Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Schamanenecke
Oh ja, so etwas liebe ich :-wand
Thomas24
03.09.2012, 19:46
Naja, der Diabetes hat ja nicht nur jahrelang die retinale Perfusion beeinträchtigt- also insofern...
Feuerblick
03.09.2012, 19:48
Das kannste laut sagen!
Hallo Schamanen! Wollte nur kurz "Hallo" sagen...bin was das Forum geht schon lange dabei, was den Thread angeht aber ganz neu. Super Idee! Habe zwar nicht alle Beiträge gelesen aber das bisherige war schon sehr interessant.
Bin übrigens im 3. WBJ an einer größeren Uniklinik...
Habt ihr eigentlich auch Patienten, die beim Nachvornekommen nicht in die Kinnschale kommen sondern in diese reinbeißen? Das ist mir bisher im Dienst 2 Mal passiert...meine Gegenüber haben mich etwas verdutzt angeschaut als ich mir das Lachen nicht verkneifen konnte...:-D
Gruß,
macnini
Was ich mich auch immerwieder frage: Wieso tut sich so manch einer schwer mit dem Beibringen von Cat OP's? Schaut euch doch mal die Chirurgen an, dort wird gleich zu Anfang der WB praktische Tätigkeit erwartet, bei uns wird das irgendwie auf ein hohes Treppchen gestellt...:-dagegen
Natürlich sind es die Augen und natürlich wird viel Unfug getrieben aber eine Laparoskopie o.Ä. kann auch schiefgehen und der Patient sterben...:-nix
Feuerblick
04.09.2012, 15:37
Nee, reingebissen hat bei mir in über sechs Jahren niemand...
Naja, hast du mal nen Phakokurs besucht und das Gefummel selbst ausprobiert? Chirurgen machen am Anfang Hernien, Würmer, Abszesse aller Art... Feinmotorik ist da jetzt nicht soooo wesentlich. Klar sollte man den Leuten Phakos beibringen, aber erst nach den üblichen kleineren Dingen wie Lid-OPs oder Injektionen :-meinung
Bin regelmäßiger Wetlab Besucher...:-top
Naja, ich werde mich da auch nicht dran festbeißen (also an Phakos, net an der Kinnstütze...), ist mir nur aufgefallen.
Wobei mir die konservative Tätigkeit ebenfalls sehr viel Spaß macht...:-oopss
Und man darf nicht vergessen, dass die operative Ausbildung bei uns nicht zum FA dazugehört. In anderen Ländern ist das grundsäztlich anders, da gibt es ja gar keine konservativen Augenärzte (Optometristen halt dann), aber hier kann man ja nicht mal darauf pochen, dass eine Ausbildungspflicht bestünde wie jetzt die "echten" Chirurgen, da es bei denen im Katalog alles verankert ist.
Eigentlich schade dass es nicht zum Katalog gehört...
Wenn wir schon bei FA sind: Es ist ja noch ein wenig bis da hin bei mir aber mit welcher Literatur habt ihr euch denn so vorbereitet? Außer Kanski halt...
Feuerblick
04.09.2012, 19:28
Augustin, CME-Fortbildungen aus dem Ophthalmologen und die Facharztfragen von Thieme. War eigentlich auch schon zuviel... :-nix
Aber man lernt ja auch nicht für die Prüfung sonderns fürs Leben :-)) *5€ ins Phrasenschwein* :-))
Hat eigentlich einer eine Ahnung, wann es wieder Thilorbin gibt?
Feuerblick
04.09.2012, 21:56
Leider nein... nachdem nun auch die normalen Fluoreszein-Streifen aus dem Handel genommen wurden (gibts nur noch schweineteuer einzeln verpackt) und ich mich frage, wie lange man noch die Fluo/Lokalanästhetikum EDOs über die Auslandsapo bekommen wird, wird es mit der Druckmesserei und Oberflächendiagnostik langsam eng.
Im Dienst ist es halt ziemlich nervig, aber auch in der normalen Patientenversorgung. Schon das Fehlen von Ecolicin war damals blöd, jetzt auch noch das...
Jetzt muss nur noch almighty Floxal vom Markt...:heul:
Wir bekommen quasi ein Thilorbingenerikum von einer Apotheke hergestellt. Sehr angenehm, die drei Wochen ohne waren die Hölle.
Ich habe mal eine Frage zur Leistungsfähigkeit bzw. Zuverlässigkeit der Funduskopie.
