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Ich bin kein Augenarzt, aber mal BZ gemessen? Unerkannter DM kann schwankenden Visus verursachen, wenn ich mich richtig erinnere.
Feuerblick
17.12.2023, 14:33
Beim Augenarzt abklären lassen (Sicca, Astigmatismus, Hornhaut uvm) und bitte, wenn sonst nichts anderes gefunden wird, Refraktionsbestimmung in Zykloplegie. Ich würde, wenn der Visus mit Brille okay ist, mir da keine allzu großen Gedanken machen.
Mein Tipp: Da ist ein kleiner Astigmatismus dabei, die Myopie hat leicht zugenommen (kommt vor) und zumindest die aktuelle Brille ist überkorrigiert vom Optiker, da Kurzsichtige immer gern „mehr“ hätten und der eine oder andere Optiker damit nicht umgehen kann.
Feuerblick
17.12.2023, 14:34
@freak: Schwankenden Visus ja, schwankende Refraktionswerte im Tagesverlauf eher nicht. Und schon gar nicht in diesem Ausmaß.
Danke für deine Einschätzung, dann warte ich den Termin mal halbwegs entspannt ab.
BZ ist übrigens in Ordnung, danke auch für diesen Tipp.
Bonnerin
18.12.2023, 18:10
Ich bin wirklich keine Expertin bezüglich Augenheilkunde, das erinnert mich aber an eine Anekdote aus meiner eigenen Krankengeschichte (vielleicht hat die Augenärztin auch bullshit erzählt damals...aber das wird hier hoffentlich dann wer ansprechen).
Ich habe eine Myopie seit etwa meinem 11./12. Lebensjahr. Ewig Brille getragen, im Studium dann irgendwann (Mikroskopieren...und Wunsch nach besserem Aussehen) der Wechsel auf Kontaktlinsen. Weiterhin alles super. Dann irgendwann beim Optiker gewesen für eine neue Brille, Werte kamen mir schon komisch vor.
Die Brille kam und ich war wirklich extrem unzufrieden. Sowohl mit der alten Brille als auch mit meinen Kontaktlinsen konnte ich viel besser sehen - aber mit der neuen Brille, die durchaus um 0.75 bzw. 1 dpt abwich gabs die Kopfschmerzen des Grauens.
Im Urlaub bin ich dann irgendwann zum Augenarzt mit Termin, brav vorher mehrere Tage keine Kontaktlinsen dringehabt. Meine Augenärztin hat sich das Ganze angehört, dann gemeint, dass das nicht zusammenpasst und hat die Vermutung aufgestellt, dass meine Augen zu gut akkommodieren beim Messen und das Überkompensiert wird (oder so ähnlich). Augen wurden weitgetropft, erneute Messung und die Werte waren plötzlich viel näher an denen davor und an den Werten meiner Kontaktlinsen. Neue Brille mit den Werten gemacht, alles gut...
Keine Ahnung, wie realistisch die Erklärung der Augenärztin war (war natürlich dann ne IGeL-Geschichte), aber die bessere Sehqualität gibt ihr Recht. Eventuell war das auch bei dir sowas?
Feuerblick
18.12.2023, 18:14
Sage ich doch: Überkorriert kurzsichtig. Daher Refraktionsbestimmung in Zykloplegie (also mit Tropfen). Kurzsichtige wollen immer und immer besser sehen und nehmen gerne stärkere Gläser an, die sie gar nicht brauchen. Da muss man aufpassen.
Ich bin nur Laie, aber darf ich trotzdem kurz meine Geschichte erzählen, weil sie grad dazupasst?
Ich hab eine Myasthenia gravis (nicht klassisch, dzt. therapierefraktär, prädominant bulbär, keine Ptosis/Doppelbilder) und seit dem 14. Lj eine Myopie mit -3,75 bds. Zuletzt hab ich vermehrt verschwommen gesehen, v.a. seitlich, und hatte Probleme beim Fixieren/Akkomodieren, hab ich alles der MG zugeordnet. Bei der geplanten Kontrolle in der Augenambulanz bei uns am Uniklinikum ist dann auch eine Visusverschlechterung aufgefallen und die OÄ hat sich das ganz genau angesehen. Ihr fiel auf, dass ich überkorrigiert bin und sie hat sich sehr viel Zeit genommen, alles genau auszumessen, auch in Zykloplegie, und ist auf -1,75 bds. gekommen. Ihre Therorie war, dass ich “schon immer” überkorrigiert sei, wohl falsch ausgemessen, eben weil Kurzsichtige auf stärkere Gläser stehen. Und dass jetzt aufgrund der MG den Augen die Kraft fehlt, das weiterhin auszugleichen, und deshalb wäre es jetzt aufgefallen. Sie hat mich dann sogar nochmal eingestellt für eine Sehprobe, wir haben ewig herumgetan, und hat -2,00 und -2,25 für die neuen Gläser aufgeschrieben. Sie meinte, es wäre ganz wichtig, dass wir die richtige Stärke finden, um die Augen maximal zu entlasten. So weit so einleuchtend.
