicht ausruhen.
Colourful
20.02.2022, 09:18
Ich finde dieses "in die Teilzeit flüchten" von der Wortwahl her problematisch, die meisten arbeiten dann doch Teilzeit, um endlich *normale Vollzeit* zu arbeiten und nicht nur zu schlafen und zu arbeiten. Es soll ja auch Männer geben, die ihre Angehörigen/Freunde nicht nur schlafend sehen wollen und auch noch andere Hobbies im Leben haben.
P.S. Kinderaufzucht ist kein Hobby, sondern eine gesellschaftlich relevante Tätigkeit.
Blaulicht86
20.02.2022, 09:26
Genau so sehe ich das auch. In Teilzeit zu gehen ist auch bei mir der nächste Schritt und ich habe noch nichtmal Kinder. Ich weiß nicht wie die Mamas und Papas das gewuppt bekommen. Für mich ist es eine Flucht, weil ich meinen Job an sich so sehr gerne mache, mich aber entziehen muss um dauerhaft nicht auf zu viel Lebensqualität zu verzichten.
Es gibt andere Fächer wo die Hintergrund Dienste (je nach Vordergrund Dienst) sehr ruhig sind. Diese Aussage war meinem aktuellen Frust geschuldet und hätte ich mir auch sparen können. Es geht nicht darum die Arbeit des Assistenzarztes mit der des Oberarztes zu vergleichen. Dass sich andere dadurch auf den Schlips getreten und provoziert fühlen kann ich verstehen.
Bei uns im Haus werden die Kardiologen öfter nachts reingerufen als ich... in meinem Fach wiederum weiß ich von einer VKA-Klinik die quasi jede Nacht angerufen werden und eine andere in der das selten vorkommt.
Und genauso verhält es sich mit den Diensten. Es gibt sowohl Kliniken in der einzelne Fachbereiche im Bereitschaftsdienst quasi durcharbeiten und andere in denen die gleiche Fachabteilung durchschläft etc. Ich hab inzwischen schon so viele verschiedene Abteilungen gesehen/mitbekommen oder weiß Details, dass es einfach schwierig ist mit Verallgemeinerungen.
Zu sagen schlimmer gehts immer kann ja nicht die Lösung sein. Bei uns flüchten in den letzten Jahren so viele in Teilzeit, auch nehmen die Krankmeldungen drastisch zu. Es verdichtet sich immer mehr. Auf „vor X Jahren wurde aber das und das erreicht“ kann man sich nicht ausruhen.
Passt. Dann tut mal was. Steht auf, bewegt euren Arsch, organisiert was.
Aus meiner Sicht gibt es Fortschritte in den Tarifverhandlungen über die letzten vielen Jahre. Nein, nicht so viel wie man sich das wünschen würde, aber auch nicht so schlecht wie das immer von irgendwelchen Leuten die die Vergangenheit nicht mitbekommen haben dargestellt wird.
Die Themen der letzten paar Jahre waren z.B.: freie Wochenenden, Begrenzung Anzahl Bereitschaftsdienste, Mehrbezahlung Bereitschaftsdienste, elektronische Zeiterfassung, verbindliche Erstellung von Dienstplänen, Zuschlag bei kurzfristigem Einspringen etc.
Und dann tauchen immer neue Probleme auf wie:
-dass Teilzeitkräfte nun auch 5-6 Bereitschaftsdienste machen sollen, weil sonst müsste man ja den Vollzeitkräften mehr für einen einzelnen Bereitschaftsdienst zahlen z.B.. Hat der MB kapiert, soll geändert werden im Sinne von dass Teilzeitkräfte auch nur anteilig Bereitschaftsdienste machen sollen...
- dass dieser Durchschnitt der freien Wochenenden einfach nicht funktioniert hat mit Antrag etc., also soll festgeschrieben werden dass man 2 freie WE hat.
Und dann werden die Probleme halt wieder angegangen.
Ganz ehrlich: vor gut 2 Jahren gabs noch null Anspruch auf freie Wochenenden. Es gibt Monate in denen hab ich an fünf Wochenenden durchgearbeitet (ja, es gibt Monate mit 5 Wochenenden). Dieser Anspruch ist also völlig neu und "vor 2 Jahren" finde ich jetzt keine Ewigkeit. Es könnte besser sein, der MB ruht sich da aber auch nicht aus. Und ich freu mich dass überhaupt mal was von 2 freien Wochenenden drin steht und ärgere mich nicht darüber dass es nicht gleich noch besser gemacht wurde. Der MB ist da dran. Die Probleme werden erfasst und dann werden die in die Tarifverträge reinverhandelt. Und der Tarifvertrag wird immer besser.
Die die sich hier teils melden sind die ewigen Motzer. Und wenn man euch versprechen würde ihr müsstet nur noch an einem Wochenende maximal Arbeiten pro Monat dann würdet ihr noch sagen "wieso jedes Monat ein Wochenende, reicht das nicht jedes halbe Jahr?".
Alle 2 Jahre gibt es signifikante Verbesserungen und alle zwei Jahre wird gemotzt dass es zu wenig sei. Von Leuten dann wiederum sagen "ich trete aus" aber selbst nichts tun...
P.S. Kinderaufzucht ist kein Hobby, sondern eine gesellschaftlich relevante Tätigkeit.
Korrekt. Das wird aber politisch nicht so gesehen oder kommuniziert oder bewertet.
Und auch im Dienstplan wenn man sich von kinderlosen Egoisten anhören darf "Kinder zu haben ist Privatvergnügen"... aber da kommen wir vom Thema weg.
vanilleeis
21.02.2022, 05:34
Ich finde die Aussagen hier teilweise ziemlich von oben herab von wegen "die Jungspunde reden nur".
Hatte eigentlich nicht vor, darauf einzugehen, aber: Tatsächlich versuche ich nach dem letzten TV, mich beim MB einzubringen. Das ist aber genauso frustig wie das VKA-Angebot. Das sind aber meine persönlichen Erfahrungen, die keinem seine Eigenmotivation nehmen sollten. Aber pauschal zu sagen, "ihr redet nur, macht mal" finde ich daneben
Blaulicht86
21.02.2022, 06:56
Du weißt doch gar nicht in welchem Umfang sich der einzelne engagiert, Kämpfe im Großen oder Kleinen austrägt und ausgetragen hat, mit und ohne Unterstützung des Marburger Bund. (Unsere Erfahrungen waren da eben nunmal nicht so gut).
Daher wundere ich mich über solche Aussagen “man tue ja nichts und sei der ewige Motzer der mal besser seinen Arsch hochkriegen”.
Vielleicht sollte die Unterhaltung wieder etwas sachlicher und weniger ausfallend werden.
SineNomine
21.02.2022, 10:22
Vielleicht sollte die Unterhaltung wieder etwas sachlicher und weniger ausfallend werden.
Die Hoffnung stirbt zuletzt...
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