Der Anlass ist folgender: Bei den Tests zur subjektiven Refraktion ist mir beim Betrachten der Astigmatismustestbilder, konkret des Astigmatismusrads, beim rechten Auge aufgefallen, dass zwei der schwarzen Linien, die ja eigentlich Geraden sind, im äußeren Bereich (also peripher) etwas gebogen aussehen, wobei die Bogen zu wanden/zu pulsieren scheinen, so dass es wie eine Welle aussieht. Dieses Phänomen tritt (nur beim rechten Auge) auch auf, wenn ich ein Amslergitter betrachte. Ich sehe dann im peripheren Bereich des linken oberen Quadraten eine leichte Verzerrung, die zu wandern/zu pulsieren scheint. Das Phänomen tritt auch im Alltag beim Betrachten senkrechter Linien, wie z. B. eines Bilderrahmens auf, allerdings nur so schwach, dass ich es nur wahrnehme, wenn ich gezielt darauf achte. Ich hab das seit etwa einem Jahr und es ist seither weder stärker noch schwächer geworden. Beim Lesen stört es mich micht, weil es nicht direkt im Zentrum des Blickfelds auftritt, sondern ein bisschen weiter außen.
Nun war ich deshalb vor ein paar Tagen bei einem Schamanen, um den Fundus untersuchen zu lassen. Er hat noch vor der Untersuchung gemeint, das könne auch am relativ starken Astigmatismus dieses Auges (1,5 D) oder an einer Glasköperfluse liegen.
Danach hat er Spaltlampenuntersuchunhg und eine indirekte Funduskopie gemacht, dabei einerseits nichts Auffälliges gefunden (zumindest hat er nichts Derartiges gesagt), mir aber aber andereseits geraten, in der Nachbarstadt zur Uniiklinik gehen, um eine Fluoreszenzangiographie und /oder ein OCT machen zu lassen,um sicher zu gehen, dass da nicht doch ein Defekt an der Netzthaut wäre.
Ich möchte keine Ferndiagnose haben, sondern Euch nur nach Euren Erfahrungen zur Leistungsfähigkeit der Funduskopie fragen. Wie zuverlässig ist eine Funduskopie durch einen Schamanen mit Jahrzehnte langer Berufserfahrung? Kann man davon ausgehen, dass da kein schwerwiegender Befund ist, wenn ihm nichts Schwerwiegendes aufgefallen ist? Ist es üblich, dem Patienten zur Fluoreszenzangiographie bzw. zum OCT zu raten, wenn einem nichts Schwerwiegendes bzw. zumindest nichts eindeutig Pathologisches aufgefallen ist?
Feuerblick
13.09.2012, 17:35
Wenn ihm mittels Funduskopie nichts Schwerwiegendes aufgefallen ist, dann ist da zumindest nichts, was sofortiger Intervention bedarf. Kleinere minderperfundierte Areale, Mini-Ödeme etc. kann man mit einer Funduskopie aber nicht eindeutig ausschließen. Für deine (und auch seine) Sicherheit wird er dich zur FAG geschickt haben. Insofern sicher nichts wahnsinnig Dringendes, aber auch nicht unsinnig.
So ähnlich sehe ich das auch. Ich kann mir vorstellen, dass das Pulsieren auf ein ein wenig in Richtung Zentrum gewachsenes Gefäß hindeuten könnte. Aber wenn das nicht nur etwas ganz Minimales wäre, sollte man es doch bei der Funduskopie erkennen? In Richtung Ödem habe ich auch schon gedacht.
Dann werde ich mir wohl demnächst bei einem der Netzhautspezialisten in der Nachbarstadt einen Termin geben lassen. Was weiß man eigentlich über das Allergierisiko bei Injektionen der Fluoresceinlösungen? Sind die Schamanenpraxen auf sofortige Notfallmaßnahmen in einem solchen Fall vorbereitet?
Feuerblick
13.09.2012, 17:49
Schwerwiegende allergische Zwischenfälle (Übelkeit, Kreislaufprobleme etc. kommen häufiger vor, liegen aber meist nicht an einer Allergie) bei Fluorescein sind sehr selten. Trotzdem hat eigentlich jeder, der FAGs macht, entsprechend Medikamente griffbereit.
Dann werde ich zumindest vorher nach der vorhandenen Notfallausrüstung fragen. Ein OCT könnte ja eine FAG nicht ersetzten, sondern nur ergänzen, wenn ich mich da richtig informiert habe. Oder könnte man auch erst mal ein OCT machen? Versicherungstechnisch würde das bei mir keinen Unterschied machen.
Nachtrag: Danke für Deine prompten Antworten, Feuerblick. Du warst ja fast schneller, als ich lesen konnte.
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