Nur: Nun hab ich seit drei Wochen die neuen Gläser und… es ist eine Katastrophe. Jetzt seh ich super verschwommen und es macht mich wahnsinnig. Vor einer Woche bin ich auf die Ersatzbrille mit den alten Gläsern umgestiegen, weil es super dumm ist, wenn man die anderen Kiga-Eltern auf 5 m nicht erkennt.
Und ich hab keinen Plan, wo nun das Problem liegt - hat mich die OÄ doch falsch ausgemessen (was ich mir nicht vorstellen kann, sie war so sorgfältig) oder brauchen meine Augen nur so lange, um sich wieder anzupassen? Aber zwei Wochen??
Na ja, jetzt bin ich so verzweifelt, dass ich das hier aufgeschrieben hab, obwohl das vermutlich das falsche Forum ist. Ihr dürft es natürlich gern löschen… bin einfach über die letzten Beiträge hier gestolpert und das hat mich an mein aktuelles Problem erinnert.
LG
Feuerblick
19.12.2023, 10:49
Da solltest du dich bitte nochmal an die behandelnde Ärztin wenden. Auf die Ferne kann man dazu nur spekulieren, mehr nicht.
Ja, da hast du wohl recht. Ich bin grad nur sehr müde an Arztbesuchen, und die Augen gehören zu meinen kleinsten Problemen. Aber im neuen Jahr werde ich mich wohl nochmal aufraffen…
Espressa
20.12.2023, 18:22
Möp… heute hab ich eine Patientin mit Z.n. DCR nach Toti im Ausland vor 8 Monaten da gehabt. Der übersetzte Arztbrief erwähnte irgendwie dass der Tubus mit vicryl vernäht sei. Gut, dachte ich, nach acht Monaten ist das sicher Matsch, ziehste die Intubation, wozu die Patientin wegen 2 sec Maßnahme in die Klinik schicken… tja. Ging doch nicht raus, das Ding, und ich musste sie doch schicken (mit aus dem Lidwinkel hängenden Schläuchen). Super ärgerlich, naja Patientin und Sohn haben es zwar eh gut aufgenommen…
Bin gespannt was da für Feedback kommt.
In der Klinik war sie nämlich eigentlich, die wollten operieren, aber sie ist dann dafür woanders hin…
Feuerblick
20.12.2023, 18:38
Wahrscheinlich war das Vicryl Matsch, der Schlauch nach acht Monaten aber in die Anatomie übergegangen. :-))
Hallo :)
Was denkt ihr kann man als Facharzt (🥳) ohne operative Ausbildung gehaltstechnisch in einer Praxis zum Berufseinstieg verlangen? Klar verlangen kann man viel aber was ist realistisch? Unterscheiden sich die Gehälter zwischen inhabergeführter Praxis/MVZ vs. Artemis/OSG? Wie sehen eure Erfahrungen grundsätzlich bei Artemis/OSG aus? Ist natürlich stabdortsbhängig, ist klar, aber was gibts ganz grundsätzlich zu bedenken? Danke schonmal!
Thomas24
04.01.2024, 11:11
Hallo :)
Was denkt ihr kann man als Facharzt (🥳) ohne operative Ausbildung gehaltstechnisch in einer Praxis zum Berufseinstieg verlangen? Klar verlangen kann man viel aber was ist realistisch? Unterscheiden sich die Gehälter zwischen inhabergeführter Praxis/MVZ vs. Artemis/OSG? Wie sehen eure Erfahrungen grundsätzlich bei Artemis/OSG aus? Ist natürlich stabdortsbhängig, ist klar, aber was gibts ganz grundsätzlich zu bedenken? Danke schonmal!
Glückwunsch zum bestandenen Facharzt.
Die Frage wurde in der Vergangenheit aber schon mehrfach beantwortet (OSG/Artemis/Sanoptis vs freie), einfach mal die Forensuche benutzen. An den Zahlen hat sich grundsätzlich in den letzten zwei Jahren nichts wesentliches verändert.
Danke!
Perfekt, das hilft mir schon weiter!
Wieviele Leute seht ihr im Schnitt am Tag bzw pro Stunde in eurer Sprechstunde?
Espressa
09.02.2024, 14:57
Wie handhabt ihr Visusminderung, die nicht so recht zum Organbefund passt?
Manchmal sehe ich relativ junge Leute, die 0,5 sehen, aber einfach nichts haben.
Ich bestelle sie meist nochmal ein, nochmal Visus… Gesichtsfeld der Vollständigkeit halber, notfalls ein OCT wenn ich paranoid werde ob ich wirklich nichts übersehe (war mich nie was drauf)… und dann schicke ich sie weiter in die Klinik.
