Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Schamanenecke
Espressa
21.10.2019, 19:31
An dieser Stelle muss ich sagen, dass ich es einfach WAHNSINN finde, dass das Augen-Screening den Kinderärzten aufgehalst wird. Geht eigentlich gar nicht.
(Dabei macht annekii das eh schon sehr gewissenhaft - find ich.)
Im betreffenden Fall: bin auch neugierig was raus kommt.
Ich hatte auch schon erwachsene, die am phoropter vorbeigeschaut hatten, unbewusst! Fehler bei der Visusbestimmung können passieren, (vielleicht auch dem Augenarzt?) oder aber das Mädchen hat was akutes.
Ich hab heute spontan vertreten, die ausgefallene Kollegin ist unser Glaukom-Profi und so wurde ich unfreiwillig von der glaukom-Sprechstunde erschlagen... Mäh musste ja noch mehr reden als sonst!
Feuerblick
21.10.2019, 19:48
Welcher Augenarzt findet es nicht völlig bescheuert, den Kinderärzten das Augenscreening aufzuhalsen? Dabei gibt es genug Augenärzte, denen ich ein gescheites Augenscreening bei Kindern nicht zutrauen würde :-nix
Espressa
21.10.2019, 19:59
Ich hab für sowas auch eine Orthoptistin, so ist es nicht. *pfeif*
Luxemburg macht es halt echt super, mit schön straff organisierten orthoptischen und orthophonistischen Screenings durch Fachpersonal, natürlich gratis. Die dann auch praktisch ohne Wartezeit ablaufen, weil da ja sonst nichts dazwischenfunkt.
Luxemburg muss auch nicht wirklich aufs Geld achten. ;-)
Oh je, es tut mir leid, dass ich so laienhaft mit den Beschreibungen bin :-blush Ja, das ist richtig übersetzt. Ich sehe keine Lidauffälligkeiten.
Klappen Reihen-LEA-Tests auch mit 3jährigen? Für den Nahtest haben wir einen LEA-Reihentest, aber den machen wir erst ab der U10 mit 7 Jahren, allerdings zusätzlich, ohne dass er gefordert ist. Landoltringe haben wir auch früher die größeren Kinder, haben es bisher aber nicht bei den 5jährigen probiert. Die sind auch Reihen, das könnten wir probieren. Dieses Ringbuch für die 3jährigen hat sich irgendwie bewährt. Unsere MFAs zeigen diese riesigen Zeichen erst im Nahen, gehen langsam zurück auf den Punkt der 3 m Entfernung und fangen dann bei ca. 0,5 oder etwas früher an mit dem richtigen Test, wenn sie dort still stehen und das Kind sich auf dem Schoß der Eltern ruhig verhält. Wir haben unsere MFAs ja zu den Orthoptistinnen geschickt und sie haben uns das Ringbuch und das Vorgehen bestätigt als okay.
Wenn nun eine neue Anisokorie und eine neue Visusminderung beim Sechsjährigen auftritt, was kann das sein? Was sind da die DDs?
Feuerblick
21.10.2019, 21:36
Wie gesagt: Da rutschen einem dezentere Amblyopien durchaus durch, wenn man nur die Einzeloptotypen nimmt. Nahtest braucht man eigentlich gar nicht bei Kindern (es sei denn, es bestünden Beschwerden), aber einen guten Reihentest fürs Screening sollte man haben. In der Klinik haben wir oft schon bei Vierjährigen mit den Reihen-Ringen angefangen. Das geht recht gut.
Die Anisokorie ist entweder physiologisch (dann halt spät aufgefallen) oder würde Richtung Horner (Miosis bzw. Dilatationsdefizit ja als führendes Zeichen) gehen. Die Visusminderung würde mich mehr stören. Was genau das sein kann... gute Frage. Dafür sind die Informationen halt doch bisschen knapp. Um das abzugrenzen, muss man einfach ein bisschen mehr wissen und sehen. Von tatsächlich nicht detektierter Amblyopie über ein Problem der brechenden Medien, Refraktionsfehler, bis hin zu tumorösen Sachen ist für die Visusminderung einiges denkbar.
Okay, dann übe ich mich in Geduld.
Das mit den Reihen ist spannend, da müssen wir nochmal ran. Ich hatte heute einen 4,5 jährigen, der vor 6 Monaten den Einzeloptotypen-LEA-Test monokular mit Abkleben bds. 1,0 gemacht hat. Bei ihm habe ich heute einen Sprachtest gemacht, bei dem er mir Bilder nennen musste. Da ist er seltsam nah rangegangen, fast suchend, wann er es richtig sieht, sodass ich die Schwestern bat, einen Nahtest zu machen, der dann 0,63/0,5 ergab. Der Nahtest ist mit Reihe. Mal sehen, wann er einen Termin bei den Augenärzten bekommt.
aschenputtel1977
23.10.2019, 09:16
Ich muss nochmal was fragen... Brückner-Test bei den Kindern mit afrikanischen Wurzeln, also die richtig dunkelhäutigen, dunkeläugigen Mäuse: ich kriege es nicht hin, dass es richtig rot leuchtet, meistens ist es eher sehr hell. Liegt das an den "hyperpigmentierten" Augen oder muss ich mir Sorgen machen. Weiß das einer?
Das geht mir genauso. Wenn ich was sehe, dann sehe ich es weiß oder hell leuchten, rot gar nicht. Unser Plusoptix tut sich damit auch sehr schwer.
aschenputtel1977
23.10.2019, 12:49
Ok, dann ist das wohl so :)
Die Reflexe erscheinen tatsächlich anders.
Heute habe ich einen mir bisher so noch nicht untergekommenen Befund gesehen. Z.n. rhegmatogener Ablauf mit Foramen bei 12h vor 2,5 Wochen, ppV, LC, Gas. Sieht vom Ursprungsbefund an sich gut aus, also LC stabil und NH-Anlage. Der Patient kam heute, weil ihm ein quer laufender Balken auffiel. Er hat von parapapillär horizontal subzentral nach temporär bis außerhalb der GB eine Netzhautfalte mit subretinaler Flüssigkeit laufend, also quasi eine schmale lange mittig gelegene Ablatio. Völig verrückt, noch nie gesehen so.
Sorry wenn ich als Nicht-Schamanin mal kurz die Diskussion kapere:
Ich habe ein persönliches medizinisches Problem in Form einer größeren Mouche Volante direkt im Sichtfeld meines rechten Auges. Hab' ich schon mindestens zehn Jahre, störte mich bislang aber kaum. Nun bin ich vermehrt mit Bildschirmarbeit beschäftigt und dabei nervt das Ding doch gewaltig. Vor allem beim Arbeiten vor hellem Hintergrund (Word...) schwirrt mir das Ding ständig im Sichtfeld herum.
Mit dem Auge ist nach Expertise meines Augenarztes alles in Ordnung, an die Mouche muss ich mich seiner Meinung nach halt gewöhnen, da gibt es keine effektive Therapie. Deshalb die Frage an die versammelte Expertenschaft: Entspricht das noch dem aktuellen Stand der Wissenschaft oder gibt es doch eine Möglichkeit, das Ding loszuwerden?
Feuerblick
24.10.2019, 19:26
Japp, das entspricht dem Stand der Wissenschaft. Laser funktioniert meist nicht und eine Vitrektomie deswegen würde ich persönlich nicht machen lassen.
Danke .... hab ich schon befürchtet.
kaergarden
26.10.2019, 07:53
Hallo ihr Lieben,
ich würde Euch geneum Eure Hilfe bitten: ich kann ab 04.11 in der Augenheilkunde anfangen und bin gerade dabeimir Luoen anzusehen. Würdet Ihr einem WBA im 1. Jahr auch eine 78er + die Widefield empfehlen?
Entschuldigt bitte, ich weiß,dass wurde in den Foren schon öfter beantwortet, aber der letzte Eintrag, den ich gefunden habe, war von 2016.
Liebsten Dank im Voraus!
Ja, das sind die beiden Lupen, die ich täglich nutze ubd die ich beide wichtig finde. Wenn Du Dich entscheiden musst und erst mal eine kaufst, dann die 78er. Es ist wichtiger, erst mal zentral gut schauen zu lernen. Für die Peripherie, wenn man auf Lochsuche ist, kannst Du immer noch mal was vom Kollegen leihen.
Feuerblick
26.10.2019, 08:07
Ich würde eher zur 78er und 2.2er raten., brauchen wirst du mindestens die 78er...
Espressa
26.10.2019, 08:32
Ich bin 90er Fan. Grad für enge Pupillen geht nichts anderes, und in myd und peripher sehe ich manchmal Dinge, die ich mit dem kontaktglas kaum wiederfinde...
kaergarden
26.10.2019, 10:16
Vielen liebsen Dank für Eure Hilfe!
90er mag ich persönlich überhaupt nicht. Zentral zu klein und zu viele Reflexe, ich komme auch in Plio-getropfte enge Pupillen mit der 78er. Ubd die Widefield mit Vergrößerung der 99er macht sich in Mio den Blick bis an die Ora. Für mich die perfekte Kombination. 2.2 habe ich seit bestimmt zehn Jahren nicht mehr genutzt.
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