Und dann gibt es noch die, die trotz Visus 1,0 meinen, es wäre „so schlecht“. Da fällt es leichter, es läuft auf Optiker oder sicca hinaus.
Aber die ersteren? Tipps?
Ich glaube nichtmal dass es Simulanten sind.
Thomas24
09.02.2024, 17:56
Wie handhabt ihr Visusminderung, die nicht so recht zum Organbefund passt?
Manchmal sehe ich relativ junge Leute, die 0,5 sehen, aber einfach nichts haben.
Ich bestelle sie meist nochmal ein, nochmal Visus… Gesichtsfeld der Vollständigkeit halber, notfalls ein OCT wenn ich paranoid werde ob ich wirklich nichts übersehe (war mich nie was drauf)… und dann schicke ich sie weiter in die Klinik.
Und dann gibt es noch die, die trotz Visus 1,0 meinen, es wäre „so schlecht“. Da fällt es leichter, es läuft auf Optiker oder sicca hinaus.
Aber die ersteren? Tipps?
Ich glaube nichtmal dass es Simulanten sind.
Bin bei "unklarer Visusminderung" recht pragmatisch:
Pupillomotorik in Ordnung? Damit schonmal kein afferentes Defizit. Gut.
Visusverbesserung unter stenop. Blende? Ja/Nein?
Farbentsättigung/ oder Druck- Motilitätsschmerz? Nein? Bene.
Gesichtsfeld.
Dann organmorphologisch systematisch von vorne nach hinten durchgehen.
Wenn spaltlampenmikroskopisch unauffällig und ich kein "akutes nichts mit psychosomatischer Komponente" vermute (wo aggressives Abwarten und Re- Testung nach Tränenersatzmittelapplikation hilft), erst dann zieh ich apparative Diagnostik hinzu. Pentacam: z.B. Form fruste Keratokonus, OCT (beg. RCS?) usw.
Ggf. ergänzend Skiaskopie in Cycloplegie, wenn Hinweise auf asthenopische Beschwerden bestehen.
Für die wenigen, wo wirklich nichts mit Bordmitteln zu finden ist, kann man spezialisierte Diagnostik (Elektrophysiologie, ggf. Angiographie etc.) an einer befreundeten Klinik in Erwägung ziehen. In den allermeisten Fällen findet sich ja doch was, wenn man nur ganz genau hinguckt.
Funkel, Muri: wie macht ihr das?
Feuerblick
09.02.2024, 18:47
Hätte es genauso gemacht. Gründliche Anamnese nicht vergessen. Manchmal bekommt man doch in einem Nebensatz mitgeteilt, dass das eine Auge schon immer schlechter war.
Hallo zusammen,
Habt ihr Tipps, wie der Start in der Praxis leichter wird?
Ich habe vor kurzem begonnen, habe jedoch das Gefühl zu langsam zu sein und jede Entscheidung zu hinterfragen bzw. Dramen zu sehen wo keine sind. Zuletzt habe ich in einer Uniklinik gearbeitet, wo jeder etwas mehr oder minder schlimmes hatte..und ohne ein bis mehrere Damen/Herren Professoren durfte sowieso nichts entschieden werden (außer natürlich zu Dienstzeiten…)
Bin für jeden Tipp dankbar!
Espressa
24.03.2024, 18:12
Hallo zusammen,
Habt ihr Tipps, wie der Start in der Praxis leichter wird?
Ich habe vor kurzem begonnen, habe jedoch das Gefühl zu langsam zu sein und jede Entscheidung zu hinterfragen bzw. Dramen zu sehen wo keine sind. Zuletzt habe ich in einer Uniklinik gearbeitet, wo jeder etwas mehr oder minder schlimmes hatte..und ohne ein bis mehrere Damen/Herren Professoren durfte sowieso nichts entschieden werden (außer natürlich zu Dienstzeiten…)
Bin für jeden Tipp dankbar!
Man muss sich tatsächlich erstmal dran gewöhnen, dass Patienten auch schon mal *nichts* haben. Am besten eine gründliche Untersuchungsroutine aneignen, alles von vorn bis hinten durchschauen, und wo nix ist, ist halt nix. Nur mit solchen Patienten übersteht man die hohe Schlagzahl; jeder Befund hält letztlich auf, indem Diagnose und Therapie erklärt werden müssen…
Wenn viel Zweifel bestehen, bleibt immer noch die Überweisung in die Klinik. Kommt natürlich immer darauf an, welchen Geräte-Fuhrpark deine Praxis hat und wieviel du schon selbst abklären kannst.
Relaxometrie
21.05.2024, 19:00
Muss Marcumar vor einer in Lokalanästhesie operierten Katarakt abgesetzt werden?
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